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	<title>Musafira &#187; Islamkritik</title>
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		<title>Jahresrückblick bei Scheibenwischer</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Dec 2007 22:40:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wirklich sehenswert, dieser Beitrag von Hagen Rether zum Thema Islamkritik:

Gesehen bei politischkorrekt.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wirklich sehenswert, dieser Beitrag von Hagen Rether zum Thema Islamkritik:</p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/sET9EmMbGSI&#038;rel=1"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/sET9EmMbGSI&#038;rel=1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object></p>
<p>Gesehen bei <a href="http://www.politischkorrekt.info/?p=372">politischkorrekt</a>.</p>
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		<title>Kommentare</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 13:07:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da die Diskussionen im Kommentarbereich zur              Hausdurchsuchung in unserem Urlaub ja nun             ausgeufert ist, nutze ich einen eigenen Beitrag, um auf          [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da die Diskussionen im Kommentarbereich zur <a href="http://www.musafira.de/page3/files/Flitterwochen-durch-Polizeieinsatz-unterbrochen.html" rel="self" title="Musafira | Blog:Flitterwochen durch Polizeieinsatz unterbrochen">             Hausdurchsuchung in unserem Urlaub</a> ja nun             ausgeufert ist, nutze ich einen eigenen Beitrag, um auf             einige Fragen und Argumente gebündelt einzugehen. Eines             vorweg: Ich habe ein paar Kommentare nicht             freigeschaltet bzw. editiert, da ihr Inhalt zu tief             unter die Gürtellinie ging, weil ich weiteren             Ausführungen aus dem &#8220;rechten&#8221; Lager kein Forum bieten             wollte, oder weil ich keine Verlinkung auf Seiten mit             fördern wollte, die letztendlich nicht über den Islam             und Muslime informieren, sondern dann doch nur hetzen.             Per Mail erreichten mich Anfragen warum ich manche der             gehässigen Kommentare überhaupt freigeschaltet hätte.             Die Antwort ist: besser kann man doch gar nicht über             Islamophobie aufklären. Also an dieser Stelle einen             recht herzlichen Dank an alle, die sich auch in unserem             Fall – der nichts mit Islam, dafür aber viel mit             unserem (dem deutschen) Recht zu tun hat – nicht zu             schade waren, sich zu ihren üblichen Gehässigkeiten und             Unwahrheiten herabzulassen. Nun zu den Kommentaren:</p>
<p><strong>Die Version der Polizei<br />
</strong>Es gab in den Kommentaren auf diesem und             <a href="http://politblog.net/krieg-terrorismus/polizeiueberfall-in-der-lueneburger-heide.htm" target="_blank" rel="external">anderen</a> <a href="http://citronengras.de/provinzcowboywillkuer-gegen-jungvermaehlte/" target="_blank" rel="external">Blogs</a>, die die Geschichte                  aufgriffen, diverse Einwürfe, ob denn die                  Geschichte überhaupt wahr ist. Ich finde das                  vernünftig, denn wir hätten ja tatsächlich                  irgendetwas erfinden können. Deswegen war und ist                  uns sehr an einer möglichst objektiven Überprüfung                  des Falles durch Medien und Gerichte gelegen. Die                  Polizeiinspektion in Soltau hat ja <a href="http://www.musafira.de/page3/files/Update-zu-unserem-Fall-Das-sagt-die-zustaendige-Polizei.html" rel="self" title="Musafira | Blog:Update zu unserem Fall: Das sagt die zuständige Polizei">             mittlerweile auch unsere Version bestätigt</a>, besteht             aber darauf, dass es sich nicht um eine Durchsuchung             gehandelt hat. Weiterhin geht man dort immer noch von             der Recht- und Verhältnismäßigkeit der Durchsuchung             unseres Hauses aus. Der Pressesprecher der besagten             Polizeiinspektion gab in einem Interview mit dem             Radiosender NDR 1 Niedersachsen an, dass man bei             ähnlicher Indizienlage durchaus wieder genauso handeln             würde. In diesem Zusammenhang auch noch eine großes             &#8220;Danke&#8221; an pony_huetchen vom Politblog <a href="http://politblog.net/krieg-terrorismus/polizeiueberfall-in-der-lueneburger-heide.htm" target="_blank" rel="external">für ihren Anruf bei der                  Polizeiinspektion Soltau</a>, in dem sie unsere                  Beschreibung der Durchsuchung mit dem dortigen                  Pressesprecher besprach..</p>
<p><strong>Woanders ist es noch schlimmer</strong><br />
Dies scheint für manche tatsächlich ein Argument             darzustellen, dass die Polizeiaktion rechtfertigt oder             zumindest geeignet sein soll uns davon zu überzeugen,             dass ein Vorgehen gegen den Rechtsbruch der Polizisten             geradezu unverschämt wäre. Wir können ja:<br />
a. entweder froh sein, denn &#8220;da wo wir herkommen&#8221; würde             es uns viel schlechter gehen<br />
b. oder froh sein, weil man uns hier nicht das antut,             was man Nichtmuslimen angeblich in anderen Ländern             antut.</p>
<p><strong>Sicherheit geht vor<br />
</strong>Einige sind der Meinung, dass Maßnahmen             wie die, die wir über uns ergehen lassen mussten             sicherheitsfördernd sind. Einige erkennen zwar durchaus             an, dass die unangenehmen für den Betroffenen ist, dass             die allgemeine Bedrohung der Mehrheitsbevölkerung durch             islamischen Terrorismus diese Unannehmlichkeiten jedoch             notwendig mache. Mal von der Gefahrenlage abgesehen,             frage ich mich wirklich wie so eine Aktion Sicherheit             schaffen und vermitteln kann. Eine Überwachung             bestimmter Personen bei vorliegender Indizienlage und             wenn notwendig ein darauf basierender Zugriff ist             natürlich notwendig. Aber was haben wir davon wenn             orientalisch aussehende Menschen nun unter             Generalverdacht stehen? Oder besser gefragt: wie soll             das Nachgehen dieses Generalverdachts realisiert             werden?</p>
<p><strong>Die Scham ein Deutscher zu sein<br />
</strong>Wir erhielten vermehrt Kommentare,             Emails und auch Anrufe in denen uns Menschen             mitteilten, dass sie sich schämen würden in so einem             Land zu leben, oder gar dafür Deutsch zu sein. So nett             diese Äußerungen auch gemeint sein mögen, ich verstehe             sie nicht. Ich habe sie auch noch nie verstanden.             Schämen muss man sich in meinen Augen &#8220;nur&#8221;, wenn man             hätte helfen können, es aber nicht tat, oder, wenn man             etwas hätte verhindern können, aber untätig blieb, etc.             pp. Außerdem hat die Durchsuchung unseres Hauses, oder             eben die Verdächtigungen der Dorfbewohner nichts mit             Deutschsein zu tun.</p>
<p>So, soviel für heute.</p>
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		<title>Fotos der Pro-Köln Anti-Moschee Demo</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jun 2007 10:57:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hier gibt es viele Fotos der Pro-Köln Demonstration gegen den Moscheebau der DITIB in Ehrenfeld am 16.07.2007. So sieht also eine Mehrheit aus  )
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/reportage-2007/2007-06-16-koeln-pro-koeln-gegen-moschee.html" target="_blank" rel="external">Hier</a> gibt es viele Fotos der Pro-Köln Demonstration gegen den Moscheebau der DITIB in Ehrenfeld am 16.07.2007. So sieht also eine Mehrheit aus <img src='http://www.musafira.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> )</p>
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		<title>Islamkritik a la Giordano</title>
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		<pubDate>Mon, 28 May 2007 12:03:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist wirklich faszinierend, dem Herrn Giordano bei seiner persönlichen Dauerschlammschlacht zuzusehen. Er richtete seine Argumentation zuerst gegen die Kölner Moschee, dann gegen von ihm als &#8220;menschliche Pinguine&#8221; verunglimpfte bedeckte muslimische Frauen, um sich kurz danach zum Retter aller muslimischer Frauen, die zu allen Zeiten und überall vom Islam unterdrückt wurden, aufzuschwingen. Gestern legte Giordano [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist wirklich faszinierend, dem Herrn Giordano bei seiner persönlichen Dauerschlammschlacht zuzusehen. Er richtete seine Argumentation zuerst gegen die <a href="http://www.koeln.de/artikel/Koeln/Ralph-Giordano-spricht-sich-gegen-Moschee-Bau-aus-35387-1.html" target="_blank" rel="external">Kölner Moschee</a>, dann gegen von ihm als &#8220;<a href="http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/kultur/mehr_kultur/441406" target="_blank" rel="external">menschliche Pinguine</a>&#8221; verunglimpfte bedeckte muslimische Frauen, um sich kurz danach zum Retter aller <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/627848/" target="_blank" rel="external">muslimischer Frauen, die zu allen Zeiten und überall vom Islam unterdrückt</a> wurden, aufzuschwingen. Gestern legte Giordano nochmal nach und lehnte eine Einladung Lale Akgüns zu einer Diskussionsveranstaltung in einem &#8220;türkisch geprägten Viertel&#8221; in Köln mit der Begründung ab, dass er es seinen &#8220;<a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1180249233520.shtml" target="_blank" rel="external">potentiellen Killern</a>&#8221; so einfach nun doch nicht machen wolle.</p>
<p>Mal davon abgesehen, dass ich seine Vorgehensweise für äußerst unseriös halte, eignet sich seine unbeschwert-direkte Argumentation hervorragend für eine Darstellung der gängigsten Methoden selbst ernannter Islamkritiker bei der Konstruktion einer Gefahr durch <em>den</em> Islam. Ein paar davon will ich anhand einiger Zitate aus oben verlinkten Artikel beschreiben.</p>
<p><strong>Die Meinungsfreiheits-Keule<br />
</strong><br />
Kaum kommt die leiseste Kritik am eigenen Standpunkt auf, spielt man sich als Verfechter der Meinungsfreiheit auf und tut so als würde einem der Mund verboten.</p>
<blockquote><p>Giordano: […] Ich erinnere mich an ein Erlebnis, das ich hatte vor ungefähr drei Wochen. Morgens beim Frühstück im Hotel kommt da eine Frau rein, die von oben bis unten verhüllt ist. Frau Kollegin ich sage Ihnen, es hat mich erschreckt und hat mich verletzt, was ich da gesehen habe. Das ist ein Anblick, der mich stört. Ich rede hier nicht von Verboten; ich will das nur sagen dürfen.</p></blockquote>
<p>Dumm nur, wenn der Gesprächspartner darauf nicht reinfällt:</p>
<blockquote><p>Durak: Das dürfen Sie doch, Herr Giordano. Niemand hindert Sie daran, dies zu tun. Im Gegenteil: Sie können weiter darüber sprechen. Das ist doch nicht das Problem. […]</p></blockquote>
<p>Dann muss schnell der nächste rethorische Kunstgriff angewendet werden:</p>
<p><strong>Die Etablierung eines Bedrohungsszenarios<br />
</strong><br />
Man dreht den Spieß schnell um: nicht der Islamkritiker ist der Angreifer – Nein – er ist selbst ein Opfer:</p>
<blockquote><p>Giordano: Es ist ein ästhetisches Problem. Ich denke es ist ein soziales Problem. Es ist ein politisches Problem.* Natürlich! Diese ganze Verhüllungsphilosophie im Islam ist etwas, was mich stört. Und wenn Sie sagen ich kann es sagen? Ja, ich kann es sagen, Gott sei Dank richtig, weil wir hier in einer Gesellschaft leben, einer demokratischen Republik, einem demokratischen Verfassungsstaat, wo das möglich ist. Aber fragen Sie mich nicht, welche Reaktionen es darauf gibt.</p></blockquote>
<p>Die Drohungen, natürlich. Wenn es die nicht geben würde, müsste man sie glatt erfinden. Es wäre sonst einfach zu schwer, die nun gefestigte Rolle des Opfers weiterhin glaubwürdig zu geben. Außerdem fungiert das Bedrohungsszenario auch sehr gut, um sich unliebsame Diskussionen zu ersparen, in denen die Schwäche der eigenen Argumentation entlarvt werden könnte.</p>
<blockquote><p>Die SPD-Islambeauftragte und Bundestagsabgeordnete Lale Akgün lud Giordano daraufhin zu einer Diskussion über die Moschee und die Integration von Muslimen ein. &#8220;Die öffentliche Diskussion könnten wir in einem Kölner Café abhalten, ruhig in einem türkisch geprägten Viertel der Stadt&#8221;, schrieb sie. Giordano lehnte dies jedoch am Samstag ab und verwies auf Morddrohungen, die er von radikalen Muslimen erhalten habe: &#8220;Ich gestehe, dass mir ein wenig unheimlich wurde, als ich Ihren Vorschlag zur Kenntnis nahm&#8221;, antwortete er in einem Schreiben. &#8220;So leicht möchte ich es meinen potenziellen Killern nun doch nicht machen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Nochmal langsam: Giordano <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1179985913540.shtml" target="_blank" rel="external">bekam Morddrohungen</a> und hat jetzt natürlich Angst ermordet zu werden. Er &#8220;überlegt&#8221; sogar Strafanzeige gegen Unbekannt zu stellen. Also ich würde da ja nicht lange überlegen… Aber wie auch immer, unheimlich wurde ihm also, als er von Lale Akgün eine Einladung zu einer öffentlichen Diskussion bekam. Wird Herr Giordano nun sämtliche Öffentlichkeit meiden? Oder nur die in &#8220;türkisch geprägten Vierteln&#8221;, weil dort mehr seiner &#8220;potentiellen Killer&#8221; unterwegs sind? Oder macht er es in Zukunft wie andere Islamkritiker und erscheint nur noch demonstrativ mit Bodyguards?<br />
Das wichtigste ist jedoch, dass man auf diese Weise schon wieder zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen hat: die Etablierung einer diffusen allpräsenten Gefahr und eine Rechtfertigung für…</p>
<p><strong>Die bewusste Realitätsverweigerung<br />
</strong><br />
Man muss sich dann nämlich nicht mit seinen Kritikern und schon gar nicht mit Muslimen an einen Tisch setzen bzw. sich deren Kritik in einer zivilen Diskussion aussetzen. Außerdem muss man sich nun auch nicht der für den Islamkritiker quälenden Vorstellung stellen, dass Muslime oder seine Kritiker doch nicht alle gleich sind und eventuell ihre Kritik auch vernünftig oder gar berechtigt äußern könnten.</p>
<p><strong>Die &#8220;ich kenne Muslime und die denken auch so wie ich&#8221; Taktik<br />
</strong><br />
Eine weitere Methode, die eigene Position zu legitimieren, ist sich selbst als Opfer darzustellen oder sich mit den (vermeintlichen) Opfern zu solidarisieren. Im Falle der unterdrückten muslimischen Frau kann Giordano schlecht die Rolle des Opfers einnehmen, aber – wie passend – er kennt ja welche, für deren Rechte er eintritt:</p>
<blockquote><p>Durak: Das dürfen Sie sagen. Wir leben in Deutschland. Deshalb können wir auch weiter öffentlich darüber sprechen. Haben Sie denn mit Frauen schon darüber gesprochen, die so verhüllt sind?</p></blockquote>
<blockquote><p>Giordano: Ich habe mit vielen Musliminnen und Muslimen gesprochen. Ich bin ja nicht von gestern. Wo ich mich da hineingewagt habe, das ist ja etwas, wovon man auch Kenntnis haben muss. Ich habe vor allen Dingen mit Türkinnen gesprochen, die wissen was es bedeutet hat und bedeutet, Frau in der islamischen Gesellschaft zu sein, auch hier in Deutschland, nicht nur in islamischen Originalländern. Ich will hier keine Namen nennen, um denen kein Ungemach zu bereiten, aber es sind Türkinnen selbst, die keinen Zweifel daran gelassen haben, was es bedeutet, Frau in der islamischen Gesellschaft zu sein.</p></blockquote>
<p>Oder doch nicht? Giordano beantwortet die kluge Frage des/der Reporters/Reporterin ja gar nicht, denn er hat eben nicht mit einer verhüllten Frau darüber gesprochen, dass er ein ästhetisches Problem mit ihrer Kleidung hat oder gar, was es bedeutet eine Frau in der islamischen Gesellschaft zu sein. Das würde auch eventuell seine Sicht der Dinge ändern und das wäre ja unerwünscht. Stattdessen redet er lieber mit Leuten, die seine Sichtweise bestätigen, deren Namen er hier lieber nicht nennen will. Sehr wahrscheinlich weil wir sie eh schon kennen…</p>
<p><strong>Sich das wehrlose Opfer suchen</strong></p>
<p>Die muslimische Frau eignet sich in der öffentlichen Diskussion besonders gut zur Instrumentalisierung. Man interessiert sich ja gar nicht wirklich für sie – sonst würde man ja auch mal mit ihr reden – sondern benötigt sie nur als Argumentationsmittel. Die muslimische Frau bietet hierfür den perfekten Schauplatz, da sie stumm und unsichtbar ist. Dies ist aber nicht etwa so, weil es keine Frauen gäbe, die in der Lage wären sich und ihre Vorstellung von Selbstbestimmung, Karriere, Familie oder gesellschaftlicher Teilhabe intelligent und selbstbewusst zu artikulieren. Sie werden nur konsequent von allen Seiten und auf allen Ebenen marginalisiert. Aber genau dieser Umstand ermöglicht es so genannten Islamkritikern erst, ihre &#8220;Kritik&#8221; unwidersprochen zu äußern, weswegen sie ja auch nicht wirklich etwas dagegen unternehmen – ja sogar noch gegen die Beteiligung dieser Frauen an der öffentlichen Diskussion argumentieren.</p>
<p><strong>So tun als spräche man für eine Mehrheit</strong></p>
<p>Diese Mehrheit traut sich aber nicht, sich zu artikulieren. Sei es nun die Mehrheit der liberalen aufgeklärten Muslime hier in Deutschland, die Angst vor den Drohungen der radikalen Vereinsmuslime hat oder die Mehrheit der Deutschen, die Angst davor hat als Nazis abgestempelt zu werden und auch von den radikalen Muslimen bedroht wird. Deshalb sprechen dann andere – die Mutigen – für sie.</p>
<blockquote><p>Giordano: Die Reaktionen, die ich bekommen habe auf meinen Vorstoß, lassen überhaupt nicht den geringsten Zweifel daran, dass die Mehrheit diesen Bau ablehnt. Und die Politiker haben so getan, als wenn das gar keine Bedeutung hat. Ich denke sie haben sie nicht gefragt, weil sie die Antwort wussten, nämlich dass die Bevölkerung damit nicht einverstanden ist, und nicht aus rassistischen und neonazistischen, rechtsextremistischen Gründen. Die Leute, die mich erreichen: Sie müssen mal die Empörung hören, wenn sie sich darüber erregen, dass sie in diese rechte Ecke gestellt werden. Und das schrecklichste bei der ganzen Sache ist: Sie sind der Meinung, der Bau ist falsch, wagen es aber nicht zu sagen, weil sie eben fürchten, entweder in diese rechte Ecke gestellt zu werden oder bedroht zu werden.</p></blockquote>
<p>Also die Mehrheit der Leute, die auf Giordano zukommen sind gegen diese Moschee. Wundert mich nicht, da Giordano ja mit Kritikern gleich gar nichts zu tun haben will. Aber dann direkt davon auszugehen, dass gleich die ganze Bevölkerung gegen den Bau ist… Schon etwas vermessen.</p>
<p><strong>Unwahrheiten als wahr darstellen</strong></p>
<p>Das einfachste Mittel ist das Aufstellen von Unwahrheiten. Man kann solche Dinge natürlich sagen, so oft man will, nur werden sie dadurch nicht wahrer.</p>
<blockquote><p>Giordano: Und ich sage noch was, und ich mache mir damit keine Freunde. Nirgendwo wird die Würde der Frau so verletzt wie in der islamischen Gesellschaft. Die Geschichte des Islam ist eine einzige Entwürdigung der Frau und das bis zur Stunde. Und ich will das sagen dürfen, auch wenn es radikalen Muslimen nicht gefällt.</p></blockquote>
<p>Diese Behauptung dürfte wohl auch Historikern, Soziologen etc. nicht gefallen (einfach weil sie falsch ist), ob diese allerdings alle radikale Muslime sind, bezweifle ich.</p>
<p><strong>Die Lösung des Problems offen lassen</strong></p>
<p>Der Islamkritiker thematisiert ein Problem. Im Falle von Giordanos Äußerungen der letzten Woche sind das vor allen Dingen verhüllte Frauen, große Moscheen, die gescheiterte Integration und der Islam an sich.Gut, nun wissen wir worin Giordano das Problem sieht. Worin sieht er wohl eine Lösung?</p>
<blockquote><p>Giordano: Das ist auch solch eine Fangfrage. Wer Verbote fordert, ist gleich von Vornherein im Unrecht. Ich sage dazu nur eines: Ich will auf deutschen Straßen keine Burka-Trägerinnen und Shado-Verhüllten sehen.</p></blockquote>
<p>Er fordert kein Verbot, will aber auf deutschen Straßen keine Chador-Trägerin sehen. Wie schafft man das denn ohne Verbote? Ein Kennzeichen der Islamkritiker ist, dass sie Lösungsvorschläge – also den dreckigen Teil der Arbeit – anderen überlassen. Diese Lösungen werden dann von Leuten wie Ulfkotte und Co. in einem Forderungskatalog wie folgt artikuliert: Änderung des Grundgesetzes (Religionsfreiheit) in Bezug auf den Islam oder auch ein Zuwanderungsmoratorium für Muslime. Wie das wohl weitergeht…</p>
<p>* Einfach genial diese Irrationalität: aus einem ästhetischen Problem wird ein politisches. Das muss man erstmal fertig bringen und sich dabei immer noch ernst nehmen können. Bewundernswert.</p>
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		<title>Neuer Blog gegen Islamophobie</title>
		<link>http://www.musafira.de/2007/05/27/neuer-blog-gegen-islamophobie/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 May 2007 20:55:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt seit kurzem den Watchblog Islamophobie. Ich hoffe stark, dass sich so eine Gegenöffentlichkeit zu bekannten islamophoben Blogs etablieren kann!
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt seit kurzem den <a href="http://watchblogislamophobie.wordpress.com/" target="_blank" rel="external">Watchblog Islamophobie.</a> Ich hoffe stark, dass sich so eine Gegenöffentlichkeit zu bekannten islamophoben Blogs etablieren kann!</p>
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