Neue Internetseite muslimischer Frauen

Zusammen mit zwei anderen muslimischen Frauen arbeite ich schon seit einigen Monaten an einer neuen Webpräsenz . Zusammen mit Nina Mühe und Silvia Horsch haben wir jetzt die Seite Nafisa.de ins Leben gerufen auf der wir den Diskurs über muslimische Frauen kritisch betrachten wollen. Aus dem Klappentext:
Wir – das sind drei muslimische Frauen und Wissenschaftlerinnen – beschäftigen uns aus persönlichen und beruflichen Gründen intensiv mit den Themenbereichen “Frau”, “Geschlecht”, “Islam” in einer pluralistischen Gesellschaft. Mit nafisa wollen wir über unsere Arbeit, Ansichten und Ergebnisse informieren. Dabei verfolgen wir zwei Ziele: Erstens möchten wir uns am gesellschaftlichen Diskurs über den Islam und muslimische Frauen beteiligen. Schon oft haben wir uns an einseitigen Debatten und tendenziöser Berichterstattung zu einer Reihe von Themen gestört und wollen deshalb unsere Sicht der Dinge in die Diskussion bringen.
Wir hoffen damit auf Interesse zu stoßen!
Geschichte des Islams in Deutschland
Ich bin heute erst auf eine gute Zusammenfassung der Geschichte des Islams in Deutschland aufmerksam geworden:
Rassismus in Deutschland
Kurzer Lesetipp zu einem interessanten Interview mit Yonas Endrias von der Internationalen Liga für Menschenrechte Berlin. Er findet, dass in Deutschland zu wenig effektive Programme gegen Rassismus geführt werde, was u.a. an einem engen und falschen Verständnis von Rassismus liege:
Deutschland hat leider ein verengtes Verständnis von Rassismus. Für viele Behörden scheint das Problem eigentlich mit dem Ende der NS-Herrschaft abgehakt. Auch der Regierungsbericht sieht Rassismus weitgehend als Randerscheinung, die sich hauptsächlich auf Rechtsextremisten bezieht. Rassismus wird aber längst in umfassenderer Weise als soziales Phänomen begriffen. Dies ist leider in Deutschland noch nicht angekommen. Die Vereinten Nationen und das Forum Menschenrechte gehen deshalb davon aus, dass es sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem handelt.
Scharia in westlichen Gesellschaften
Die Debatte um eine Anwendung der Scharia auch im Westen erhitzt die Gemüter immer wieder. Sei es aufgrund der verzerrten Wahrnehmung eines Vorschlags des Bischofs von Canterbury, oder weil der bosnische Mufti wagte, das Unwort in einem Artikel zu benutzen. Auf eine interessante Studie, die sich mit der Praxis in westlichen Gesellschaften (hier Kanada und die USA) beschäftigt, bin ich heute gestoßen. Ganz unhysterisch und aus einer rechtswissenschaftlichen Perspektive untersucht nun eine Forscherin in Nordamerika – gefördert vom Social Science and Humanities Council of Canada – das Phänomen “islamische Scheidung”. Das laufende Projekt geht also den Fragen nach, warum manche Muslime zusätzlich zum zivilrechtlichen Weg in Eheangelegenheiten religiöse Beratschlagung und Regelung in Anspruch nehmen, warum dies eine Bedeutung für sie hat, welche Rolle Imame in diesem Prozess spielen, inwieweit islam-rechtliche Prinzipien in diesem Prozess zur Anwendung kommen und inwieweit Moscheen eine Rolle spielen im Bereich der Konfliktlösung zwischen Ehepartnern. Das Projekt hat eine Internetseite, die man unter www.islamicdivorce.org erreichen kann.
Artikel in der IZ zur Frankfurter Tagung
Ich habe vor kurzem einen Artikel für die Islamische Zeitung geschrieben, in dem ich meine Eindrück der Frankfurter Tagung zum Thema “Koranwissenschaften heute – Genese, Exegese, Hermeneutik, Ästhetik” schildere. Inzwischen gibt es einige Rückmeldungen zu dem Artikel, die ich gerne kommentieren möchte… Nur nicht mehr heute! Insha Allah bald mehr dazu.
Museumseröffnung in Istanbul zu arabisch-islamischen Wissenschaften
In der FAZ vom 4.7.2008 findet sich ein interessantes Interview mit Fuad Sezgin, das leider nicht ergoogelbar ist. In diesem Interview spricht Sezgin anlässlich einer Museumseröffnung im Topkapi Serail in Istanbul über die von ihm erstellten Modelle der arabisch islamischen Wissenschaftsgeschichte. Am Institut für Geschichte der Arabisch-Islamischen Wissenschaften in Frankfurt kann man 800 dieser Exponate seit langem auch in Deutschland bewundern. Für alle die den Weg nach Frankfurt scheuen gibt es hier einen virtuellen Rundgang.
Das Geschäft mit dem Dialog
Kurzer Surftipp zu einem sehr auf den Punkt gebrachten Artikel von Farish A. Noor zum interkulturellen/religiösen Dialog und immer wiederkehrenden Widersprüchen:
But consider the oddity of it all: When a Muslim walks into Mc Donalds to order a Big Mac, nobody asks him if Islam compels him to do that, or suggests that it is the Qur’an that determines his tastes and preferences! Yet when a Muslim protests against American oil companies exploiting the resources of his country, the explanation for this anger and indignation has to be found in Islam somehow.
Encyclopaedia Britannica für Blogger kostenlos zugänglich
Die Encyclopaedia Britannica hat sich dazu entschlossen, einen – zunächst auf ein Jahr beschränkten – kostenlosen Zugang an Blogger zu vergeben. Dies wohl im Kampf um Klickraten mit der Wikipedia und ums Überleben.
Ich habe mich natürlich gefreut und mich gleich dort angemeldet. Ich nutze zwar auch oft die Wikipedia um mir einen Einstieg zu manchen Themen zu verschaffen – gerade bei aktuellen Ereignissen ist die Wikipedia im Vergleich unschlagbar. Ich finde auch die Idee, dass Wissen kostenlos und (theoretisch) für jedermann zugänglich sein sollte überzeugend. Es ist jedoch Fakt, dass sich bei der Wikipedia auch viel unnötiger Klatsch und Tratsch, schlecht recherchierte Angaben und stark meinungsgefärbte Artikel finden lassen. Ein Zugang zu einer renommierten, wissenschaftlich überprüften online Enzyklopädie ist deshalb natürlich wunderbar.
Ich hab deshalb gestern gleich das Online-Formular ausgefüllt und bin dann auch heute morgen freigeschaltet worden. Das schöne ist, dass auch meine Leser in den Genuss meines Abos kommen können, denn jeder Link, der von meinem Blog auf einen Britannica Artikel verlinkt ist freigeschaltet. So wie dieser Artikel über die Mu’allaqat (vorislamische arabische Gedichte).
Literaturverwaltung professionell
Für alle, die viel schreiben (wollen), lesen, Texte in der Bibliothek ausleihen, Artikel sammeln und in einem unübersichtlichen Papierberg untergehen gibt es eine wirklich gute Lösung.
Schon während des Studiums sah ich mit einem Papier- bzw. Verwaltungsproblem konfrontiert. Dies aus folgenden Gründen:
Aufgrund der Menge der Texte und ihrer unterschiedlichen Beschaffenheit bin ich nun schon seit längerem an Grenzen gestoßen und hatte die verschiedensten Literaturverwaltungsprogramme ausprobiert, mit denen ich insgesamt unzufrieden war. Bis ich auf das serverbasierte Literaturverwaltungssystem Aigaion aufmerksam gemacht wurde. Ich benutze es zusammen mit meinem Mann und einer Freundin nun seit ca. einem halben Jahr und bin immer noch begeistert davon. Ich war lange auf der Suche nach einem Programm,
All das kann Aigaion und noch einiges mehr. Hinzukommt, dass das Programm ein Opensource-Projekt ist, das aktuell weiterentwickelt wird.
Stoppt den Kulturkampf
Schon etwas älter das Video, aber immer noch aktuell:
