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	<title>Musafira &#187; Frauen</title>
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		<title>Der erste Tafsir (Korankommentar) von einer Frau</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 2009 14:07:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Kariman Hamzah – eine ehemalige Fernsehmoderatorin aus Ägypten – hat einen Korankommentar geschrieben. In vielen Medienmeldungen wird dieser <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/7797921.stm">Tafsir als der erste, der von einer Frau</a> geschrieben wurde, bezeichnet. Das stimmt so nicht, ich hatte ja vor ein paar Tagen <a href="http://www.musafira.de/2008/12/20/vom-suchen-und-finden-arabischsprachiger-literatur-im-netz/">schonmal das Thema</a> gestreicht – mir sind mindesten zwei Frauen bekannt, die einen (in einem Fall kompletten) arabischen Korankommentar verfasst haben. Dies einmal abgesehen von den zahlreichen Interpretationen zu kleineren Abschnitten des Qurans in arabisch und vielen Sprachen, die von Fauen zu allen Zeiten unternommen wurden.</p>
<p>Kariman Hamza ist allerdings die erste Frau, dessen Tafsir mit dem Titel &#8220;Der deutliche Korankommentar für Kinder und Jugendliche&#8221;<sup>1</sup> von der al-Azhar Universtät genehmigt wurde.</p>
<p>Mit Dank an <a href="http://muslimahmediawatch.org/2008/12/31/karim-hamzah-giving-us-a-womans-interpretation-of-the-quran/">Muslimah Media Watch</a>.</p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_538" class="footnote">al-Wadih fi Tafsir al-Quran li-ash-Shabab wa-ash-Shabiba</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Vom Suchen und Finden arabischsprachiger Literatur im Netz</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Dec 2008 17:11:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf der Suche nach bestimmten Tafsiren im Original wird man in den Weiten des Internets recht gut fündig. Ein sehr gutes Instrument für die Suche ist der Suchdienst Yamli. Am besten man probiert es einfach mal aus. Der Vorteil hier ist, dass man für eine arabischsprachige Suche nicht immer mehr das Tastaturlayout wechseln muss. Man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Suche nach bestimmten Tafsiren im Original wird man in den Weiten des Internets recht gut fündig. Ein sehr gutes Instrument für die Suche ist der Suchdienst <a href="http://www.yamli.com/">Yamli</a>. Am besten man probiert es einfach mal aus. Der Vorteil hier ist, dass man für eine arabischsprachige Suche nicht immer mehr das Tastaturlayout wechseln muss. Man umschreibt den gesuchten Begriff einfach in lateinischen Buchstaben und Yamli gibt dann mehrere Varianten in Arabisch vor. Auf diese Weise habe ich recht schnell den Tafsir von Aisha Abd ar-Rahman alias Bint as-Shati gefunden.<sup>1</sup> Meines Wissens ist dies einer der ganz wenigen Korankommentare auf arabisch, die von einer Frau verfasst wurden.<sup>2</sup>  </p>
<p>Eine reiche Quelle (nicht nur) für arabische Bücher in elektronischer Form ist <a href="http://www.archive.org/">archive.org</a>. Dieser Dienst archiviert nicht nur <em>alle</em> Internetseiten sondern auch lizenzfreie Texte. So bin ich hier bei meiner Such nach einer Reihe von Tafsiren fündig geworden: der bekannte <a href="http://www.archive.org/details/tahrer_tanwer">moderne Tafsir von Ibn Ashur</a> in 15 Bänden mit dem Titel &#8220;at-Tahrir wa-t-Tanwir&#8221;<sup>3</sup>, der <a href="http://www.archive.org/details/tfseer_manar">Tafsir al-Manar</a> von Muhammad Abduh<sup>4</sup> oder aber der <a href="http://www.archive.org/details/eldorrelmanthor">Tafsir von Jalal ad-Din as-Suyuti</a> namens &#8220;ad-Durr al-manthur fi-t-tafsir bi-l-ma&#8217;thur&#8221; aus dem 15. Jahrhundert. Weiterhin findet man dort auch orientalistische Werke wie die &#8220;<a href="http://www.archive.org/details/geschichtedesqo00nlgoog">Geschichte des Qorans</a>&#8221; von Theodor Nöldeke aus dem Jahre 1860 oder islamische Klassiker wie das berühmte <a href="http://www.archive.org/details/Tarikh_tabari1">Geschichtswerk</a> <a href="http://www.archive.org/details/TarikhTabari1011121314151617">Ibn Jarir at-Tabaris</a> in persischer Sprache.</p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_522" class="footnote">Er hat den Titel &#8220;Tafsir al-Bayani lil-Qur&#8217;an al-Karim&#8221;.</li><li id="footnote_1_522" class="footnote">Vielleicht der einzige? Ein anderer Korankommentar, der immer mal wieder in der Literatur genannt wird, den ich aber bis jetzt nicht gefunden habe, ist der von Zaynab al-Ghazali.</li><li id="footnote_2_522" class="footnote">Das könnte man mit &#8220;Befreiung und Erleuchtung&#8221; übersetzen.</li><li id="footnote_3_522" class="footnote">Umstrittener Großmufti von Ägypten von 1899 bis 1905.</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Neue Internetseite muslimischer Frauen</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 21:15:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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Zusammen mit zwei anderen muslimischen Frauen arbeite ich schon seit einigen Monaten an einer neuen Webpräsenz . Zusammen mit Nina Mühe und Silvia Horsch haben wir jetzt die Seite Nafisa.de ins Leben gerufen auf der wir den Diskurs über muslimische Frauen kritisch betrachten wollen. Aus dem Klappentext:
Wir &#8211; das sind drei muslimische Frauen und Wissenschaftlerinnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/11/nafisa.jpg" alt="" title="nafisa" width="490" height="130" border="2" class="aligncenter size-full wp-image-477" /></p>
<p>Zusammen mit zwei anderen muslimischen Frauen arbeite ich schon seit einigen Monaten an einer neuen Webpräsenz . Zusammen mit Nina Mühe und Silvia Horsch haben wir jetzt die Seite <a href="http://www.nafisa.de/">Nafisa.de</a> ins Leben gerufen auf der wir den Diskurs über muslimische Frauen kritisch betrachten wollen. Aus dem Klappentext:</p>
<blockquote><p>Wir &#8211; das sind drei muslimische Frauen und Wissenschaftlerinnen &#8211; beschäftigen uns aus persönlichen und beruflichen Gründen intensiv mit den Themenbereichen “Frau”, “Geschlecht”, “Islam” in einer pluralistischen Gesellschaft. Mit nafisa wollen wir über unsere Arbeit, Ansichten und Ergebnisse informieren. Dabei verfolgen wir zwei Ziele: Erstens möchten wir uns am gesellschaftlichen Diskurs über den Islam und muslimische Frauen beteiligen. Schon oft haben wir uns an einseitigen Debatten und tendenziöser Berichterstattung zu einer Reihe von Themen gestört und wollen deshalb unsere Sicht der Dinge in die Diskussion bringen.</p></blockquote>
<p>Wir hoffen damit auf Interesse zu stoßen!</p>
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		<title>Interview with Omaima Abou-Bakr on science, islamic feminism and history</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 19:56:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Interview with Omaima Abou-Bakr on science, islamic feminism and history.
About Omaima Abou-Bakr
I met Omaima Abou-Bakr during research for my master thesis in 2006 in Cairo. I chose her, her projects and specifically her academic work in order to analyse, work and write about it within the topic I chose: &#8220;Islamic Feminisn in Egypt&#8221;.  I [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Interview with Omaima Abou-Bakr on science, islamic feminism and history.</h3>
<h2>About Omaima Abou-Bakr</h2>
<p>I met Omaima Abou-Bakr during research for my master thesis in 2006 in Cairo. I chose her, her projects and specifically her academic work in order to analyse, work and write about it within the topic I chose: &#8220;Islamic Feminisn in Egypt&#8221;.  I interviewd Omaima Abou-Bakr and analysd her relevant publications. </p>
<p><img src="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/11/omaima_thumb1.jpg" alt="" title="Omaima Abou-Bakr" width="140" height="176" class="alignleft size-medium wp-image-453" />Omaima Abou-Bakr is a professor for English Literature at the Cairo University. Her research and teaching focusses on medieval literature and mysticism, Women&#8217;s history and mysticism in the Middle Ages and (islamic) feminist theory.  She is currently a visiting Professor at the University of Qatar. Moreover, she is a founding member of the <a href="http://www.wmf.org.eg/about.html">Women and Memory Forum</a> in Cairo, a research group, that deals with gender related issues in arabic cultural history.</p>
<p>The present <a href="#interview1">interview</a> was conducted in october 2008 in english. A german translation can be read <a href="http://www.musafira.de/islamwissenschaft/interview-mit-omaima-abou-bakr-uber-wissenschaft-islamischen-feminismus-und-geschichte/">here</a>. A list of <a href="#publications">publications</a> of Omaima Abou-Bakr can be found below the interview.</p>
<h2><a name="interview1">Interview</a></h2>
<p><em>How is your life as a female academic in comparison between Egypt and Qatar?</em></p>
<p>Same and different at the same time. Both countries in general are respectful and appreciative of women academics. In both, I feel acknowledged on that professional level and validated. In both cultures, I do not feel like I am doing something strange or out of the ordinary. I am carrying out here in Doha all my teaching and academic responsibilities as I always have throughout my life, for this has been my choice: to teach and do research. It&#8217;s quiet both in the city of Doha and in my house, so the only drawback is that I miss my family. Another difference is that there is the feeling that Egypt with its longer history/tradition in women&#8217;s issues and activism provides a more experienced and dynamic atmosphere for women of culture and of academic &#038; political interests.</p>
<p><em>There have been a number of conferences in the West to cover the topic of women empowerment in Islam/Islamic feminism. Do you value this phenomenon as an enrichment or success? Is there a political/academic interest in such topics and what does it look like in the Arab world? What are the dominating discourses regarding gender related topics in the Middle East according to your perception?</em></p>
<p>Yes, on a certain level it can be a successful exploration of the idea or cause that a lot of Muslim women today have grown to believe in. Such conferences in the West can act as acquainting non-Muslims in Western societies with the dynamism in Islam and its indigenous voices of reform. They dispel the notion or stereotype in the West that ALL Muslim women are silent and submissive, because they are uneducated and stupid. So if the purpose of such conferences and academic activities is honest exploration of the issues from a Muslim perspective, and there is no hidden agenda of interrogating Islam, putting it on trial and forcing certain alien discourses and interpretations, and justifying Western hegemony/superiority—then fine.</p>
<p> In the Arab world, in the popular culture and popular media, there is still confusion and distrust of the name itself&#8211;&#8221;Islamic feminism&#8221;—and what it entails. It is different among the academics and researchers, particularly if they are feminists themselves to begin with. In the Arab world, very often people do not make the subtle distinction between suspect politically motivated events/activities/publications…etc. and the cause itself regardless. So they throw the &#8220;baby with the baby water&#8221; as the saying goes. Of course, what makes things worse is some of these shocking and unacceptable events or conferences are encouraged, supported, and funded by some—not all—Western institutions. The effect of this on people in the Arab world hearing about them is that it confirms suspicion about the Muslim or Islamic feminists. Ironically, more and more women today are outspoken about rights in the public sphere and other issues—without knowing that this is a form of feminist resistance. More and more women are taking pride in both their Islamic identity/religious observance and asserting their shar3&#8242; rights without knowing that this attitude is a form of Islamic or good indigenous feminism.</p>
<p>Dominating gender discourses now in the Middle East in the popular culture &#038; media are mostly fiqhi topics that have to do with marital relations, marriage, divorce, nafaqah, custody…etc. Such topics reveal existent social problems in gender relations in the private sphere. Then, in very limited circles of academic feminist researchers and activists, the issues of theory, historiography, hermeneutics, changing cultural concepts &#038; notions, cultural history, discourses, legal history…etc. are discussed. </p>
<p><em>Can you tell us about your latest discoveries in your gender related research—especially your historical discourse analysis on gender related topics and your historical research on female biographies? Have there been changes in focus or perspective?</em></p>
<p>There are a lot of discoveries in various areas. One of those areas is studying the literatures of tafsir and fiqh, not just to confirm and prove the scholars&#8217; bias/misogyny (they were naturally a product of their medieval times), but with an eye on unexpected positive nuances in this tradition to show that it was not static or monolithic. Some good things can come out of their methodology and system of deduction. We can build on only the &#8216;good&#8217; and &#8216;just&#8217; in that tradition. At the same time, surely the ulama&#8217; did not always carry out the justice and morals of Islam when it came to women. But we need to understand why and how they went wrong—the cultural history of this erroneous path. We need to analyze it and correct it. The ancients, if anything, were good in their erudition, learning, and outlining methodologies and arguments. They may have reached the wrong conclusions about women. But we can also now re-construct methodologies, theories, arguments, systems in order to respectfully and learnedly disagree with the ancients and fulfill better the justice and compassion of shari3a.</p>
<p>As for the other area of female biographies, it is amazing what we discover. We discover—in the medieval history of Muslim societies—women physicians treating men; surgically operating on women in hospitals; learning medicine directly from other doctors; investing in their own names with their money in agricultural, trade, and market activities; owning property, houses, and shops; leasing such places to other merchants or their husbands; going to court for litigation; working in the marketplace and going out on the streets; spending hours and nights praying and holding halaqat dhikr in the mosques; interacting with male Sufis and mystical scholars; preaching to Muslims in the holy shrines of Mecca and Medina about mystical states; managing hostels and shelters for divorced women and orphans; managing charity religious schools where Qur&#8217;an is recited and taught; managing religious endowments (waqf); learning, studying, and consulting on  fiqh; preaching in mosques; issuing fatawa; teaching the Hadith tradition to male students and issuing scholarly licenses or degrees; writing and reciting poetry in literary circles; corresponding in letters with peer scholars, writers, and poets; composing works on fiqh and writing Sufi poetry in praise of the Prophet.   Just amazing.</p>
<p><em>Which problems and questions are of particular importance for you in your research? And for whom are they or can they be interesting? Are your results relevant in the academic sense only or should these results be reflected in practice too?</em></p>
<p>Issues that have to do with religious identity for Muslim women, their Islamic and shar3&#8242; rights to justice, equality, and dignity, their empowerment within their cultures and societies, issues of Qur&#8217;anic and Hadith interpretation, dismantling erroneous social and cultural gender concepts and notions about women&#8217;s characters and natures; defending women of Islam in the eyes of the non-Muslim West. Such subjects are mostly interesting to Muslim women, but also should be addressed to the men and particularly the religious scholars in our communities. These topics are academically significant, but also very relevant to changing people&#8217;s attitudes, cultural notions, social practices, and religious misunderstanding. </p>
<p><em>How do students in Egypt and Qatar receive your research focus? What questions are interesting for junior scientists?</em></p>
<p>In Egypt, my young female students get very excited and inspired by these ideas. Sometimes they tell me that they found what they&#8217;ve been looking for all along: an Islamic perspective that validates the identity that they love and are emotionally &#038; faithfully tied to combined with an awareness of injustice to women and the demand for application of rights. I haven&#8217;t had the chance yet to open this subject with my Qatari students, so I can&#8217;t tell.</p>
<p><em>You are an active participant in academic discourses on &#8220;Islamic Feminism&#8221; of the last 10 years, in the english speaking sphere as well as in the arabic speaking world. You didn&#8217;t reject the term itself as a lot western academics as well as muslim academics do. Why is that? And in retrospect: can you describe the evolution of this discourse and how you value it? What do you think is important for this discourse in order to be efficient in your sense?</em></p>
<p>About the term &#8220;Islamic Feminism,&#8221; it is true I did not reject it because it depends on what you put under the name, how you define and qualify it, and what are the ideas and notions you subscribe to under that name. It is true that the terms &#8220;feminism&#8221; and &#8220;gender&#8221; themselves are etymologically English/Western, but the ideas of egalitarianism, justice, equal rights, compassion, resistance to tyranny, activism…etc. are not a Western invention or a monopoly by the West. Especially the history of women in the Arab world in the 19th and 20th century shows their &#8220;feminist activism&#8221; and discussion of &#8220;gender&#8221; long before these terms came to the surface. Furthermore, the term &#8220;Islamic Feminism&#8221; allows me to qualify my own indigenous brand of feminism and work out a feminist discourse stemming from within the culture and religion. There is an Islamic ethics of feminism, just as in many other things. Of course, the problem now is that I sense that the field—after it had a strong promising beginning of women scholars and experts analyzing, interpreting, and coming up with that Muslim feminist perspective/discourse—degenerated into chaos and anything goes. Any rejection, any Islam-bashing, any confrontation, any search for the shocking and the odd, and any unlearned or uninformed talk can pass now for Muslim feminist calls for reform !</p>
<p>Hence, the field now is a mixed bag. One has to be careful to discriminate scholarly contributions from fluff. There are still several impressive works that have come out and which I consider landmarks in the field of Islamic feminist hermeneutics and research activism issues: Wadud&#8217;s first book, Meisam Al-Faruqi&#8217;s article in Windows of Faith, Azizah Al-Hibri&#8217;s article &#8220;A Study of Islamic Herstory,&#8221; some of Riffat Hassan&#8217;s views, Asma Barlas&#8217; genius book, Ziba Mir-Hosseini&#8217;s work, May Yamani&#8217;s Islam and Feminism…etc. Now, there is a new generation such as Kecia Ali focusing on feminist fiqh and Sa&#8217;diyah Al-Shaykh focusing on feminist mysticism…and others. However, there seems to be a new, bolder phase in the evolution of the field, which perceives Islamic feminism under the larger umbrella of &#8216;progressive Islam.&#8217; This recent brand of Islamic feminism has ventured into untrodden territories by raising issues of homosexuality and aggressively clashing with orthodoxy on many other matters. This attitude of practicing provocation—for its own sake sometimes or for attention—worries me. It worries me because it puts the focus on being provocative and sensational, rather than on learning and the production of knowledge.<br />
Related to this point of evolution in the discourse of Islamic Feminism, I see Wadud&#8217;s last book Inside the Gender Jihad as another good example of this: how she moved beyond hermeneutical or specific Qur&#8217;anic interpretation issues in her first book—calling this approach &#8220;apologetic&#8221;—to unlimited vistas of what she calls now &#8220;post-text.&#8221; She considers this new approach &#8220;textual intervention&#8221; by way of possible refutation of certain explicit verses (saying &#8216;no&#8217; to the text), but still guided and supported by the Qur&#8217;an as only a &#8220;window to look through&#8221; or a &#8220;threshold&#8221; one can pass over to more unlimited infinite possibilities of meanings…etc.</p>
<p>For the discourse of Islamic Feminism to be efficient, its practitioners and scholars should avoid superficiality and sensationalism, and—in respect for the Islamic tradition—focus on scholarship and research activism. They should not alienate mainstream Muslims everywhere and anywhere, women &#038; men, or the &#8216;ulama, whom we are trying to convert to our cause.</p>
<p>Omaima Abou-Bakr<br />
Oct. 21, 2008</p>
<h2><a name="publications">Publications by Omaima Abou-Bakr</a></h2>
<p>(1996)<br />
Imra&#8217;a min ummati hadha &#8216;amaliha Rabi&#8217;a al-&#8217;Adawiyya. In: Hagar. Jg. 4, Nr. 3. Kairo: Dar an-nusus. S. 100–114. </p>
<p>(1998)<br />
Qira&#8217;atu fi tarih &#8216;abidat al-Islam. In: Sadda, Huda/ Ramadan, Sumaya/ Abou-Bakr, Omaima (Hrsg.): Zaman an-nisa&#8217; wa dh-dhakira al-badila. Kairo: Dar al-Kutub. S. 141–161. </p>
<p>(1999)<br />
an-Nisa&#8217; wa mihna at-tib fi al-mujtama&#8217;at al-islamiyya (q 7 m &#8211; q 17 m). In: Awraq adh-dhakira. Nr. 1. Kairo: Multaqa al-Mar&#8217;a wa dh-dhakira (Women &#038; Memory Forum). </p>
<p>(1999)<br />
Gender Perspectives in Islamic Tradition. Vortrag vom 26.06.1999. URL: <a href="http://www.minaret.org/gender.htm">http://www.minaret.org/gender.htm</a>. Abgerufen am 02.10.2006. </p>
<p>(2001)<br />
Maudu&#8217;at li at-tahlil wa l-muqarana. In: Abou-Bakr, Oumaima/ as-Sa&#8217;di, Huda: Awraq adh-dhakira: al-Mar&#8217;a wa al-hayat ad-diniyya fi al-usur al-wusta bayna al-islam wa al-gharb. Nr. 2. Kairo: Multaqa al-Mar&#8217;a wa dh-dhakira. S. 28–47. </p>
<p>(2001)<br />
Islamic Feminism? What&#8217;s in a Name? In: MEWS &#8211; Middle East Women Studies<br />
Review. Jg. 15, Heft 4 / Jg. 16, Heft 1. S. 1. URL: <a href="http://www.amews.org/review/reviewarticles/islamicfeminism.htm">http://www.amews.org/review/reviewarticles/islamicfeminism.htm</a>. Abgerufen am 02.10.2006.  </p>
<p>(2002)<br />
An-Nisawiyya, qadaya al-gender wa ar-ru&#8217;ya al-islamiyya. In: Abou-Bakr, Oumaima/ Shukri, Shirin: al-Mar&#8217;a wa al-Gender. Damaskus: Dar al-Fikr. S. 11–88. </p>
<p>(2003)<br />
Teaching the Words of the Prophet: Women instructors of the Hadith (Fourteenth and Fifteenth centuries). IN: HAWWA – Journal of women of the Middle East and the Islamic World. Jg.1, Nr. 3. Leiden: Brill. S. 306–328. </p>
<p>(2004)<br />
Taqdim. In: Husayn, Qadriyya: Shahirat an-Nisa&#8217; fi al-A&#8217;lam al-Islamiyya. Kairo: Mu&#8217;asassa al-Mar&#8217;a wa dh-dhakira. S. 9–18. </p>
<p>(2006)<br />
an-Nisawiyya al-Islamiyya bayna al-ishkaliyat ad-dakhil wa al-kharij. In: Abd al-Hadi, Amal/ Ibrahim, Muna (Hrsg.): Tiba: Majalla nisawiyya nazariyya, Nr. 7., S. 87–103. </p>
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		<title>Interview mit Omaima Abou-Bakr über Wissenschaft, islamischen Feminismus und Geschichte.</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 19:25:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Interview mit Omaima Abou-Bakr über Wissenschaft, islamischen Feminismus und Geschichte.
Über Omaima Abou-Bakr
Ich habe Omaima Abou-Bakr im Rahmen meiner Magisterarbeit im Jahr 2006 kennengelernt. Ich hatte mir sie, ihre Projekte und vor allen Dingen ihre akademische Arbeit ausgesucht, um im Rahmen meines Themas &#8220;Islamischer Feminismus in Ägypten&#8221; darüber zu schreiben. Ich habe also für die Arbeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Interview mit Omaima Abou-Bakr über Wissenschaft, islamischen Feminismus und Geschichte.</h3>
<h2>Über Omaima Abou-Bakr</h2>
<p>Ich habe Omaima Abou-Bakr im Rahmen meiner Magisterarbeit im Jahr 2006 kennengelernt. Ich hatte mir sie, ihre Projekte und vor allen Dingen ihre akademische Arbeit ausgesucht, um im Rahmen meines Themas &#8220;Islamischer Feminismus in Ägypten&#8221; darüber zu schreiben. Ich habe also für die Arbeit ein Interview mit Omaima Abou-Bakr geführt und ihre relevanten Publikationen in englischer und arabischer Sprache analysiert. </p>
<p><img src="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/11/omaima_thumb1.jpg" alt="" title="Omaima Abou-Bakr" width="140" height="176" class="alignleft size-medium wp-image-453" />Omaima Abou-Bakr lehrt und forscht an der University of Cairo im Bereich mittelalterliche Literatur, mystische Literatur, Frauengeschichte und Mystik im Mittelalter und feministische Theorie im Rahmen ihrer Professur. Zur Zeit hat sie eine Gastprofessur für englische Literatur an der Universität von Qatar inne. Sie ist darüber hinaus Gründungsmitglied des <a href="http://www.wmf.org.eg/about.html">Women and Memory Forum</a> in Kairo, einer Forschergruppe, die sich mit Geschlechterfragen in der arabischen Kulturgeschichte beschäftigt.</p>
<p>Das hier vorgestellte <a href="#interview">Interview</a> fand schriftlich statt und ist im Oktober 2008 geführt worden. Die Fragen und Antworten wurden in englisch ausgetauscht, ich habe die deutsche Version recht frei übersetzt. Die englische Originalversion kann man <a href="http://www.musafira.de/islamwissenschaft/interview-with-omaima-abou-bakr-on-science-islamic-feminism-and-history">hier</a> ansehen. Im unteren Teil kann man eine <a href="#literatur1">Literaturliste</a> mit den bisherigen Veröffentlichungen Omaima Abou-Bakrs im Bereich Frauenforschung finden.</p>
<h2><a name="interview">Interview</a></h2>
<p><em>Wie ist das Leben als Akademikerin im Vergleich zwischen Ägypten und Qatar?</em></p>
<p>Ähnlich und unterschiedlich gleichzeitig. In beiden Ländern werden weibliche Wissenschaftlerinnen respektiert und anerkannt. In beiden fühle ich mich auf der professionellen Ebene wertgeschätzt und bestätigt. In beiden Kulturen habe ich nicht das Gefühl, etwas merkwürdiges zu tun oder aus der Reihe zu fallen mit dem was ich tue. Hier in Doha führe ich die gleichen Verpflichtungen in der Lehre und im sonstigen akademischen Bereich durch, wie ich das schon mein ganzes Leben lang getan habe. Denn dies habe ich so gewählt: lehren und forschen. Sowohl in meiner Wohnung als auch in Doha City ist es ruhig (im Gegensatz zu Kairo). Der einzige Nachteil ist, dass ich meine Familie vermisse. Ein anderer Unterschied ist, dass Ägypten mit seiner längeren Geschichte bzw. Tradition der Frauenbewegung  (Frauenangelegenheiten und Aktivismus) eine erfahrenere und dynamischere Atmosphäre für Frauen mit kulturellen, akademischen und politischen Interessen bietet.</p>
<p><em>In den letzten zwei Jahren gibt es immer mehr Konferenzen zum Thema &#8220;Islamischer Feminismus&#8221; oder Empowerment muslimischer Frauen im Westen. Wie dieser http://www.feminismeislamic.org/eng/ oder dieser der Friedrich-Ebert-Stiftung &#8220;Women Power in Islam&#8221;. Wertest du diese Konferenzen als eine Bereicherung oder ein Erfolg? Wie sieht es mit dem Interesse an solchen Themen im arabischen Teil der Welt aus?</em></p>
<p>Ja, auf einer gewissen Ebene kann dies eine erfolgreiche Untersuchung einer Idee darstellen, von der heute immer mehr muslimische Frauen überzeugt sind. Solche Konferenzen können dazu dienen, Nicht-Muslime in westlichen Gesellschaften mit der Dynamik im Islam vertraut zu machen und mit seinen indigenen reformerischen Stimmen. Sie tragen so zum Abbau von Annahmen oder Vorurteilen im Westen bei, dass ALLE muslimischen Frauen still und unterwürfig seien, weil sie ungebildet und dumm seien. Wenn also die Absicht hinter solchen Konferenzen und akademischen Aktivitäten eine ernsthafte Erforschung dieser Angelegenheiten aus einer muslimischen Perspektive ist, und keine versteckte Agenda damit verfolgt wird, wie eine Gerichtsverhandlung mit dem Islam auf der Anklagebank, das Aufzwingen bestimmter fremder Diskurse und Interpretationen und das Rechtfertigen westlicher Hegemonie/Überlegenheit – dann gerne.</p>
<p>In der arabischen Welt. in Gegenwartskultur und -medien, herrscht noch immer Verwirrung und Misstrauen in den Namen selbst – “islamischer Feminismus” – und dem, was dieser Begriff mit sich bringt. Anders ist es unter Wissenschaftlern und Forschern, ganz besonders wenn sie selbst Feministinnen sind. Die Leute machen oft nicht den feinen Unterschied zwischen verdächtigen politisch motivierten Veranstaltungen/Aktionen/Veröffentlichungen und der Sache an sich. So wird das Kind mit dem Badewasser ausgeschüttet, wie man so schön sagt. Sicherlich macht es die Sache noch schlimmer wenn solche Veranstaltungen – die schockierend und unakzeptabel sind – von manchen – nicht allen – westlichen Institutionen gefördert und finanziert werden. Diese Dinge haben den Effekt, dass muslimische oder islamische Feministinnen in der arabischen Welt beargwöhnt werden und dass dieses Misstrauen sich in den Augen der Leute bestätigt. Ironischerweise sprechen heute aber immer mehr Frauen direkt und unverblümt über Rechte in der Öffentlichkeit – ohne zu wissen, dass dies eine Art feministischer Widerstand ist. Immer mehr Frauen sind stolz auf ihre islamische Identität/religiöse Observanz und das Durchsetzen ihrer schariagemäßen Rechte, ohne zu wissen, dass diese Haltung eine Form islamischen oder indigenen Feminismus ist. </p>
<p>Die dominierenden Diskurse im mittleren Osten in Bezug auf genderrelevante Themen in der Alltagskultur und den Medien sind zum größten Teil Fiqh-bezogene Themen<sup>1</sup> die mit Dingen wie Ehe, Scheidung, Unterhalt (Nafaqah) und Sorgerecht zu tun haben. Diese Themenfindung offenbart real existierende Probleme in der Beziehung zwischen den Geschlechtern in der privaten Sphäre. In stark begrenzten Kreisen feministischer Wissenschaftlerinnen und Aktivistinnen wiederum werden Sachverhalte um Theorie, Geschichtsschreibung, Hermeneutik, Wandel kultureller Konzepte und Annahmen, Kulturgeschichte, Diskurse, Rechtsgeschichte etc. diskutiert.</p>
<p><em>Kannst du uns von deinen neuesten Entdeckungen deiner Forschungen in Bezug auf Geschlechterrollen berichten? Besonders deine historischen Diskursanalysen und deine Forschung in Bezug auf weibliche Biographien sind hier von Interesse. Gab es bei dir Änderungen der Perspektive oder des Fokus?</em></p>
<p>Es gibt eine Menge Entdeckungen in den unterschiedlichen Bereichen. Ein Bereich ist das Studium von Tafsir- und Fiqhliteratur. Dieses ist nicht nur dazu da, um die Voreingenommenheit und Frauenfeindlichkeit von Gelehrten festzustellen (auch sie waren natürlich ein Produkt ihrer mittelalterlichen Zeit), sondern um nach unerwartet positiven Nuancen in dieser Tradition Ausschau zu halten und zu zeigen, dass sie nicht statisch oder monolithisch war. Einige gute Dinge kamen von ihrer Methodologie oder ihrem Deduktionssystem. Wir können nur auf dem “guten” und “gerechten” in dieser Tradition aufbauen. Sicherlich haben Ulama&#8217; nicht immer die Gerechtigkeit und Ethik des Islams ausgeführt, wenn es um Frauen ging. Wir müssen allerdings verstehen warum und wie sie falsch lagen – sozusagen die Kulturgeschichte dieses Irrweges nachvollziehen. Wir müssen diesen analysieren und korrigieren. Klassische Gelehrte waren vor allem in ihrer Gelehrsamkeit, ihren Lernmethoden und ihrer Argumentation gut. Sie mögen die falschen Schlussfolgerungen in Bezug auf Frauen gezogen haben, aber wir können heute Methoden, Theorien, Argumente und Systeme rekonstruieren, damit wir respektvoll und gelehrt mit den Damaligen uneinig sein können und versuchen können die Gerechtigkeit und das Mitgefühl der Scharia umzusetzen.</p>
<p>Was den Bereich weiblicher Biographien angeht, so gibt es dort erstaunliche Entdeckungen. So gab es in der Geschichte des Mittelalters in der muslimischen Welt weibliche Ärzte, die Männer behandelten; Frauen, die als Chirurgen Frauen in Kliniken behandelten; welche die von anderen Ärzten direkt lernten; Frauen die in eigener Verantwortung ihr Geld in Landwirtschaft, Handel und Marktaktivitäten investierten; Frauen, die Häuser, Läden und Eigentum besaßen; die solches Eigentum verpachteten an andere Händler oder ihre eigenen Ehemänner; Frauen die wegen Rechtsstreitigkeiten vor Gericht gingen; die auf dem Markt arbeiteten und auf die Straße gingen; die Stunden und Nächte damit verbrachten zu beten und halaqat dhikr<sup>2</sup> in den Moscheen abhielten; die mit männlichen Sufis und Gelehrten interagierten; die zu den Muslimen in den heiligen Orten Mekka und Medina predigten über mystische Stadien; die Hostels und Zufluchtsorte für geschiedene Frauen und Waisen verwalteten; die religiöse Schulen verwalteten in denen der Qur’an reziterit und gelehrt wurde; die religiöse Stiftungen (Waqf) verwalteten;  die Fiqh lernten, studierten und darüber beratschlagten; die in Moscheen predigten; die Fatawa<sup>3</sup> herausgaben; die Hadithtraditionen männlichen Studenten lehrten und gelehrte Lizenzen und Abschlüsse herausgaben<sup>4</sup>; die Gedichte schrieben und rezitierten in Literatenzirkeln; die Korrespondenz mit befreundeten Gelehrten, Dichtern und Schreibern pflegten; die Werke zum Fiqh und Sufipoesie zum Lob des Propheten verfassten. Einfach erstaunlich.</p>
<p><em>Welche Probleme und Fragen sind besonders wichtig für deine Forschung? Und für wen können sie von Interesse sein oder sind es bereits? Sind diese Ergebnisse relevant in einem strikt akademischen Sinne oder sollten sie auch in der Praxis reflektiert werden? </em></p>
<p>Für mich wichtig sind Sachverhalte die mit religiöser Identität muslimischer Frauen zu tun haben; die mit ihren islamischen Rechten auf Gerechtigkeit, Gleichheit und Würde, mit ihrer Stärkung innerhalb ihrer Kulturen und Gesellschaften zu tun haben; mich interessiert weiterhin die Interpretation des Qur&#8217;ans und der Hadithe, das Aufdecken irriger sozialer und kultureller Konzepte von Geschlechterrollen und Vorstellungen über die Natur und den Charakter von Frauen: es geht mir auch darum, muslimische Frauen in den Augen des nicht-muslimischen Westens zu verteidigen. Diese Themen sind zumeist wichtig für muslimische Frauen, sollten aber auch an Männer gerichtet sein und insbesondere an religiöse Gelehrte in unseren Gemeinden. Diese Themen sind akademisch bedeutsam, aber auch höchst relevant, um Einstellungen von Menschen, kulturelle Annahmen, soziale Praktiken und religiöse Missverständnisse zu ändern.</p>
<p><em>Wie kommen deine Forschungsschwerpunkte bei deinen Studenten in Ägypten und Qatar an? Welche Fragen sind für Nachwuchswissenschaftler interessant?</em></p>
<p>Meine jungen Studentinnen in Ägypten sind begeistert von diesen Ideen und nehmen sie als Anlass zu Inspiration. Manchmal erzählen sie mir, dass sie gefunden haben, was sie schon lange suchten: eine islamische Perspektive welche die Identität wertschätzt, die sie lieben und der sie sich emotional und religiös verschrieben haben; eine Perspektive, die gleichzeitig in vollem Bewusstsein der Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen ist und nach der Anwendung und Durchsetzung von Rechten verlangt. Bis jetzt hatte ich nicht die Gelegenheit mit meinen Studenten in Qatar diese Themen zu diskutieren, deswegen kann ich dazu nichts sagen.</p>
<p><em>Welche Fragestellungen bestimmen den wissenschaftlichen Diskurs &#8220;islamischer Feminismus&#8221;? Du bist seit mehr als 10 Jahren dabei und gehörst zu denen, die den Begriff nicht von Anfang an abgelehnt haben. Kannst du nun im Rückblick beschreiben welche Entwicklungen dieser Diskurs gemacht hat, welche Schwerpunkte er hatte und wie du diese Entwicklung bewertest, bzw. was du dir für die Zukunft wünscht? </em></p>
<p>Was den Begriff “islamischer Feminismus” angeht, so lehne ich ihn tatsächlich nicht ab, weil es immer darauf ankommt, was man unter diesem Namen versteht, wie man ihn definiert, welche Annahmen und Ideen man im Namen dieses Begriffs unterstützt. Es ist weiterhin richtig, dass die Fachbegriffe “Feminismus” und “Gender” etymologisch englisch bzw. westlich sind, jedoch sind Ideen wie Egalitarismus, Gerechtigkeit, gleiche Rechte, Mitgefühl, Widerstand gegen Tyrannei, Aktivismus etc. keine westliche Erfindung oder ein Monopol des Westens. Die Geschichte von Frauen in der arabischen Welt im 19./20. Jahrhundert zeigt ganz besonders, dass dort eine Diskussion über “feministischen Aktivismus” und “Gender” schon lange im Gang war bevor diese Begriffe an die Oberfläche kamen. Weiterhin erlaubt mir der Begriff “islamischer Feminismus”, meine eigene Art Feminismus zu definieren und einen feministischen Diskurs auszuarbeiten, der aus meiner eigenen Kultur und Religion entstammt. Es gibt so etwas wie eine islamische Ethik des Feminismus, wie in so vielen anderen Dingen. Nun ist es leider so, dass ich das Gefühl habe, dass dieses Wissenschaftsfeld zu chaotisch und beliebig geworden ist – nachdem es einen starken und vielversprechenden Anfang genommen hatte mit weiblichen Gelehrten und Experten, die analysierten und interpretierten und diese muslimisch feministische Perspektive erst aufgebracht haben. Jede Ablehnung, jede Art von Islam-Bashing, jede Suche nach Schockeffekten und Provokation und jede noch so unwissenschaftliche und unwissende Haltung geht momentan als der Ruf muslimischer Feministinnen nach Reform durch!</p>
<p>Das Forschungsfeld ist mittlerweile eine konfuse Mischung und man muss vorsichtig echte wissenschaftliche Beiträge von oberflächlichen unterscheiden. Es gibt noch immer einige beeindruckende Arbeiten in dem Bereich islamisch-feministischer Hermeneutik, die ich als Meilensteine ansehe: Waduds erstes Buch, Meisam Al-Faruqis Artikel in &#8220;Windows of Faith&#8221;, Azizah Al-Hibris Artikel &#8220;A Study of Islamic Herstory,&#8221; manche von Riffat Hassans Sichtweisen, Asma Barlas geniales Buch, Ziba Mir-Hosseinis Arbeit, May Yamanis &#8220;Islam and Feminism&#8221;… etc. Es gibt auch eine neue Generation so wie Kecia Ali , die sich mit “feminist fiqh“ auseinandersetzt und Sa&#8217;diyah Al-Shaykh die sich auf feministische Mystik spezialisiert hat und andere. Es scheint allerdings eine neue, konfrontationslustigere Phase in der Entwicklung der Bewegung zu geben, die “islamischen Feminismus” als einen Teil der größeren Bewegung “progessiver Islam” verstanden haben will. Hier wagt man sich in bislang unbetretene Gebiete vor, indem man Dinge wie Homosexualität anspricht oder auf vielen anderen Gebieten auf aggressive Weise mit orthodoxen Sichtweisen aneinander prallt. Diese provokative Haltung – manchmal nur um der Provokation willen bzw. um Aufmerksamkeit zu erhaschen – irritiert mich. Es beunruhigt mich, weil hier der Schwerpunkt nun auf der Provokation und Sensation liegt und nicht mehr auf Gelehrsamkeit und Produktion von Wissen.<br />
Im Zusammenhang mit dieser chaotischen Entwicklung des Diskurses über islamischen Feminismus sehe ich auch Waduds letztes Buch &#8220;Inside the Gender Jihad&#8221; als ein weiteres gutes Beispiel für diesen Trend: hier bewegt sie sich über hermeneutische oder spezifische Qur’aninterpretationen in ihrem ersten Buch hinaus  – indem sie diesen Ansatz als apologetisch bezeichnet – und langt nun bei grenzenlosen Sichtweisen an, die sie selbst “post-text” nennt. Sie beschreibt diesen neuen Ansatz mit “Textintervention”, was die mögliche Ablehnung bestimmter expliziter Verse bedeutet (&#8221;&#8216;nein&#8217; zum Text sagen&#8221;), welches aber immer noch durch den Qur’an als “Fenster zum Durchsehen” oder “Schwelle zum Übertreten” geleitet und unterstützt werde, einem aber nunmehr grenzenlos viele Möglichkeiten der Bedeutung eröffnet etc.</p>
<p>Damit der islamisch-feministische Diskurs effizient ist, sollten die die an ihm teilnehmen und forschen Oberflächlichkeit und Sensationalismus vermeiden und – im Respekt vor der islamischen Tradition – sich auf wissenschaftliche Erforschung konzentrieren. Sie sollten auch nicht den Mainstream der Muslime – Frauen und Männer, oder auch die Ulama((Sg. Alim, allgemeine Bezeichnung für einen Gelehrten, hier im religiösen Sinne gemeint.)), die wir ja eigentlich alle für unsere Sache gewinnen möchten – befremden.</p>
<p>Omaima Abou-Bakr, 21.10.2008</p>
<h2><a name="literatur1">Literaturverzeichnis</a></h2>
<p>(1996)<br />
Imra&#8217;a min ummati hadha &#8216;amaliha Rabi&#8217;a al-&#8217;Adawiyya. In: Hagar. Jg. 4, Nr. 3. Kairo: Dar an-nusus. S. 100–114. </p>
<p>(1998)<br />
Qira&#8217;atu fi tarih &#8216;abidat al-Islam. In: Sadda, Huda/ Ramadan, Sumaya/ Abou-Bakr, Omaima (Hrsg.): Zaman an-nisa&#8217; wa dh-dhakira al-badila. Kairo: Dar al-Kutub. S. 141–161. </p>
<p>(1999)<br />
an-Nisa&#8217; wa mihna at-tib fi al-mujtama&#8217;at al-islamiyya (q 7 m &#8211; q 17 m). In: Awraq adh-dhakira. Nr. 1. Kairo: Multaqa al-Mar&#8217;a wa dh-dhakira (Women &#038; Memory Forum). </p>
<p>(1999)<br />
Gender Perspectives in Islamic Tradition. Vortrag vom 26.06.1999. URL: http://www.minaret.org/gender.htm. Abgerufen am 02.10.2006. </p>
<p>(2001)<br />
Maudu&#8217;at li at-tahlil wa l-muqarana. In: Abou-Bakr, Oumaima/ as-Sa&#8217;di, Huda: Awraq adh-dhakira: al-Mar&#8217;a wa al-hayat ad-diniyya fi al-usur al-wusta bayna al-islam wa al-gharb. Nr. 2. Kairo: Multaqa al-Mar&#8217;a wa dh-dhakira. S. 28–47. </p>
<p>(2001)<br />
Islamic Feminism? What&#8217;s in a Name? In: MEWS &#8211; Middle East Women Studies<br />
Review. Jg. 15, Heft 4 / Jg. 16, Heft 1. S. 1. URL: http://www.amews.org/review/reviewarticles/islamicfeminism.htm. Abgerufen am 02.10.2006.  </p>
<p>(2002)<br />
An-Nisawiyya, qadaya al-gender wa ar-ru&#8217;ya al-islamiyya. In: Abou-Bakr, Oumaima/ Shukri, Shirin: al-Mar&#8217;a wa al-Gender. Damaskus: Dar al-Fikr. S. 11–88. </p>
<p>(2003)<br />
Teaching the Words of the Prophet: Women instructors of the Hadith (Fourteenth and Fifteenth centuries). IN: HAWWA – Journal of women of the Middle East and the Islamic World. Jg.1, Nr. 3. Leiden: Brill. S. 306–328. </p>
<p>(2004)<br />
Taqdim. In: Husayn, Qadriyya: Shahirat an-Nisa&#8217; fi al-A&#8217;lam al-Islamiyya. Kairo: Mu&#8217;asassa al-Mar&#8217;a wa dh-dhakira. S. 9–18. </p>
<p>(2006)<br />
an-Nisawiyya al-Islamiyya bayna al-ishkaliyat ad-dakhil wa al-kharij. In: Abd al-Hadi, Amal/ Ibrahim, Muna (Hrsg.): Tiba: Majalla nisawiyya nazariyya, Nr. 7., S. 87–103. </p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_427" class="footnote">Fiqh wird allgemein mit Jurisprudenz übersetzt, was den Kern nicht ganz trifft, da es sich diese Form der Normen- und Wertefindung über weitere Bereiche als den des Rechts erstreckt. Dazu gehören gottesdienstliche Verpflichtungen, Charakterbildung oder auch Verhaltensweisen.</li><li id="footnote_1_427" class="footnote">Versammlungen in denen gemeinsam Gottes gedacht wird.</li><li id="footnote_2_427" class="footnote">Plural von Fatwa, eine Form spezifischer Ratgebung im religiösen Bereich.</li><li id="footnote_3_427" class="footnote">Diese Lizensen heißen im Fachjargon Ijaza, Pl. Ijazat.</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Broschüre des Berliner Senats – &#8220;Mit Kopftuch außen vor?&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Aug 2008 15:46:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ch habe vor ein paar Wochen von einer Neuerscheinung des Berliner Senats (Landesstelle für Gleichbehandlung &#8211; gegen Diskriminierung) erfahren und direkt bestellt. Es handelt sich dabei um eine kleine Broschüre mit dem Namen &#8220;Mit Kopftuch außen vor?&#8220;. Mit der Broschüre will die Landesstelle einerseits Erfahrungen muslimischer Frauen dokumentieren, mit denen sie aufgrund Kopftuch bedingter Diskriminierung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_258" class="wp-caption alignright" style="width: 221px"><img src="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/08/senatberlin_kopftuchbroschure-211x300.jpg" alt="Broschüre der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung | Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales" title="Mit dem Kopftuch außen vor?" width="211" height="300" class="size-medium wp-image-258" /><p class="wp-caption-text">Broschüre der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung | Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales</p></div>Ich habe vor ein paar Wochen von einer Neuerscheinung des Berliner Senats (Landesstelle für Gleichbehandlung &#8211; gegen Diskriminierung) erfahren und direkt bestellt. Es handelt sich dabei um eine kleine Broschüre mit dem Namen &#8220;<a href="http://www.berlin.de/landespressestelle/archiv/2008/07/17/105230/index.html">Mit Kopftuch außen vor?</a>&#8220;. Mit der Broschüre will die Landesstelle einerseits Erfahrungen muslimischer Frauen dokumentieren, mit denen sie aufgrund Kopftuch bedingter Diskriminierung in Kontakt getreten ist. Dabei stützt sich die Broschüre auf Einzelgespräche die in den Jahren zwischen 2005 bis 2007 in der Beratungsarbeit der Landesstelle geführt wurden und auf einzelne Befragungen und Studien zum Thema. Eine davon ist die Magisterarbeit von <a href="http://www.ku-eichstaett.de/Forschungseinr/ZFG/Team/research%20affiliates/Korucu">Canan Korucu</a> – eine qualitative Studie anhand von Leitfadeninterview mit jungen Kopftuch tragenden Musliminnen. Andererseits werden am Schluss der Broschüre äußerst interessante Handlungsvorschläge formuliert, von denen man nur hoffen kann, dass sie auch in die Tat umgesetzt werden:</p>
<blockquote><p>
1.  Breite, sich an alle gesellschaftliche Akteure richtende, Aufklärung zum AGG und zum Neutralitätsgesetz (d.h. <strong>auch zu dessen begrenztem Regelungsbereich</strong>), Öffentlichkeitsarbeit, Bewusstmachen von Ungleichbehandlungen. </p>
<p>2. Herausgabe eines Faltblatts zum Neutralitätsgesetz, das insbesondere die Wirtschaft über den Ausdehnungsbereich und die Grenzen des Gesetzes informiert. Erläuterung auch aktueller antidiskriminierungsrechtlicher Vorgaben (AGG). </p>
<p>3. <strong>Überprüfung des Neutralitätsgesetzes vor dem Hintergrund des AGG.</strong></p>
<p>4. Rundschreiben an alle Schulen und Kitas zum Neutralitätsgesetz unter Berücksichtigung des AGG. </p>
<p>5. Spezifische Fortbildungsangebote für Pädagogen und Pädagoginnen, um sie in der Führung situationsangemessener Gespräche mit Schüler/innen und ggf. deren Eltern zu unterstützen.</p>
<p>6. In Kooperation mit den Moscheevereinen sollen Ansprechpersonen in Fällen von Diskriminierung benannt und zum AGG geschult werden.</p>
<p>7. Einbeziehung der für das Themenfeld relevanten Nicht-Regierungsorganisationen als Multiplikatoren und Experten in den Gesamtprozess </p>
<p>8. Hervorhebung positiver Vorbilder: Stimmen von Musliminnen in der öffentlichen Debatte mehr Gehör verschaffen. </p>
<p>8. Empowerment muslimischer Frauen, damit sie sich besser gegen Diskriminierungen zur Wehr setzen und ihre Rechte einfordern können und zur Verbesserung ihrer gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Partizipation. Meldung von Diskriminierungsfällen bei den Beratungsstellen zur Unterstützung und Bekanntmachung. </p>
<p>10.  Gespräche mit Wirtschaftsvertretern und Wirtschaftsvertreterinnen zur Erhöhung von deren Akzeptanz gegenüber muslimischen Frauen im Arbeitsleben. Im Sinne des Diversity-Ansatzes ist dabei stärker auf das Qualifikationspotential hinzuweisen, das eine große Anzahl muslimischer Frauen mitbringt und das bei Ausgrenzung brach liegt.<sup>1</sup>
</p></blockquote>
<p>Die Broschüre kann man entweder <a href="http://www.berlin.de/imperia/md/content/lb_ads/kopftuch_klein.pdf">hier</a> herunterladen oder als Drucksache bestellen:</p>
<blockquote><p>Die Broschüre &#8220;Mit Kopftuch außen vor?&#8221; kann über die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales per E-Mail broschuerenstelle@senias.berlin.de und telefonisch unter 030 9028 2848 bestellt werden.</p></blockquote>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_252" class="footnote">Hervorhebungen von mir</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Befreit durch Schönheitswettbewerb</title>
		<link>http://www.musafira.de/2008/06/26/befreit-durch-schonheitswettbewerb/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 11:32:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anlässlich eines Schönheitswettbewerbes für pakistanische Frauen, der vor kurzem in Ontario, Kanada stattfand, gibt es hier bei Muslimah Media Watch einen herrlich-kritischen Kommentar.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich eines Schönheitswettbewerbes für pakistanische Frauen, der vor kurzem in Ontario, Kanada stattfand, gibt es <a href="http://muslimahmediawatch.blogspot.com/2008/06/miss-pakistan-world-saving-one-woman-at.html">hier bei Muslimah Media Watch</a> einen herrlich-kritischen Kommentar.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Körting sieht wenig Zukunft für das Kopftuchgesetz</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Mar 2008 21:31:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hatte ich ganz vergessen zu bloggen…
Auf der Islam-Woche, die vor ein paar Wochen in Berlin war, gab es eine Podiumsdiskussion auf der Günter Piening (Beauftragter für Integration und Migration, Die Grünen), Ehrhart Körting (Berliner Innensenator, SPD), Oğuz Üçüncü (Generalsekretär der IGMG) und Amir Zaidan (Direktor des IRPI in Wien) zum Thema &#8220;Wie loyal sind Muslime [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hatte ich ganz vergessen zu bloggen…</p>
<p>Auf der Islam-Woche, die vor ein paar Wochen in Berlin war, gab es eine Podiumsdiskussion auf der Günter Piening (Beauftragter für Integration und Migration, Die Grünen), Ehrhart Körting (Berliner Innensenator, SPD), Oğuz Üçüncü (Generalsekretär der IGMG) und Amir Zaidan (Direktor des IRPI in Wien) zum Thema &#8220;Wie loyal sind Muslime zu unserer Gesellschaft?&#8221; Die war ziemlich interessant und ergebnisreich, zumal man eine solche Konstellation ja nicht alle Tage zu sehen bekommt.</p>
<p><a href="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/03/lebedeinentraum.jpg" title="Lebe deinen Traum"><img src="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/03/lebedeinentraum_1.jpg" alt="lebedeinentraum_1.jpg" title="lebedeinentraum_1.jpg" align="absmiddle" border="0" height="187" width="250" /></a><br />
<span class="bildunterschrift">Quelle: <a href="http://www.flickr.com/photos/fotokurse-berlin/140038289/">Lebe deinen Traum</a> von Maharepa</span></p>
<p>Ehrhart Körting machte zum wiederholten Male optimistische Äußerungen zum Thema Kopftuchgesetz. In Berlin ist es so, dass das Kopftuch und Symbole von anderen Religionen nicht sichtbar im öffentlichen Dienst getragen werden dürfen. Das hört sich zunächst einmal besser an als die Gesetzgebungen in anderen Ländern, in denen das Kopftuch eine gesonderte Position unter den religiösen Symbolen innehat und oft als einziges im Staatsdienst verboten ist. In Berlin bezieht sich das Verbot aber auf den gesamten öffentlichen Dienst und wird zudem noch in den einzelnen Bezirken höchst unterschiedlich ausgelegt. So kann es sein, dass eine Studentin mit Kopftuch im Quartiersmanagment Neukölln keine Chance auf ein Praktikum hat, in Kreuzberg aber schon.</p>
<blockquote><p>„Es ist unerträglich, dass jemand, der kein Kopftuch trägt, beschimpft wird“, sagt Körting. „Und genauso wenig gibt es einen Freibrief, Kopftuchträgerinnen zu diskriminieren.“ Doch diese Erfahrung machen viele unter den 200 000 in Berlin lebenden Muslimen. „Frauen, die Kopftuch tragen, werden oft benachteiligt. Arbeitgeber in der Privatwirtschaft lehnen sie ab, obwohl es eine Religionsfreiheit gibt“, sagt Sabine Kroker-Stille, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Landes Berlin.</p></blockquote>
<p>Ganz zu schweigen von der Signalwirkung des Gesetzes auf andere Bereiche der Wirtschaft, so dass es schon zur Normalität gehört, dass Frauen aufgrund ihres Kopftuches und trotz (teils hervorragender) Qualifikation nicht als Krankenschwestern, Ärztinnen, Kosmetikerinnen, Schneiderinnen, Rechtsanwaltsgehilfinnen oder auch als Küchenhilfe bei <a href="http://www.islam.de/1143.php">MacDonalds</a> arbeiten dürfen.</p>
<p>Umso hoffnungsvoller stimmt wenn heute einer der größten Befürworter der Regelung im Jahr 2003, die Lage <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/;art270,2473093#ted2481586">heute anders</a> bewertet:</p>
<blockquote><p>„Ob es auf Dauer bei einer solchen Regelung bleibt, halte ich für unwahrscheinlich“, sagte Innensenator Ehrhart Körting (SPD).</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Muslime und Stereotype</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Jan 2007 11:48:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zu jeder Nationalität/ Religionsgemeinde/ Gruppierung gibt es das passende oder unpassende Stereotyp. Auch gibt es keine Gruppierung die nicht über Stereotype in Bezug auf Nicht-Zugehörige verfügt.
Ich möchte hier nur über den Umgang von Muslimen mit Stereotypen sprechen, welche von außen an sie herangetragen werden. In Gesprächen unter Muslimen hört man oft eine starke Unzufriedenheit mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu jeder Nationalität/ Religionsgemeinde/ Gruppierung gibt es das passende oder unpassende Stereotyp. Auch gibt es keine Gruppierung die nicht über Stereotype in Bezug auf Nicht-Zugehörige verfügt.</p>
<p>Ich möchte hier nur über den Umgang von Muslimen mit Stereotypen sprechen, welche von außen an sie herangetragen werden. In Gesprächen unter Muslimen hört man oft eine starke Unzufriedenheit mit dem mitunter vorurteilsbeladenen Umgang mit ihnen heraus: sei es in den Medien, im Dialog, auf politischer oder auch privater Ebene. Diese Vorurteile existieren tatsächlich, und das nicht erst seit gestern, und auch nicht nur unter dem &#8220;gemeinen&#8221; Volk (vgl. auch die von Edward Said ausgelöste Orientalismus-Debatte). Solche Fremdbeschreibungen erfüllen eine bestimmte Funktion für den, der sie ausführt. Diese hat mit der Konstruktion seines Selbstbildes zu tun. Das funktioniert dann ungefähr so:</p>
<p>1. Behauptung: Gruppe B ist ganz anders als Gruppe A.</p>
<p>2. Behauptung: Gruppe B ist zurückgeblieben.</p>
<p>Aus beiden Behauptungen folgt, dass Gruppe A fortschrittlich ist. Gruppe B ist so nur die Projektionsfläche für alles das was Gruppe A nicht ist. Ich denke, dass keine Gruppierung frei von solchen Mechanismen ist, man sollte sie sich nur bewusst machen um zu einer authentischen Identität zu kommen.</p>
<p>Weit über die Diskriminierung hinaus, haben solche Zuschreibungen jedoch noch einen tiefergehenden Effekt auf die Muslime. Dies wird besonders in der Identitätsbildung von Muslimen deutlich, denn die erfolgt meiner Beobachtung nach oft nur noch als (trotzige oder zustimmende) Reaktion auf die Fremdbeschreibungen. Dies kann man an zahllosen Beispielen verdeutlichen, ich bringe hier nur zwei:</p>
<blockquote><p>- So wird die Behauptung &#8220;Das Kopftuch ist ein Symbol der Unterdrückung von Frauen&#8221; einfach übernommen oder es wird die (meiner Meinung nach unsinnige)* Gegenbehauptung &#8220;Es ist ein Symbol für die Befreiung der Frau&#8221; aufgestellt. Womit gleichzeitig die Behauptung aufgestellt wird, die muslimische Frau sei an sich ja schon befreit und bedürfe keiner weiteren Unterstützung.</p></blockquote>
<blockquote><p>- Der Islam wird oft als absolut inkompatibel mit einer wie auch immer gearteten Demokratie bezeichnet. Dies wird von vielen Muslimen einfach übernommen. So meinen sie entweder außerhalb eines islamischen Referenzrahmens für Demokratie argumentieren zu müssen. Oder aber, sie lehnen Demokratie schlichtweg ab, und argumentieren so oft (gewollt oder unbewusst) für autoritäre und ausbeuterische Systeme.</p></blockquote>
<p>Das Problem bei dieser Art des Umgangs mit Vorurteilen ist aber, dass wir so einfach nicht mit unseren tatsächlichen Problemen fertig werden. Wir ignorieren sie dadurch vielmehr und machen uns selber unfähig zur Selbstkritik und der daraus folgenden Verbesserung von Missständen. Ich will bei dem Beispiel &#8220;unterdrückte muslimische Frau&#8221; bleiben. Wenn wir immer nur auf Vorwürfe von außen antworten und bei der Behauptung bleiben der Islam unterdrücke die Frau nicht (was ja an sich stimmt), dann verschließen wir damit die Augen vor tatsächlich bestehendem Unrecht. Nämlich dem, dass es ein Problem in der Behandlung von Frauen in musl. Gesellschaften und Familien gibt. Es kann so passieren, dass eine Beratungsstelle für Frauen mit familiären Problemen innerhalb einer Moscheegemeinde als ein Angriff auf den Islam an sich und die Gemeinde verstanden wird. Das kann doch nicht sein! Es gab so einen Fall wirklich (kann den Artikel nicht mehr finden) und ich kann dies auch aus der eigenen Erfahrung teilw. bestätigen. Wenn man sich als Muslim oder den Islam nur als Gegenentwurf zur &#8220;westlichen Gesellschaft&#8221; versteht, läuft man Gefahr die Bedürfnisse der Muslime in unserer Gesellschaft zu missachten und dadurch ihren Zustand zu verschlechtern.</p>
<p>* Unsinnig deshalb, weil Frauen in weiten Teilen der menschlichen Geschichte nun einmal unterdrückt waren/sind und das völlig unabhängig davon, ob sie nun bedeckt waren oder sind. Außerdem haben bis vor ca. 100 Jahren in den meisten Gesellschaften des Nahen und Mittleren Ostens Frauen aller Religionen eine Kopf- bzw. Gesichtsbedeckung getragen, ohne dadurch befreiter zu sein. Dies übrigens auch schon lange bevor der Koran offenbart wurde. Der Grad der &#8220;Befreiung&#8221; einer Frau steht einfach in keinem Zusammenhang zum Grad der Bedeckung.</p>
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		<title>Frauenabteilung</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Oct 2006 00:36:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin heute auf den überaus interessanten Blog einer kanadischen Muslima namens Safiyya gestoßen. Wirklich lesenswert, ich bin auch schon eine Weile damit beschäftigt  
Ein für mich schockierender, aber leider durch eigene Erfahrungen bestätigter, Beitrag dokumentiert in Bildern den Unterschied zwischen den Gebetsplätzen für Männer und Frauen in einer saudischen Moschee. Bevor ich loslege, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin heute auf den überaus interessanten Blog einer <a href="http://www.safiyyah.ca/wordpress/" target="_blank" rel="external">kanadischen Muslima namens Safiyya</a> gestoßen. Wirklich lesenswert, ich bin auch schon eine Weile damit beschäftigt <img src='http://www.musafira.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ein für mich schockierender, aber leider durch eigene Erfahrungen bestätigter, Beitrag dokumentiert in Bildern den Unterschied zwischen den <a href="http://www.safiyyah.ca/wordpress/?p=296" target="_blank" rel="external">Gebetsplätzen für Männer und Frauen in einer saudischen Moschee</a>. Bevor ich loslege, muss ich der Fairness halber sagen, dass in manchen Ländern Moscheen nicht häufig von Frauen genutzt werden (aus umstrittenen Gründen, die hier aber nicht das Thema sein sollen) und es deswegen meist keine oder nur sehr kleine Räume/Abteilungen für Frauen gibt, die zudem auch oft vernachlässigt werden.</p>
<p>Trotzdem ist es unverständlich, dass ein Frauengebetsraum, wenn schon vorhanden, hässlicher und/oder einfacher sein muss als der der Männer. Dies habe ich leider des Öfteren erlebt und habe das nie verstanden. In einer sehr neuen, schönen Moschee in Kairo war es sogar so, dass es zwar einen riesigen Raum für Frauen gab, der auch von sehr vielen Frauen genutzt wurde. Generell werden die Moscheen in Kairo sehr stark von Frauen genutzt, vermehrt in den letzten zehn Jahren. Leider war der Raum sehr schwer zugänglich (viele Treppen bis in das zweite Stockwerk), was für Behinderte und Ältere ein Problem darstellt. Besonders auffällig und für mich deprimierend war dann aber der qualitative und ästhetische Unterschied der Inneneinrichtung dieses Raumes im Vergleich zur Männerabteilung auf der unteren Ebene. Die Teppiche der Frauen waren grau und unscheinbar, die der Männer reich verziert (man konnte durch ein kleines Fenster heruntergucken), die Frauen beteten vor kahlen weißen Wänden, die Wände der Männerabteilung waren mit schönen Kalligrafien oder aufwändigen Holzschnitzereien verziert. In dieser Moschee konnte man von purer Absicht ausgehen, weil sie sehr neu war und genauso konzipiert war. Der Frauenraum wurde also nicht erst im Nachhinein eingerichtet. Ich verstehe so etwas einfach nicht!</p>
<p>Ich habe dann auch nach Möglichkeit nicht mehr dort gebetet, da es mir zu sehr auf Gemüt schlug und die Trennung in anderen Moscheen netter gelöst ist. Wie z.B. durch eine Trennung im selben Raum durch eine Holzwand oder Ähnliches. Am liebsten habe ich in der <a href="http://www.safiyyah.ca/wordpress/?p=296" target="_blank" rel="external">Sultan Hassan Moschee</a> gebetet, die ohnehin eines der schönsten und beeindruckendsten Gebäude Kairos ist. Die Frauen beten dort in einem der vier <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Iwan_%28Architektur%29" target="_blank" rel="external">Iwane</a>, gegenüber der Gebetsrichtung. Man kann die Khutba von dort sehr gut verstehen und an dem erhebenden Gefühl eines gemeinschaftlichen Gebets uneingeschränkt teilhaben.</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2007/12/juma_sultan_hassan.jpg" alt="juma_sultan_hassan.jpg" align="middle" /></p>
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		<title>Frauen an der Kaaba 2</title>
		<link>http://www.musafira.de/2006/09/12/frauen-an-der-kaaba-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Sep 2006 19:05:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Pläne zur Verlegung des Frauenbereichs in der Nähe der Kaaba in einen weiter abgelegen Bereich kommen nun doch nicht zum Tragen. Dies hat ein offizieller Sprecher der saudischen Regierung heute mitgeteilt. Die Aufteilung im Mataaf (dem Vorhof der Kaaba) soll beibehalten werden, d.h. den Frauen ist der Platz am ehemaligen Eingang zur Zamzamquelle vorbehalten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.arabnews.com/?page=1&amp;section=0&amp;article=86411&amp;d=12&amp;m=9&amp;y=2006" target="_blank" rel="external">Die Pläne zur Verlegung des Frauenbereichs in der Nähe der Kaaba</a> in einen weiter abgelegen Bereich kommen nun doch nicht zum Tragen. Dies hat ein offizieller Sprecher der saudischen Regierung heute mitgeteilt. Die Aufteilung im Mataaf (dem Vorhof der Kaaba) soll beibehalten werden, d.h. den Frauen ist der Platz am ehemaligen Eingang zur Zamzamquelle vorbehalten (auf dem Bild links, durch die schwarze Kleidung der Frauen leicht zu erkennen). Alhamdulillah kann ich dazu nur sagen. Trotzdem bleibt ein bitterer Beigeschmack, denn dieser Bereich ist sehr klein und dadurch sehr schnell besetzt.<br />
Des Weiteren ist die Rede davon, dass nun 53% der gesamten Fläche des Haram für Frauen reserviert sei. Und zwar auf den zwei oberen Ebenen des Haram. Bleibt abzuwarten wie das in die Praxis umgesetzt wird, ich hatte ja schon von den teilweise sehr unwirschen &#8220;Aufpassern&#8221; im Haram berichtet. <a href="http://arabnews.com/?page=7&amp;section=0&amp;article=78202&amp;d=30&amp;m=8&amp;y=2006" target="_blank" rel="external">In einem anderen Artikel </a>wird darüber berichtet, wie meistens Frauen dazu angehalten werden bestimmte Bereiche zu verlassen, fertig zu beten etc.</p>
<p>Ein weiteres Problem, auf das in beiden Artikeln eingegangen wird, ist der erschwerte Zugang für Frauen zum Grab des Propheten (sallahu aleyhi wa sallam) in Medina. Man kommt für gewöhnlich nur in einen speziell abgegrenzten Teil (und das auch nur zu bestimmten Zeiten), von dem aus man auch gar nichts sehen kann, da alles mit Plastikwänden abgeschirmt ist. Dies ist für viele Frauen sehr traurig, da sie sich, genau wie die Männer, nichts sehnlicher wünschen dem Propheten (sas) so nah wie möglich zu kommen. Ich kann zwar noch nachvollziehen, dass man bei einem so großen Besucheraufkommen nach Geschlechtern trennt. Es kann zu einem großen Gedränge kommen und für den ein oder anderen unangenehm werden. Das muss jedoch nicht heißen, dass Frauen dann bestimmte Plätze (zumal einen so wichtigen) gar nicht mehr betreten dürfen. Man könnte ja einfach unterschiedliche Zeiten einrichten. </p>
<p>Ich verstehe einfach nicht, warum grade Frauen diejenigen sind, die unter der rigiden Geschlechtertrennung zu leiden haben. In der Argumentation heißt es immer, dass sie grade nur zum Schutze der Frau da sei&#8230;.</p>
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		<title>Das Bild der muslimischen Frau</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Sep 2006 14:24:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer sich näher mit der Wahrnehmung der muslimischen Frau auseinandersetzen möchte, dem kann ich folgende Literaturempfehlungen ans Herz legen, die sich dem Thema wissenschaftlich annähern:
Mohja Kahf &#8211; Western Representations of the Muslim Woman: From Termagant to Odalisque

Irmgard Pinn &#8211; EuroPhantasien. Die islamische Frau aus westlicher Sicht
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich näher mit der Wahrnehmung der muslimischen Frau auseinandersetzen möchte, dem kann ich folgende Literaturempfehlungen ans Herz legen, die sich dem Thema wissenschaftlich annähern:</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Western-Representations-Muslim-Woman-Termagant-Odalisque/dp/0292743378/sr=8-4/qid=1157980434/ref=sr_1_4/302-4188334-2018406?ie=UTF8&amp;s=gateway" target="_blank" rel="external">Mohja Kahf &#8211; Western Representations of the Muslim Woman: From Termagant to Odalisque<br />
</a><br />
<a href="http://www.amazon.de/EuroPhantasien-Die-islamische-Frau-aus-westlicher-Sicht/dp/3927388491/ref=sr_11_1/302-4188334-2018406?ie=UTF8" target="_blank" rel="external">Irmgard Pinn &#8211; EuroPhantasien. Die islamische Frau aus westlicher Sicht</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Frauen an der Kaaba</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Sep 2006 13:25:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal kann man einfach nur wütend sein&#8230; wie zum Beispiel beim Lesen dieser Nachricht über die neuesten Pläne, Frauen aus dem inneren der Moschee um die Kaaba herum fernzuhalten.
Es ist für jeden Muslim, der die Hajj unternimmt, ein tiefes Bedürfnis, so nah wie nur irgend möglich an der Kaaba zu beten. Das ist aufgrund der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal kann man einfach nur wütend sein&#8230; wie zum Beispiel beim Lesen dieser Nachricht über <a href="http://www.islam-online.net/English/News/2006-08/29/06.shtml#+" target="_blank" rel="external">die neuesten Pläne, Frauen aus dem inneren der Moschee um die Kaaba</a> herum fernzuhalten.</p>
<p>Es ist für jeden Muslim, der die Hajj unternimmt, ein tiefes Bedürfnis, so nah wie nur irgend möglich an der Kaaba zu beten. Das ist aufgrund der Menge der Menschen, die sich während der Hajj Zeit dort aufhalten nicht immer möglich und man muss oft mit einem hinteren Platz Vorlieb nehmen.</p>
<p>Als ich vor zwei Jahren zur Hajj in Mekka war, lief es meistens so, dass die Plätze in der Nähe der Kaaba meisten schon eine Stunde vor dem jeweiligen Gebet besetzt waren. Jedoch umkreisen noch bis kurz vor dem Gebet viele Menschen die Kaaba (tawaf). Das bedeutet, dass jeder an dem Platz betet an dem er sich grade aufhält, wenn der Vorbeter das Gebet anfängt. Es ist zu wenig Zeit und Platz um extra einen anderen Platz zu suchen. So kann es dann passieren, dass Männer und Frauen nebeneinander beten. Durch die Massen an Menschen ist es in den letzten Jahren sehr eng geworden und man hatte deshalb einen Teil des Hofes um die Kaaba extra für Frauen reserviert. Dieser Platz befindet sich in der Nähe der Quelle Zamzam. Das war auch vor zwei Jahren noch so und ich fand die Regelung eigentlich sehr gut. Die Stelle hätte nur noch ein bisschen größer sein können. So konnte man noch Tawaf machen bis das Gebet anfing und dann den wunderschönen Anblick der Kaaba während des Gebets genießen, ohne von einem der lästigen Aufseher behelligt zu werden.</p>
<p>Wenn den Frauen dieser Anblick genommen wird, ist das mehr als eine absolute Unverschämtheit. Wenn es den Befürwortern einer solchen Maßnahme wirklich um die Sicherheit und den Komfort gehen würde, dann hätte man die Probleme, die durch die großen Massen an Pilgern verursacht werden, auch besser berücksichtigen können und müssen als man den Haram-Komplex vor ein paar Jahren so aufwendig renoviert hat.</p>
<p>Ein weiterer Punkt erscheint mir sehr widersprüchlich: Wie gesagt vollziehen hunderte von Pilgern bis zum Anfang des Gebets den Tawaf nahe der Kaaba. Das ist teilweise notwendig, da der Tawaf relativ zeitaufwendig ist und ein Pflichtteil der Hajj darstellt. Dies gilt selbstverständlich für beide Geschlechter, was bedeutet, dass sich immer auch Frauen unter den letzten befinden werden die noch ganz in der Nähe der Kaaba den Tawaf vollziehen. Das heißt aber auch, dass in der Nähe der Kaaba Frauen unter den Betenden sein werden. Wenn man wirklich Männer und Frauen für das Gebet trennen will, müsste man den Frauen ganz verbieten, auf dem Innenhof die Kaaba zu umkreisen. Und das ist meiner Meinung nach ein unmögliches Unterfangen.</p>
<p>Und was heißt überhaupt Sicherheit? Mir sind während meiner ganzen Zeit in der Kaaba keine schlimmen Dinge passiert. Im Gegenteil, es herrscht überwiegend eine sehr ruhige Atmosphäre unter den Pilgern. Und wenn jemand bei dem Gedrängel in der Nähe der Kaaba mal die Geduld verliert, dann sind sofort andere Pilger dabei, denjenigen mit sanften Worten zu beruhigen. Ich konnte beobachten wie rührend sich die Pilger umeinander kümmern. Männer beschützen ihre Ehefrauen vor zu großem Gedrängel mit ihre Armen, sehr alte Leute werden von ihren jüngeren Familienmitgliedern getragen oder im Rollstuhl gefahren. Ich hatte während der Hajj eine heftige Erkältung und war deshalb sehr geschwächt. Eine sehr alte Frau neben mir schien das bemerkt zu haben und griff an einer sehr dichten Stelle meine Hand und führte mich hindurch. Diese Barmherzigkeit werde ich nie vergessen.</p>
<p>Die einzigen, die dort wirklich manchmal stören, sind bestimmte Aufseher. Oft wird auf ziemlich rabiate Weise versucht, Dinge zu verhindern, die nach saudischer Islam-Aufassung einen Regelverstoß darstellen. So ist mir folgendes passiert: Ich war innerhalb einer Gruppe Frauen kurz vor Anfang des Gebets noch in der Nähe der Kaaba. Dies passiert wie schon erwähnt öfters, wenn man sich noch im Tawaf befindet. Wir blieben also zum Gebet stehen, als ein besonders unfreundlicher Aufseher uns wegschicken wollte. Wütend mit seinem Umhang fuchtelnd und schimpfend, ließ er uns nicht in Ruhe. Das Problem war aber, das wir niemals rechtzeitig einen anderen Platz gefunden hätten. Bis auf den letzten Zentimeter war alles weit und breit besetzt. Wir blieben also dort. Unsere männlichen Begleiter setzten sich vorbildlich für uns ein, so dass der Aufseher schließlich von dannen ziehen musste, als das Gebet begann.</p>
<p>Enstchuldigung, dass es ein wenig lang geworden ist heute, aber es musste mal gesagt werden.</p>
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