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	<title>Musafira &#187; Islamfeindlichkeit</title>
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		<title>Nachrichtenupdate zum Mord an Marwa el-Sherbiny Nr.4</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/07/25/nachrichtenupdate-zum-mord-an-marwa-el-sherbiny-nr-4/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Jul 2009 10:09:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mittlerweile ist eine Diskussion in den Medien entbrannt über Islamophobie in der deutschen Gesellschaft. Auch wenn vieles eher auf verschiedene Verdrängungsmechanismen hinweist, die Diskussion ist da.
Viel neues über die Hintergründe des Mordes gibt es noch nicht, weswegen es mit den Nachrichtenupdates auch spärlich geworden ist. Zwei Journalisten haben sich für ihre Hintergrundrecherchen allerdings auf den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mittlerweile ist eine Diskussion in den Medien entbrannt über Islamophobie in der deutschen Gesellschaft. Auch wenn vieles eher auf <a href="http://derstandard.at/fs/1246542994194/-ist-fuer-uns-die-Moslembrut">verschiedene</a> <a href="http://www.toomuchcookies.net/archives/2776/mord-an-marwa-el-sherbini-migranten-sind-schuld.htm">Verdrängungsmechanismen</a> hinweist, die Diskussion ist da.</p>
<p>Viel neues über die Hintergründe des Mordes gibt es noch nicht, weswegen es mit den Nachrichtenupdates auch spärlich geworden ist. Zwei Journalisten haben sich für ihre Hintergrundrecherchen allerdings auf den Weg nach Dresden gemacht und darüber berichtet.</p>
<p>Robin Alexander von der Süddeutschen hat die Zeugen des<a href="http://www.welt.de/wams_print/article4147120/Von-Kopftuechern-und-Vorurteilen.html"> ersten Zusammentreffens von Alex W. und Marwa el-Sherbiny</a> ausfindig gemacht und sie zu dem Vorfall befragt: </p>
<blockquote><p>Ludmilla Niesen, geboren vor 32 Jahren in Tadschikistan, aufgewachsen an der Wolga, jetzt wohnhaft in einem sanierten Plattenbau in Dresden-Johannstadt, macht weder auf Russisch noch auf Deutsch gern viele Worte. […] An dem verfluchten Tag im August 2008 war sie auch hier &#8211; heute wie damals mit ihrem nun zehnjährigen Sohn Artur, ihrer Freundin Olga Korol und deren achtjährigem Sohn Alexander. Damals wurden sie Zeuge einer Begebenheit, deren Folgen heute Deutschland und die islamische Welt in Atem halten. […] Sie saßen damals auf der Bank und beobachteten ihre spielenden Kinder. Ein deutscher Vater mit seinem Kind war ebenfalls da. Und Alex W., der das Kind einer Verwandten auf dem Spielplatz beaufsichtigte. &#8220;Er ist uns sofort aufgefallen, weil er auf dem Spielplatz rauchte. Das macht sonst keiner&#8221;, erinnert sich der zehnjährige Artur. Die Zigarette blieb nicht die einzige Verhaltensauffälligkeit: Aus dem Mann brach der Hass wie aus einem Vulkan, als Marwa, die als Letzte auf dem Spielplatz ankam, W. wegen der Schaukel ansprach: &#8220;Er hat die Frau mit dem Kopftuch beschimpft wie ein Verrückter&#8221;, berichtet Korol. Die Worte &#8220;Terroristin&#8221; und &#8220;Islamistin&#8221; fielen, aber ihr blieb vor allem die Art des Ausbruchs in Erinnerung: &#8220;Er hörte nicht mehr auf und schimpfte minutenlang.&#8221;<br />
Nun griffen die anderen Eltern auf dem Spielplatz ein. Sowohl der deutsche Vater als auch die russlanddeutschen Mütter stellten den Wüterich zur Rede: &#8220;Wir haben ihm erst auf Deutsch und dann auf Russisch gesagt, dass er sich ungebührlich verhält&#8221;, erinnert sich Korol. Daraufhin wechselte W. die Sprache, blieb aber auch in Russisch ausfallend: &#8220;Er hat uns mit Begriffen beschimpft, die so vulgär sind, dass ich sie nicht übersetzen möchte.&#8221;, sagt Korol.<br />
Marwa reichte es jetzt. Sie rief laut, ob ihr jemand ein Handy leihen könne, um die Polizei zu holen. Ludmilla reichte ihr das goldene Motorola, was eine erneute Kanonade von Invektiven ihr gegenüber provozierte. Al-Sherbini rief mit Ludmilla Niesens Handy den Notruf. Zwei Wagen und vier Beamte kamen innerhalb von fünf Minuten und sprachen mit der Ägypterin, ihrem späteren Mörder und dem deutschen Vater als Zeugen. Mit den russlanddeutschen Frauen sprachen sie nicht. &#8220;Die Polizei hat von uns gar keine Notiz genommen, obwohl wir dort waren&#8221;, erzählt Korol. Außerdem sei sie überrascht gewesen, dass die Polizei nicht den Störer mitnahm, sondern die junge Frau und ihr Kind.</p></blockquote>
<p>Der Ehemann von Ludmilla Niesen kannte den Täter flüchtig und weiß folgendes über ihn zu berichten:</p>
<blockquote><p>Bei Niesen sprach die Polizei vor, nachdem Alex W. verhaftet wurde: &#8220;Weil ich ihn kannte. Er wohnt hier in der Nachbarschaft, und wir haben zusammen eine Ausbildung zum Lagerarbeiter gemacht.&#8221; Sein Jähzorn sei bekannt gewesen: In der Berufsschule habe er in der Pause einmal ein Schnappmesser gezogen. &#8220;Da haben ihn schnell sieben oder acht Leute gepackt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der Artikel ist insgesamt lesenswert, da die These des Migrantenkonflikts durch die ebenfalls russlanddeutschen Zeugen und ihr Eingreifen in die Auseinandersetzung widerlegt.</p>
<p>Auch Wolf Schmidt von der TAZ hat sich in der<a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/vorwaerts-und-vergessen/"> Nachbarschaft des Opfers</a> (und des Täters), dem Dresdner Stadtteil Johannstadt, umgesehen und -gehört:</p>
<blockquote><p>Wohnung 602 in einem der grauen Hochhäuser, Alexander W.s Namensschild hängt nicht mehr an der Tür. &#8220;Ich hab den noch nicht einmal gesehen oder gehört&#8221;, sagt die Nachbarin direkt nebenan. &#8220;Und das interessiert mich alles auch nicht. Es sterben so viele Menschen, warum wird da jetzt so ein Aufhebens gemacht?&#8221; Sie sieht die Sache so: &#8220;Das kommt davon, wenn das hier immer mehr zum Ausländergetto wird.&#8221; Es ist eine Form der Schuldabwehr, die man von vielen hören kann: Nicht wir Deutschen sind schuld, sondern die Fremden, die ihre Konflikte hierhergetragen haben. […]</p>
<p>Der Kiosk am Platz verkauft Landser-Hefte, kriegsverherrlichende Abenteuerschundromane zum Zweiten Weltkrieg. &#8220;Der Krieg im Osten und die Ermordung der europäischen Juden waren die beiden tragenden Säulen seiner Programmatik&#8221;, heißt es dort über Adolf Hitler.</p>
<p>Die Kioskverkäuferin hat ihre ganz eigene Sicht auf den Mord an Marwa El Sherbini. Der Täter sei ja ein Russe gewesen, und man wisse doch, dass die immer schnell ein Messer zur Hand hätten. Vielleicht seien ja auch Drogen im Spiel gewesen, auch das kenne man ja von denen. Abgesehen davon werde das alles doch viel zu sehr aufgebauscht. &#8220;Die ganzen Ehrenmorde der Moslems&#8221;, sagt sie, &#8220;da kräht doch kein Hahn danach. Bevor die hier eingebürgert werden, sollten sie erst einmal unterschreiben, dass sie nach unseren Gesetzen leben und so was hier verboten ist.&#8221; Ein Kioskkunde mit einer Bierflasche in der Hand nickt nur. </p></blockquote>
<p>Auch dieser Artikel ist in seiner Gänze lesenswert, da er sich ausführlich mit der Tat und dem Umgang Dresdens Politiker mit Rassismus und (rechter) Gewalt auseinandersetzt.</p>
<p>In dem Artikel der TAZ wird auch ein <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2207751">offener Brief von Wolfgang Donsbach</a>, Leiter des Instituts für Kommunikationswissenschaft an der Technischen Universität Dresden, angesprochen, der mir bis jetzt unbekannt war. Er kritisiert vor allem den seiner Meinung nach verfehlten Umgang der Stadt Dresden mit rassistischen Gewaltverbrechen und wartet mit alarmierenden Erfahrungen seiner arabischen Studenten mit rassistischen Übergriffen auf.</p>
<p><strong>Update:</strong><br />
Der Haftbefehl für Alex W. wurde erweitert und lautet nun zusätzlich zum Mord noch auf <a href="http://www.mdr.de/sachsen/6549050.html">versuchten Mord am Ehemann</a> der Getöteten.</p>
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		<title>Neues auf Nafisa.de</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/07/13/neues-auf-nafisa-de/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 18:47:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Marwa el-Sherbini]]></category>

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		<description><![CDATA[Silvia hat dort Reaktionen auf den Mord an Marwa el-Sherbiny kommentiert und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Silvia hat dort Reaktionen auf den Mord an Marwa el-Sherbiny <a href="http://www.nafisa.de/medienanalyse/der-mord-an-marwa-el-sherbini-%E2%80%93-verschleierungen-und-versaumnisse/">kommentiert</a> und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf.</p>
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		<title>Newsupdate on the Murder of Marwa el-Sherbiny 06.07.2009</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 21:19:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
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		<description><![CDATA[This is a translation of my latest news-summary on the Case of Marwa el-Sherbiny&#8217;s murder in Dresden.
A lot of new articles and statements appeared on the murder of Marwa in Dresden during the weekend. I try to summarize:
Marwas husband, Elwie Okaz, woke up from his coma on Friday. His condition is stable, but he still [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>This is a <a href="http://www.musafira.de/2009/07/06/newsupdate-zum-mord-an-marwa-el-sherbiny-06-07-2009/">translation of my latest news-summary</a> on the Case of Marwa el-Sherbiny&#8217;s murder in Dresden.</p>
<p>A lot of new articles and statements appeared on the murder of Marwa in Dresden during the weekend. I try to summarize:</p>
<p>Marwas husband, Elwie Okaz, woke up from his coma on Friday. His condition is stable, but he still has to stay at the hospital.</p>
<p>Both secretary generals of the German Jewish and Muslim Central Council (Stephan Kramer and Aiman Mazyek) visited Marwa&#8217;s Husband today. Kramer is quoted as follows:</p>
<blockquote><p>&#8220;We want to send a signal against Islamophobia&#8221;, says Kramer. &#8220;A lot of Muslims are afraid and we cannot ignore this.&#8221; The reactions on the case so far are &#8220;absurdly meager&#8221;. (Source: <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/mord-mit-islamfeindlichem-hintergrund/">TAZ</a>)</p></blockquote>
<p>A <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2200820">meeting</a> is scheduled between both secretary generals and the Saxon prime minister (CDU).</p>
<p>A  <a href="http://alsharq.blogspot.com/2009/07/der-mord-marwa-el-sherbini-reaktionen.html">mourner&#8217;s prayer</a> took place at Berlin Dar el-Salam Mosque. The Egyptian ambassador, Ramzi Ezzeldin Ramzi, and the victim&#8217;s brother participated. The victim&#8217;s body was brought to Egypt in the evening, the German ambassador to Egypt Bernd Erbel was present at the airport among others.</p>
<blockquote><p>In a short address he pointed out, that the headscarve is not forbidden in Germany and the the murder is condemned by the German people. The diplomat explained that the 3 million Muslims in Germany enjoy all kinds of freedom and that the German nation is not hostile towards muslims. (Quelle: <a href="http://alsharq.blogspot.com/2009/07/der-mord-marwa-el-sherbini-reaktionen.html">al-Sharq</a>)</p></blockquote>
<p>Today, the burial of Marwa el-Sherbiny took place in Alexandria, Egypt. Al-Jazeera reports, that the German embassy in Cairo announced, that this crime doesn&#8217;t reflect the general attitude towards Muslims. Sulaiman Wilms, chief editor of the Islamic Newspaper, utters his partial disagreement <a href="http://english.aljazeera.net/news/middleeast/2009/07/20097612424648553.html"> in the same article</a>saying that this incident reveals the resentments that Muslims are confronted with in Europe.</p>
<p>The Intercultural Council <a href="http://www.musafira.de/2009/07/06/interkultureller-rat-ausert-sich-zum-fall-marwa/">spoke out for</a> for public demonstration of solidarity with the victims of the sćrime, especially from political stakeholder. This would demonstrate the attitude of the majority of the German people, who condemn anti-islamic racism.</p>
<p>Peter Widmann of the Institute for Research on Antisemitism at Berlin Technical University expresses his viewpoint in the daily TAZ:</p>
<blockquote><p>&#8220;If it&#8217;s true, what the media reports, this was obviously an anti-islamic attack&#8221;, says Peter Widmann, who is a researcher on islamophobia at the Centre for Research on Antisemitism.<br />
(&#8230;)<br />
 &#8220;This assault was probably mentally prepared through a hate-scene in the internet and through problemtatic tendencies among certain intellectuals, which have a place in mainstream society&#8221;, said the scienist Widmann. Anyhow, the topic is barely discussed in public until now.</p>
<p>&#8220;This is&#8221;, according to Widman, &#8220;in part because of the &#8220;widespread discomfort over Islam&#8221; well into the middle of German society.&#8221; &#8220;Furthermore there is an insecurity about what is legitimate critique and where an enemy stereotype begins. From my point of view this is petty simple though: ceriticism is legitimate, whenever it is directed at a specific individual or organisation, but it is not, when a collective character is assumed. (Quelle: <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/mord-mit-islamfeindlichem-hintergrund/">TAZ</a>)
</p></blockquote>
<p>Since now rumours and outbursts of of anger have started to circulate, I want to comment some of these.</p>
<p>In different paces on the net I read about a rumour, that the charge against Marwa&#8217;s murderer is be manslaughter – and not murder. Fact is that the charge is not yet filed. The police investigate for <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article4051592/Polizei-ermittelt-wegen-heimtueckischen-Mordes.html?">malicious murder</a> on behest of the prosecuting attorney. After Investigation are closed the charge will be filed &#8211; most probably for malicious murder.</p>
<p>I have heard all kinds of accusation against the German state. I have to say that, at least that part of the German state that is represented in this case by the prosecuting attorney Christian Avenarius and the judge has been operating well. This may sound surprising to some, but I want to put to record that the first sentence affirmed the criminal offence of discrimination and racism and punished it. Furthermore, the prosecuting attorney filed the follow-up suit against Alex W., because of his insisting and continuing harassment of Marwa during the first trial, that would have probably ended in a prison sentence. Furthermore the prosecuting attorney is investigating the behavior of the policeman, who accidental shot Marwa&#8217;s husband while he was trying to protect her. this investigation should verify if his behaviour is of criminal relevance. Of course I see a big responsibility for the increasing anti-islamic and racist atmosphere in this society on the side of politicians and public personalities as I noted  <a href="http://www.musafira.de/2009/07/04/nachrichten-update-zum-mord-an-marwa-el-sherbini/">elsewhere</a>.</p>
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		<title>Newsupdate zum Mord an Marwa el-Sherbiny 06.07.2009</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 17:04:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über das Wochenende sind wieder viele Berichte und Stellungnahmen zu dem Mord an Marwa in Dresden zusammengekommen. Ich fasse zusammen:
Marwas Ehemann, Elwie Okaz, ist seit Freitag aus dem Koma erwacht und in stabilem Zustand, liegt aber weiterhin im Krankenhaus in Dresden. 
Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, hat zusammen mit Aiman [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über das Wochenende sind wieder viele Berichte und Stellungnahmen zu dem Mord an Marwa in Dresden zusammengekommen. Ich fasse zusammen:</p>
<p>Marwas Ehemann, Elwie Okaz, ist seit Freitag aus dem Koma erwacht und in stabilem Zustand, liegt aber weiterhin im Krankenhaus in Dresden. </p>
<p>Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, hat zusammen mit Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime den Ehemann der Getöteten besucht. Kramer zu seiner Motivation:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir wollen ein deutliches Zeichen gegen Islamophobie setzen&#8221;, sagte Kramer. &#8220;Viele Muslime haben Angst und das dürfen wir nicht ignorieren.&#8221; Die bisherigen Reaktionen auf den Fall seien &#8220;unverständlich spärlich&#8221;. (Quelle: <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/mord-mit-islamfeindlichem-hintergrund/">TAZ</a>)</p></blockquote>
<p>Am heutigen Abend ist ein <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2200820">Treffen</a> der beiden Generalsekretäre mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) geplant.</p>
<p>Am Sonntag fand ein <a href="http://alsharq.blogspot.com/2009/07/der-mord-marwa-el-sherbini-reaktionen.html">Totengebet in der Berliner</a> Dar el-Salam Moschee statt, an der auch der ägyptische Botschafter, Ramzi Ezzeldin Ramzi, und der Bruder der Ermordeten, Tariq El-Sherbiny, teilnahmen. Daraufhin wurde der Leichnam von ihrem Bruder nach Ägypten gebracht. Am Flughafen in Kairo nahm ihn u.a. auch der deutsche Botschafter Bernd Erbel in Empfang.</p>
<blockquote><p>Er verwies in einer kurzen Ansprache darauf, dass das Kopftuch in Deutschland nicht verboten sei und der Mord vom deutschen Volk verurteilt werde. Der Diplomat erklärte, dass die 3 Millionen in Deutschland lebenden Muslime alle Freiheiten genießen und und das deutsche Volk den Muslimen nicht feindlich gegenüberstehe. (Quelle: <a href="http://alsharq.blogspot.com/2009/07/der-mord-marwa-el-sherbini-reaktionen.html">al-Sharq</a>)</p></blockquote>
<p>Heute fand die Beerdigung von Marwa in Alexandria, Ägypten, statt. Al-Jazeera berichtet, dass die deutsche Botschaft in Ägypten verlauten ließ, dass diese Tat nicht die allgemeine Haltung gegenüber Muslimen reflektiere. Sulaiman Wilms von der Islamischen Zeitung, widerspricht im <a href="http://english.aljazeera.net/news/middleeast/2009/07/20097612424648553.html">selben Artikel</a> dieser Aussage teilweise, indem er sagt, dass dieser Vorfall die Ressentiments deutlich mache, mit denen Muslime in Europa konfrontiert seien.</p>
<p>Der Interkulturelle Rat hat sich in <a href="http://www.musafira.de/2009/07/06/interkultureller-rat-ausert-sich-zum-fall-marwa/">seiner Pressemitteilung</a> dafür ausgesprochen, dass es besonders von politischer Seite Solidaritätsbekundungen mit den Opfern geben sollte, da die Haltung der Mehrheit der Menschen in Deutschland reflektieren würde, die antimuslimischen Rassismus ablehnen.</p>
<p>Peter Widmann von Institut für Antisemitismusforschung äußert sich zu de Fall in der TAZ:</p>
<blockquote><p>&#8220;Falls es stimmt, was die Medien schreiben, war es ganz offensichtlich ein islamfeindlicher Anschlag&#8221;, sagte Peter Widmann, der am Zentrum für Antisemitismusforschung zu Islamophobie forscht.<br />
(&#8230;)<br />
 &#8220;Dieser Anschlag wurde möglicherweise atmosphärisch durch eine Hassszene im Internet vorbereitet und durch problematische Tendenzen unter bestimmten Intellektuellen, die bis in die Mitte der Gesellschaft reichen&#8221;, sagte Wissenschaftler Widmann. Dennoch würde das Thema Islamfeindlichkeit in der Öffentlichkeit bislang kaum diskutiert.</p>
<p>Das liege, so Widmann, zum einen an einem &#8220;verbreiteten Unbehagen über den Islam&#8221; bis in die gesellschaftliche Mitte hinein. &#8220;Zudem gibt es Unsicherheit darüber, was legitime Kritik ist und wo ein Feindbild beginnt&#8221;, sagte Widmann. Aus seiner Sicht ist das aber einfach: Legitim sei Kritik immer, wenn sie sich an konkrete Personen oder Organisationen richtet, nicht aber, wenn ein Kollektivcharakter angenommen werde. (Quelle: <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/mord-mit-islamfeindlichem-hintergrund/">TAZ</a>)
</p></blockquote>
<p>Da nun ja diverse Gerüchte und Wutausbrüche die Runde machen, noch ein paar Anmerkungen von mir. Ich habe des öfteren gelesen, dass Leute sich in Foren, bei Twitter usw. darüber aufregen, dass die Anklage gegen Marwas Mörder auf Totschlag – nicht auf Mord – lauten solle. Das ist nicht wahr, aus dem einfachen Grund, weil noch gar keine Anklage erhoben wurde. Noch laufen die Ermittlungen laut einem Bericht der &#8220;Welt&#8221; wegen <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article4051592/Polizei-ermittelt-wegen-heimtueckischen-Mordes.html?">heimtückischen Mord</a>. Eine Anklage wird dann aufgrund der Ermittlungsergebnisse erhoben.</p>
<p>Weiterhin habe ich des öfteren Vorwürfe gegen den deutschen Staat vernommen. Ich muss sagen, dass zumindest der Teil des deutschen Staates, der in diesem Fall durch den Dresdner Staatsanwalt und den Richter repräsentiert wird, gut funktioniert hat. Das mag vielleicht einige überraschen, allerdings muss festgehalten werden, dass durch das erste Gerichtsurteil der Tatbestand der Diskriminierung und des Rassismus festgestellt und bestraft wurde. Die Staatsanwaltschaft kam sogar zu der Auffassung, dass aufgrund der wiederholten Beleidigungen des Alex W. vor Gericht eine Revision angestrebt werden müsste, die möglicherweise eine Freiheitsstrafe nach sich gezogen hätte. Natürlich sehe ich auch eine Verantwortung für eine zunehmend islamfeindliche Stimmung in der Gesellschaft seitens Persönlichkeiten der Politik und Gesellschaft, wie ich an <a href="http://www.musafira.de/2009/07/04/nachrichten-update-zum-mord-an-marwa-el-sherbini/">anderer Stelle</a> schon erwähnt habe.</p>
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		<title>Nachrichten-Update zum Mord an Marwa el-Sherbini</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 17:23:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen den Täter Alexander W. wegen Mordes. Ermittler haben unterdessen seine Wohnung durchsucht und zahlreiche Unterlagen beschlagnahmt, die derzeit ausgewertet werden. Der Prozess soll innerhalb kurzer Zeit anberaumt werden.
Nun wird auch das Verhalten des Polizisten auf strafrechtliche Relevanz überprüft, der versehentlich den zum Schutz eilenden Ehemann für den Täter hielt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen den Täter Alexander W. wegen Mordes. Ermittler haben unterdessen seine Wohnung durchsucht und zahlreiche Unterlagen beschlagnahmt, die derzeit ausgewertet werden. Der Prozess soll innerhalb kurzer Zeit anberaumt werden.</p>
<p>Nun wird auch das Verhalten des Polizisten auf strafrechtliche Relevanz überprüft, der versehentlich den zum Schutz eilenden Ehemann für den Täter hielt und auf sein Bein schoss.</p>
<p>Marwas Leichnam ist inzwischen freigegeben und wird wohl noch an diesem Wochenende nach Ägypten zur Beerdigung überführt werden.</p>
<p>Nachdem ägyptische Botschaftsangehörige zunächst keinen Zugang zum dreijährigen Sohn der Getöteten hatten, befindet er sich nun in der Obhut der Schwester des immer noch im Krankenhaus liegenden Ehemannes. Sie ist, so wie der Bruder der Toten, am Freitag aus Kairo angereist und wird das Kind mit nach Ägypten nehmen.</p>
<blockquote><p>Die Schwester des Ehemanns kam am Nachmittag als Erste in Dresden an und fuhr unverzüglich ins Krankenhaus, um ihren Bruder zu besuchen. Begleitet wurde sie von vielen Freunden und Bekannten der Familie, unter anderem von Hamid el-Seyid, der ebenfalls aus Ägypten stammt und seit zwei Jahren in Dresden arbeitet. „Wir sind geschockt von der Tat. Die Verwandten können es nicht fassen“, sagt er. „Es leben nicht viele Ägypter in Dresden. Die meisten kennen sich und bei so einem Unglück hilft man sich natürlich.“ (Quelle: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2199780">Sächsische Zeitung</a>)</p></blockquote>
<p>Die Ägyptische Botschaft in Berlin hat zwei Mitarbeiter nach Dresden abbestellt um sich um den Sohn, Ehemann und die Verwandten vor Ort zu kümmern. Außerdem kommuniziert die Ägyptische Botschaft Deutschland die Geschehnisse in die ägyptische (und somit die ganze arabischsprachige) Öffentlichkeit, die den Fall natürlich sehr besorgt betrachtet.</p>
<p>Nach und nach kommen immer mehr Einzelheiten zu den Hintergründen der Tat durch. So wohnten der Täter und die ägyptische Familie in derselben Straße, wie die <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article4051592/Polizei-ermittelt-wegen-heimtueckischen-Mordes.html?page=1#article_readcomments">Welt berichtet</a>.</p>
<p>Ich werde an dieser Stelle immer mal wieder versuchen, neueste Erkenntnisse in dem Fall zusammenfassend zu kommentieren. Nur kurz noch ein paar Gedanken von mir zur Berichterstattung: Es wird immer wieder davon Gesprochen, dass es sich bei dem Täter um einen Einzeltäter und der Tat um eine Eizeltat handelt. Das ist offensichtlich, allerdings handelt es sich bei den Anfeindungen, gegen die Marwa sich gerichtlich zur Wehr setzte um Alltagserfahrungen muslimischer Frauen und Mädchen (mit Kopftuch). Immer wieder wird das Kopftuch als &#8220;Flagge des Islamismus&#8221; (O-Ton Alice Schwarzer) behauptet, oder das Kopftuch als &#8220;Symbol für Unterdrückung&#8221; (O-Ton Renate Schmidt, Ekin Deligöz, Wolfgang Thierse, und unzählig viele mehr) tituliert, immer über die Köpfe und Absichten muslimischer Frauen hinweg. All diese Aussagen kommen immer wieder von Menschen aus dem politischen und gesellschaftlichen Mainstream– nicht nur aus unserer allseits bekannten politisch inkorrekten Internetschmuddelkiste. Zudem wird diesen Aussagen immer und immer und immer wieder eine doch recht unkritische Medienplattform gegeben. Wie, um alles in der Welt, soll sich dies nicht in einem Feindbild &#8220;muslimische Frau mit Kopftuch&#8221; niederschlagen? </p>
<p>Quellen<br />
MDR-Sachen-Online: <a href="http://www.mdr.de/sachsen/6495083.html">Neue Erkenntnisse nach tödlicher Messerattacke</a><br />
Sächsische Zeitung: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2198815">Verwandte kümmern sich um Dresdner Opfer von Messerattacke</a><br />
FR-Online: <a href="http://www.fr-online.de/top_news/1821248_Dresdner-Bluttat-Mehr-als-Auslaenderhass.html">Mehr als Ausländerhass</a><br />
Sächsische Zeitung: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2199780">Mitgefühl für Opfer des Dresdner Landgericht-Attentats</a></p>
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		<title>Marwa E. – Opfer eines anti-islamisch motivierten Mordes</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/07/03/marwa-e-%e2%80%93-opfer-eines-anti-islamisch-motivierten-mordes/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 11:07:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich fasse zusammen, was ich den letzten Tagen aus Medienberichten über den Mord am Mittwoch in Dresden in Erfahrung bringen konnte.
Die Apothekerin Marwa E. lebt seit dem Jahr 2005 mit ihrem Mann Ali in Dresden. Sie arbeitet dort in einer Apotheke und er ist Stipendiat am renommierten Max-Planck-Institut.
Im August 2008 begegnen sich Marwa E. (32) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich fasse zusammen, was ich den letzten Tagen aus Medienberichten über den Mord am Mittwoch in Dresden in Erfahrung bringen konnte.</p>
<p>Die Apothekerin Marwa E. lebt seit dem Jahr 2005 mit ihrem Mann Ali in Dresden. Sie arbeitet dort in einer Apotheke und er ist Stipendiat am renommierten Max-Planck-Institut.</p>
<p>Im August 2008 begegnen sich Marwa E. (32) und Alexander W. (28) auf einem Dresdner Kinderspielplatz im Stadtteil Johannstadt. Nachdem sie ihn bittet auf einer Schaukel Platz für ihren Sohn zu machen, beschimpft er sie unter anderem mit den Worten &#8220;Islamistin&#8221;, &#8220;Terroristin&#8221; und &#8220;Schlampe&#8221;. Marwa E. ist Ägypterin, Muslima und trägt Kopftuch.</p>
<p>Marwa E. will sich gerichtlich gegen diese Beleidigungen wehren. Es kommt zur Verhandlung, in der Alexander W. vom Amtsgericht Dresden zu einer Geldstrafe von 780 € verurteilt wird.</p>
<p>Es kommt aber zu einem Berufungsverfahren. Die Berufung ging von der Staatsanwaltschaft aus, weil ihr das vorherige Urteil als zu Milde erschien und der Angeklagte sich uneinsichtig zeigte. Am 1. Juli um 9.30 beginnt also die Verhandlung vor dem Landgericht Dresden.</p>
<blockquote><p>W., der zuvor nicht anwaltlich vertreten worden war, wurde nun Markus Haselier als Pflichtverteidiger beigeordnet. Die 12. Strafkammer unter Vorsitz von Richter Tom Maciejewski hatte ihn dazu verpflichtet – wegen der Unfähigkeit des Angeklagten, sich selbst zu verteidigen, wie es hieß. (Quelle: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2197618">Sächsische Zeitung</a>)</p></blockquote>
<p>Weil Alexander W. in dem Strafverfahren am 1.Juli Marwa E. erneut massiv beleidigte, hatte die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht auf eine Haftstrafe gedrängt. Nach einer Stunde eskaliert die Situation, gerade in dem Moment in dem Marwa E. ihre Zeugenaussage beendet hatte. Alexander W. stürzt sich auf Marwa E., sticht innerhalb von 30 Sekunden 18 mal auf sie ein. Er ruft dabei &#8220;Du hast kein Recht, zu leben&#8221;. Marwa E. ist zu diesem Zeitpunkt im 3. Monat schwanger, ihr drei-jähriger Sohn wird Zeuge des Mordes und ihr Ehemann, der ihr zu Hilfe eilen wollte, wird ebenfalls lebensgefährlich verletzt und zudem noch versehentlich von einem Polizisten angeschossen. Ali O. ist mittlerweile, alhamdulillah, aus der Lebensgefahr. Der drei-jährige Sohn wird betreut.</p>
<p>Während viele Medienberichte noch über das (so offensichtliche) Motiv rätseln, ihre Artikel teilweise irreführend betiteln mit &#8220;Mord wegen Streit um Schaukel&#8221;, gibt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft folgendes über den Täter bekannt:</p>
<blockquote><p>Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte am Donnerstagabend im MDR-Fernsehen, der Täter sei ein &#8220;notorischer Ausländerhasser&#8221;. (Quelle: <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/1820280_Toetung-im-Dresdener-Gericht-Motiv-war-Auslaenderhass.html?sid=256754f4d6198ef4ad293f3088aeb1e3">FR-Online</a>)</p></blockquote>
<p>Nabil Yacoub, ehemaliger Geschäftsführer des Dresdner <a href="http://www.auslaenderrat.de/ar/startseite.php">Ausländerrats</a>, gab der Sächsischen Zeitung gegenüber Aufschluss über die Hintergründe des Falles.  </p>
<blockquote><p>Der 72-jährige Ägypter kümmerte sich jahrelang um die Sorgen von Migranten. Die jetzt so schwer geschädigte ägyptische Familie habe seit vier Jahren in Dresden gelebt, sagt er.<br />
(…)<br />
Die Frau sei Apothekerin gewesen, ihr Mann Pharmakologe am Max-Planck-Institut. „Er ist Stipendiat seiner Regierung. Der Anschlag macht bereits in Ägypten Schlagzeilen.“ Die Botschaft habe sich eingeschaltet.<br />
(…)<br />
 Frauen anderer Stipendiaten, die wie Marwa S. Kopftuch tragen, hätten bereits über Anfeindungen geklagt. „Wir wollten ihnen Mut machen, sich an die Behörden zu wenden, damit die Verwaltung Bescheid weiß“, sagte Yacoub.(Quelle: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2198564">Sächsische Zeitung</a>)</p></blockquote>
<p>Viele muslimische Frauen, die wegen ihrer Kleidung angefeindet oder diskriminiert werden, trauen sich nicht, sich damit an die zuständigen Stellen zu wenden. Deswegen versucht man in vielen Gemeinden, Ausländerbeiräten und Antidiskriminierungsstellen, diese Frauen dazu zu ermutigen, ihre Stimme zu erheben. Marwa E. hatte sich dazu entschlossen, sich nicht als &#8220;Terroristin&#8221; und &#8220;Islamistin&#8221; beleidigen zu lassen. In drei Monaten wollte sie zusammen mit ihrem Mann zurück nach Ägypten gehen.</p>
<p>Inna lillahi wa ilayhi raji&#8217;un – Zu Allah gehören wir und zu ihm kehren wir zurück. Möge Allah Marwa gnädig sein. Amin.</p>
<p><strong>Update</strong><br />
Der Ehemann der Toten befindet sich laut neueren Berichten <a href="http://www.stern.de/panorama/:Messerattacke-Landgericht-Das-Motiv-Ausl%E4nderhass/705282.html">weiterhin in kritischem Zustand</a>.</p>
<p>Quellen:<br />
Sächsische Zeitung: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2197618">Streit um eine Schaukel endet tödlich</a><br />
Sächsische Zeitung: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2198564">18 Messerstiche in 32 Sekunden</a><br />
Sächsische Zeitung: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2198788">Im Gericht: Polizist schoss auf Falschen</a><br />
FR-Online: <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/1820280_Toetung-im-Dresdener-Gericht-Motiv-war-Auslaenderhass.html?sid=256754f4d6198ef4ad293f3088aeb1e3">Motiv war Ausländerhass</a><br />
MDR-Info: <a href="http://www.mdr.de/nachrichten/6491174.html">Haftbefehl nach tödlicher Messerattacke</a></p>
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		<title>Dokumentation der Konferenz „Feindbild Muslim – Feindbild Jude“</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/02/23/dokumentation-der-konferenz-feindbild-muslim-feindbild-jude/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 16:38:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zentrum für Antisemitismusforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin selbst nicht auf der umstrittenen Konferenz im Dezember vergangenen Jahres in Berlin gewesen. Nun wurde die Tagung dokumentiert:
Die wachsende Feindschaft gegen Muslime war Thema einer Tagung, die das Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin im Dezember 2008 veranstaltete. Ziel der Konferenz war es, die aktuellen Ressentiments gegen Muslime in Europa und insbesondere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin selbst nicht auf der umstrittenen Konferenz im Dezember vergangenen Jahres in Berlin gewesen. Nun wurde die Tagung dokumentiert:</p>
<blockquote><p>Die wachsende Feindschaft gegen Muslime war Thema einer Tagung, die das Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin im Dezember 2008 veranstaltete. Ziel der Konferenz war es, die aktuellen Ressentiments gegen Muslime in Europa und insbesondere in Deutschland zu thematisieren und mit dem Instrumentarium der Vorurteilsforschung, der Antisemitismus als wichtigstes Paradigma dient, zu untersuchen. Die teilweise heftigen Reaktionen in der Presse, in Internetforen und in der Bloggerszene, überwiegend ohne Kenntnis der Vorträge verfasst, gaben Anlass, die Tagung zu dokumentieren.</p></blockquote>
<p>Das Buch kann man <a href="http://www.metropol-verlag.de/pp/neuerscheinungen/neu_1_2007.htm#978-3-940938-32-9">hier</a> für 16 Euro bestellen.</p>
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		<title>Rabbis und Imame gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit und Hass</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 06:50:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rabbi]]></category>

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		<description><![CDATA[Habe dieses Video vorhin bei Chajm entdeckt. Entstanden ist es als Werbung für eine Aktion, die jüdische und muslimische Gemeinden in den USA und Canada zusammen geplant haben: Je eine Synagoge und eine Moschee haben sich lokal zusammengetan und drei Tage lang Podiumsdiskussionen, Arbeitsgruppen und Foren veranstaltet um gemeinsam etwas gegen Intoleranz und Hass zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Habe dieses Video vorhin bei <a href="http://www.sprachkasse.de/blog/2008/11/25/islamophobie-und-antisemitismus/">Chajm</a> entdeckt. Entstanden ist es als Werbung für eine Aktion, die jüdische und muslimische Gemeinden in den USA und Canada zusammen geplant haben: Je eine Synagoge und eine Moschee haben sich lokal zusammengetan und drei Tage lang Podiumsdiskussionen, Arbeitsgruppen und Foren veranstaltet um gemeinsam etwas gegen Intoleranz und Hass zu unternehmen.</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/qIY-YP90xho&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/qIY-YP90xho&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Rassismus in Deutschland</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Aug 2008 17:03:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kurzer Lesetipp zu einem interessanten Interview mit Yonas Endrias von der Internationalen Liga für Menschenrechte Berlin. Er findet, dass in Deutschland zu wenig effektive Programme gegen Rassismus geführt werde, was u.a. an einem engen und falschen Verständnis von Rassismus liege:
Deutschland hat leider ein verengtes Verständnis von Rassismus. Für viele Behörden scheint das Problem eigentlich mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurzer Lesetipp zu einem interessanten <a href="http://www.islamische-zeitung.de/?id=10628">Interview mit Yonas Endrias</a> von der Internationalen Liga für Menschenrechte Berlin. Er findet, dass in Deutschland zu wenig effektive Programme gegen Rassismus geführt werde, was u.a. an einem engen und falschen Verständnis von Rassismus liege:</p>
<blockquote><p>Deutschland hat leider ein verengtes Verständnis von Rassismus. Für viele Behörden scheint das Problem eigentlich mit dem Ende der NS-Herrschaft abgehakt. Auch der Regierungsbericht sieht Rassismus weitgehend als Randerscheinung, die sich hauptsächlich auf Rechtsextremisten bezieht. Rassismus wird aber längst in umfassenderer Weise als soziales Phänomen begriffen. Dies ist leider in Deutschland noch nicht angekommen. Die Vereinten Nationen und das Forum Menschenrechte gehen deshalb davon aus, dass es sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem handelt.</p></blockquote>
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		<title>A Land Called Paradise</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2008 22:41:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In den USA läuft grade ein online Videowettbewerb namens &#8220;One Nation &#8211; Many Voices&#8221;. Viele kreative Beiträge wurden eingereicht, leider kann man nur aus den USA abstimmen. Hier ein Beispiel:

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			<content:encoded><![CDATA[<p>In den USA läuft grade ein online Videowettbewerb namens &#8220;One Nation &#8211; Many Voices&#8221;. Viele kreative Beiträge wurden eingereicht, leider kann man nur aus den USA abstimmen. Hier ein Beispiel:</p>
<p><object width="400" height="370"><param name="movie" value="http://www.linktv.org/embed_ff/238"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.linktv.org/embed_ff/238" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="400" height="370"></embed></object></p>
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		<title>Jahresrückblick bei Scheibenwischer</title>
		<link>http://www.musafira.de/2007/12/30/jahresruckblick-bei-scheibenwischer/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Dec 2007 22:40:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wirklich sehenswert, dieser Beitrag von Hagen Rether zum Thema Islamkritik:

Gesehen bei politischkorrekt.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wirklich sehenswert, dieser Beitrag von Hagen Rether zum Thema Islamkritik:</p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/sET9EmMbGSI&#038;rel=1"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/sET9EmMbGSI&#038;rel=1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object></p>
<p>Gesehen bei <a href="http://www.politischkorrekt.info/?p=372">politischkorrekt</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Leserbrief zum Spiegelinterview mit Günter Wallraff</title>
		<link>http://www.musafira.de/2007/12/05/leserbrief-zum-spiegelinterview-mit-gunter-wallraff/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Dec 2007 10:56:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Medienkommentar]]></category>
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		<category><![CDATA[Finanzierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Integrationsarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Irmgard Pinn]]></category>
		<category><![CDATA[Kopftuchverbot]]></category>
		<category><![CDATA[Leserbrief]]></category>
		<category><![CDATA[Moscheeverbände]]></category>

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		<description><![CDATA[Günter Wallraff gab dem Spiegel am 1. Dezember ein Interview. Hier ein gelungener Leserbrief dazu von Irmgard Pinn:
Leserinnenbrief an den SPIEGEL
Sehr geehrte Damen und Herren
vor langer Zeit hat sich Günter Wallraff mit sozialkritischen Reportagen &#8211; vor allem als &#8220;Kumpel Ali&#8221; &#8211; auch unter muslimischen &#8220;Gastarbeitern&#8221; das Image eines Kämpfers für Gerechtigkeit und für ein auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Günter Wallraff gab dem Spiegel am 1. Dezember ein <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,520751,00.html">Interview</a>. Hier ein gelungener Leserbrief dazu von Irmgard Pinn:</p>
<blockquote><p>Leserinnenbrief an den SPIEGEL</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren</p>
<p>vor langer Zeit hat sich Günter Wallraff mit sozialkritischen Reportagen &#8211; vor allem als &#8220;Kumpel Ali&#8221; &#8211; auch unter muslimischen &#8220;Gastarbeitern&#8221; das Image eines Kämpfers für Gerechtigkeit und für ein auf gegenseitigem Respekt basierendes Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft erworben. Dagegen offenbart er mit seinen gegenwärtigen Äusserungen und Aktivitäten eine gesellschaftspolitische Einstellung, welche von der eifernder Kulturkämpfer gegen eine &#8220;Islamisierung&#8221; Deutschlands/ Europas nicht weit entfernt ist, so z.B. mit der Behauptung, dass das Kopftuch (als Ausdruck einer islamisch geprägten Lebensweise) die freie Entwicklung und die Integration muslimischer Frauen und Mädchen in die deutsche Gesellschaft blockiert. Abgesehen davon, dass Wallraff &#8211; wie seine neuen Verbündeten vom &#8220;Zentralrat der Ex-Muslime&#8221;- religiös orientierte Musliminnen schlichtweg entmündigt, indem er ihre freie Entscheidung für eine Integration als Muslima mit Kopftuch nicht einmal hypothetisch in Erwägung zieht, fehlt seinen Behauptungen über die schädlichen Folgen des Kopftuchtragens für muslimische Schülerinnen jegliche empirische Fundierung.</p>
<p>Das Kopftuch an sich hindert kein Mädchen, keine Frau daran, Abitur zu machen, zu studieren, Lehrerin, Wissenschaftlerin, Journalistin, Rennfahrerin, Managerin oder was auch immer zu werden. Es hindert sie auch nicht daran, Sport zu treiben, zu reisen oder sich politisch zu engagieren. So steht es auch dem Schwimmenlernen oder der Teilnahme an Klassenfahrten nicht im Wege, wie sich hundertfach an Beispielen aus der Türkei, arabischen Ländern und selbst aus dem Iran belegen lässt. Wenn muslimische Mädchen und Frauen sozial und rechtlich benachteiligt werden, sei es in der Familie, sei es von Staats wegen, so hat das andere Gründe. Es wäre daher sehr zu begrüssen, wenn die selbsternannten Anwälte und Anwältinnen muslimischer Mädchen sich diesen Ursachen zuwenden würden, statt mit Polemiken und teilweise sogar grundgesetzwidrigen Forderungen (nach staatlichen Kleiderordnungen!) das in Deutschland ohnehin zunehmend islamfeindliche Klima weiter aufzuheizen. Und von den Medien erwarte ich, dass sie über kulturkämpferische Veranstaltungen wie die Kölner &#8220;Kritische Islamkonferenz&#8221; am 1. Dezember mit professioneller Kompetenz und Distanz berichten, statt den Protagonisten &#8211; wie hier im SPIEGEL &#8211; auch noch ein Forum für ihre haltlosen Behauptungen und Forderungen zu bieten.</p>
<p>Das gilt schliesslich in ganz besonderer Weise auch für Wallraffs Behauptung, muslimische Vereine und Verbände würden vom Staat wesentlich stärker finanziell gefördert als die säkularen Migrantenorganisationen &#8211; und als Beleg dafür das Gerede türkischer Aleviten anführt. Wann sonst hätte er, der bekannt ist für seine akribischen Recherchen, so etwas als beweiskräftig gelten lassen? Beim Thema &#8220;Islam&#8221; jedoch lässt er sich &#8211; nicht anders als Stammtischbrüder und rechte Populisten &#8211; bereitwillig von eigenen Vorurteilen und windigen Geschichten leiten, die ihm von &#8220;guten&#8221;, d.h. nach leitkulturellen Kriterien integrierten, laizistischen Migranten erzählt werden.</p>
<p>Die meisten Moscheegemeinden und islamischen Verbände möchten liebend gerne auf Unterstützung aus dem Ausland verzichten. Viele existieren bereits ausschliesslich von Spendengeldern ihrer Mitglieder, was allerdings angesichts der Sozialstruktur der muslimischen Community (viele Geringverdiener und Arbeitslose) einerseits und dem Fehlen von staatlich transferierten Steuereinnahmen und Zuschüssen andererseits sehr schwierig ist. Und während seitens der muslimischen Community und besonders aus der deutschen Gesellschaft immer mehr Anforderungen gestellt werden &#8211; Sozialarbeit, Integrationsförderung, Beteiligung am interkulturellen Dialog und Massnahmen der Kriminalitätsprävention etc. -, ist das, was islamische Vereine dafür aus öffentlichen Mitteln erhalten, gemessen am Gesamtvolumen nicht der Rede wert. Wo sind denn die vom Staat geförderten islamischen Kindergärten, Jugendclubs, Beratungsstellen, Akademien usw.? Möge Herr Wallraff doch einmal versuchen, für eine islamische Bildungsveranstaltung auch nur einen öffentlichen Zuschuss von tausend Euro aufzutreiben!</p>
<p>Mit freundlichen Grüssen</p>
<p>Irmgard Pinn</p></blockquote>
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		<title>Kommentare</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 13:07:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da die Diskussionen im Kommentarbereich zur              Hausdurchsuchung in unserem Urlaub ja nun             ausgeufert ist, nutze ich einen eigenen Beitrag, um auf          [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da die Diskussionen im Kommentarbereich zur <a href="http://www.musafira.de/page3/files/Flitterwochen-durch-Polizeieinsatz-unterbrochen.html" rel="self" title="Musafira | Blog:Flitterwochen durch Polizeieinsatz unterbrochen">             Hausdurchsuchung in unserem Urlaub</a> ja nun             ausgeufert ist, nutze ich einen eigenen Beitrag, um auf             einige Fragen und Argumente gebündelt einzugehen. Eines             vorweg: Ich habe ein paar Kommentare nicht             freigeschaltet bzw. editiert, da ihr Inhalt zu tief             unter die Gürtellinie ging, weil ich weiteren             Ausführungen aus dem &#8220;rechten&#8221; Lager kein Forum bieten             wollte, oder weil ich keine Verlinkung auf Seiten mit             fördern wollte, die letztendlich nicht über den Islam             und Muslime informieren, sondern dann doch nur hetzen.             Per Mail erreichten mich Anfragen warum ich manche der             gehässigen Kommentare überhaupt freigeschaltet hätte.             Die Antwort ist: besser kann man doch gar nicht über             Islamophobie aufklären. Also an dieser Stelle einen             recht herzlichen Dank an alle, die sich auch in unserem             Fall – der nichts mit Islam, dafür aber viel mit             unserem (dem deutschen) Recht zu tun hat – nicht zu             schade waren, sich zu ihren üblichen Gehässigkeiten und             Unwahrheiten herabzulassen. Nun zu den Kommentaren:</p>
<p><strong>Die Version der Polizei<br />
</strong>Es gab in den Kommentaren auf diesem und             <a href="http://politblog.net/krieg-terrorismus/polizeiueberfall-in-der-lueneburger-heide.htm" target="_blank" rel="external">anderen</a> <a href="http://citronengras.de/provinzcowboywillkuer-gegen-jungvermaehlte/" target="_blank" rel="external">Blogs</a>, die die Geschichte                  aufgriffen, diverse Einwürfe, ob denn die                  Geschichte überhaupt wahr ist. Ich finde das                  vernünftig, denn wir hätten ja tatsächlich                  irgendetwas erfinden können. Deswegen war und ist                  uns sehr an einer möglichst objektiven Überprüfung                  des Falles durch Medien und Gerichte gelegen. Die                  Polizeiinspektion in Soltau hat ja <a href="http://www.musafira.de/page3/files/Update-zu-unserem-Fall-Das-sagt-die-zustaendige-Polizei.html" rel="self" title="Musafira | Blog:Update zu unserem Fall: Das sagt die zuständige Polizei">             mittlerweile auch unsere Version bestätigt</a>, besteht             aber darauf, dass es sich nicht um eine Durchsuchung             gehandelt hat. Weiterhin geht man dort immer noch von             der Recht- und Verhältnismäßigkeit der Durchsuchung             unseres Hauses aus. Der Pressesprecher der besagten             Polizeiinspektion gab in einem Interview mit dem             Radiosender NDR 1 Niedersachsen an, dass man bei             ähnlicher Indizienlage durchaus wieder genauso handeln             würde. In diesem Zusammenhang auch noch eine großes             &#8220;Danke&#8221; an pony_huetchen vom Politblog <a href="http://politblog.net/krieg-terrorismus/polizeiueberfall-in-der-lueneburger-heide.htm" target="_blank" rel="external">für ihren Anruf bei der                  Polizeiinspektion Soltau</a>, in dem sie unsere                  Beschreibung der Durchsuchung mit dem dortigen                  Pressesprecher besprach..</p>
<p><strong>Woanders ist es noch schlimmer</strong><br />
Dies scheint für manche tatsächlich ein Argument             darzustellen, dass die Polizeiaktion rechtfertigt oder             zumindest geeignet sein soll uns davon zu überzeugen,             dass ein Vorgehen gegen den Rechtsbruch der Polizisten             geradezu unverschämt wäre. Wir können ja:<br />
a. entweder froh sein, denn &#8220;da wo wir herkommen&#8221; würde             es uns viel schlechter gehen<br />
b. oder froh sein, weil man uns hier nicht das antut,             was man Nichtmuslimen angeblich in anderen Ländern             antut.</p>
<p><strong>Sicherheit geht vor<br />
</strong>Einige sind der Meinung, dass Maßnahmen             wie die, die wir über uns ergehen lassen mussten             sicherheitsfördernd sind. Einige erkennen zwar durchaus             an, dass die unangenehmen für den Betroffenen ist, dass             die allgemeine Bedrohung der Mehrheitsbevölkerung durch             islamischen Terrorismus diese Unannehmlichkeiten jedoch             notwendig mache. Mal von der Gefahrenlage abgesehen,             frage ich mich wirklich wie so eine Aktion Sicherheit             schaffen und vermitteln kann. Eine Überwachung             bestimmter Personen bei vorliegender Indizienlage und             wenn notwendig ein darauf basierender Zugriff ist             natürlich notwendig. Aber was haben wir davon wenn             orientalisch aussehende Menschen nun unter             Generalverdacht stehen? Oder besser gefragt: wie soll             das Nachgehen dieses Generalverdachts realisiert             werden?</p>
<p><strong>Die Scham ein Deutscher zu sein<br />
</strong>Wir erhielten vermehrt Kommentare,             Emails und auch Anrufe in denen uns Menschen             mitteilten, dass sie sich schämen würden in so einem             Land zu leben, oder gar dafür Deutsch zu sein. So nett             diese Äußerungen auch gemeint sein mögen, ich verstehe             sie nicht. Ich habe sie auch noch nie verstanden.             Schämen muss man sich in meinen Augen &#8220;nur&#8221;, wenn man             hätte helfen können, es aber nicht tat, oder, wenn man             etwas hätte verhindern können, aber untätig blieb, etc.             pp. Außerdem hat die Durchsuchung unseres Hauses, oder             eben die Verdächtigungen der Dorfbewohner nichts mit             Deutschsein zu tun.</p>
<p>So, soviel für heute.</p>
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		<title>Fotos der Pro-Köln Anti-Moschee Demo</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jun 2007 10:57:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/reportage-2007/2007-06-16-koeln-pro-koeln-gegen-moschee.html" target="_blank" rel="external">Hier</a> gibt es viele Fotos der Pro-Köln Demonstration gegen den Moscheebau der DITIB in Ehrenfeld am 16.07.2007. So sieht also eine Mehrheit aus <img src='http://www.musafira.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> )</p>
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		<title>Islamkritik a la Giordano</title>
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		<pubDate>Mon, 28 May 2007 12:03:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist wirklich faszinierend, dem Herrn Giordano bei seiner persönlichen Dauerschlammschlacht zuzusehen. Er richtete seine Argumentation zuerst gegen die Kölner Moschee, dann gegen von ihm als &#8220;menschliche Pinguine&#8221; verunglimpfte bedeckte muslimische Frauen, um sich kurz danach zum Retter aller muslimischer Frauen, die zu allen Zeiten und überall vom Islam unterdrückt wurden, aufzuschwingen. Gestern legte Giordano [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist wirklich faszinierend, dem Herrn Giordano bei seiner persönlichen Dauerschlammschlacht zuzusehen. Er richtete seine Argumentation zuerst gegen die <a href="http://www.koeln.de/artikel/Koeln/Ralph-Giordano-spricht-sich-gegen-Moschee-Bau-aus-35387-1.html" target="_blank" rel="external">Kölner Moschee</a>, dann gegen von ihm als &#8220;<a href="http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/kultur/mehr_kultur/441406" target="_blank" rel="external">menschliche Pinguine</a>&#8221; verunglimpfte bedeckte muslimische Frauen, um sich kurz danach zum Retter aller <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/627848/" target="_blank" rel="external">muslimischer Frauen, die zu allen Zeiten und überall vom Islam unterdrückt</a> wurden, aufzuschwingen. Gestern legte Giordano nochmal nach und lehnte eine Einladung Lale Akgüns zu einer Diskussionsveranstaltung in einem &#8220;türkisch geprägten Viertel&#8221; in Köln mit der Begründung ab, dass er es seinen &#8220;<a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1180249233520.shtml" target="_blank" rel="external">potentiellen Killern</a>&#8221; so einfach nun doch nicht machen wolle.</p>
<p>Mal davon abgesehen, dass ich seine Vorgehensweise für äußerst unseriös halte, eignet sich seine unbeschwert-direkte Argumentation hervorragend für eine Darstellung der gängigsten Methoden selbst ernannter Islamkritiker bei der Konstruktion einer Gefahr durch <em>den</em> Islam. Ein paar davon will ich anhand einiger Zitate aus oben verlinkten Artikel beschreiben.</p>
<p><strong>Die Meinungsfreiheits-Keule<br />
</strong><br />
Kaum kommt die leiseste Kritik am eigenen Standpunkt auf, spielt man sich als Verfechter der Meinungsfreiheit auf und tut so als würde einem der Mund verboten.</p>
<blockquote><p>Giordano: […] Ich erinnere mich an ein Erlebnis, das ich hatte vor ungefähr drei Wochen. Morgens beim Frühstück im Hotel kommt da eine Frau rein, die von oben bis unten verhüllt ist. Frau Kollegin ich sage Ihnen, es hat mich erschreckt und hat mich verletzt, was ich da gesehen habe. Das ist ein Anblick, der mich stört. Ich rede hier nicht von Verboten; ich will das nur sagen dürfen.</p></blockquote>
<p>Dumm nur, wenn der Gesprächspartner darauf nicht reinfällt:</p>
<blockquote><p>Durak: Das dürfen Sie doch, Herr Giordano. Niemand hindert Sie daran, dies zu tun. Im Gegenteil: Sie können weiter darüber sprechen. Das ist doch nicht das Problem. […]</p></blockquote>
<p>Dann muss schnell der nächste rethorische Kunstgriff angewendet werden:</p>
<p><strong>Die Etablierung eines Bedrohungsszenarios<br />
</strong><br />
Man dreht den Spieß schnell um: nicht der Islamkritiker ist der Angreifer – Nein – er ist selbst ein Opfer:</p>
<blockquote><p>Giordano: Es ist ein ästhetisches Problem. Ich denke es ist ein soziales Problem. Es ist ein politisches Problem.* Natürlich! Diese ganze Verhüllungsphilosophie im Islam ist etwas, was mich stört. Und wenn Sie sagen ich kann es sagen? Ja, ich kann es sagen, Gott sei Dank richtig, weil wir hier in einer Gesellschaft leben, einer demokratischen Republik, einem demokratischen Verfassungsstaat, wo das möglich ist. Aber fragen Sie mich nicht, welche Reaktionen es darauf gibt.</p></blockquote>
<p>Die Drohungen, natürlich. Wenn es die nicht geben würde, müsste man sie glatt erfinden. Es wäre sonst einfach zu schwer, die nun gefestigte Rolle des Opfers weiterhin glaubwürdig zu geben. Außerdem fungiert das Bedrohungsszenario auch sehr gut, um sich unliebsame Diskussionen zu ersparen, in denen die Schwäche der eigenen Argumentation entlarvt werden könnte.</p>
<blockquote><p>Die SPD-Islambeauftragte und Bundestagsabgeordnete Lale Akgün lud Giordano daraufhin zu einer Diskussion über die Moschee und die Integration von Muslimen ein. &#8220;Die öffentliche Diskussion könnten wir in einem Kölner Café abhalten, ruhig in einem türkisch geprägten Viertel der Stadt&#8221;, schrieb sie. Giordano lehnte dies jedoch am Samstag ab und verwies auf Morddrohungen, die er von radikalen Muslimen erhalten habe: &#8220;Ich gestehe, dass mir ein wenig unheimlich wurde, als ich Ihren Vorschlag zur Kenntnis nahm&#8221;, antwortete er in einem Schreiben. &#8220;So leicht möchte ich es meinen potenziellen Killern nun doch nicht machen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Nochmal langsam: Giordano <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1179985913540.shtml" target="_blank" rel="external">bekam Morddrohungen</a> und hat jetzt natürlich Angst ermordet zu werden. Er &#8220;überlegt&#8221; sogar Strafanzeige gegen Unbekannt zu stellen. Also ich würde da ja nicht lange überlegen… Aber wie auch immer, unheimlich wurde ihm also, als er von Lale Akgün eine Einladung zu einer öffentlichen Diskussion bekam. Wird Herr Giordano nun sämtliche Öffentlichkeit meiden? Oder nur die in &#8220;türkisch geprägten Vierteln&#8221;, weil dort mehr seiner &#8220;potentiellen Killer&#8221; unterwegs sind? Oder macht er es in Zukunft wie andere Islamkritiker und erscheint nur noch demonstrativ mit Bodyguards?<br />
Das wichtigste ist jedoch, dass man auf diese Weise schon wieder zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen hat: die Etablierung einer diffusen allpräsenten Gefahr und eine Rechtfertigung für…</p>
<p><strong>Die bewusste Realitätsverweigerung<br />
</strong><br />
Man muss sich dann nämlich nicht mit seinen Kritikern und schon gar nicht mit Muslimen an einen Tisch setzen bzw. sich deren Kritik in einer zivilen Diskussion aussetzen. Außerdem muss man sich nun auch nicht der für den Islamkritiker quälenden Vorstellung stellen, dass Muslime oder seine Kritiker doch nicht alle gleich sind und eventuell ihre Kritik auch vernünftig oder gar berechtigt äußern könnten.</p>
<p><strong>Die &#8220;ich kenne Muslime und die denken auch so wie ich&#8221; Taktik<br />
</strong><br />
Eine weitere Methode, die eigene Position zu legitimieren, ist sich selbst als Opfer darzustellen oder sich mit den (vermeintlichen) Opfern zu solidarisieren. Im Falle der unterdrückten muslimischen Frau kann Giordano schlecht die Rolle des Opfers einnehmen, aber – wie passend – er kennt ja welche, für deren Rechte er eintritt:</p>
<blockquote><p>Durak: Das dürfen Sie sagen. Wir leben in Deutschland. Deshalb können wir auch weiter öffentlich darüber sprechen. Haben Sie denn mit Frauen schon darüber gesprochen, die so verhüllt sind?</p></blockquote>
<blockquote><p>Giordano: Ich habe mit vielen Musliminnen und Muslimen gesprochen. Ich bin ja nicht von gestern. Wo ich mich da hineingewagt habe, das ist ja etwas, wovon man auch Kenntnis haben muss. Ich habe vor allen Dingen mit Türkinnen gesprochen, die wissen was es bedeutet hat und bedeutet, Frau in der islamischen Gesellschaft zu sein, auch hier in Deutschland, nicht nur in islamischen Originalländern. Ich will hier keine Namen nennen, um denen kein Ungemach zu bereiten, aber es sind Türkinnen selbst, die keinen Zweifel daran gelassen haben, was es bedeutet, Frau in der islamischen Gesellschaft zu sein.</p></blockquote>
<p>Oder doch nicht? Giordano beantwortet die kluge Frage des/der Reporters/Reporterin ja gar nicht, denn er hat eben nicht mit einer verhüllten Frau darüber gesprochen, dass er ein ästhetisches Problem mit ihrer Kleidung hat oder gar, was es bedeutet eine Frau in der islamischen Gesellschaft zu sein. Das würde auch eventuell seine Sicht der Dinge ändern und das wäre ja unerwünscht. Stattdessen redet er lieber mit Leuten, die seine Sichtweise bestätigen, deren Namen er hier lieber nicht nennen will. Sehr wahrscheinlich weil wir sie eh schon kennen…</p>
<p><strong>Sich das wehrlose Opfer suchen</strong></p>
<p>Die muslimische Frau eignet sich in der öffentlichen Diskussion besonders gut zur Instrumentalisierung. Man interessiert sich ja gar nicht wirklich für sie – sonst würde man ja auch mal mit ihr reden – sondern benötigt sie nur als Argumentationsmittel. Die muslimische Frau bietet hierfür den perfekten Schauplatz, da sie stumm und unsichtbar ist. Dies ist aber nicht etwa so, weil es keine Frauen gäbe, die in der Lage wären sich und ihre Vorstellung von Selbstbestimmung, Karriere, Familie oder gesellschaftlicher Teilhabe intelligent und selbstbewusst zu artikulieren. Sie werden nur konsequent von allen Seiten und auf allen Ebenen marginalisiert. Aber genau dieser Umstand ermöglicht es so genannten Islamkritikern erst, ihre &#8220;Kritik&#8221; unwidersprochen zu äußern, weswegen sie ja auch nicht wirklich etwas dagegen unternehmen – ja sogar noch gegen die Beteiligung dieser Frauen an der öffentlichen Diskussion argumentieren.</p>
<p><strong>So tun als spräche man für eine Mehrheit</strong></p>
<p>Diese Mehrheit traut sich aber nicht, sich zu artikulieren. Sei es nun die Mehrheit der liberalen aufgeklärten Muslime hier in Deutschland, die Angst vor den Drohungen der radikalen Vereinsmuslime hat oder die Mehrheit der Deutschen, die Angst davor hat als Nazis abgestempelt zu werden und auch von den radikalen Muslimen bedroht wird. Deshalb sprechen dann andere – die Mutigen – für sie.</p>
<blockquote><p>Giordano: Die Reaktionen, die ich bekommen habe auf meinen Vorstoß, lassen überhaupt nicht den geringsten Zweifel daran, dass die Mehrheit diesen Bau ablehnt. Und die Politiker haben so getan, als wenn das gar keine Bedeutung hat. Ich denke sie haben sie nicht gefragt, weil sie die Antwort wussten, nämlich dass die Bevölkerung damit nicht einverstanden ist, und nicht aus rassistischen und neonazistischen, rechtsextremistischen Gründen. Die Leute, die mich erreichen: Sie müssen mal die Empörung hören, wenn sie sich darüber erregen, dass sie in diese rechte Ecke gestellt werden. Und das schrecklichste bei der ganzen Sache ist: Sie sind der Meinung, der Bau ist falsch, wagen es aber nicht zu sagen, weil sie eben fürchten, entweder in diese rechte Ecke gestellt zu werden oder bedroht zu werden.</p></blockquote>
<p>Also die Mehrheit der Leute, die auf Giordano zukommen sind gegen diese Moschee. Wundert mich nicht, da Giordano ja mit Kritikern gleich gar nichts zu tun haben will. Aber dann direkt davon auszugehen, dass gleich die ganze Bevölkerung gegen den Bau ist… Schon etwas vermessen.</p>
<p><strong>Unwahrheiten als wahr darstellen</strong></p>
<p>Das einfachste Mittel ist das Aufstellen von Unwahrheiten. Man kann solche Dinge natürlich sagen, so oft man will, nur werden sie dadurch nicht wahrer.</p>
<blockquote><p>Giordano: Und ich sage noch was, und ich mache mir damit keine Freunde. Nirgendwo wird die Würde der Frau so verletzt wie in der islamischen Gesellschaft. Die Geschichte des Islam ist eine einzige Entwürdigung der Frau und das bis zur Stunde. Und ich will das sagen dürfen, auch wenn es radikalen Muslimen nicht gefällt.</p></blockquote>
<p>Diese Behauptung dürfte wohl auch Historikern, Soziologen etc. nicht gefallen (einfach weil sie falsch ist), ob diese allerdings alle radikale Muslime sind, bezweifle ich.</p>
<p><strong>Die Lösung des Problems offen lassen</strong></p>
<p>Der Islamkritiker thematisiert ein Problem. Im Falle von Giordanos Äußerungen der letzten Woche sind das vor allen Dingen verhüllte Frauen, große Moscheen, die gescheiterte Integration und der Islam an sich.Gut, nun wissen wir worin Giordano das Problem sieht. Worin sieht er wohl eine Lösung?</p>
<blockquote><p>Giordano: Das ist auch solch eine Fangfrage. Wer Verbote fordert, ist gleich von Vornherein im Unrecht. Ich sage dazu nur eines: Ich will auf deutschen Straßen keine Burka-Trägerinnen und Shado-Verhüllten sehen.</p></blockquote>
<p>Er fordert kein Verbot, will aber auf deutschen Straßen keine Chador-Trägerin sehen. Wie schafft man das denn ohne Verbote? Ein Kennzeichen der Islamkritiker ist, dass sie Lösungsvorschläge – also den dreckigen Teil der Arbeit – anderen überlassen. Diese Lösungen werden dann von Leuten wie Ulfkotte und Co. in einem Forderungskatalog wie folgt artikuliert: Änderung des Grundgesetzes (Religionsfreiheit) in Bezug auf den Islam oder auch ein Zuwanderungsmoratorium für Muslime. Wie das wohl weitergeht…</p>
<p>* Einfach genial diese Irrationalität: aus einem ästhetischen Problem wird ein politisches. Das muss man erstmal fertig bringen und sich dabei immer noch ernst nehmen können. Bewundernswert.</p>
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		<title>Neuer Blog gegen Islamophobie</title>
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		<pubDate>Sun, 27 May 2007 20:55:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Islamkritik]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt seit kurzem den Watchblog Islamophobie. Ich hoffe stark, dass sich so eine Gegenöffentlichkeit zu bekannten islamophoben Blogs etablieren kann!
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt seit kurzem den <a href="http://watchblogislamophobie.wordpress.com/" target="_blank" rel="external">Watchblog Islamophobie.</a> Ich hoffe stark, dass sich so eine Gegenöffentlichkeit zu bekannten islamophoben Blogs etablieren kann!</p>
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