Die arabische Schrift hat im Laufe der Zeit je nach Funktion und Zweck unterschiedlich schöne Blüten getrieben. Ein paar davon sollen an dieser Stellen vorgestellt werden.
Naskh ist der Name einer der ältesten Schrifttypen. Er entstand um das 10. Jahrhundert n.Chr. Da diese Schrift besonders gut zu lesen ist, hat sie sich bis heute sehr gut durchgesetzt. So wird sie in vielen Publikationen als Standardschrift gewählt und wird auch im Schreiben des Korans von den meisten Kalligraphen benutzt.

Koranblatt aus der Türkei, 15. Jahrhundert.
Riqa’a ist der Name eines Schrifttyps, der sich aus den beiden Schrifttypen Naskh und Thuluth entwickelte. Er wird deswegen Riqa’a genannt, da es sich um einen für den schnellen Schreibstil geeigneten Schrifttyp handelt, bei dem man schnell etwas auf Papierzetteln (Ruq’ah) notieren kann und dabei trotzdem lesbar bleibt. Dieser Schrifttyp hat sich sehr weit verbreitet und wird vor allem für die Handschrift verwandt.
Thuluth entstand im 7. Jahrhundert und entwickelte sich als beliebte Schrift für ornamentale Inschriften, Überschriften etc. Im Beispiel sieht man eine Hilya (Beschreibung des Propheten (saws) aus der Sultan Ahmed Moschee in Istanbul.

Quelle: pucasso | 3rd quater of the Hilya
Kufi ist die älteste Schriftart, die stark geometrische Züge aufweist, sich aber als sehr anpassungsfähig erwiesen hat, so dass sich dieser Schrifttyp auf nahezu jedem Material in nahezu jeder Größe verwenden ließ. Aus diesem Grund gibt es von diesem Schrifttyp sehr unterschiedliche Stile.

Diwani nennt man einen Schrifttyp, der im osmanischen Reich des 15. Jahrhunderts entwickelt wurde zum Zwecke der Kalligraphie.

