Rabbis und Imame gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit und Hass
Habe dieses Video vorhin bei Chajm entdeckt. Entstanden ist es als Werbung für eine Aktion, die jüdische und muslimische Gemeinden in den USA und Canada zusammen geplant haben: Je eine Synagoge und eine Moschee haben sich lokal zusammengetan und drei Tage lang Podiumsdiskussionen, Arbeitsgruppen und Foren veranstaltet um gemeinsam etwas gegen Intoleranz und Hass zu unternehmen.
Scharia in westlichen Gesellschaften
Die Debatte um eine Anwendung der Scharia auch im Westen erhitzt die Gemüter immer wieder. Sei es aufgrund der verzerrten Wahrnehmung eines Vorschlags des Bischofs von Canterbury, oder weil der bosnische Mufti wagte, das Unwort in einem Artikel zu benutzen. Auf eine interessante Studie, die sich mit der Praxis in westlichen Gesellschaften (hier Kanada und die USA) beschäftigt, bin ich heute gestoßen. Ganz unhysterisch und aus einer rechtswissenschaftlichen Perspektive untersucht nun eine Forscherin in Nordamerika – gefördert vom Social Science and Humanities Council of Canada – das Phänomen “islamische Scheidung”. Das laufende Projekt geht also den Fragen nach, warum manche Muslime zusätzlich zum zivilrechtlichen Weg in Eheangelegenheiten religiöse Beratschlagung und Regelung in Anspruch nehmen, warum dies eine Bedeutung für sie hat, welche Rolle Imame in diesem Prozess spielen, inwieweit islam-rechtliche Prinzipien in diesem Prozess zur Anwendung kommen und inwieweit Moscheen eine Rolle spielen im Bereich der Konfliktlösung zwischen Ehepartnern. Das Projekt hat eine Internetseite, die man unter www.islamicdivorce.org erreichen kann.
