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	<title>Musafira &#187; Ali Juma</title>
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		<title>Islamisches Rechtsurteil zur Genitalbeschneidung</title>
		<link>http://www.musafira.de/2006/12/12/islamisches-rechtsurteil-zur-genitalbeschneidung/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Dec 2006 23:27:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Ali Juma]]></category>
		<category><![CDATA[Fatwa]]></category>
		<category><![CDATA[FGM]]></category>
		<category><![CDATA[Gelehrte]]></category>
		<category><![CDATA[Genitalbeschneidung]]></category>
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		<description><![CDATA[Führende Gelehrte (u.a. Yusuf al-Qaradawi, Ali Guma, Muhammad Tantawi) haben vor zwei Wochen eine längst überfällige Erklärung zur weiblichen Genitalverstümmelung und Beschneidung abgegeben. Hier der komplette Text in der deutschen Übersetzung:
Führende Gelehrte (u.a. Yusuf al-Qaradawi, Ali Guma, Muhammad Tantawi) haben vor zwei Wochen eine längst überfällige Erklärung zur weiblichen Genitalverstümmelung und Beschneidung abgegeben. Hier der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Führende Gelehrte (u.a. Yusuf al-Qaradawi, Ali Guma, Muhammad Tantawi) haben vor zwei Wochen eine längst überfällige Erklärung zur weiblichen Genitalverstümmelung und Beschneidung abgegeben. Hier der komplette Text in der deutschen Übersetzung:</p>
<p>Führende Gelehrte (u.a. Yusuf al-Qaradawi, Ali Guma, Muhammad Tantawi) haben vor zwei Wochen eine längst überfällige Erklärung zur weiblichen Genitalverstümmelung und Beschneidung abgegeben. Hier der komplette Text in der deutschen Übersetzung:</p>
<p>Beschlüsse der Konferenz in Kairo zu FGM</p>
<blockquote><p>Im Namen Gottes des Barmherzigen, des Allerbarmers</p>
<p>Die Internationale Konferenz der Gelehrten bezüglich des Verbots von Missbrauch des weiblichen Körpers wurde am 1. und 2. der Dhul-Qi&#8217;da 1427 nach der Hijdra, entsprechend dem 22. und 23. 11.2006, in den Konferenzräumlichkeiten der Al-Azhar Universität abgehalten. Eine Anzahl von Forschungsarbeiten wurde vorgetragen. Nachdem Wissenschaftler und islamische Gelehrte sowie Fachleute und Aktivisten von zivilgesellschaftlichen Organisationen aus Ägypten, Europa und Afrika angehört wurden, werden folgende Empfehlungen bekannt gegeben:</p>
<p>1. Gott hat den Menschen mit Würde ausgestattet. Im Koran sagt Gott: Wir haben die Kinder Adams gewürdigt. Daher wird von Gott jeglicher Schaden verboten, der Menschen zugefügt wird, unabhängig von gesellschaftlichem Status und Geschlecht.</p>
<p>2. Weibliche Genitalbeschneidung ist eine ererbte Unsitte, die in einigen Gesellschafen praktiziert wird und von einigen Muslimen in mehreren Ländern in Nachahmung übernommen wurde. Dies ohne textliche Grundlage im Koran, respektive einer authentischen Ãúberlieferung des Propheten.</p>
<p>3. Die heutzutage praktizierte weibliche Genitalbeschneidung fügt der Frau physische und psychische Schäden zu. Daher müssen diese Praktiken unterbunden werden, in Anlehnung an einen der höchsten Werte des Islams, nämlich dem Menschen keinen Schaden zuzufügen gemäßü dem Ausspruch des Propheten Mohammad, Friede und Segen Gottes sei mit ihm: Keinen Schaden nehmen und keinem anderen Schaden zufügen. Vielmehr wird dies als strafbare Aggression erachtet.</p>
<p>4. Die Konferenz appelliert an die Muslime, diese Unsitte gemäß den Lehren des Islams zu unterbinden, da jene verbieten, dem Menschen in irgendeiner Form Schaden zuzufügen.</p>
<p>5. Ebenso fordern die Teilnehmer der Konferenz die internationalen und regionalen Institutionen und Einrichtungen auf, ihre Anstrengungen auf die Aufklärung und Unterrichtung der Bevölkerung zu konzentrieren. Dies betrifft insbesondere die hygienischen und medizinischen Grundregeln, die gegenüber der Frau eingehalten werden müssen, sodass diese Unsitte nicht weiter praktiziert wird.</p>
<p>6. Die Konferenz erinnert die Bildungseinrichtungen und die Medien daran, dass sie die unbedingte Pflicht haben, über die Schäden dieser Unsitte aufzuklären und deren verheerende Konsequenzen für die Gesellschaft aufzuzeigen, um zur Eliminierung dieser Unsitte beizutragen.</p>
<p>7. Die Konferenz fordert die Legislativorgane auf, ein Gesetz zu verabschieden, welches den Praktizierenden diese schädigende Unsitte der weiblichen Genitabeschneidung untersagt und sie als Verbrechen deklariert, unabhängig davon, ob es sich bei den Praktizierenden um Täter oder Initiator handelt.</p>
<p>8. Des Weiteren fordert die Konferenz die internationalen Institutionen und Organisationen auf, in allen Regionen Hilfe zu leisten, in denen diese Unsitte praktiziert wird, um somit zu ihrer Beseitigung beizutragen.</p></blockquote>
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		<title>Offener Brief an den Papst</title>
		<link>http://www.musafira.de/2006/10/15/offener-brief-an-den-papst/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Oct 2006 22:38:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[al-Jifri]]></category>
		<category><![CDATA[Ali Juma]]></category>
		<category><![CDATA[Buti]]></category>
		<category><![CDATA[Gelehrte]]></category>
		<category><![CDATA[Papst]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Islamica Magazine hat einen offenen Brief an den Papst von 38 führenden muslimischen Gelehrten &#8211; Sh. Ali Juma, Sh. Said Ramadan Buti, Sh. Habib Ali al-Jifri, Sh. Hamza Yusuf Hanson, Sh. Mustafa Ceric, Dr. Seyyid Hossein Nasr, und viele mehr- aus der ganzen Welt veröffentlicht. Dieser Brief ist die lange ersehnte Antwort auf die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.islamicamagazine.com/online-analysis/open-letter-to-his-holiness-pope-benedict-xvi.html" target="_blank" rel="external">Islamica Magazine</a> hat einen offenen Brief an den Papst von 38 führenden muslimischen Gelehrten &#8211; Sh. <a href="http://www.dar-alifta.com/" target="_blank" rel="external">Ali Juma</a>, Sh. Said <a href="http://www.bouti.com/ar/" target="_blank" rel="external">Ramadan Buti</a>, Sh. <a href="http://www.tabahfoundation.org/" target="_blank" rel="external">Habib Ali al-Jifri</a>, Sh. <a href="http://www.zaytuna.org/" target="_blank" rel="external">Hamza Yusuf Hanson</a>, Sh. Mustafa Ceric, Dr. Seyyid Hossein Nasr, und viele mehr- aus der ganzen Welt veröffentlicht. Dieser Brief ist die lange ersehnte Antwort auf die umstrittene <a href="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2006/september/documents/hf_ben-xvi_spe_20060912_university-regensburg_ge.html" target="_blank" rel="external">Rede des Papstes</a> im letzten Monat. Die verschiedenen Gelehrten nutzen die Rede des Papstes sowohl als Anlass zur Diskussion über die Beziehung zwischen Glauben und Vernunft, als auch als eine Gelegenheit bestimmte Irrtümer die der Rede des Papstes zugrunde liegen, ins rechte Licht zu rücken.</p>
<p>Dass es so lange gedauert hat, hat sich gelohnt und liegt wohl vor allen Dingen daran, dass man sich die Zeit genommen hat ausführlich, respektvoll und angemessen auf die Rede des Papstes zu reagieren. In der deutschen Presse wird er Inhalt des Briefes darauf reduziert, dass die muslimischen Gelehrten die <a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6003892_REF3,00.html" target="_blank" rel="external">Klarstellung des Papstes akzeptieren</a>. Der offene Brief sagt aber vielmehr aus, was ich hier versuchen werde, kurz darzustellen:</p>
<h4>Kein Zwang in der Religion</h4>
<p>Der Papst hatte in seiner Rede gesagt, dass das Verbot des Zwanges in der Religion aus einer Zeit stamme, in der die Muslime noch in einer Position der Schwäche waren. In dem offen Brief wird jedoch klargestellt, dass es sich dieses Gebot grade an Muslime in Machtpositionen richtet. Des Weiteren gehen die Gelehrten auf erzwungene Konversionen zum Islam ein und stellen klar, dass eine Behauptung &#8220;der Islam wurde durch das Schwert verbreitet&#8221; historisch nicht haltbar ist und auch nach islamischen Verständnis nicht erlaubt ist. Sie widersprechen somit der Einschätzung des in der Papstrede zitierten Kaisers, &#8220;daß er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten.&#8221;</p>
<h4>Gottesbild und Vernunft</h4>
<p>Ein weiterer zentraler Punkt der Rede war, dass im Gegensatz zur christlichen Theologie, das Wesen und der Wille Gottes in der islamischen Lehre an keine menschliche Kategorie, auch nicht die der Vernunft gebunden sei. Hier erklären die Verfasser des offenen Briefes, dass die islamischen Denkschulen es weitestgehend geschafft haben, zwei Extrempositionen zu vermeiden: auf der einen Seite den menschlichen Verstand zum alleinigen Gebieter über die Wahrheit zu machen und zum anderen das Verneinen der Kraft des menschlichen Verstandes, Antworten auf grundlegende Fragen zu geben.</p>
<p>Am meisten an dem offenen Brief gefällt mir jedoch der selbstbewusste und gleichzeitig offenen Ton, der sich in den letzten Absätzen offenbart. Ihre Wertschätzung des persönlichen Bedauerns des Papstes und seiner Respektsbekundungen gegenüber den Muslimen verbinden sie mit der Hoffnung auf einen fruchtbaren Dialog zwischen den beiden größten Weltreligionen, ohne die Fehler der Vergangenheit zu begehen. Amin.</p>
<p>Nachtrag: die deutsche Übersetzung gibt es <a href="http://www.musafira.de/Islam/Islam_Textsammlung/Offener_Brief_islamischer_Gelehrter_an_Papst_Benedikt/Offener_Brief_islamischer_Gelehrter_an_Papst_Benedikt.html" target="_blank" rel="external">hier</a>.</p>
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