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		<title>Halbzeit im Prozess zum Mord an Marwa el-Sherbiny</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 19:37:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Björn L.]]></category>
		<category><![CDATA[Ermyas M.]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Haselier]]></category>
		<category><![CDATA[Tom Maciejewski]]></category>
		<category><![CDATA[Veikko Bartel]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Zeugenbefragung im Prozess gegen Alex W., dem Mörder Marwa el-Sherbinys, ist zur Hälfte um. Zeit, die Medienberichte die den Prozess begleiten zusammen zu fassen. Insgesamt sind 23 Zeugen geladen, 12 davon wurden bis jetzt angehört. 
Der Ehemann
Als erster sagte der Witwer der Ermordeten aus. Elwy Ali Okaz schilderte noch einmal, wie es zu der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeugenbefragung im Prozess gegen Alex W., dem Mörder Marwa el-Sherbinys, ist zur Hälfte um. Zeit, die Medienberichte die den Prozess begleiten zusammen zu fassen. Insgesamt sind 23 Zeugen geladen,<a href="http://www.lvz-online.de/aktuell/content/115574.html"> 12 davon wurden bis jetzt angehört</a>. </p>
<h2>Der Ehemann</h2>
<p>Als erster sagte der Witwer der Ermordeten aus. Elwy Ali Okaz schilderte noch einmal, wie es zu der Verhandlung kam. Zwischen seiner Frau und Alex W. sei es an einer Schaukel auf einem Spielplatz zu einer <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,657498,00.html">Auseinandersetzung</a> gekommen:</p>
<blockquote><p>Die junge Ägypterin hatte W. damals höflich gebeten, die Schaukel für ihren Sohn freizugeben, worauf W. sie mit unflätigen Worten überzog: Er wolle sie und ihr Kind nicht auf dem Spielplatz haben; sie habe weder das Recht, auf dem Spielplatz noch in Deutschland zu sein. Ihr Sohn werde später ohnehin ein Terrorist werden, und deutsche Kinder sollten das Gesicht eines späteren Terroristen nicht ansehen müssen. Er, W., wolle dies vermeiden. Auch sie, die Mutter, sei eine Terroristin. Und wenn ihr Kind schaukle, werde er es schaukeln bis zum Tod.<sup>1</sup></p></blockquote>
<p>Elwy Ali Okaz bestätigte auch noch einmal, dass es nicht seine Frau war, die die Anzeige gegen Alex W. erstattete. Sie habe lediglich die Polizei gerufen, mit einem Handy, welches Anwesende auf dem Spielplatz ihr gaben und sei <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,657498,00.html">später dann als Zeugin vorgeladen</a> worden.</p>
<h2>Der Pflichtverteiger</h2>
<p>Am 28.10., dem dritten Verhandlungstag, sagte auch der ehemalige Pflichtverteidiger von Alex W., Markus Haselier, aus und schilderte die Vorgänge am Tag des Mordes aus seiner Sicht. Der Angeklagte sei wie aus heiterem Himmel auf Marwa el-Sherbiny losgegangen und habe auf sie ein geprügelt.  </p>
<blockquote><p> «In dem Moment höre ich einen entsetzlichen menschlichen Schrei und sehe, wie der Angeklagte mit einem Messer mit langer Klinge wie ein rasendes Tier auf den Oberkörper der Frau einsticht, immer wieder», sagte Haselier. «Ich sah, wie er auf sie einstach, sie fiel, lag in einer riesigen Blutlache. Ihr kleiner Junge lag mit dem Popo auf dem Boden, mit dem Rücken an der Wand. Sein rechtes Beinchen war unter ihrem Oberkörper eingeklemmt, er konnte gar nicht weg, lag im Blut seiner Mutter und musste miterleben, wie sie verblutete.» (Quelle:<a href="http://www.swp.de/nachrichten/ueberregional/Brennpunkte-Prozesse-Kriminalitaet;art988,396869"> Südwest Presse</a>)</p></blockquote>
<p>Der Verteidiger schient sehr geistesgegenwärtig gehandelt zu haben: er beschmiss Alex W. mit Stühlen um ihn von seinem Opfer abzubringen, und schob einen Tisch zwischen ihn und den Richter, der bei seinen Versuch zu helfen, selbst Gefahr lief von Alex W. angegriffen zu werden. Haselier, der vor einiger Zeit als Sanitäter gearbeitet hat, versuchte noch im Gerichtsaal, die Blutungen Marwa el-Sherbinys zu stoppen.</p>
<h2>Der Richter</h2>
<p>Tom Maciejewski schilderte in seiner Aussage den Vorgang bis zum Mord so. Während der Verhandlung sei der Angeklagte ruhig bis schroff gewesen. Der Richter ging zu keinem Zeitpunkt von einer Gefahr aus, weswegen er auch kein Wachpersonal zur Verhandlung bestellt hatte.</p>
<p>Ein Detail ist mir bei einem<a href="http://www.stern.de/panorama/2-mordprozess-in-dresden-die-ohnmacht-des-richters-1517577.html"> Bericht vom Stern</a> aufgefallen:</p>
<blockquote><p>Er sagt: &#8220;Ich habe registriert, dass sich W. eine Tasche auf den Schoß gelegt hat. Ich hörte den Reißverschluss.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der Richter selbst versuchte noch Alex W. von seinem Opfer abzubringen, bemerkte aber erst dann, als dieser auch auf ihn losging, das Messer in seiner Hand. Nachdem er daraufhin den Alarmknopf unter dem Richterpult gedrückt hatte, ging er zurück und kümmerte sich auf den mittlerweile am Boden liegenden Ehemann der Toten. (<a href="http://www.fr-online.de/top_news/2042910_Marwa-Prozess-in-Dresden-Wie-ein-Berserker.html">siehe FR-Online</a>)</p>
<h2>Der Wahlverteidiger &#8211; Veikko Bartel</h2>
<p>Die beiden Verteidiger des Angeklagten – Michael Sturm und der Wahlverteidiger Veikko Bartel – beantragten zunächst eine Verlegung des Verfahren zu einem anderen Gericht, wegen der vermuteten Befangenheit der Dresdner Richter. Dieser wurde abgelehnt. </p>
<p>Gleich zu Beginn machte der Wahlverteiger – interessante Nebennotiz: <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,418053,00.html">Veikko Bartel war schon Verteidiger von Björn L.</a>, einem der Schläger von Ermyas M. – von sich Reden, weil er forderte den Angeklagten doch im Lichte des aktuellen &#8220;Islambildes&#8221; zu beurteilen. Auf <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,657498,00.html">Spiegel-Online wird Bartel</a> folgendermaßen zitiert:</p>
<blockquote><p>Bartel wörtlich: &#8220;Wir müssen fragen, warum dieser Angeklagte getötet hat. Dazu darf man nicht die Augen vor den gesellschaftlichen Umständen in diesem Land verschließen. Ist der Mandant ein fanatischer Einzeltäter mit Ausländerhass? Vielleicht. Aber da ist auch das Bild des Islam in Politik und Medien. Ich spreche nicht von den Anschlägen 2001, sondern von den täglichen Meldungen über Attentate.&#8221; Bei den Muslimen herrsche jedes Mal &#8220;betretenes Schweigen&#8221;, wenn von Ehrenmorden und Aufrufen zu Anschlägen die Rede sei. Ein &#8220;Bild der Barmherzigkeit&#8221; biete der Islam gerade nicht. Und dies müsse schließlich zugunsten des Angeklagten berücksichtigt werden.</p></blockquote>
<h2>Ein nicht ernst genommener Brief</h2>
<p>Während es Prozesses kam auch zu Tage, dass es schon vor der zweiten Verhandlung gegen Alex W. wegen Beleidigung einen Brief an das Amtsgericht gegeben hatte. Alex W. schildert darin seine Ansichten zum Islam und der von ihm Beschimpften Marwa el-Sherbiny recht ausführlich. In der <a href="http://www.sueddeutsche.de/f5O389/3119363/Hassbrief-an-das-Gericht.html">Süddeutschen Zeitung wird folgendermaßen aus dem Brief</a> zitiert:</p>
<blockquote><p>In dem Brief bezeichnet er den Islam als eine &#8220;verrückte, gefährliche Religion&#8221;. Alle Anhänger des Islam seien &#8220;Islamisten&#8221;, die Deutschland &#8220;nach ihren verrückten Vorstellungen verändern&#8221; wollten. Niemand könne von ihm erwarten, &#8220;dass ich meine Feinde in meiner Nähe dulden muss&#8221;; falls diese trotzdem &#8220;in meine private Sphäre eindringen wollen, werde ich schnell nervös&#8221;. Das Kopftuch, das Marwa el-Sherbini trug, nannte W. &#8220;ein Anzeichen von totaler religiöser Unterwerfung vor dem Satangott&#8221;, dadurch habe sie &#8220;Deutschland und deshalb mich beleidigt&#8221;.</p></blockquote>
<p>Der Richter des damaligen Verfahrens – Tom Maciejewski – wird von den Anwälten der Familie der Verstorbenen verklagt, da ihm aufgrund des Briefes, die Gefahr, die von Alex W. ausging bekannt hätte sein müssen und er für mehr Sicherheit im Gerichtsaal hätte sorgen müssen.</p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_785" class="footnote">Das hört sich so an, als hätte Alex W. hier dem kleinen Kind mit dem Tode gedroht. Auf Islam.de wird das Zitat mit einer anderen Bedeutung wieder gegeben: &#8220;<a href="http://islam.de/14501.php">Das Kind darf nicht mehr hier auf dem Spielplatz spielen &#8211; wenn es doch kommt, werde ich bis zu seinem Tode hier schaukeln.</a></li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Die Grünen…</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/08/12/die-grunen%e2%80%a6/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 16:30:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Migranten]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[…sind ja eigentlich die letzten, denen ich Rassismus im Wahlkampf zugetraut hätte. Falsch gedacht. Die Kaarster Grünen haben sich in diesem Wahlkampf dazu entschlossen unter dem Slogan &#8220;Der einzige Grund Schwarz zu wählen&#8221;, das nackte Gesäß einer weiblichen schwarzen Person abzubilden. Kommt also auch noch Sexismus dazu.
Am allerübelsten ist jedoch die Reaktion der Kaarster Grünen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>…sind ja eigentlich die letzten, denen ich Rassismus im Wahlkampf zugetraut hätte. Falsch gedacht. Die Kaarster Grünen haben sich in diesem Wahlkampf dazu entschlossen unter dem Slogan &#8220;Der einzige Grund Schwarz zu wählen&#8221;, das nackte Gesäß einer weiblichen schwarzen Person abzubilden. Kommt also auch noch Sexismus dazu.</p>
<p>Am allerübelsten ist jedoch die <a href="http://www.gruene-kaarst.de/kommunalwahl09/plakat-reaktion-09.html">Reaktion</a> der Kaarster Grünen auf die berechtigterweise eingehenden Protestmails. Man weißt dort argumentationslos alle Vorwürfe von sich, mit der Begründung, die Grünen stünden &#8220;für eine Politik, die sich durch Toleranz, Weltoffenheit und Gleichberechtigung auszeichnet&#8221;. Peinlich, Peinlich.</p>
<p>Die Stellungnahme scheint seit heute geändert worden zu sein. Dort war gestern nämlich noch zu lesen:</p>
<blockquote><p>Im Gegenteil könnte dieses Motiv als „antirassistisch“ bezeichnet werden, entsprechende Äußerungen erhielten wir als Reaktion auch von Menschen mit Migrationshintergrund”</p></blockquote>
<p>Glaubt der/die VerfasserIn dieser Stellungnahme wirklich, dieses billige Argument würde davon überzeugen können, hier läge kein Rassismus vor? Wie rassistisch ist es eigentlich zu glauben, dass man nur einen &#8220;Migranten&#8221; zum Freund haben muss, um sich von Rassismus rein waschen zu können?</p>
<p>Auf dem Blog von derbraunemob.info wird die <a href="http://blog.derbraunemob.info/2009/08/11/ein-grund-nicht-gruen-zu-waehlen/#comment-2557">Aktion gegen das Plakat koordiniert</a>. Bitte unterstützen, Rassismus geht wirklich alle an.</p>
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		<title>Von MTV nach Mekka – Kristiane Backer</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/07/28/von-mtv-nach-mekka-kristiane-backer/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 11:18:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Autobiografie]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Hoffmann]]></category>
		<category><![CDATA[Kristiane Backer]]></category>
		<category><![CDATA[Murad Wilfried Hofmann]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist gut 15 Jahre her, dass ein deutscher prominenter Muslim eine Autobiografie über seinen Weg zum Islam geschrieben hat. Nach Murad Wilfried Hofmann und Abdul Hadi Christian Hoffmann hat nun eine Frau eine Biografie geschrieben &#8211; die ehemalige MTV-Moderatorin Kristiane Backer. In „Von MTV nach Mekka“ erzählt Backer von ihrem Weg zum Islam, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Es ist gut 15 Jahre her, dass ein deutscher prominenter Muslim eine Autobiografie über seinen Weg zum Islam geschrieben hat. Nach Murad Wilfried Hofmann und Abdul Hadi Christian Hoffmann hat nun eine Frau eine Biografie geschrieben &#8211; die ehemalige MTV-Moderatorin Kristiane Backer. In „Von MTV nach Mekka“ erzählt Backer von ihrem Weg zum Islam, der vor 17 Jahren in London, noch während ihrer Zeit als MTV-Moderatorin, begann.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.islamische-zeitung.de/index.cgi?id=12221">Hier</a> die online Version bei der IZ.</p>
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		<title>Nachrichtenupdate zum Mord an Marwa el-Sherbiny Nr.4</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/07/25/nachrichtenupdate-zum-mord-an-marwa-el-sherbiny-nr-4/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Jul 2009 10:09:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islamwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
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		<category><![CDATA[Wolfgang Donsbach]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittlerweile ist eine Diskussion in den Medien entbrannt über Islamophobie in der deutschen Gesellschaft. Auch wenn vieles eher auf verschiedene Verdrängungsmechanismen hinweist, die Diskussion ist da.
Viel neues über die Hintergründe des Mordes gibt es noch nicht, weswegen es mit den Nachrichtenupdates auch spärlich geworden ist. Zwei Journalisten haben sich für ihre Hintergrundrecherchen allerdings auf den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mittlerweile ist eine Diskussion in den Medien entbrannt über Islamophobie in der deutschen Gesellschaft. Auch wenn vieles eher auf <a href="http://derstandard.at/fs/1246542994194/-ist-fuer-uns-die-Moslembrut">verschiedene</a> <a href="http://www.toomuchcookies.net/archives/2776/mord-an-marwa-el-sherbini-migranten-sind-schuld.htm">Verdrängungsmechanismen</a> hinweist, die Diskussion ist da.</p>
<p>Viel neues über die Hintergründe des Mordes gibt es noch nicht, weswegen es mit den Nachrichtenupdates auch spärlich geworden ist. Zwei Journalisten haben sich für ihre Hintergrundrecherchen allerdings auf den Weg nach Dresden gemacht und darüber berichtet.</p>
<p>Robin Alexander von der Süddeutschen hat die Zeugen des<a href="http://www.welt.de/wams_print/article4147120/Von-Kopftuechern-und-Vorurteilen.html"> ersten Zusammentreffens von Alex W. und Marwa el-Sherbiny</a> ausfindig gemacht und sie zu dem Vorfall befragt: </p>
<blockquote><p>Ludmilla Niesen, geboren vor 32 Jahren in Tadschikistan, aufgewachsen an der Wolga, jetzt wohnhaft in einem sanierten Plattenbau in Dresden-Johannstadt, macht weder auf Russisch noch auf Deutsch gern viele Worte. […] An dem verfluchten Tag im August 2008 war sie auch hier &#8211; heute wie damals mit ihrem nun zehnjährigen Sohn Artur, ihrer Freundin Olga Korol und deren achtjährigem Sohn Alexander. Damals wurden sie Zeuge einer Begebenheit, deren Folgen heute Deutschland und die islamische Welt in Atem halten. […] Sie saßen damals auf der Bank und beobachteten ihre spielenden Kinder. Ein deutscher Vater mit seinem Kind war ebenfalls da. Und Alex W., der das Kind einer Verwandten auf dem Spielplatz beaufsichtigte. &#8220;Er ist uns sofort aufgefallen, weil er auf dem Spielplatz rauchte. Das macht sonst keiner&#8221;, erinnert sich der zehnjährige Artur. Die Zigarette blieb nicht die einzige Verhaltensauffälligkeit: Aus dem Mann brach der Hass wie aus einem Vulkan, als Marwa, die als Letzte auf dem Spielplatz ankam, W. wegen der Schaukel ansprach: &#8220;Er hat die Frau mit dem Kopftuch beschimpft wie ein Verrückter&#8221;, berichtet Korol. Die Worte &#8220;Terroristin&#8221; und &#8220;Islamistin&#8221; fielen, aber ihr blieb vor allem die Art des Ausbruchs in Erinnerung: &#8220;Er hörte nicht mehr auf und schimpfte minutenlang.&#8221;<br />
Nun griffen die anderen Eltern auf dem Spielplatz ein. Sowohl der deutsche Vater als auch die russlanddeutschen Mütter stellten den Wüterich zur Rede: &#8220;Wir haben ihm erst auf Deutsch und dann auf Russisch gesagt, dass er sich ungebührlich verhält&#8221;, erinnert sich Korol. Daraufhin wechselte W. die Sprache, blieb aber auch in Russisch ausfallend: &#8220;Er hat uns mit Begriffen beschimpft, die so vulgär sind, dass ich sie nicht übersetzen möchte.&#8221;, sagt Korol.<br />
Marwa reichte es jetzt. Sie rief laut, ob ihr jemand ein Handy leihen könne, um die Polizei zu holen. Ludmilla reichte ihr das goldene Motorola, was eine erneute Kanonade von Invektiven ihr gegenüber provozierte. Al-Sherbini rief mit Ludmilla Niesens Handy den Notruf. Zwei Wagen und vier Beamte kamen innerhalb von fünf Minuten und sprachen mit der Ägypterin, ihrem späteren Mörder und dem deutschen Vater als Zeugen. Mit den russlanddeutschen Frauen sprachen sie nicht. &#8220;Die Polizei hat von uns gar keine Notiz genommen, obwohl wir dort waren&#8221;, erzählt Korol. Außerdem sei sie überrascht gewesen, dass die Polizei nicht den Störer mitnahm, sondern die junge Frau und ihr Kind.</p></blockquote>
<p>Der Ehemann von Ludmilla Niesen kannte den Täter flüchtig und weiß folgendes über ihn zu berichten:</p>
<blockquote><p>Bei Niesen sprach die Polizei vor, nachdem Alex W. verhaftet wurde: &#8220;Weil ich ihn kannte. Er wohnt hier in der Nachbarschaft, und wir haben zusammen eine Ausbildung zum Lagerarbeiter gemacht.&#8221; Sein Jähzorn sei bekannt gewesen: In der Berufsschule habe er in der Pause einmal ein Schnappmesser gezogen. &#8220;Da haben ihn schnell sieben oder acht Leute gepackt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der Artikel ist insgesamt lesenswert, da die These des Migrantenkonflikts durch die ebenfalls russlanddeutschen Zeugen und ihr Eingreifen in die Auseinandersetzung widerlegt.</p>
<p>Auch Wolf Schmidt von der TAZ hat sich in der<a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/vorwaerts-und-vergessen/"> Nachbarschaft des Opfers</a> (und des Täters), dem Dresdner Stadtteil Johannstadt, umgesehen und -gehört:</p>
<blockquote><p>Wohnung 602 in einem der grauen Hochhäuser, Alexander W.s Namensschild hängt nicht mehr an der Tür. &#8220;Ich hab den noch nicht einmal gesehen oder gehört&#8221;, sagt die Nachbarin direkt nebenan. &#8220;Und das interessiert mich alles auch nicht. Es sterben so viele Menschen, warum wird da jetzt so ein Aufhebens gemacht?&#8221; Sie sieht die Sache so: &#8220;Das kommt davon, wenn das hier immer mehr zum Ausländergetto wird.&#8221; Es ist eine Form der Schuldabwehr, die man von vielen hören kann: Nicht wir Deutschen sind schuld, sondern die Fremden, die ihre Konflikte hierhergetragen haben. […]</p>
<p>Der Kiosk am Platz verkauft Landser-Hefte, kriegsverherrlichende Abenteuerschundromane zum Zweiten Weltkrieg. &#8220;Der Krieg im Osten und die Ermordung der europäischen Juden waren die beiden tragenden Säulen seiner Programmatik&#8221;, heißt es dort über Adolf Hitler.</p>
<p>Die Kioskverkäuferin hat ihre ganz eigene Sicht auf den Mord an Marwa El Sherbini. Der Täter sei ja ein Russe gewesen, und man wisse doch, dass die immer schnell ein Messer zur Hand hätten. Vielleicht seien ja auch Drogen im Spiel gewesen, auch das kenne man ja von denen. Abgesehen davon werde das alles doch viel zu sehr aufgebauscht. &#8220;Die ganzen Ehrenmorde der Moslems&#8221;, sagt sie, &#8220;da kräht doch kein Hahn danach. Bevor die hier eingebürgert werden, sollten sie erst einmal unterschreiben, dass sie nach unseren Gesetzen leben und so was hier verboten ist.&#8221; Ein Kioskkunde mit einer Bierflasche in der Hand nickt nur. </p></blockquote>
<p>Auch dieser Artikel ist in seiner Gänze lesenswert, da er sich ausführlich mit der Tat und dem Umgang Dresdens Politiker mit Rassismus und (rechter) Gewalt auseinandersetzt.</p>
<p>In dem Artikel der TAZ wird auch ein <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2207751">offener Brief von Wolfgang Donsbach</a>, Leiter des Instituts für Kommunikationswissenschaft an der Technischen Universität Dresden, angesprochen, der mir bis jetzt unbekannt war. Er kritisiert vor allem den seiner Meinung nach verfehlten Umgang der Stadt Dresden mit rassistischen Gewaltverbrechen und wartet mit alarmierenden Erfahrungen seiner arabischen Studenten mit rassistischen Übergriffen auf.</p>
<p><strong>Update:</strong><br />
Der Haftbefehl für Alex W. wurde erweitert und lautet nun zusätzlich zum Mord noch auf <a href="http://www.mdr.de/sachsen/6549050.html">versuchten Mord am Ehemann</a> der Getöteten.</p>
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		</item>
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		<title>Denunziere deinen Freund und verdiene Geld dabei…</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 10:47:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Absurdistan]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Erpressung]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorverdacht]]></category>

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		<description><![CDATA[So etwas ähnliches hat sich wohl eine 54-Jährige konvertierte Britin gedacht, als sie die 21-jährige Studentin Nabilah Hussain erpresste. Sie drohte ihr damit mitgeschnittene Gespräche der Polizei zu übergeben und sie so als Terror-Sympathisantin anzuzeigen. Nun muss sie selber zahlen und eine Haftstrafe antreten. Sachen gibt es… 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So etwas ähnliches hat sich wohl eine 54-Jährige konvertierte Britin gedacht, als sie die 21-jährige Studentin Nabilah Hussain <a href="http://www.asianimage.co.uk/feeds/4494207.Woman_jailed_for_Muslim_blackmail/?ref=rss">erpresste</a>. Sie drohte ihr damit mitgeschnittene Gespräche der Polizei zu übergeben und sie so als Terror-Sympathisantin anzuzeigen. Nun muss sie selber zahlen und eine Haftstrafe antreten. Sachen gibt es… </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neues auf Nafisa.de</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/07/13/neues-auf-nafisa-de/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 18:47:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Marwa el-Sherbini]]></category>

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		<description><![CDATA[Silvia hat dort Reaktionen auf den Mord an Marwa el-Sherbiny kommentiert und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Silvia hat dort Reaktionen auf den Mord an Marwa el-Sherbiny <a href="http://www.nafisa.de/medienanalyse/der-mord-an-marwa-el-sherbini-%E2%80%93-verschleierungen-und-versaumnisse/">kommentiert</a> und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf.</p>
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		<title>Merkel kondoliert Mubarak und ignoriert damit das Wesentliche</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 12:57:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Laut der sächsischen Zeitung ist Bundeskanzlerin Merkel auf dem G8-Gipfel in Italien auf den ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak ihre Anteilnahme ausgesprochen.
Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat plötzlich etwas zu dem Fall zu sagen:

Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) äußerte sich am Freitag „persönlich tief bestürzt“. Er schrieb seinem ägyptischen Amtskollegen Ahmed Abul Gheit nach offiziellen Angaben, es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Laut der <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2204987">sächsischen Zeitung</a> ist Bundeskanzlerin Merkel auf dem G8-Gipfel in Italien auf den ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak ihre Anteilnahme ausgesprochen.</p>
<p>Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat plötzlich etwas zu dem Fall zu sagen:</p>
<blockquote><p>
Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) äußerte sich am Freitag „persönlich tief bestürzt“. Er schrieb seinem ägyptischen Amtskollegen Ahmed Abul Gheit nach offiziellen Angaben, es werde alles getan, um solche Verbrechen zu verhindern. „Wir stehen dafür ein, dass sich in Deutschland jeder ungeachtet seiner Herkunft, seiner Nationalität oder seines Glaubens sicher fühlt“, heißt es in Steinmeiers Schreiben. „Dies ist oberste Maxime für staatliches Handeln. Ausländerfeindlichkeit und Islamophobie haben in Deutschland keinen Platz.“</p></blockquote>
<p>Mal abgesehen davon, dass Herr Steinmeier für mich seit der Guantanamo-Affäre vollkommen unglaubwürdig geworden ist, möchte ich doch darauf hinweisen, dass man auf diese Art geschafft hat, den Mord an Marwa E. völlig aus der politischen Verantwortung in Deutschland genommen hat. Man hat das Ganze so zu einem diplomatischen Ärgernis herabignoriert. Das Problem Islamfeindlichkeit <strong>in</strong> Deutschland, die berechtigten Sorge und Nöte deutscher Muslime angesichts dieses Mordes und der immer wieder betonten Diskriminierungserfahrungen von Muslimen werden so schlichtweg nicht ernst genommen. Herr Steinmeier und Frau Merkel, ich darf Sie daran erinnern, dass dieser Fall vor allen Dingen in Deutschland für Sorge und Unruhe gesorgt hat. Ihr beider Umgang damit ist höchst fahrlässig.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Newsupdate on the Murder of Marwa el-Sherbiny 06.07.2009</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 21:19:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[This is a translation of my latest news-summary on the Case of Marwa el-Sherbiny&#8217;s murder in Dresden.
A lot of new articles and statements appeared on the murder of Marwa in Dresden during the weekend. I try to summarize:
Marwas husband, Elwie Okaz, woke up from his coma on Friday. His condition is stable, but he still [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>This is a <a href="http://www.musafira.de/2009/07/06/newsupdate-zum-mord-an-marwa-el-sherbiny-06-07-2009/">translation of my latest news-summary</a> on the Case of Marwa el-Sherbiny&#8217;s murder in Dresden.</p>
<p>A lot of new articles and statements appeared on the murder of Marwa in Dresden during the weekend. I try to summarize:</p>
<p>Marwas husband, Elwie Okaz, woke up from his coma on Friday. His condition is stable, but he still has to stay at the hospital.</p>
<p>Both secretary generals of the German Jewish and Muslim Central Council (Stephan Kramer and Aiman Mazyek) visited Marwa&#8217;s Husband today. Kramer is quoted as follows:</p>
<blockquote><p>&#8220;We want to send a signal against Islamophobia&#8221;, says Kramer. &#8220;A lot of Muslims are afraid and we cannot ignore this.&#8221; The reactions on the case so far are &#8220;absurdly meager&#8221;. (Source: <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/mord-mit-islamfeindlichem-hintergrund/">TAZ</a>)</p></blockquote>
<p>A <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2200820">meeting</a> is scheduled between both secretary generals and the Saxon prime minister (CDU).</p>
<p>A  <a href="http://alsharq.blogspot.com/2009/07/der-mord-marwa-el-sherbini-reaktionen.html">mourner&#8217;s prayer</a> took place at Berlin Dar el-Salam Mosque. The Egyptian ambassador, Ramzi Ezzeldin Ramzi, and the victim&#8217;s brother participated. The victim&#8217;s body was brought to Egypt in the evening, the German ambassador to Egypt Bernd Erbel was present at the airport among others.</p>
<blockquote><p>In a short address he pointed out, that the headscarve is not forbidden in Germany and the the murder is condemned by the German people. The diplomat explained that the 3 million Muslims in Germany enjoy all kinds of freedom and that the German nation is not hostile towards muslims. (Quelle: <a href="http://alsharq.blogspot.com/2009/07/der-mord-marwa-el-sherbini-reaktionen.html">al-Sharq</a>)</p></blockquote>
<p>Today, the burial of Marwa el-Sherbiny took place in Alexandria, Egypt. Al-Jazeera reports, that the German embassy in Cairo announced, that this crime doesn&#8217;t reflect the general attitude towards Muslims. Sulaiman Wilms, chief editor of the Islamic Newspaper, utters his partial disagreement <a href="http://english.aljazeera.net/news/middleeast/2009/07/20097612424648553.html"> in the same article</a>saying that this incident reveals the resentments that Muslims are confronted with in Europe.</p>
<p>The Intercultural Council <a href="http://www.musafira.de/2009/07/06/interkultureller-rat-ausert-sich-zum-fall-marwa/">spoke out for</a> for public demonstration of solidarity with the victims of the sćrime, especially from political stakeholder. This would demonstrate the attitude of the majority of the German people, who condemn anti-islamic racism.</p>
<p>Peter Widmann of the Institute for Research on Antisemitism at Berlin Technical University expresses his viewpoint in the daily TAZ:</p>
<blockquote><p>&#8220;If it&#8217;s true, what the media reports, this was obviously an anti-islamic attack&#8221;, says Peter Widmann, who is a researcher on islamophobia at the Centre for Research on Antisemitism.<br />
(&#8230;)<br />
 &#8220;This assault was probably mentally prepared through a hate-scene in the internet and through problemtatic tendencies among certain intellectuals, which have a place in mainstream society&#8221;, said the scienist Widmann. Anyhow, the topic is barely discussed in public until now.</p>
<p>&#8220;This is&#8221;, according to Widman, &#8220;in part because of the &#8220;widespread discomfort over Islam&#8221; well into the middle of German society.&#8221; &#8220;Furthermore there is an insecurity about what is legitimate critique and where an enemy stereotype begins. From my point of view this is petty simple though: ceriticism is legitimate, whenever it is directed at a specific individual or organisation, but it is not, when a collective character is assumed. (Quelle: <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/mord-mit-islamfeindlichem-hintergrund/">TAZ</a>)
</p></blockquote>
<p>Since now rumours and outbursts of of anger have started to circulate, I want to comment some of these.</p>
<p>In different paces on the net I read about a rumour, that the charge against Marwa&#8217;s murderer is be manslaughter – and not murder. Fact is that the charge is not yet filed. The police investigate for <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article4051592/Polizei-ermittelt-wegen-heimtueckischen-Mordes.html?">malicious murder</a> on behest of the prosecuting attorney. After Investigation are closed the charge will be filed &#8211; most probably for malicious murder.</p>
<p>I have heard all kinds of accusation against the German state. I have to say that, at least that part of the German state that is represented in this case by the prosecuting attorney Christian Avenarius and the judge has been operating well. This may sound surprising to some, but I want to put to record that the first sentence affirmed the criminal offence of discrimination and racism and punished it. Furthermore, the prosecuting attorney filed the follow-up suit against Alex W., because of his insisting and continuing harassment of Marwa during the first trial, that would have probably ended in a prison sentence. Furthermore the prosecuting attorney is investigating the behavior of the policeman, who accidental shot Marwa&#8217;s husband while he was trying to protect her. this investigation should verify if his behaviour is of criminal relevance. Of course I see a big responsibility for the increasing anti-islamic and racist atmosphere in this society on the side of politicians and public personalities as I noted  <a href="http://www.musafira.de/2009/07/04/nachrichten-update-zum-mord-an-marwa-el-sherbini/">elsewhere</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Newsupdate zum Mord an Marwa el-Sherbiny 06.07.2009</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 17:04:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über das Wochenende sind wieder viele Berichte und Stellungnahmen zu dem Mord an Marwa in Dresden zusammengekommen. Ich fasse zusammen:
Marwas Ehemann, Elwie Okaz, ist seit Freitag aus dem Koma erwacht und in stabilem Zustand, liegt aber weiterhin im Krankenhaus in Dresden. 
Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, hat zusammen mit Aiman [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über das Wochenende sind wieder viele Berichte und Stellungnahmen zu dem Mord an Marwa in Dresden zusammengekommen. Ich fasse zusammen:</p>
<p>Marwas Ehemann, Elwie Okaz, ist seit Freitag aus dem Koma erwacht und in stabilem Zustand, liegt aber weiterhin im Krankenhaus in Dresden. </p>
<p>Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, hat zusammen mit Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime den Ehemann der Getöteten besucht. Kramer zu seiner Motivation:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir wollen ein deutliches Zeichen gegen Islamophobie setzen&#8221;, sagte Kramer. &#8220;Viele Muslime haben Angst und das dürfen wir nicht ignorieren.&#8221; Die bisherigen Reaktionen auf den Fall seien &#8220;unverständlich spärlich&#8221;. (Quelle: <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/mord-mit-islamfeindlichem-hintergrund/">TAZ</a>)</p></blockquote>
<p>Am heutigen Abend ist ein <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2200820">Treffen</a> der beiden Generalsekretäre mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) geplant.</p>
<p>Am Sonntag fand ein <a href="http://alsharq.blogspot.com/2009/07/der-mord-marwa-el-sherbini-reaktionen.html">Totengebet in der Berliner</a> Dar el-Salam Moschee statt, an der auch der ägyptische Botschafter, Ramzi Ezzeldin Ramzi, und der Bruder der Ermordeten, Tariq El-Sherbiny, teilnahmen. Daraufhin wurde der Leichnam von ihrem Bruder nach Ägypten gebracht. Am Flughafen in Kairo nahm ihn u.a. auch der deutsche Botschafter Bernd Erbel in Empfang.</p>
<blockquote><p>Er verwies in einer kurzen Ansprache darauf, dass das Kopftuch in Deutschland nicht verboten sei und der Mord vom deutschen Volk verurteilt werde. Der Diplomat erklärte, dass die 3 Millionen in Deutschland lebenden Muslime alle Freiheiten genießen und und das deutsche Volk den Muslimen nicht feindlich gegenüberstehe. (Quelle: <a href="http://alsharq.blogspot.com/2009/07/der-mord-marwa-el-sherbini-reaktionen.html">al-Sharq</a>)</p></blockquote>
<p>Heute fand die Beerdigung von Marwa in Alexandria, Ägypten, statt. Al-Jazeera berichtet, dass die deutsche Botschaft in Ägypten verlauten ließ, dass diese Tat nicht die allgemeine Haltung gegenüber Muslimen reflektiere. Sulaiman Wilms von der Islamischen Zeitung, widerspricht im <a href="http://english.aljazeera.net/news/middleeast/2009/07/20097612424648553.html">selben Artikel</a> dieser Aussage teilweise, indem er sagt, dass dieser Vorfall die Ressentiments deutlich mache, mit denen Muslime in Europa konfrontiert seien.</p>
<p>Der Interkulturelle Rat hat sich in <a href="http://www.musafira.de/2009/07/06/interkultureller-rat-ausert-sich-zum-fall-marwa/">seiner Pressemitteilung</a> dafür ausgesprochen, dass es besonders von politischer Seite Solidaritätsbekundungen mit den Opfern geben sollte, da die Haltung der Mehrheit der Menschen in Deutschland reflektieren würde, die antimuslimischen Rassismus ablehnen.</p>
<p>Peter Widmann von Institut für Antisemitismusforschung äußert sich zu de Fall in der TAZ:</p>
<blockquote><p>&#8220;Falls es stimmt, was die Medien schreiben, war es ganz offensichtlich ein islamfeindlicher Anschlag&#8221;, sagte Peter Widmann, der am Zentrum für Antisemitismusforschung zu Islamophobie forscht.<br />
(&#8230;)<br />
 &#8220;Dieser Anschlag wurde möglicherweise atmosphärisch durch eine Hassszene im Internet vorbereitet und durch problematische Tendenzen unter bestimmten Intellektuellen, die bis in die Mitte der Gesellschaft reichen&#8221;, sagte Wissenschaftler Widmann. Dennoch würde das Thema Islamfeindlichkeit in der Öffentlichkeit bislang kaum diskutiert.</p>
<p>Das liege, so Widmann, zum einen an einem &#8220;verbreiteten Unbehagen über den Islam&#8221; bis in die gesellschaftliche Mitte hinein. &#8220;Zudem gibt es Unsicherheit darüber, was legitime Kritik ist und wo ein Feindbild beginnt&#8221;, sagte Widmann. Aus seiner Sicht ist das aber einfach: Legitim sei Kritik immer, wenn sie sich an konkrete Personen oder Organisationen richtet, nicht aber, wenn ein Kollektivcharakter angenommen werde. (Quelle: <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/mord-mit-islamfeindlichem-hintergrund/">TAZ</a>)
</p></blockquote>
<p>Da nun ja diverse Gerüchte und Wutausbrüche die Runde machen, noch ein paar Anmerkungen von mir. Ich habe des öfteren gelesen, dass Leute sich in Foren, bei Twitter usw. darüber aufregen, dass die Anklage gegen Marwas Mörder auf Totschlag – nicht auf Mord – lauten solle. Das ist nicht wahr, aus dem einfachen Grund, weil noch gar keine Anklage erhoben wurde. Noch laufen die Ermittlungen laut einem Bericht der &#8220;Welt&#8221; wegen <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article4051592/Polizei-ermittelt-wegen-heimtueckischen-Mordes.html?">heimtückischen Mord</a>. Eine Anklage wird dann aufgrund der Ermittlungsergebnisse erhoben.</p>
<p>Weiterhin habe ich des öfteren Vorwürfe gegen den deutschen Staat vernommen. Ich muss sagen, dass zumindest der Teil des deutschen Staates, der in diesem Fall durch den Dresdner Staatsanwalt und den Richter repräsentiert wird, gut funktioniert hat. Das mag vielleicht einige überraschen, allerdings muss festgehalten werden, dass durch das erste Gerichtsurteil der Tatbestand der Diskriminierung und des Rassismus festgestellt und bestraft wurde. Die Staatsanwaltschaft kam sogar zu der Auffassung, dass aufgrund der wiederholten Beleidigungen des Alex W. vor Gericht eine Revision angestrebt werden müsste, die möglicherweise eine Freiheitsstrafe nach sich gezogen hätte. Natürlich sehe ich auch eine Verantwortung für eine zunehmend islamfeindliche Stimmung in der Gesellschaft seitens Persönlichkeiten der Politik und Gesellschaft, wie ich an <a href="http://www.musafira.de/2009/07/04/nachrichten-update-zum-mord-an-marwa-el-sherbini/">anderer Stelle</a> schon erwähnt habe.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Interkultureller Rat äußert sich zum Fall Marwa</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/07/06/interkultureller-rat-ausert-sich-zum-fall-marwa/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 14:48:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Interkultureller Rat]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Miksch]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Interkulturelle Rat hat heute eine Pressemitteilung herausgegeben. In der heißt es unter anderem:
„Die Beleidigungen, mit denen der Täter, der 28-jährige Alex W., sein Opfer bereits in der Vergangenheit tituliert hatte, lassen den Schluss zu, dass die Bluttat islamfeindlich motiviert war“, erklärte der Vorsitzende des Interkulturellen Rates, Dr. Jürgen Micksch.
Der Interkulturelle Rat warnt seit vielen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Interkulturelle Rat hat heute eine Pressemitteilung herausgegeben. In der heißt es unter anderem:</p>
<blockquote><p>„Die Beleidigungen, mit denen der Täter, der 28-jährige Alex W., sein Opfer bereits in der Vergangenheit tituliert hatte, lassen den Schluss zu, dass die Bluttat islamfeindlich motiviert war“, erklärte der Vorsitzende des Interkulturellen Rates, Dr. Jürgen Micksch.</p>
<p>Der Interkulturelle Rat warnt seit vielen Jahren vor dem Anwachsen eines antimuslimischen Rassismus in Deutschland, der &#8211; nach jetzigem Kenntnisstand &#8211; erstmals in einem Tötungsdelikt Ausdruck gefunden hat.<br />
(&#8230;)<br />
Bei den Untersuchungen über den Tathergang ist auch der Frage nachzugehen, warum es bei dem Polizeieinsatz im Landgericht Dresden zu schweren Verletzungen des hinterbliebenen Ehemanns gekommen ist. Uns bewegt die Frage, warum er &#8211; obwohl an der Gewalttat nicht beteiligt &#8211; von den hinzukommenden Polizeibeamten fälschlicherweise als Täter identifiziert und angeschossen wurde.<br />
(&#8230;)<br />
Zugleich ist festzuhalten, dass von der Mehrheit der Menschen in Deutschland der antimuslimische Rassismus abgelehnt wird. Zeichen der Solidarität mit der ägyptischen Familie &#8211; besonders auch von politischen Verantwortlichen &#8211; sind deshalb jetzt besonders wichtig.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.interkultureller-rat.de/Presse/Presse_2009/Presse_07_06.shtml">Hier</a> geht es zur kompletten Mitteilung.</p>
<p>Update:</p>
<p>Die <a href="http://www.interkultureller-rat.de/Presse/Presse_2009/PM-Dresden-060709_en.pdf">Pressemitteilung gibt es nun auch in englischer Sprache</a>. Hier ein paar Auszüge:</p>
<blockquote><p>The Intercultural Council is warning since many years against the growth of anti-muslim<br />
racism in Germany, that – according to present knowledge – has led for the first time to<br />
homicide.<br />
(…)<br />
When investigating the sequence of events the question must be answered, why, at the<br />
occasion of the police operation in the Regional Court (Landgericht) of Dresden, the<br />
victim’s husband was injured so severely. We are moved by the question, why he –<br />
although in no way involved in the atrocity &#8211; was mistaken for the perpetrator by the<br />
accruing Police officer and shot.<br />
(…)<br />
The killing of Marwa E. is a solemn occasion to make an issue of Islamophobia in Ger-<br />
many. Urgent in addition is also a critical examination of anti-muslim blogs in the web.<br />
Within many posts of those blogs one can find hate-filled and dehumanizing statements<br />
that are not compatible with the Basic Constitutional Law of Germany.<br />
At the same time must be affirmed that anti-muslim racism is rejected by the majority of<br />
people living in Germany. A sign of solidarity – especially by the politically accountable<br />
– is crucial now.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Pressemitteilung IMV – Beim Namen nennen: antiislamischer Mord in Deutschland</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/07/04/pressemitteilung-imv-%e2%80%93-beim-namen-nennen-antiislamischer-mord-in-deutschland/</link>
		<comments>http://www.musafira.de/2009/07/04/pressemitteilung-imv-%e2%80%93-beim-namen-nennen-antiislamischer-mord-in-deutschland/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 17:38:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Insitut für Medienverantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Marwa el-Sherbini]]></category>
		<category><![CDATA[Messerattacke]]></category>
		<category><![CDATA[Mord]]></category>
		<category><![CDATA[Sabine Schiffer]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier unkommentiert eine Pressemitteilung des Insituts für Medienverantwortung in Erlangen

Beim Namen nennen: antiislamischer Mord in Deutschland
Das Opfer, die 32-jährige Marwa El-Sherbini
Mit Bestürzung haben wie die Nachricht wie auch die Art der Berichterstattung über die antiislamische Messerattacke in Dresden aufgenommen. Mit Kategorisierungen durch Begriffe wie „ausländerfeindlich“ oder „rassistisch“ wird versucht die Tatsache zu umgehen, dass die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier unkommentiert eine Pressemitteilung des Insituts für Medienverantwortung in Erlangen</p>
<blockquote><p>
<strong>Beim Namen nennen: antiislamischer Mord in Deutschland</strong><br />
Das Opfer, die 32-jährige Marwa El-Sherbini</p>
<p>Mit Bestürzung haben wie die Nachricht wie auch die Art der Berichterstattung über die antiislamische Messerattacke in Dresden aufgenommen. Mit Kategorisierungen durch Begriffe wie „ausländerfeindlich“ oder „rassistisch“ wird versucht die Tatsache zu umgehen, dass die antiislamische Agitation, die wir seit rund 30 Jahren beobachten und seit etlichen Jahren anmahnen, eine neue Stufe erreicht hat. Dass bisherige Bemühungen um eine Versachlichung der Diskussionen um Islam und Muslime bei weitem nicht ausreichen, zeigt diese Tat wie auch die Tatsache, dass der Ehemann des Opfers von einem Polizisten angeschossen wurde – nicht der tatsächliche Täter. Ob dies etwas mit dem Aussehen der Betroffenen zu tun hat, wäre in einem Gutachten zu prüfen. Statt hier Alarm zu schlagen im Sinne einer Vierten Gewalt, verlegt man sich medial eher auf Straftatsberichterstattung as usual – Russlanddeutscher, also nicht unser Problem.</p>
<p>Dabei ist eine solche Tat, in der der Täter sein Opfer als „Islamistin“ und „Terroristin“ beschimpfte, ein eindeutiges Signal, dass die Saat der antiislamischen Hassprediger wie auch deren Pendants der sinn-induktiven Verknüpfung von Gewaltthemen mit Symbolen des Islams in den Mainstream-Medien aufgeht. Wenn sich die Politik weiterhin wie bisher dilettantisch mit dem Erstarken eines antiislamischen Ressentiments als Ausdruck von Meinungsfreiheit befasst und Probleme ausschließlich aufseiten von Muslimen vermutet, werden wir die längst gerufenen Geister bald nicht mehr bändigen können. Es gab nie<br />
eine Multi-Kulti-Idylle in Deutschland und von der sind wir auch heute wieder ganz sicher und sehr weit entfernt.</p>
<p>Unser Mitgefühl gilt der Familie des Opfers! Unsere Sorge uns allen – ohne Ausnahme.<br />
Mit bestürzten Grüßen<br />
für das IMV-Team</p>
<p>Dr. Sabine Schiffer<br />
Institutsleitung
</p></blockquote>
<p><a href='http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2009/07/20090703_IMV_MedienZumantiislamMord-inDresden.pdf'>Hier</a> das ganze als PDF-Datei.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nachrichten-Update zum Mord an Marwa el-Sherbini</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/07/04/nachrichten-update-zum-mord-an-marwa-el-sherbini/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 17:23:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen den Täter Alexander W. wegen Mordes. Ermittler haben unterdessen seine Wohnung durchsucht und zahlreiche Unterlagen beschlagnahmt, die derzeit ausgewertet werden. Der Prozess soll innerhalb kurzer Zeit anberaumt werden.
Nun wird auch das Verhalten des Polizisten auf strafrechtliche Relevanz überprüft, der versehentlich den zum Schutz eilenden Ehemann für den Täter hielt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen den Täter Alexander W. wegen Mordes. Ermittler haben unterdessen seine Wohnung durchsucht und zahlreiche Unterlagen beschlagnahmt, die derzeit ausgewertet werden. Der Prozess soll innerhalb kurzer Zeit anberaumt werden.</p>
<p>Nun wird auch das Verhalten des Polizisten auf strafrechtliche Relevanz überprüft, der versehentlich den zum Schutz eilenden Ehemann für den Täter hielt und auf sein Bein schoss.</p>
<p>Marwas Leichnam ist inzwischen freigegeben und wird wohl noch an diesem Wochenende nach Ägypten zur Beerdigung überführt werden.</p>
<p>Nachdem ägyptische Botschaftsangehörige zunächst keinen Zugang zum dreijährigen Sohn der Getöteten hatten, befindet er sich nun in der Obhut der Schwester des immer noch im Krankenhaus liegenden Ehemannes. Sie ist, so wie der Bruder der Toten, am Freitag aus Kairo angereist und wird das Kind mit nach Ägypten nehmen.</p>
<blockquote><p>Die Schwester des Ehemanns kam am Nachmittag als Erste in Dresden an und fuhr unverzüglich ins Krankenhaus, um ihren Bruder zu besuchen. Begleitet wurde sie von vielen Freunden und Bekannten der Familie, unter anderem von Hamid el-Seyid, der ebenfalls aus Ägypten stammt und seit zwei Jahren in Dresden arbeitet. „Wir sind geschockt von der Tat. Die Verwandten können es nicht fassen“, sagt er. „Es leben nicht viele Ägypter in Dresden. Die meisten kennen sich und bei so einem Unglück hilft man sich natürlich.“ (Quelle: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2199780">Sächsische Zeitung</a>)</p></blockquote>
<p>Die Ägyptische Botschaft in Berlin hat zwei Mitarbeiter nach Dresden abbestellt um sich um den Sohn, Ehemann und die Verwandten vor Ort zu kümmern. Außerdem kommuniziert die Ägyptische Botschaft Deutschland die Geschehnisse in die ägyptische (und somit die ganze arabischsprachige) Öffentlichkeit, die den Fall natürlich sehr besorgt betrachtet.</p>
<p>Nach und nach kommen immer mehr Einzelheiten zu den Hintergründen der Tat durch. So wohnten der Täter und die ägyptische Familie in derselben Straße, wie die <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article4051592/Polizei-ermittelt-wegen-heimtueckischen-Mordes.html?page=1#article_readcomments">Welt berichtet</a>.</p>
<p>Ich werde an dieser Stelle immer mal wieder versuchen, neueste Erkenntnisse in dem Fall zusammenfassend zu kommentieren. Nur kurz noch ein paar Gedanken von mir zur Berichterstattung: Es wird immer wieder davon Gesprochen, dass es sich bei dem Täter um einen Einzeltäter und der Tat um eine Eizeltat handelt. Das ist offensichtlich, allerdings handelt es sich bei den Anfeindungen, gegen die Marwa sich gerichtlich zur Wehr setzte um Alltagserfahrungen muslimischer Frauen und Mädchen (mit Kopftuch). Immer wieder wird das Kopftuch als &#8220;Flagge des Islamismus&#8221; (O-Ton Alice Schwarzer) behauptet, oder das Kopftuch als &#8220;Symbol für Unterdrückung&#8221; (O-Ton Renate Schmidt, Ekin Deligöz, Wolfgang Thierse, und unzählig viele mehr) tituliert, immer über die Köpfe und Absichten muslimischer Frauen hinweg. All diese Aussagen kommen immer wieder von Menschen aus dem politischen und gesellschaftlichen Mainstream– nicht nur aus unserer allseits bekannten politisch inkorrekten Internetschmuddelkiste. Zudem wird diesen Aussagen immer und immer und immer wieder eine doch recht unkritische Medienplattform gegeben. Wie, um alles in der Welt, soll sich dies nicht in einem Feindbild &#8220;muslimische Frau mit Kopftuch&#8221; niederschlagen? </p>
<p>Quellen<br />
MDR-Sachen-Online: <a href="http://www.mdr.de/sachsen/6495083.html">Neue Erkenntnisse nach tödlicher Messerattacke</a><br />
Sächsische Zeitung: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2198815">Verwandte kümmern sich um Dresdner Opfer von Messerattacke</a><br />
FR-Online: <a href="http://www.fr-online.de/top_news/1821248_Dresdner-Bluttat-Mehr-als-Auslaenderhass.html">Mehr als Ausländerhass</a><br />
Sächsische Zeitung: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2199780">Mitgefühl für Opfer des Dresdner Landgericht-Attentats</a></p>
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		<title>Marwa E. – Opfer eines anti-islamisch motivierten Mordes</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 11:07:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nabil Yacoub]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich fasse zusammen, was ich den letzten Tagen aus Medienberichten über den Mord am Mittwoch in Dresden in Erfahrung bringen konnte.
Die Apothekerin Marwa E. lebt seit dem Jahr 2005 mit ihrem Mann Ali in Dresden. Sie arbeitet dort in einer Apotheke und er ist Stipendiat am renommierten Max-Planck-Institut.
Im August 2008 begegnen sich Marwa E. (32) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich fasse zusammen, was ich den letzten Tagen aus Medienberichten über den Mord am Mittwoch in Dresden in Erfahrung bringen konnte.</p>
<p>Die Apothekerin Marwa E. lebt seit dem Jahr 2005 mit ihrem Mann Ali in Dresden. Sie arbeitet dort in einer Apotheke und er ist Stipendiat am renommierten Max-Planck-Institut.</p>
<p>Im August 2008 begegnen sich Marwa E. (32) und Alexander W. (28) auf einem Dresdner Kinderspielplatz im Stadtteil Johannstadt. Nachdem sie ihn bittet auf einer Schaukel Platz für ihren Sohn zu machen, beschimpft er sie unter anderem mit den Worten &#8220;Islamistin&#8221;, &#8220;Terroristin&#8221; und &#8220;Schlampe&#8221;. Marwa E. ist Ägypterin, Muslima und trägt Kopftuch.</p>
<p>Marwa E. will sich gerichtlich gegen diese Beleidigungen wehren. Es kommt zur Verhandlung, in der Alexander W. vom Amtsgericht Dresden zu einer Geldstrafe von 780 € verurteilt wird.</p>
<p>Es kommt aber zu einem Berufungsverfahren. Die Berufung ging von der Staatsanwaltschaft aus, weil ihr das vorherige Urteil als zu Milde erschien und der Angeklagte sich uneinsichtig zeigte. Am 1. Juli um 9.30 beginnt also die Verhandlung vor dem Landgericht Dresden.</p>
<blockquote><p>W., der zuvor nicht anwaltlich vertreten worden war, wurde nun Markus Haselier als Pflichtverteidiger beigeordnet. Die 12. Strafkammer unter Vorsitz von Richter Tom Maciejewski hatte ihn dazu verpflichtet – wegen der Unfähigkeit des Angeklagten, sich selbst zu verteidigen, wie es hieß. (Quelle: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2197618">Sächsische Zeitung</a>)</p></blockquote>
<p>Weil Alexander W. in dem Strafverfahren am 1.Juli Marwa E. erneut massiv beleidigte, hatte die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht auf eine Haftstrafe gedrängt. Nach einer Stunde eskaliert die Situation, gerade in dem Moment in dem Marwa E. ihre Zeugenaussage beendet hatte. Alexander W. stürzt sich auf Marwa E., sticht innerhalb von 30 Sekunden 18 mal auf sie ein. Er ruft dabei &#8220;Du hast kein Recht, zu leben&#8221;. Marwa E. ist zu diesem Zeitpunkt im 3. Monat schwanger, ihr drei-jähriger Sohn wird Zeuge des Mordes und ihr Ehemann, der ihr zu Hilfe eilen wollte, wird ebenfalls lebensgefährlich verletzt und zudem noch versehentlich von einem Polizisten angeschossen. Ali O. ist mittlerweile, alhamdulillah, aus der Lebensgefahr. Der drei-jährige Sohn wird betreut.</p>
<p>Während viele Medienberichte noch über das (so offensichtliche) Motiv rätseln, ihre Artikel teilweise irreführend betiteln mit &#8220;Mord wegen Streit um Schaukel&#8221;, gibt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft folgendes über den Täter bekannt:</p>
<blockquote><p>Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte am Donnerstagabend im MDR-Fernsehen, der Täter sei ein &#8220;notorischer Ausländerhasser&#8221;. (Quelle: <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/1820280_Toetung-im-Dresdener-Gericht-Motiv-war-Auslaenderhass.html?sid=256754f4d6198ef4ad293f3088aeb1e3">FR-Online</a>)</p></blockquote>
<p>Nabil Yacoub, ehemaliger Geschäftsführer des Dresdner <a href="http://www.auslaenderrat.de/ar/startseite.php">Ausländerrats</a>, gab der Sächsischen Zeitung gegenüber Aufschluss über die Hintergründe des Falles.  </p>
<blockquote><p>Der 72-jährige Ägypter kümmerte sich jahrelang um die Sorgen von Migranten. Die jetzt so schwer geschädigte ägyptische Familie habe seit vier Jahren in Dresden gelebt, sagt er.<br />
(…)<br />
Die Frau sei Apothekerin gewesen, ihr Mann Pharmakologe am Max-Planck-Institut. „Er ist Stipendiat seiner Regierung. Der Anschlag macht bereits in Ägypten Schlagzeilen.“ Die Botschaft habe sich eingeschaltet.<br />
(…)<br />
 Frauen anderer Stipendiaten, die wie Marwa S. Kopftuch tragen, hätten bereits über Anfeindungen geklagt. „Wir wollten ihnen Mut machen, sich an die Behörden zu wenden, damit die Verwaltung Bescheid weiß“, sagte Yacoub.(Quelle: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2198564">Sächsische Zeitung</a>)</p></blockquote>
<p>Viele muslimische Frauen, die wegen ihrer Kleidung angefeindet oder diskriminiert werden, trauen sich nicht, sich damit an die zuständigen Stellen zu wenden. Deswegen versucht man in vielen Gemeinden, Ausländerbeiräten und Antidiskriminierungsstellen, diese Frauen dazu zu ermutigen, ihre Stimme zu erheben. Marwa E. hatte sich dazu entschlossen, sich nicht als &#8220;Terroristin&#8221; und &#8220;Islamistin&#8221; beleidigen zu lassen. In drei Monaten wollte sie zusammen mit ihrem Mann zurück nach Ägypten gehen.</p>
<p>Inna lillahi wa ilayhi raji&#8217;un – Zu Allah gehören wir und zu ihm kehren wir zurück. Möge Allah Marwa gnädig sein. Amin.</p>
<p><strong>Update</strong><br />
Der Ehemann der Toten befindet sich laut neueren Berichten <a href="http://www.stern.de/panorama/:Messerattacke-Landgericht-Das-Motiv-Ausl%E4nderhass/705282.html">weiterhin in kritischem Zustand</a>.</p>
<p>Quellen:<br />
Sächsische Zeitung: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2197618">Streit um eine Schaukel endet tödlich</a><br />
Sächsische Zeitung: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2198564">18 Messerstiche in 32 Sekunden</a><br />
Sächsische Zeitung: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2198788">Im Gericht: Polizist schoss auf Falschen</a><br />
FR-Online: <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/1820280_Toetung-im-Dresdener-Gericht-Motiv-war-Auslaenderhass.html?sid=256754f4d6198ef4ad293f3088aeb1e3">Motiv war Ausländerhass</a><br />
MDR-Info: <a href="http://www.mdr.de/nachrichten/6491174.html">Haftbefehl nach tödlicher Messerattacke</a></p>
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		<title>Einführung in die Islamwissenschaft – Peter Heine</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 20:43:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Nachschlagewerke]]></category>
		<category><![CDATA[Orientalistik]]></category>
		<category><![CDATA[Islam in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Islamwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Heine]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Rezension ist eigentlich bei der IZ erschienen. Ich konnte sie dort allerdings nicht mehr online finden, deswegen stelle ich sie hier ein.
Anfang 2009 ist im Akademie Verlag eine Einführung in die Islamwissenschaft von dem renommierten Islamwissenschaftler Peter Heine erschienen. Das Buch soll eine Lücke füllen und Anfänger in ihrem Studium der Islamwissenschaft in Seminaren, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Rezension ist eigentlich bei der IZ erschienen. Ich konnte sie dort allerdings nicht mehr online finden, deswegen stelle ich sie hier ein.</p>
<p>Anfang 2009 ist im Akademie Verlag eine Einführung in die Islamwissenschaft von dem renommierten Islamwissenschaftler Peter Heine erschienen. Das Buch soll eine Lücke füllen und Anfänger in ihrem Studium der Islamwissenschaft in Seminaren, Prüfungen und Studienarbeiten begleiten.</p>
<p>In 14 Kapiteln gibt der Autor einen möglichst umfassenden Überblick über Kernthemen, die in der Islamwissenschaft behandelt werden. Das Spektrum ist denkbar vielfältig: Von der Geschichte der Islamwissenschaft, über die obligatorischen Themenbereiche Koran und Sunna, bis zu Forschungen über die muslimische Stadt und moderne Jihad-Forschung wird der Autor dem breiten Themenspektrum des Faches gerecht. In jedem Kapitel wird zunächst ein Überblick über die Hauptdiskussionen im jeweiligen Themengebiet gegeben, die es innerhalb der Islamwissenschaft gegeben hat, dann wird meist ein Überblick über das Phänomen an sich (etwa die Entstehungsgeschichte des Korans oder die Geschichte des Islams in Deutschland) gegeben um dann in abschließenden Fragen dem Leser noch einmal die Möglichkeit zu geben, das Gelesene Revue passieren zu lassen.</p>
<p>Aufgrund der Masse an Themen, die abgedeckt werden, läuft das Buch oft Gefahr in oberflächliche Information abzugleiten und wichtige Information zu übergehen oder fehlerhaft darzustellen. So muss der Leser allerdings stellenweise davon ausgehen, dass mangelnde Kenntnisse muslimischer Glaubenspraxis oder des Korans verantwortlich für den einen oder anderen Lapsus sind. Nur so kann man sich erklären, dass die Befreiung Kranker vom Fasten im Ramadan als „außer Acht lassen“ koranischer Gebote zu betrachten sei, das lediglich auf Rechtskniffen (ungenannter) Rechtsgelehrter beruht. Dass sich diese Regelung aber direkt aus dem Koran ableitet (Sure 2: 185) – also selbst ein koranisches Gebot darstellt –, scheint hier untergegangen zu sein.</p>
<p>Auch zeigt sich durch das ganze Buch eine grundlegende Haltung islamischer Geistes- und Wissenschaftsgeschichte gegenüber, die man allzu häufig in den Orientwissenschaften wieder findet. So ist oft von „den Gelehrten“ die Rede, wenn es darum geht konkrete Debatten oder Positionen innerhalb der klassischen islamischen Wissenschaften nachzuzeichnen. Was ist daran problematisch? Ein komplette Welt wird dadurch verschleiert wenn von ominösen namenlosen „Gelehrten“ die Rede ist, wenn in Wirklichkeit bekannte Namen und konkrete Haltungen dahinter stehen. Es ist nicht zu hoch erwartet, angehenden Islamwissenschaftlern Namen und Gruppierungen zu benennen, mit denen sie im Laufe ihres Studiums ohnehin konfrontiert werden müssen. Zudem soll dieses Buch ja als Nachschlagewerk dienen, das den Studenten durch das Studium begleitet.</p>
<p>Besonderes Interesse weckt das Kapitel „Islam in Deutschland“, ist es doch lange kein Kernthema islamwissenschaftlichen Interesses gewesen. Das Kapitel informiert über die Geschichte des Islam in Deutschland, muslimische Organisationen und den derzeitigen Forschungsstand, der erwartungsgemäß recht mager ausfällt. Mit der Struktur und Entstehungsgeschichte muslimischer Verbände scheint der Autor nicht allzu vertraut zu sein – die Gründung des KRM kommt in der Darstellung nicht vor, der Islamrat scheint mit der DML verwechselt worden zu sein u.ä. Dem Autor ist es anzurechnen, die Debatte um eine Anerkennung muslimischer Organisationen als Religionsgemeinschaften/ Körperschaften des öffentlichen Rechts in einer solchen Veröffentlichung zu thematisieren. Die Zukunftsvisionen des Autors – sollte ein solche Anerkennung gelingen – scheinen aber realitätsfern. Peter Heine befürchtet wohl tatsächlich eine der beteiligten Organisationen habe sich vorgenommen, im Falle einer Anerkennung die Zakat durch die deutsche Finanzverwaltung einziehen zu lassen.</p>
<p>Trotz aller Kritik ist dieses Buch zu empfehlen, da es Debatten innerhalb der Islamwissenschaft kurz, knapp und lesbar nachzeichnet. Diese ermöglichen dem interessierten Leser, das breite Interessenspektrum und die Diskussionsviefalt  dieses Faches zu erahnen. Weiterhin sind die Literaturempfehlungen am Ende eines jeden Kapitels manchmal hilfreich und meist auch anspruchsvoll – spiegel sie doch Haltungen und Ergebnisse der Islamwissenschaft, die es (leider) nicht immer in die Wahrnehmung der Mainstreammedien schaffen. Für das Studium kann dieses Buch sicherlich in manchen Gebieten als Ausgangspunkt weiterer Recherchen dienen.</p>
<p>Peter Heine, Einführung in die Islamwissenschaft, erschienen im Akademie Verlag.  Preis: 19,80 Euro.</p>
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		<title>Das Unbehagen in der Islamwissenschaft – Abbas Poya, Maurus Reinkowski</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 20:31:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Orientalistik]]></category>
		<category><![CDATA[Abbas Poya]]></category>
		<category><![CDATA[Edward Said]]></category>
		<category><![CDATA[Islamwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte ganz vergessen, auf diese Rezension aufmerksam zu machen. Leider ist sie nur per Abo einsehbar:
Das Selbstverständnis der Is­lam­wissenschaft im Westen ist, nicht nur seit Veröffentli­chung der mittlerweile zum Klassiker gewordenen Abrechnung „Orientalism“ von Edward Said Ende der 70er, Thema von Veröffentlichungen und Konferenzen gewesen. Dies ist auch im deutschsprachigen Bereich der Fall. Den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte ganz vergessen, auf diese Rezension aufmerksam zu machen. Leider ist sie nur <a href="http://www.islamische-zeitung.de/?id=10955">per Abo einsehbar</a>:</p>
<blockquote><p>Das Selbstverständnis der Is­lam­wissenschaft im Westen ist, nicht nur seit Veröffentli­chung der mittlerweile zum Klassiker gewordenen Abrechnung „Orientalism“ von Edward Said Ende der 70er, Thema von Veröffentlichungen und Konferenzen gewesen. Dies ist auch im deutschsprachigen Bereich der Fall. Den jüngsten Versuch einer Identitätssuche stellt die Aufsatzsammlung „Das Unb­e­ha­gen in der Islamwissenschaft &#8211; Ein klassisches Fach im Scheinwerferlicht der Politik und Medien“, herausgegeben von Abbas Poya und Markus Reinkowski, dar.</p></blockquote>
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		<title>Mein Islambuch</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/05/24/mein-islambuch/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 May 2009 22:11:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Islamische Religionspädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Annett Abdel-Rahman]]></category>
		<category><![CDATA[Bülent Ucar]]></category>
		<category><![CDATA[Evelin Lubig-Fohsel]]></category>
		<category><![CDATA[Gül Solgun-Kaps]]></category>
		<category><![CDATA[islamischer Religionsunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Serap Erkan]]></category>
		<category><![CDATA[Theo-Web]]></category>

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		<description><![CDATA[In der aktuellen Ausgabe der Theo-Web – Zeitschrift für Religionspädagogik (8. Jahrgang 2009, Heft 1) habe ich zusammen mit Annett Abdel-Rahman das Schulbuch für den islamischen Religionsunterricht der 1./2. Klasse &#8220;Mein Islambuch&#8221; von Serap Erkan, Evelin Lubig-Fohsel, Gül Solgun-Kaps und Bülent Ucar rezensiert. Die Rezension ist auch online einsehbar.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der aktuellen Ausgabe der Theo-Web – Zeitschrift für Religionspädagogik (8. Jahrgang 2009, Heft 1) habe ich zusammen mit Annett Abdel-Rahman das Schulbuch für den islamischen Religionsunterricht der 1./2. Klasse &#8220;Mein Islambuch&#8221; von Serap Erkan, Evelin Lubig-Fohsel, Gül Solgun-Kaps und Bülent Ucar rezensiert. Die Rezension ist auch <a href="http://www.theo-web.de/zeitschrift/ausgabe-2009-01/22.pdf">online einsehbar</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Muslimisches Sorgentelefon</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/04/23/muslimisches-sorgentelefon/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 20:45:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[muslimisches Sorgentelefon]]></category>
		<category><![CDATA[Seelsorge]]></category>

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		<description><![CDATA[In Berlin soll es ab dem 1.5.2009 ein muslimisches Sorgentelefon geben. Unter der Nummer 030 / 44 35 09 821 soll vorerst täglich von 16-24 einer der fachgerecht ausgebildeten Seelsorger zu erreichen sein. In Zukunft wird ein 24-Stunden-Dienst angestrebt. Aus dem Infotext:
Wichtige Grundsätze der Arbeit des Muslimischen SeelsorgeTelefons sind: 

Verständnis: Wir haben für den Anrufer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Berlin soll es ab dem 1.5.2009 ein <a href="http://www.mutes.de/">muslimisches Sorgentelefon</a> geben. Unter der Nummer 030 / 44 35 09 821 soll vorerst täglich von 16-24 einer der fachgerecht ausgebildeten Seelsorger zu erreichen sein. In Zukunft wird ein 24-Stunden-Dienst angestrebt. Aus dem Infotext:</p>
<blockquote><p>Wichtige Grundsätze der Arbeit des Muslimischen SeelsorgeTelefons sind: </p>
<ul>
<li>Verständnis: Wir haben für den Anrufer und seine Situation Verständnis und urteilen nicht über ihn. Wir suchen gemeinsam mit ihm nach ersten Schritten aus der Krise. </li>
<li>Für die Gesellschaft: Jeder, der unseren Beistand haben möchte, ob Muslim oder nicht, ist uns willkommen. </li>
<li>Islamischer Rahmen: Hierbei wird jederzeit der islamische Rahmen von unserer Seite respektiert und bewahrt. Wir sind aber keine Auskunftshotline für rein religiöse Fragestellungen. Bei solchen Anfragen werden wir andere mögliche Ansprechpartner der muslimischen Landschaft in unserer Stadt, wie z.B. Moscheen benennen, an die man sich wenden kann. </li>
<li>Muttersprache: Unsere Ehrenamtlichen sprechen alle Deutsch. Einige sprechen Türkisch bzw. Arabisch. Wir möchten deswegen an bestimmten Terminen auch Gespräche in diesen Sprachen ermöglichen. </li>
<li>Anonymität: Wir garantieren beiderseitige Anonymität</li>
<li>Verschwiegenheit: Was uns anvertraut wird, dringt  selbstverständlich nicht nach außen und ist absolut vertraulich. Unsere Mitarbeiter sind zur strikten Verschwiegenheit verpflichtet. </li>
</ul>
</blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schüleraustausch Berlin Mitte-Neukölln</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/03/03/schuleraustausch-berlin-mitte-neukolln/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 18:28:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Jüdische Museum Berlin hat ein Projekt namens »on.tour &#8211; Das JMB macht Schule« entwickelt. Mit einer mobilen Ausstellung werden bundesweit Schulen besucht. Heute habe ich einen schönen Film der Deutschen Welle über dieses Projekt gesehen, in dem es zusätzlich um ein Austauschprojekt zwischen Schülern einer jüdischen Schule in Berlin-Mitte und Schülern aus Berlin-Neukölln geht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Jüdische Museum Berlin hat ein Projekt namens »on.tour &#8211; Das JMB macht Schule« entwickelt. Mit einer mobilen Ausstellung werden bundesweit Schulen besucht. Heute habe ich einen schönen Film der Deutschen Welle über dieses Projekt gesehen, in dem es zusätzlich um ein <a href="http://www.dw-world.de/popups/popup_single_mediaplayer/0,,3988059_type_video_struct_3609,00.html?mytitle=Koscher%2B-%2Bgibt%2527s%2Bdas%2Bnicht%2Bauch%2Bim%2BIslam%253F%2B">Austauschprojekt zwischen Schülern einer jüdischen Schule in Berlin-Mitte und Schülern aus Berlin-Neukölln</a> geht. Wirklich empfehlenswert: <a href="http://www.dw-world.de/popups/popup_single_mediaplayer/0,,3988059_type_video_struct_3609,00.html?mytitle=Koscher%2B-%2Bgibt%2527s%2Bdas%2Bnicht%2Bauch%2Bim%2BIslam%253F%2B">Koscher &#8211; gibt&#8217;s das nicht auch im Islam?</a></p>
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		<title>12 Aspekte zur Kopftuchdiskussion</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 21:19:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Text ist zwar schon fast sechs Jahre alt, aber ich finde die 12 Punkte immer noch aktuell:
12 wichtige Aspekte zur Debatte über “das Kopftuch” und muslimische Frauen
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Text ist zwar schon fast sechs Jahre alt, aber ich finde die 12 Punkte immer noch aktuell:</p>
<p><a href="http://www.nafisa.de/archiv-der-ag-muslimische-frau-in-der-gesellschaft/12-wichtige-aspekte-zur-debatte-uber-das-kopftuch-und-muslimische-frauen/">12 wichtige Aspekte zur Debatte über “das Kopftuch” und muslimische Frauen</a></p>
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		<title>Kopftuchverbot verletzt Menschenrechte…</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 21:06:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aufgrund von Zeitmangel hier nur ein Link zur Studie (basierend auf Gesprächen mit gut 30 verhinderten Lehrerinnen in Deutschland) von Human Rights Watch: Diskriminierung im Namen der Neutralität von Haleh Chahrokh.
Hier noch ein guter Kommentare zu dem Bericht &#8220;Kopftuchverbot für Lehrerinnen:
Glaube oder Beruf? Beides!&#8221; von Claudia Kirsch. (Überraschenderweise aus der Brigitte).
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aufgrund von Zeitmangel hier nur ein Link zur Studie (basierend auf Gesprächen mit gut 30 verhinderten Lehrerinnen in Deutschland) von Human Rights Watch: <a href="http://www.hrw.org/sites/default/files/reports/germany0209dewebwcover_1.pdf">Diskriminierung im Namen der Neutralität</a> von Haleh Chahrokh.</p>
<p>Hier noch ein guter Kommentare zu dem Bericht &#8220;<a href="http://www.brigitte.de/gesellschaft/politik-gesellschaft/kopftuch-verbot-schule-1008915/">Kopftuchverbot für Lehrerinnen:<br />
Glaube oder Beruf? Beides!&#8221;</a> von Claudia Kirsch. (Überraschenderweise aus der Brigitte).</p>
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		<title>Billigdiscounter, die zweite</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 14:43:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Einen echten Grund, Discounter wie Lidl, Aldi, Schlecker und andere Ketten wie Kaisers zu boykottieren, kann man beim Spiegelfechter nachlesen, in einem Artikel über eine gewerkschaftlich organisierte Kassiererin die wegen angeblicher Unterschlagung von 1,30 Euro gekündigt wurde.
Auch die dort verlinkte Reportage &#8220;Die Billigheimer&#8221; gibt ein wenig Hintergrundinformationen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen <a href="http://www.musafira.de/2009/01/09/aldi-lidl-israel-und-die-grose-spendenaktion/">echten</a> Grund, Discounter wie Lidl, Aldi, Schlecker und andere Ketten wie Kaisers zu boykottieren, kann man beim <a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/490/wenn-recht-zu-unrecht-wird">Spiegelfechter nachlesen</a>, in einem Artikel über eine gewerkschaftlich organisierte Kassiererin die wegen angeblicher Unterschlagung von 1,30 Euro gekündigt wurde.</p>
<p>Auch die dort verlinkte Reportage <a href="http://www.youtube.com/watch?v=14c4k7GKzTg">&#8220;Die Billigheimer&#8221;</a> gibt ein wenig Hintergrundinformationen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Symposium der Islamwissenschaft und Arabistik</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 09:28:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine gute Idee hatten Studierende der Uni Münster. Unter dem Titel &#8220;Iftah ya Simsim – Eine Tür zum modernen Orient?” organisieren sie ein Symposium für andere Studierende des Faches. Die Tagung so vom 30.04.09 bis zum 03.05.09 stattfinden.
Dadurch wollen wir insbesondere eine Plattform für Studierende schaffen, die ihre Haus- und Abschlussarbeiten nicht einfach nur in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine gute Idee hatten Studierende der Uni Münster. Unter dem Titel &#8220;Iftah ya Simsim – Eine Tür zum modernen Orient?” organisieren sie ein <a href="http://www.orientalisten.de/symposium/">Symposium für andere Studierende</a> des Faches. Die Tagung so vom 30.04.09 bis zum 03.05.09 stattfinden.</p>
<blockquote><p>Dadurch wollen wir insbesondere eine Plattform für Studierende schaffen, die ihre Haus- und Abschlussarbeiten nicht einfach nur in der Schublade verschwinden lassen wollen, sondern einem interessierten Publikum vorstellen möchten. Des Weiteren wird die Gelegenheit geboten, sich über Studienbedingungen, Auslandsaufenthalte und Masterstudiengänge auszutauschen. Ziel ist nicht nur ein einmaliges Symposium, sondern auch den Grundstein für zukünftige Symposien zu legen.</p></blockquote>
<p>Via <a href="http://www.kandil.de/gedankensplitter/">Gedankensplitter</a>.</p>
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		<title>Tabula Gaza wieder online</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 09:36:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der deutsch-ägyptische Blogger Philip Rizk ist schon seit einiger Zeit wieder aus seiner ungerechtfertigten Verhaftung entlassen. Sein ehemaliger Blog (und alle sein Emailadressen) wurde von denen, die ihn vier Tage lang verhörten, übernommen. Jetzt bloggt er wieder unter dieser Adresse: tabulagaza.wordpress.com. 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der deutsch-ägyptische Blogger Philip Rizk ist schon seit einiger Zeit wieder aus seiner ungerechtfertigten Verhaftung entlassen. Sein ehemaliger Blog (und alle sein Emailadressen) wurde von denen, die ihn vier Tage lang verhörten, übernommen. Jetzt bloggt er wieder unter dieser Adresse:<a href="http://tabulagaza.wordpress.com/"> tabulagaza.wordpress.com</a>. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Dokumentation der Konferenz „Feindbild Muslim – Feindbild Jude“</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 16:38:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin selbst nicht auf der umstrittenen Konferenz im Dezember vergangenen Jahres in Berlin gewesen. Nun wurde die Tagung dokumentiert:
Die wachsende Feindschaft gegen Muslime war Thema einer Tagung, die das Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin im Dezember 2008 veranstaltete. Ziel der Konferenz war es, die aktuellen Ressentiments gegen Muslime in Europa und insbesondere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin selbst nicht auf der umstrittenen Konferenz im Dezember vergangenen Jahres in Berlin gewesen. Nun wurde die Tagung dokumentiert:</p>
<blockquote><p>Die wachsende Feindschaft gegen Muslime war Thema einer Tagung, die das Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin im Dezember 2008 veranstaltete. Ziel der Konferenz war es, die aktuellen Ressentiments gegen Muslime in Europa und insbesondere in Deutschland zu thematisieren und mit dem Instrumentarium der Vorurteilsforschung, der Antisemitismus als wichtigstes Paradigma dient, zu untersuchen. Die teilweise heftigen Reaktionen in der Presse, in Internetforen und in der Bloggerszene, überwiegend ohne Kenntnis der Vorträge verfasst, gaben Anlass, die Tagung zu dokumentieren.</p></blockquote>
<p>Das Buch kann man <a href="http://www.metropol-verlag.de/pp/neuerscheinungen/neu_1_2007.htm#978-3-940938-32-9">hier</a> für 16 Euro bestellen.</p>
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		<title>Handschriften</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/02/13/handschriften/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 12:45:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor kurzem empfahl mir eine Freundin, doch mal die Seiten der Datenbank für arabische Papyri der Universität Zürich zu besuchen. Dort werden arabische Papyri aus dem ersten bis zum zehnten Jahrhundert Hijri online archiviert und sind für jedermann anzusehen. Bei den Dokumenten handelt es sich um Protokolle, Eheverträge, Steuerbescheide, Schenkungsschreiben, private Briefe usw. Die Papyri [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor kurzem empfahl mir eine Freundin, doch mal die Seiten der <a href="http://orientw.uzh.ch/apd/project.jsp">Datenbank für arabische Papyri</a> der Universität Zürich zu besuchen. Dort werden arabische Papyri aus dem ersten bis zum zehnten Jahrhundert Hijri online archiviert und sind für jedermann anzusehen. Bei den Dokumenten handelt es sich um Protokolle, Eheverträge, Steuerbescheide, Schenkungsschreiben, private Briefe usw. Die Papyri sind nach ganz unterschiedlichen Parametern durchsuchbar und sind auch teilweise übersetzt. Einfach spannend, einen einfachen Zugriff auf so frühe Dokumente islamischer Kultur-, Rechts- und Sozialgeschichte zu bekommen.</p>
<p>Das beste kommt aber noch: ein weiteres Projekt der Uni Zürich ist die <a href="http://orientx.uzh.ch:8080/aps_test_2/home/index.jsp">Schule für arabische Papyri</a>. Die dortigen Wissenschaftler haben sich tatsächlich die Mühe gegeben, einen online-Kurs zu entwerfen, in dem man lernen kann, arabische Papyri aus den unterschiedlichen Jahrhunderten lesen zu lernen. Zunächst erhält man eine theoretische Einführung zu Zustand, Konservierung und Editierung von arabischen Papyri. Im Lehrgang selbst wird anhand sieben verschiedener Papyri zunächst das Lesen geschult und noch zusätzlich Vokabeln abgefragt, Redewendungen gelernt und Verständnisfragen zum entzifferten Text gestellt. Wenn man sich dort als Nutzer registriert, werden alle Fortschritte, die man gemacht hat gespeichert, so dass man jederzeit wieder an dem Punkt ansetzen kann, an dem man aufgehört hat. Ich selbst bin ganz begeistert von dem Programm und setze mich immer mal wieder daran. Es ist zwar nicht ganz einfach, macht aber unheimlich Spaß! Man kann sogar ein offizielles Zertifikat der Uni Zürich bekommen, wenn man alle sieben Handschriften entziffert hat.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Anne Will zum 3.</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jan 2009 11:40:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Durch einen offenen Brief an die Redaktion der Sendung von Anne Will entstand eine öffentliche Diskussion zwischen dem Initiator Mohssen Masserat und Andreas Cichowicz, dem für die &#8220;Anne Will&#8221;-Sendung verantwortlichen Chefredakteur des NDR. Auf Wunsch dokumentiere ich hier die Korrespondenz. Die Korrespondenz mit der ARD und der Offene Brief zu &#8220;Anne Will&#8221;  wurde dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Durch <a href="http://www.musafira.de/2009/01/13/offener-brief-und-unterschriftenaktion-an-die-anne-will-redaktion/">einen offenen Brief </a>an die Redaktion der Sendung von Anne Will entstand eine öffentliche Diskussion zwischen dem Initiator Mohssen Masserat und Andreas Cichowicz, dem für die &#8220;Anne Will&#8221;-Sendung verantwortlichen Chefredakteur des NDR. Auf Wunsch dokumentiere ich hier die Korrespondenz. Die Korrespondenz mit der ARD und der Offene Brief zu &#8220;Anne Will&#8221;  wurde dem deutschen Presserat und einigen großen Tageszeitungen zur Kenntnis gebracht.</p>
<p>Hier die letzte Email Herrn Masserats in Antwort auf die Stellungnahme Herrn Cichowicz (folgt weiter unten):</p>
<blockquote><p>Betreff:	Re: ANNEWILL / Ihr Offener Brief<br />
Datum:	Thu, 22 Jan 2009 18:27:20 +0100<br />
Von:	Mohssen Massarrat <mohmass@uos.de><br />
An:	a.cichowicz@ndr.de, Anne Will <mail@annewill.de></p>
<p>Sehr geehrter Herr Cichowicz,<br />
sehr geehrte Frau Will, </p>
<p>gestatten Sie mir, an dieser Stelle auf Ihren Antwortbrief vom 14. 01. 09, Herr Cichowicz, und auf Ihre Stellungnahmen in den Medien, speziell im FAZ-Interview vom 17. Januar, Frau Will, gleichzeitig einzugehen.</p>
<p>Ich komme gern Ihrer Bitte nach, sehr geehrter Herr Cichowicz, und leite Ihren Brief an die Unterzeichner des &#8220;Offenen Brief&#8221; vom 13.01.09 weiter. Ihnen allen ist allerdings die Auffassung der ARD längst bekannt. Denn in einem Begleit-e-mail, das dem besagten Offenen Brief vorangestellt wurde, hatte ich Herrn Baumann, den ARD-Chefredakteur, aus einem Telefongespräch vom 12. Januar wortgetreu wie folgt zitiert: &#8220;Herr Baumann hat in einem Telephongespräch mit Nachdruck hervorgehoben, dass die ARD in diesem Zusammenhang weder unter Druck gestanden habe noch unter Druck handeln würde.&#8221;</p>
<p>Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich diesen Brief an Sie, zusammen mit dem &#8220;Offenen Brief&#8221; und Ihrer Antwort, informationshalber dem deutschen Presserat und einigen bundesweit bekannten Tages- bzw.  Wochenzeitungen zur Kenntnis bringe.</p>
<p>Ich bedauere sehr, weiterhin Ihrer offiziellen Darstellung der Entscheidungsfindung für die Sendung am 11. Januar nicht folgen zu können, so gern ich dieser Darstellung um der Gewissheit willen, &#8220;in Deutschland sei die Pressefreiheit nicht in Gefahr&#8221;, Glauben geschenkt hätte. Die immer noch offenen Fragen zu dem ganzen Vorgang sind m. E. sehr schwerwiegend. Angesichts der grundsätzlichen Bedeutung des Vorfalls für eine Debatte über die Gefahren für die Pressefreiheit, die m. E. im Zusammenhang mit der Solidarität zu Israel als deutscher Staatsräson zu sehen ist, und gerade weil diese politische Selbstverpflichtung von den Massenmedien als Selbstbeschränkung bei allen Israel bezogenen Themen missverstanden werden kann, möchte ich im folgenden doch auf Ihre Entgegnung detailliert eingehen:</p>
<p>1)   Die von Ihnen Beiden herausgestellte Entgegnung, &#8220;die Redaktion diskutiert bis zur endgültigen Entscheidung parallel über mehrere aktuelle Themen&#8221;, entkräftet in keiner Weise meinen und unseren Vorwurf gegen die &#8220;Absetzung&#8221; des Themas Krieg in Gaza. Denn der Umstand der parallelen Planung kann Ihre Behauptung schwerlich glaubwürdig machen, dass die Redaktion gleichzeitig alle potentiellen Gäste für die in engerer Wahl stehenden Themen einlädt, bevor die endgültige Entscheidung zum Thema getroffen ist.  Ein derartiges Verfahren hätte nicht nur wie in dem hier zur Diskussion stehenden Fall, sondern auch in allen anderen Fällen durch ständige Ein- und Ausladungen sicherlich für alle Beteiligten unangenehme Folgen. Da ich ausschließe, dass die Redaktion einer ARD-Talkshow mit den höchsten Quoten so unprofessionell arbeitet, blieb und bleibt immer noch nur die Möglichkeit übrig, die zunächst getroffene Entscheidung für das Thema Krieg in Gaza wurde nachträglich geändert.</p>
<p>2)   Ich kann Ihre Argumentation im konkreten Fall der Sendung am 11. Januar, Frau Sumaya Farhat-Naser als &#8220;potentiellem Gast&#8221; musste der Termin wegen der Reiseumstände aus der Konfliktregion frühzeitig mitgeteilt werden, ebenso wenig nachvollziehen. Erstens hatte die Redaktion nicht nur Frau Farhat-Naser, sondern auch Rupert Neudeck und Daniel Barenboim gleichzeitig mit eingeladen, für die der Aspekt &#8220;Reiseumstände&#8221; nicht zutrifft. Zweitens hätte die Redaktion &#8220;alle potentiellen Gäste&#8221; schon bei der ersten Einladung unmissverständlich über den etwaigen unverbindlichen Status der Einladung und die Möglichkeit der Programmänderung informieren müssen. Soweit mir bekannt ist, geschah dies aber nicht, was als Indiz dafür zu werten ist, dass das Thema zum Zeitpunkt der verbindlichen Einladung von Frau Farhat-Naser, also am Mittwoch, dem 7. Januar, entschieden war.</p>
<p>3)  Die Änderung der Redaktionsentscheidung selbst könnte aus meiner Sicht durch folgende Umstände veranlasst worden sein:</p>
<p>-  Erstens Relevanz und Aktualität.  Für das Thema &#8220;Krieg in Gaza&#8221; war dieses Kriterium auch nach Ihrer eigenen Einschätzung unbestritten erfüllt, während es niemandem leicht fallen dürfte, allen Ernstes dem Thema &#8220;Freitod&#8221; eine vergleichsweise noch höhere Aktualität und Relevanz zuzumessen.</p>
<p>-  Zweitens eine politische Einflussnahme, für die es, wie Frau Will im FAZ-Interview meint, &#8220;nicht einmal den Versuch&#8221; gegeben habe. Ich möchte die eindeutige Aussage durchaus nicht in Zweifel stellen, zumal eine Falschaussage für alle Beteiligten verhängnisvoll wäre. Sehr wohl möchte ich aber die Möglichkeit in Erwägung ziehen, dass</p>
<p>- drittens das ursprünglich beschlossene Thema, als Folge eines eingesetzten Nachdenkens innerhalb der Redaktion, einer Selbstzensur zum Opfer gefallen ist. Dies wäre aber ein genau so &#8220;harter Schlag&#8221; gegen Pressefreiheit und Demokratie in Deutschland.</p>
<p>Im &#8220;Offenen Brief&#8221; wurde, nicht wie Sie, sehr geehrte Frau Will, mir unterstellen, &#8220;unter Annahme falscher Tatsachen&#8221; &#8220;ideologisiert&#8221;. Vielmehr habe ich wegen eigener Ungewissheit über die genauen Hintergründe der Redaktionsentscheidung aus der Feststellung &#8211; &#8220;uns sind die Umstände, die zur Absetzung der geplanten Sendung führten, nicht bekannt&#8221; &#8211; für alle drei o. g. denkbaren Möglichkeiten den Schluss gezogen, dass &#8211; unabhängig vom tatsächlichen Anlass &#8211; &#8220;diese Entscheidung der Redaktion auf jeden Fall ein harter Schlag gegen die Pressefreiheit und die Demokratie in Deutschland&#8221; ist und  das &#8220;umso inakzeptabler, wenn die ARD unter politischem Druck gehandelt&#8221; haben sollte.</p>
<p>4)   Auch die Tatsache, dass die FAZ allein Frau Will Gelegenheit gab, die eigene Entscheidung ins rechte Licht zu stellen, anstatt durch die Gegenüberstellung der Sicht der ausgeladenen Gäste der Wahrheit näherzukommen, ist m. E. ebenfalls ein weiterer konkreter Beleg für die herrschende Einseitigkeit mit Bezug auf Israel.</p>
<p>Gern reiche ich Ihnen, sehr geehrter Herr Cichowicz, wie Sie es in Ihrem Brief wünschen, einige wenige Beispiele nach, die die im Offenen Brief von mir beklagte überwiegend einseitige Berichterstattung in Deutschland über den Krieg in Gaza belegen: Ich möchte jedoch den Beispielen den alles andere überragenden Aspekt der Berichterstattung zum Gaza-Krieg, der zu der Kategorie der subtil wie gefährlichen Manipulation der öffentlichen Meinung gehört, voranstellen:</p>
<p>1)  Hamas ist die Übersetzung für &#8220;Islamische Widerstandsbewegung&#8221;. Immerhin ist sie auch die legitime Vertreterin der Palästinenser, auf jeden Fall im Gazastreifen, da sie 2006 bei den demokratischsten Wahlen, die je in der arabischen Welt stattgefunden haben, gewählt wurde. Und dennoch gibt es in deutschen Massenmedien, einschließlich der beiden öffentlichen Fernsehanstalten, keine Nachricht über die Hamas zu hören, ohne dass sie nicht gleichzeitig mit dem Attribut &#8220;radikalislamisch&#8221; dämonisiert wird. Die ständige Kombination von &#8220;radikalislamisch&#8221; mit Hamas ist m. E. nichts Anderes als eine subtile Dämonisierung, da sie so den Zuschauern und Zuhörern gleich die nötige Vorverurteilung mitliefert. Auf diese Weise wird bei den Menschen die Empathie abgetötet und ihre Haltung begünstigt, sich über Israels Bomben auf palästinensische Frauen und Kinder nicht zu empören &#8211; nach dem Motto, &#8220;wer eine extremistische Organisation unterstützt, ist für die Folgen selbst verantwortlich&#8221;.</p>
<p>Die Dämonisierung ist somit alles Andere als eine sachliche Information, sie ist darüber hinaus auch eine gefährliche Manipulation der öffentlichen Meinung, die dazu dient, Kriege gegen vermeintliche Gegner zu rechtfertigen. Der Holocaust &#8211; um die Folgen einer derartigen Manipulation der Menschen drastisch vor Augen zu führen &#8211; wäre beispielsweise ohne die Dämonisierung der Juden durch die Nationalsozialisten und die Immunisierung der Deutschen gegen das Leid der Juden nicht möglich gewesen.</p>
<p>Können Sie, sehr geehrte Frau Will, sehr geehrter Herr Cichowicz, mir erklären, wie es kommt, dass alle Journalisten der öffentlichen Fernseh- und Rundfunkanstalten, selbst wenn dies manchmal sprachlich ziemlich unpassend wirkt,  gebetsmühlenartig die Hamas mit dem Zusatz &#8220;radikalislamisch&#8221;  versehen?  Halten Sie diese offenbar verordnete Sprachregelung angesichts ihrer manipulativen Substanz mit der Pressefreiheit noch vereinbar? Wenn nicht, bitte ich Sie, sich umgehend für die Abschaffung dieser diskriminierenden Sprachregelung einzusetzen.</p>
<p>2)   Richard Schneider und Karin Storch, beide ARD-Korrespondenten, berichteten in den Tagesthemen jeden Abend über den Krieg in Gaza nicht etwa aus Gaza selbst, sondern aus Tel Aviv, von wo sie aller Wahrscheinlichkeit nach gefilterte Informationen des israelischen Verteidigungsministeriums erhielten. Kein Wunder, dass sie systematisch und ohne Ausnahme, statt objektiver Informationen den Zuschauern der ARD erklärten, weshalb die israelische Luftwaffe Gaza bombardiert, weshalb Israels Bodentruppen vor Gaza auf den Angriffsbefehl warten, weshalb sie in Gaza einmarschieren etc.. Beiden Reportern ging es in meinen Augen durchweg stärker darum, bei den Zuschauern Verständnis für Israels Kriegshandlungen zu wecken.</p>
<p>3)   Richard Schneider begann am 12. Januar seinen Bericht in den Tagesthemen damit, dass Israel &#8220;endlich&#8221; mit der Mobilisierung der Reservisten begonnen habe!</p>
<p>4)   Auf die Frage der Tagesschaumoderatorin oder des -moderators in den letzten Kriegstagen, was die Bundesregierung tun müsse, damit es zum Waffenstillstand kommt, antwortete Karin Storch sinngemäß: die Bundesregierung könne nicht vermitteln, sie könne aber helfen, die Bedingungen herzustellen, die Israel für einen Waffenstillstand stellt. Wenige Tage später, und während Außenminister Frank-Walter Steinmeier sich in Nahost aufhielt, antwortete Richard Schneider auf die Frage von Tom Burow, was der Außenminister tun könne, damit es zum Waffenstillstand kommt, ebenfalls sinngemäß: Frank-Walter Steinmeier müsse auf den ägyptischen Präsidenten Druck ausüben, um mit deutscher Hilfe den Stopp der Waffenlieferungen für die Hamas durch die Tunnels durchzusetzen. Beide Antworten stimmen genau mit Israels Forderungen für einen Waffenstillstand überein, der Israel die Möglichkeit verschaffen soll, seine völkerrechtswidrige Blockadepolitik des Gazastreifens ungestört weiter zu betreiben.</p>
<p>Wie Sie sehen, gibt es für den Vorwurf der pro-israelischen Einseitigkeit deutscher Massenmedien viele Belege. Bei mir sind im Zuge der Veröffentlichung des Offenen Briefes weitere Beispiele für die Absetzung von geplanten Interviews und Gesprächen in diversen Hörfunk- bzw. Fernsehsendungen eingegangen. Mir liegt sogar ein Bericht für die direkte Intervention &#8220;von oben&#8221; während eines laufenden Gesprächs am 05.01.09 (10.10 &#8211; 11.30 Uhr) im Deutschlandfunk mit dem Nahostexperten Michael Lüders vor.</p>
<p>Ich melde mich, sehr geehrter Herr Cichowicz und sehr geehrte Frau Will, deshalb ausführlich zu Wort in der Absicht, die deutsche Wahrnehmung der islamischen Welt so gut  es meine Zeit und Kraft erlaubt, aus einem anderen Blickwinkel heraus zu beleuchten. Denn ich beobachte mit großer Sorge, wie inzwischen der Islam und die islamische Welt in Deutschland den Platz von längst überwundenen historischen &#8220;Erbfeinden&#8221; eingenommen hat. Zu dieser verhängnisvollen Entwicklung haben deutsche Massenmedien leider erheblich beigetragen. Insofern sehe ich als Deutsch-Iraner es sogar für meine Pflicht an, die verantwortlichen Persönlichkeiten, wie Sie, auf künstlich geschaffene Gegensätze in Deutschland aufmerksam zu machen. Nichts liegt mir mehr am Herzen als zur Überwindung der Feindbilder und der im wesentlichen gezielt geschürten kulturellen Kluft zwischen meiner deutschen Heimat und Europa einerseits und meiner iranischen Heimat und der islamischen Welt andererseits ein wenig beizutragen.</p>
<p>Feindbilder und Dämonisierung der Anderen bereiten psychologisch den Boden für Gewalt und Krieg vor. Helfen Sie daher bitte mit, stattdessen den Geist der Kooperation und des Respekts vor anderen Kulturen zu fördern. Haben Sie bitte auch Verständnis für meine scharfe Kritik an den deutschen Massenmedien in Bezug auf die leider zu konstatierende einseitige Berichterstattung über den Krieg in Gaza.</p>
<p>Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen<br />
Prof. i. R. Dr. Mohssen Massarrat</p></blockquote>
<p>Hier nun die Stellungnahme Herrn Cichowicz:</p>
<blockquote><p>a.cichowicz@ndr.de schrieb:</p>
<p>Sehr geehrter Professor Massarrat, </p>
<p>vielen Dank für Ihren „Offenen Brief“ vom 13. Januar 2009, den Sie an Anne Will, an mich und ARD-Chefredakteur Thomas Baumann geschickt haben. Ihren Brief haben Sie mit einem Anschreiben versehen, in dem Sie u.a. mehrfach von einer „Absetzung“ einer geplanten ANNEWILL-Sendung zum Krieg in Gaza“ sprechen. Dies entspricht nicht den Tatsachen. Weder der NDR, noch Thomas Baumann oder der Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens haben eine Sendung zum Gaza-Konflikt „abgesetzt“, wie Sie behaupten. </p>
<p>Wie Ihnen bereits telefonisch von der zuständigen Redakteurin und von Thomas Baumann mitgeteilt wurde, entspricht es durchaus dem üblichen redaktionellen Verfahren, dass die Redaktion zeitgleich mehrere Themen vorbereitet. Zu diesem Zweck werden natürlich auch frühzeitig Terminanfragen an verschiedene potentielle Gäste gerichtet. So verhielt es sich auch vergangene Woche als mögliche Teilnehmer einer in Planung stehenden Sendung zum Thema Gaza angefragt wurden. Darunter war u.a. die von uns hoch geschätzte Frau Sumaya Farhat-Naser. Deren mögliche Teilnahme setzte eine frühzeitige Anreise aus der Konfliktregion voraus. Dass Frau Farhat-Naser erst bei ihrem Eintreffen in Berlin am vergangenen Freitag von der redaktionellen Entscheidung zugunsten einer Sendung zum Thema „Freitod“ erfahren hat, bedauern wir, stellen aber fest, dass dies den Unwägbarkeiten und Hindernissen ihrer Anreise geschuldet ist und nicht auf Versäumnisse der Redaktion zurückzuführen ist. </p>
<p>Die endgültige Themenfestlegung, eine entsprechende Ankündigung auf den von uns autorisierten Internetangeboten (www.annewill.de und www.daserste/annewill.de) und die Information der Programmpresse erfolgen freitags. Es entspricht weder den Tatsachen, dass eine Sendung zum Gaza-Konflikt von uns angekündigt, also veröffentlicht worden ist, noch, dass eine Themenfestlegung bereits vier Tage vor der Sendung – wie von Ihnen behauptet am Mittwoch – vorgenommen worden ist. </p>
<p>Die Entscheidung der Redaktion von ANNEWILL, die rein nach journalistischen Kriterien in großer Einmütigkeit mit dem NDR getroffen wurde, als „harten Schlag gegen die Pressefreiheit und die Demokratie in Deutschland“ zu bewerten, liegt vollständig neben der Sache. Eine wie auch immer geartete Einflussnahme auf die Entscheidung hat es nicht gegeben. </p>
<p>Und, wenn ich das abschließend anfügen darf: Für Ihren pauschalen Vorwurf, die Berichterstattung der ARD sei einseitig, bleiben Sie jeden Beleg schuldig. Die ARD hat insgesamt ausführlich über den Krieg in Gaza berichtet, sowohl in einer 30minütigen Hintergrundreportage als auch täglich in den Nachrichtensendungen mit Berichten, Interviews und Schalten und nicht zuletzt mit einem nahezu monothematischen Weltspiegel. </p>
<p>Ich erwarte, dass Sie diese Antwort an den gleichen Verteiler senden, der Ihren „Offenen Brief“ erhalten hat. </p>
<p>Mit freundlichen Grüßen </p>
<p>Andreas Cichowicz<br />
Chefredakteur Fernsehen</p></blockquote>
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		<title>Obama, lass meine Bauchschmerzen aufhören…</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 12:48:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Machsom Watch]]></category>
		<category><![CDATA[Obama]]></category>

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		<description><![CDATA[Dies ist ein offener Brief an den neuen US-Präsidenten Obama von einem Mitglied von Machsom Watch – einem Netzwerk israelischer Frauen, die sich gegen die Besatzung einsetzen. Es braucht keinerlei Kommentar meinerseits:

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Dies ist ein offener Brief an den neuen US-Präsidenten Obama von einem Mitglied von <a href="http://www.machsomwatch.org/en">Machsom Watch</a> – einem Netzwerk israelischer Frauen, die sich gegen die Besatzung einsetzen. Es braucht keinerlei Kommentar meinerseits:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/EcGm-gxmxHw&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/EcGm-gxmxHw&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Offener Brief an die Bundeskanzlerin Merkel</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 14:39:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkommentar]]></category>
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		<category><![CDATA[Obeidullah El-Mogaddedi]]></category>
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		<description><![CDATA[In letzter Zeit erreichten mich verschiedenen Offenen Briefe an unsere deutsche Bundeskanzlerin zum Gazakrieg. Ich will hier beide Briefe Dokumentieren. Da sie beide recht lang sind, stelle ich hier nur Auszüge zur Verfügung. Die kompletten Briefe kann man sich aber als PDF herunterladen. Einmal gibt einen aktuellen Brief von Prof. Dr. Mohssen Masserat und einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In letzter Zeit erreichten mich verschiedenen Offenen Briefe an unsere deutsche Bundeskanzlerin zum Gazakrieg. Ich will hier beide Briefe Dokumentieren. Da sie beide recht lang sind, stelle ich hier nur Auszüge zur Verfügung. Die kompletten Briefe kann man sich aber als PDF herunterladen. Einmal gibt einen aktuellen Brief von <a href='http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2009/01/offbfbundeskanzlerinmerkel.pdf'>Prof. Dr. Mohssen Masserat</a> und einen von <a href='http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2009/01/offener-brief-an-bundeskanzlerin-angela-merkel.pdf'>Dr. Obeidullah El-Mogaddedi</a> von letzter Woche. </p>
<p>Auszüge aus dem offenen Brief von Dr. El-Mogaddedi:</p>
<blockquote><p>
Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,<br />
[…]<br />
Die Angriffe Israels auf Gaza zum Anlass nehmend, hat die Bundesregierung die Öffentlichkeit am 29.12.2008 wissen lassen, dass die Verantwortung für die Entwicklung in der Region &#8220;eindeutig und ausschließlich&#8221; bei der Hamas liege, darin sei sie sich mit dem Ministerpräsidenten Israels einig.<br />
[…]<br />
Bitte erlauben Sie mir Ihnen in Ihrer Eigenschaft als höchste Vertreterin unserer Bundesregierung und Ihrem Kabinett mit klaren Worten zu widersprechen, im Interesse der Bundesrepublik, wie auch im Interesse der Menschen, von denen viele auch in Palästina, wie auch in anderen Ländern der Muslimischen Welt,  vor dem seit Jahrhunderten in Europa verwurzelten Antisemitismus, immer eine Zuflucht gefunden haben.<br />
Die Bundesregierung verstösst damit gegen die universellen Menschenrechte, weil sie deren Einhaltung von Israel nicht einfordert. Menschenrechte besitzen eine nicht qualifizierbare Gültigkeit, unabhängig von Rasse, Geschlecht und religiöser Zugehörigkeit. Diejenigen, die heute die Regierung  Israels für den Tod von über 630 und die Verstümmelung von über 2700 Menschen &#8211; Tendenz steigend- bei dem seit über sechs Monaten (!) geplanten Angriff auf Gaza, das „größte Freiluftgefängnis der Welt“ (Bischof Desmond Tutu), verantwortlich machen, haben längst erkannt, dass der Konflikt in Palästina nicht auf ein paar, primitive von der Hamas auf die Städte Sderot und Ashkelon abgefeuerten Geschosse zurück zu führen ist. Damit Sie mich nicht falsch verstehen, der Tod von israelischen Zivilisten durch Kassam-<br />
Projektile ist durch nichts zu rechtfertigen!<br />
[…]<br />
Die explosive Situation, die in Gaza existiert, ist nicht &#8220;ausschließlich und eindeutig&#8221; das Produkt der Hamas-Regierung. Achtzig Prozent der Menschen, die in Gaza leben, sind Personen und deren Nachkommen, die im Jahr 1948 bei der Staatsgründung Israels in den Gazastreifen  geflohen sind, auch aus ehemals arabischen Städten wie Ashkelon, auf arabisch „Askalaan“ genannt. Die Mehrheit der Menschen in Gaza stammt nicht aus Gaza, sondern sie sind Opfer von Vertreibung!<br />
[…]<br />
Die von Ihrem Außenminister Steinmeier angekündigte Erhöhung der humanitären Hilfe für die Menschen in Gaza ist zu begrüßen, aber sie ist dennoch Ausdruck einer fehlgeleiteten Nahost-Politik. Diese vermittelt den Eindruck, man könne einem Volk von mittlerweile mehr als neun Millionen Palästinensern dauerhaft das natürliche und unveräußerbare Recht auf Menschenwürde und sichere Heimstätte nehmen lassen und durch eine permanente humanitäre Hilfe ersetzen. Ist dieser Zustand nicht erniedrigend?<br />
[…]<br />
Mit der pauschalen Unterstützung für Israels Kriegspolitik hat die Bundesregierung dem Ansehen der Bundesrepublik Deutschland in der Muslimischen Welt großen Schaden zugefügt und Israel einen gewaltigen Bärendienst erwiesen, wie die Zukunft leider zeigen wird.<br />
[…]<br />
Vielleicht überdenken Sie und Ihre Minister dieoffizielle Haltung Deutschlands zu Israels<br />
Krieg in Gaza noch einmal.<br />
Mit freundlichen Grüssen<br />
Obeidullah El-Mogaddedi<br />
06.01.2009</p></blockquote>
<p>Auszüge aus dem offenen Brief von Prof. Dr. Masserat:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel,</p>
<p>Als die israelische Luftwaffe die ersten Bomben auf palästinensische Häuser, auf Frauen und Kinder undauf Hamas-Einrichtungen in Gaza geworfen hatte, hielt ich mich gerade in meiner iranischen Heimat auf. Die überwiegend staatlich kontrollierten Medien machten übereinstimmend das &#8220;Zionistische Besatzerregime&#8221; für den Kriegsbeginn verantwortlich, das staatliche Fernsehen reduzierte seine<br />
Kriegsberichterstattung darauf, den Zuschauern immer wieder neue Leichenberge, eben &#8220;islamische&#8221; Opfer des Zionismus, zu präsentieren. Als sich herausstellte, dass über die iranischen Medien in diesem Zusammenhang objektive Informationen nur schwer zu bekommen sind, wandte ich mich ARD und ZDF, eben den öffentlichen Fernsehanstalten meiner deutschen Heimat, zu. Zu meiner Verblüffung erlebte ich auch dort eine nicht minder einseitige Kriegsberichterstattng, mehr noch: ich erfuhr, dass Sie, Frau Bundeskanzlerin, „allein und ausschließlich“ die Hamas für das Auslösen des Krieges verantwortlich gemacht hatten. Zunächst traute ich erschrocken meinen Ohren nicht, dann wurde aber diese<br />
Nachricht zur Gewissheit, als ich mir in Erinnerung rief, wie Sie sich schon während Ihrer ganzen Regierungszeit zum Nahostkonflikt verhalten hatten. Dass auch Ihr SPD Außenminister Frank Walter Steinmeier sich ähnlich wie Sie positioniert hatte, machte Ihre Haltung weder verständlicher noch glaubwürdiger.<br />
[…]<br />
Frau Bundeskanzlerin, Sie haben persönlich die Mitverantwortung für Israels systematische und umfassende Blockadepolitik des Gazastreifens, für diese menschenfeindliche Politik des Aushungerns der Zivilbevölkerung. Diese alle Ideale der Demokratie verratende Politik hat der Hamas keine andere Wahl gelassen, als sich zu radikalisieren und im Ausbau ihres Arsenals an primitiven Kassam-Raketen,<br />
die in militärischer Hinsicht mehr symbolisch als waffentechnisch wirken, ihre einzige Hoffnung zu sehen. Diese Politik Israels und des Westens musste zum aktuellen Krieg führen, den Israels Regierung offensichtlich von langer Hand sorgfältig vorbereitete, um ihn zur Jahreswende und während die halbe Welt sich unter dem Weihnachtsbaum befand, vom Zaun zu brechen.<br />
[…]<br />
Israels Krieg in Gaza stellt m. E. ein Novum in der Geschichte dar: Die fünftstärkste Armee der Welt führt gegen ein kleines wehrloses Volk einen Krieg aus der Luft, von der See und auf dem Boden, sie, die Armee, zerstört die Stromversorgung, die Wasserversorgung, beschießt Krankenhäuser, verwehrt tagelang, trotz Protesten des IKRK, Ambulanzen den Zugang zu den von der Armee beschossenen Stadtvierteln, bombardiert UNRWA-Konvois mit Hilfsgütern für die Zivilbevölkerung und setzt sich<br />
über die Resolution des UN-Sicherheitsrats, die Kriegshandlungen sofort einzustellen, bedenkenloshinweg. Und dies alles geschieht vor unserer aller Augen, vor den Augen der gesamten „zivilisierten“ Weltöffentlichkeit.Es gibt keinerlei Proteste Ihrer Regierung und jener Regierungen anderer Staaten, die in vielen anderen Fällen -wie beispielsweise im Falle von Menschenrechtsverletzungen der VR China und der Islamischen Republik Iran -nicht zögern zu protestieren oder gar Sanktionen zu verlangen. Mehr noch: Im Falle von Israel sind die gezielt<br />
ausgesuchten Journalisten in manipulativer Absicht augenfällig bemüht, für die Verbrechen der israelischen Armee Verständnis zu wecken, anstatt über die grausamen Folgen des Krieges objektiv zu berichten. Es ist alarmierend, dass die ARD-Talkshow-Redaktion „Anne Will“ eine für den 11. Januar geplante Sendung über den Krieg in Gaza, aller Wahrscheinlichkeit nach auf politischen Druck hin,<br />
absetzte. Dies wäre in meinen Augen ein harter Schlag gegen die Pressefreiheit und die Demokratie in Deutschland. Daher ist es durchaus nicht zufällig, dass die Öffentlichkeit in Deutschland sich so gut wie überhaupt nicht rührt, obwohl Israel im Begriff ist, vor unseren allen Augen in Gaza einen Völkermord zu begehen.<br />
[…]<br />
Sie, Frau Bundeskanzlerin, auch die politische Elite in Europa und in den Vereinigten Staaten von Amerika, Sie alle sind mitverantwortlich nicht nur für das Leid der Palästinenser, sondern auch für das Leid der Bevölkerung Israels, ständig in Angst und Schrecken leben zu müssen. Es ist an der Zeit, diese verhängnisvolle Israelpolitik durch eine zukunftsfähige Politik zu ersetzen, die auf echter ökonomischer, kultureller und politischer Kooperation zwischen Israel und dessen Nachbarn aufbaut.<br />
Mit Respekt vor Ihrem Amt und<br />
freundlichen Grüßen<br />
(Prof. Dr. Mohssen Massarrat)</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief und Unterschriftenaktion an die Anne Will Redaktion</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/01/13/offener-brief-und-unterschriftenaktion-an-die-anne-will-redaktion/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 13:31:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Mohssen Massarat]]></category>
		<category><![CDATA[Norman G. Finkelstein]]></category>
		<category><![CDATA[Tarik Ali]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Absetzung der Anne Will Sendung zum Thema Gaza vergangenen Sonntag hat für viel Diskussion gesorgt. Prof. Dr. Mohssen Massarat aus Osnabrück hat sich die Mühe gegeben, Unterschriften für einen Offenen Brief an die Redaktion zu sammeln. Nach eigener Aussage war er selbst überrascht, dass der Aufruf offensichtlich auch außerhalb von Deutschland verbreitet wurde. So [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.musafira.de/2009/01/11/programmanderung-bei-anne-will-%E2%80%93-gaza-kein-thema/">Absetzung der Anne Will Sendung zum Thema Gaza</a> vergangenen Sonntag hat für viel Diskussion gesorgt. <a href="http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13337">Prof. Dr. Mohssen Massarat aus Osnabrück</a> hat sich die Mühe gegeben, Unterschriften für einen Offenen Brief an die Redaktion zu sammeln. Nach eigener Aussage war er selbst überrascht, dass der Aufruf offensichtlich auch außerhalb von Deutschland verbreitet wurde. So haben auch Personen wie Immanuel Wallerstein, Norman G. Finkelstein, Tarik Ali und viele andere aus Nicaragua, England, Dänemark, Jemen,  Frankreich, Iran, USA, Österreich, Schweiz, Kanada etc. mit unterzeichnet. Ich veröffentliche hier das Anschreiben als auch den offenen Brief mit den Unterschriften, der heute an die ARD Redaktion versandt wurde. </p>
<p>Ich finde, dass dies eine Ermutigung ist, um selber aktiver zu werden in Bezug auf die einseitige Medienberichterstattung hier in Deutschland. </p>
<p>Hier also das Anschreiben:</p>
<blockquote><p>Prof. Dr. M. Massarrat, Hofbreede 64, D-49078 Osnabrück<br />
mohssen.massarrat@uos.de</p>
<p>Osnabrück, 12. Januar 2009</p>
<p>Sehr geehrter Herr Baumann,<br />
sehr geehrter Herr Cichowicz,<br />
sehr geehrte Frau Will,</p>
<p>sie erhalten nachstehend den Offenen Brief anläßlich der Absetzung der für die ARD-Talkshow &#8220;Anne Will&#8221; geplanten Sendung zum Krieg in Gaza zu Ihrer Kenntnis. Der Brief wurde inzwischen (innerhalb von ca. 20. Stunden nach dessen Versand) von mehreren Hundert Personen bzw. Organisationen unterzeichnet. Wir haben über 250 von ihnen registriert. Minütlich kommen neue dazu. Wir fühlen uns außerstande, alle eingegangene Namen aufzuführen. Wir können insofern davon ausgehen, dass die Sorgen, die im Brief zum Ausdruck kommen, von einem beachtlichen Teil der Menschen in unserem Land geteilt werden.</p>
<p>Die wenigen Zeilen, die Frau Anne Will uns und vielen anderen Menschen als Grund der Absetzung in ihrem mail vom 12. Jan., 13.57 Uhr, genannt hat, werfen mehr Fragen auf als offene Fragen zu beantworten. Uns ist zwar das Verfahren bis zur endgültigen Entscheidung für das Thema der Woche sehr wohl bekannt. Es fällt uns jedoch sehr schwer, dem von Anne Will genannten Grund für die Absetzung zu folgen, weil<br />
-  erstens das Palästinathema bis zum 8. Januar in Fernsehprogrammankündigungen zu sehen war und erst ab dem 9. Januar ohne Begründung verschwand,<br />
- zweitens die ausgewählten Teilnehmer sicherlich nicht eingeladen werden, bevor die Themenauswahl entschieden ist, und hier wissen wir definitiv, dass Rupert Neudeck, Daniel Barenboim und Sumaya Farhat-Naser eingeladen worden waren und letztere sogar in Deutschland angereist war,<br />
- drittens ein politisch hoch brisantes und aktuelles Thema nicht so ohne weiteres zu Gunsten eines zeitlosen Themas einfach fallen gelassen wird,<br />
- und weil viertens eine Redaktion in aller Regel sich hütet, zunächst eine so prominente Besetzung wie die o. g. Personen sowie Joschka Fischer und Avi Primor einzuladen, um sie dann ohne irgend einen schwerwiegenden Grund wieder auszuladen,<br />
- und weil fünftens und letztlich derartige Entscheidungen, soweit uns bekannt ist, in der Regel Mittwochs endgültig feststehen, die Ausladung aber in diesem Falle am Donnerstag, dem 08. Januar, ausgesprochen worden ist.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
i. A. aller Unterzeichnerinnen und Unterzeichner</p>
<p>Prof. i. R. Dr. Mohssen Massarrat</p></blockquote>
<p>Und hier der offenen Brief mit Unterschreibern:</p>
<blockquote><p>Offener Brief<br />
An den Chefredakteur der ARD, Herrn Thomas Baumann,<br />
an Herrn Andreas Cichowicz<br />
und an Frau Anne Will</p>
<p>Sehr geehrter Herr Baumann,<br />
sehr geehrte Frau Will,</p>
<p>wir haben mit Entrüstung davon Kenntnis erhalten, dass die ARD eine aktuelle Sendung der Talkshow &#8220;Anne Will&#8221; zum Konflikt im Gazastreifen kurzfristig abgesetzt hat, die für Sonntag, den 11. Januar, vorgesehen war. Zu dieser Talkshow wurden nach unserer Kenntnis u. a. auch der israelische Dirigent Daniel Barenboim und die palästinensische Hochschullehrerin Frau Dr. Sumaya Farhat-Naser sowie Rupert Neudeck eingeladen. Herr Barenboim, Frau Farhat-Naser und Herr Neudeck gehören zu den herausragenden Persönlichkeiten, die sich jeweils auf bewunderswerte Weise für den palästinensisch-israelischen Dialog engagieren und dafür sorgen, dass der noch bestehende dünne Faden menschlicher Beziehungen zwischen beiden Völkern nicht abreisst. Daniel Barenboim hat mit seinem West-Eastern-Divan-Orchestra palästinensische und israelische Musiker zusammengebracht. Sumaya Farhat-Naser sorgt seit Jahren unerschrocken für einen ständigen Dialog zwischen palästinensischen und israelischen Frauen.</p>
<p>Uns sind die Umstände, die zur Absetzung der geplanten Sendung führten, nicht bekannt. Im Ergebnis ist diese Entscheidung der Redaktion auf jeden Fall aber ein harter Schlag gegen die Pressefreiheit und die Demokratie in Deutschland, um so inakzeptabler, wenn die ARD unter politischem Druck gehandelt hat.</p>
<p>Wir bedauern sehr die Absetzung der Sendung. Die deutsche Öffentlichkeit hat gerade wegen der besonderen Verantwortung Deutschlands gegenüber Israel und Palästina einen Anspruch auf umfassende und differenzierte Information über den Krieg in Gaza, zumal die deutschen Massenmedien ihrer Verpflichtung, über den aktuellen Konflikt objektiv zu berichten, überwiegend nicht nachkommen und die Menschen hierzulande nur einseitig informieren. Die erst geplante und dann abgesetzte Sendung der ARD-Talkshow &#8220;Anne Will&#8221; wäre ein erster und dringender Versuch gewesen, den bestehenden Missstand der einseitigen Berichterstattung zu einem höchst brisanten wie aktuellen Krieg ein wenig zu beheben.</p>
<p>Wir wollen Sie, sehr geehrter Herr Baumann, sehr geehrte Frau Will, ermutigen, Ihre Entscheidung zu revidieren und die Sendung mit der Teilnahme von Daniel Barenboim und Sumaya Farhat-Naser so bald wie möglich nachzuholen und gegen jeglichen politischen Druck, von welcher Seite auch immer, standhaft zu bleiben.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Unterschriften:<br />
Bernd Fischer, Ludwigsburg;  Maxine Heldmann, Winterbach;  Dr. Soraya Adambakan;  Steffen Geißler, Chemnitz;  Prof. Dr. Cornelia Mansfeld;  Albrecht Kieser, Köln;  Gertrud und Teo Dom, Osnabrück;  Hamid Skif, Hamburg;  Dr. Werner Rügemer;  Bezad Fazeli;  Dr. Dietrich Loeff, Cottbus;  Mohammad Taghi Bromand;  Arasch Bromand;  Omit Bromand;  Achtar Asgari;  Prof.Rainer Roth;  Dr. Susanne Schön, Berlin;  Brune Düllmann, Ulm;  Dr. Lutz Kleinwächter, Potsdam;  Dr. Raimund Krämer, Potsdam;  Helag Dittmann-Pätsch;  Christoph  Geyer;  Otto Meyer, Münster;  Dieter Egbert;  Prof. i. R. Dr. Jürgen Schneider,  Göttingen;  Elias Davidsson, Alfter;  Björn Reich, Rünningen;  Dr. Kutz Franz, Halle-Wittenberg;  Prof. Dr. Adelheid Biesecker, Bremen;  Martin Regelsberger, A-Gleisdorf;  Jürgen Schleif, Leipzig;  Prof. Dr. Ingrid Lohmann, Hamburg;  Herausgeber der Zeitschrift WeltTrends;  Nora Alim;  Prof. Dr. Norman Paech, MdB, Berlin;  Dr. Ursula Günther, Hamburg;  Johannes Bartelt, Osnabrück;  Kerstin Kretzschmar;  Armin Köning, Bergisch-Gladbach;  Annkatrin Jepsen;  Joachim Both;  Karolin Sengebusch;  Reinhard Stolle, Osnabrück;  Gerlinde Scherer, Ohlsbach;  Hans-J. Schmidt, Steinen;  Dr. Jilla Siassi;  Mohammad Lari, Berlin;  Leonie Holthaus;  Prof. Dr. Elias Jammal, Heilbronn;  Werner Ruhoff, Köln;  Dr. Stephan Rosiny, Berlin;   Prof. Dr. Heike Walk, Berlin;  Jörg Schreiner, Weisenheim;  Wolf D. Amad Aries, Hannover;  Uwe Afemann, Osnabrück;  Alexander Haridi, Bonn;  Jochen Kaufmann, Köln;  Ezer Bekir;  Zahi Alawi, Berlin;  Annika Stienen;  Eberhard von Goldammer, Witten;  Martin Schwander; CH-Oberburg;  Jürgen Cain Külbel, Berlin;  Dr. Shahrooz Mohbajeri;  Heide Janicki, Braunschweig;  Haleh Agandj;  Paula Abrams-Hourani, A-Wien;  Dieter Krogmann;  Peter Tobiassen, Bockhorn;  Stefan Mertin;  Helmut Adolf, Berlin; Achim Mueller, Dietzenbach;  Dr. Dietrich Schulze; Anneliese Fikentscher, Köln;  Andreas Neumann, Köln;  Werner Schmiedecke;  Jens Loewe,  Stuttgart;  Irene Ryseck;  Muriel Mirak-Weissbach, Mainz-Kastell;  Ali Fathollah-Nejad, GB-London; Leonore Schröder, Castrop-Rauxel;  Michael Held, Bad Hersfeld;  P. Rainer Fielenbach, Straubing;  Erik Mohns;  Lioba Meyer, Osnabrück;   Erich-Maria-Remarque-Gesellschaft, Osnabrück;  F. Farzanefar;  Luay Radban, Heidelberg;  Matthias Reichl, A-Bad Ischl;  El-Saleh Firas;  Dr. Winfried Wolf;  Gabriele Lang, Riedlingen; Bernd Geisler, Riedlingen;  Lutz Metz, Berlin;  Dr. Judith Dellheim, Berlin;  Christoph Krämer, Helmstedt;  Djafar Sadigh, Nicaragua-Managua;  Ahmad Ahgary, Berlin;  Mohebarangeh, Faria, Berlin;  Radjaie, Fatima;  Dr. Wolfgang  Beer;  Prof. Dr. Reinhold Mokrosch, Osnabrück; Hans-Christoph von Sponeck;  Dr. Lucian Reinfandt, A-Wien;  Ayse Köse;  Nadir Pervaiz;  Antonio Andrioli, A- Linz;  Dr. Yvonne Schmidt, A-Granz;  Thomas Müller, Osnabrück;  Ivesa Lübben, Bremen;  Willy H. Wahl;  Dr. Anja Zorob, Bochum;  Mostapha Belmahi;  Neslihan Akbulut-Belmahi;   Thomas Immanuel Steinberg, Hamburg;  Dr. Viktoria Waltz, Dortmund;  Henriette Baltz, Schwabsoien;  Salem Said, Bremen;  Dr. Ingrid Jaschke, Olching;  Stefan Wilker, Osnabrück;  Prof. Dr. Günter Meyer, Mainz;  Sabine und Saddek Kebir, Berlin;  Hans Haußmann, Wolfschlugen;  Prof. Dr. Jörg Becker, A-Innsbruck;  Elisabeth Gschaider, A-Wien;  Horst und Lilo Werder, Osnabrück;  Bernhard Trautvetter, Essen;  Margrit und Jens Laukner, Stuttgart; Schenk, Günter, F-Strassbourg;  Rolf Czeskleba-Dupont, DK-Hvalsö;  Fritz Tiemann;  Christoph Hörstel, Belrin/München;  Eveline und Jacques Crombée, F-Lisieux;  Dominik Kuppels, Osnabrück;  Dr. Inge Schmidt, Kanada-Athabasca;  Raif Hussein, Hannover;  Waltraud Schauer, A-Wien;  Nazih, Busharbash, Bad Iburg;  Dr. Bahman Nirumand, Berlin; Prof. Dr. Werner Ruf, Edemünde;  Prof. Dr. Wolfgang Asholt, Osnabrück;  Nahed Samour, Berlin;  Hans-Jörg Schmid, Neustadt a.d.Aisch;  Ute Lampe, Braunschweig;  Volker Siebeke, Ibach; Paul Schäfer, MDB, Berlin;  PD Dr. Johannes M. Becker, Marburg; Volker O&#8217;Barden, Rheinfelden;  Dr. George A. Kouchaikji;  Liesel Schulze-Meyer, Bonn;   Koordinationsgruppe des ökumenischen Netzes in Deutschland;   Amad Mazouri, Ellwangen;  Dr. Miachela Prokop;  Wolfgang Neef;  Prof. Dr. Joachim Hoefele,  Sirnach;  Frank Ebert, Berlin;  E. Fried, Rastatt; Karl Schmitt, Stuttgart;  Prof. Dr. John P. Neelsen, Tübingen;  van Benthum, Sascha B.;  Wolfgang Theophil;  Michael Kursawe;  Giovanna Brizzi;  Aneta Barcik;  Rainer Ibold, Freiburg;  Gerd Höfinghoff, Osnabrück;  Hartmut Niemann;  Christian Fiege;  Volker Bräutigam;  Dr. Wilhelm Wille, Ehrenkirchen;  Helmus und Hanna Jasolski, Erftstadt;  Lutz Schulenburg, Hamburg; Hanna Mittelstädt, Hamburg; Nasrin Karimi, Berlin;  Sylivia Wenzel, Baden; Gerda Peters; Dr. Ramez Isrusch;  Dr. Martin Schwertl, Weil a.Rhein;  Dr. Annelise Butterweck;  G. Reiter, Bamberg;  Ashin Adib-Moghaddam, GB-Cambridge;  Elisaveta Kostova, Heilbronn;  Hermann F. Schillerwein, Bad Säckingen;  Annette Klepzig, Wilhelmsfeld;  Dr. Mehran Barati, Berlin;  Hans-J. Schmidt,  Steinen; Bianka Buddeberg, Köln;  Anreas Kautzsch, Freiburg;  Yasemin Karakasagh;  Sadegh Sadeghipour, Berlin;  Katharina Schlegel;  Angela Klein;  Wolf Steinhuber, A-Granz; Winfried Belz, Wilhelmsfeld;  Alia Rayyan;  Heinz D. Trost, Stuttgart; Jutta Müsser, Düsseldorf;  Wolfgang Sternstein, Stuttgart;  Ute Hermann-Horvath;  Kirsten Herfel;  Janina Miller, Heilbronn;  Elisabeth Arend;  Darius Köster;  Claudia Altmann, Algier/Berlin;  Barbara Stoller, Lindau;  Klaus Winkes,  Düsseldorf;  Prof. em. Helmut Mejcher;  Dr. Marianne Schmidt-Dumont;  Rosemarie zur Nieden, Hattingen;  Krystyna Schydlo, Essen;  Ekkehard Lentz, Bremen;  Dr. Rainer Werning, Frechen; Marianne Baitsch, CH-Riehen;  Hildegard Trefter;  Harkus Riemann;  Leila Dregger, Belzig;  Dr. Jost F. Noller, Schopfheim;  Gudrun Schweisfurth;  Sasa Pöllmann;    Kritische Inititive Heidelberg;   Jochen Vogler, Wuppertal;  Almut Möller, GB-London;  Sabine Broeck, Bremen;  Simone Brede, Schwalmstedt;  Hamid Dabashi, USA-New York;  Miriam Shabafrouz, Hamburg;  P. Rainer Fielenbach, Straubing; Tariq Ali, GB-London;  Prof. em. H. J. Krysmanski, Münster;  Christina Lipps, Baden-Baden; Prof. Immanuel Wallerstein, F-Paris; Esther Alves;  Inga Becker;  Dennis Krombach, Köln;  Christine Belakhdar, Berlin;  Prof. Dr. Albert Fuchs, Meckenheim;  Barde B. Barden, F-Wissembourg; Anusch Massarrat, Berlin;  Mechthild Massarrat, Osnabrück;  Hannah Bennhold-Rohwer, Osnabrück;  Janine Wulff;  Wolf Gauer, Brasilien-Sao Paulo;  Dr. Behrouz Khosrozadeh, Göttingen; Jürgen Nieth, Mainz;  Ulrike Zeilinger;  S. Dehdarian; Jürgen Jung;  Gerhard Drexler, A-Wien;  Ferdinand Drexler, A-Wien;  Dr. Natascha Ueckmann, Bremen/Osnabrück;  Annegret Ergenzinger, Bremen;  Gabriele Senft, Berlin;  Alfred Vestring, Botschafter a. D.;  Peter Mende, Botschafter a. D., Berlin;  Gerd Plobner, Dortmund;  Monika Ogorsolka;   Thomas Wüppesahl, Hamburg;    Alaheh Amin Moghadam, Bensberg;  Tobias Balke, Berlin;  Carola Richter, Erfurt;  Monika von Lauer-Munchhofen, München;  Gisela-Maria Hachtroudian-Fichter; Hamid Hachtroudian;  Prof. Dr. Elmar Altvater, Berlin;  Prof. Dr. Peter Grottian, Berlin; Sabine Badge;  Iris Hefets;  Judith Schlenker, Donaueschingen;  Frank Thöle, Osnabrück;  Rainer Missalek;  Dr. Klaus Patzer;  Zahra Tabaie;  Horst Bowitz;   Prof. Dr. Peter Hennicke, Wuppertal;  Lotfali Semino; Norman G. Finkelstein;  Fritz Tiemann;  Angelika Claußen;  Ellen Rohlfs;  Prof. Dr. Peter Strutynski, Kassel;  Prof. Dr. Gert Sommer, Marburg;  Michael Körner, Karlsruhe;  Insa Klingberg, Balingen;  Hanne Adams, Gleichamberg-Bedheim;  Wilfried Rupflin, Dortmund;  Hartmut Barth-Engelbart, Hanau/Gründen;  Senne Glanschneider;  Elisabeth Sureau, Stuttgart;   Helga Kuhnert;  Rut und Ulrich Enkelmann, Dresden;  Netty Müllere-Grosse;  Behzad Fazeli;  Michael Masson;  Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger, Landau;  Udo Terjung, Rickenbach;   Ralf Mannsperger;  Ursula Grohe, Pfullingen;  Prof. Dr. Karin Kulow, Berlin;  Maja Ilic;   Günter Mauersberger Botschafter a.D., Berlin;  Peter Grohmann;  Ingeborg u. Hans Otto Möller, Ludwigshafen;  Inga Schmalz, Hannover;  Dr. Arnold Wiebel, Münster;   Siglinde Adan de Rivadeneira, Stuttgart;  Christel Baumann, Haltern a.See;  Karin Laier, Offenbach;  Nadia u. Hakim Karim, Hagen a.T.W.; Kathrin Vogler, Emsdetten, Stefan Cantré, Rostock;   Laura von Winnersperg, Berlin;<br />
Gisela Helbig, Zirndorf;  Dr. Hubert Schneider, Bochum;  Harald Neuber, Berlin;  Marlene Pfaffenzeller;  Norbert Ahrens;  Winfried u. Veronika Engl, Bilefeld;  S. Böhnke;  Heinrich Ruhemann;  Jutta Behne, Rossau;  Brigitte u. Eckhart Hauff, Dornstadt;  Frieder Schöbel, Braunschweig;  Anette Groth, Stuttgart;  Heinz Eckel, Berlin;  Dietrich Zeilburger, Karlsruhe;  Eckart Spoo, Berlin;  Dr. Jakob Borchardt, Berlin;  Dr. Wolfgang Wittrock, Kaiserslautern;  Dr. Ulrich Daske, Gummersbach;  Dietrich Kluge, Münster;  Anna Schneider;  Mounir Baghdadi;  Christine u. Dr. Hartmut Höfer, Osnabrück;  Parto Teherani-Krömer, Berlin;  Doris Auerbach, Hajo G. Meyer;  Eva Neukamp;  Ingrid u.  Dr. Peter Hauber, Berlin;  Karl-W. Koch, Hillesheim;  Maria Klewer; Benjamin Brosig;  Heinz Reinke, Heidelberg;  Jutta Kausch, Berlin;  Regine Schuster, Geltendorf;  Uwe Schnabel;  Karin Almasy, Osnabrück;  Phil Hill, Berlin;  Manfred Grüter, Berlin;  Sonnhild u. Ulli Thiel, Karlsruhe;   Brigitte Keyl;  Margrit u.  Berthold Raunecker;  Rolf Stiefel, Gerlingen;  Heiko Holtgrove, Dortmund; Katharina Yacoub, Bonn;  Anna Schumacher;  Barbara Dietzfelbinger, Nürnberg;  Sohiedorothea Berger, CH-Bern;  Regina Meyer, Steinen;  Norbert Rheinländer, Berlin;  Karin Köhler, Ulm;  Barbara Kohlstruck, Kaiserslautern;  Mehmet Sivga, Lörrach;  Prof. J. Christoph Bürgel u. Gertraude Tissafi-Bürgel;  Manfred Lotze, Hamburg;  Dr. Ursula Günther, Hamburg;  Prof. Dr. Alexander Flores, Bremen;  Dr. Hildegard Jurisch, Erlangen; Dr. Rainer Funk, Tübingen;  Prof. Dr. Tilman Westphalen, Osnabrück; Ellen Diederich, Oberhausen;  Prof. Dr. Christoph Th. Scheilke, Stuttgart;  Faroch Negahbani u. Angelika Grospitsch, Osnabrück; Dr. Brigitte Müller, Aurich&#8230;&#8230;. und zahlreiche andere Personen und Organisationen</p>
<p>Verantwortlich i.S.d.P.: Prof. i. R. Dr. Mohssen Massarrat, Hofbreede 64, 49078 Osnabrück.</p></blockquote>
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		<title>Norwegische Lokomotivführer legen Schweigeminuten für Gaza ein</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 14:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkommentar]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Gewerkschaft der Lokomotivführer in Norwegen hat am Donnerstag, den 8. Januar, als Zeichen des Protestes gegen den Krieg in Gaza zwei Minuten den Bahnverkehr angehalten. Dies beinhaltete den Zugverkehr in ganz Norwegen und die U-Bahnlinien in Oslo. Folgende Informationen wurden den Reisenden mitgeteilt:
&#8220;Wegen der Situation im Gazastreifen hat sich die norwegische Gewerkschaft der Lokomotivführer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gewerkschaft der Lokomotivführer in Norwegen hat am Donnerstag, den 8. Januar, als Zeichen des Protestes gegen den Krieg in Gaza zwei Minuten den Bahnverkehr angehalten. Dies beinhaltete den Zugverkehr in ganz Norwegen und die U-Bahnlinien in Oslo. <a href="http://www.colfaxrecord.com/detail/103044.html">Folgende Informationen</a> wurden den Reisenden mitgeteilt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wegen der Situation im Gazastreifen hat sich die norwegische Gewerkschaft der Lokomotivführer dazu entschieden, ihre Solidarität mit dem palästinensischen Folk zu demonstrieren. Dies wird durch ein zusätzliches Anhalten in den Stationen für zwei Minuten realisiert. Alle Passagierzüge in Norwegen werden simultan den Betrieb einstellen. Wir verlangen den unverzüglichen Abzug israelischer Truppen aus dem palästinensischen Gebiet. Vielen Dank für ihr Verständnis.&#8221;</p></blockquote>
<p>Hier findet man eine <a href="http://209.85.129.132/search?q=cache:rgfwZhU0g5cJ:njf.no/arkiv/stopp-krigen-mot-gaza+Norsk+Jernbaneforbund+gaza&#038;hl=en&#038;ct=clnk&#038;cd=1&#038;client=firefox-a">Stellungnahme zum Gazakrieg</a> auf der online Präsenz der norwegischen Lokomotivführergewerkschaft. (Momentan nur per Google-Cache abrufbar)</p>
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		<title>Programmänderung bei Anne Will – Gaza kein Thema</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 20:49:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 11. Januar 2009, also heute, sollte der aktuelle Krieg in Gaza das Thema der Anne-Will-Sendung sein. Dazu waren  Joschka Fischer, Avi Primor, Daniel Barenboim und die palästinensische Professorin Sumaya Farhat-Naser eingeladen. Nun gab es eine kurzfristige Programmänderung und es geht um das Thema &#8220;Freitod&#8221;. In diesem Zusammenhang dokumentiere ich einen Brief an die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 11. Januar 2009, also heute, sollte der aktuelle Krieg in Gaza das Thema der Anne-Will-Sendung sein. Dazu waren  Joschka Fischer, Avi Primor, Daniel Barenboim und die palästinensische Professorin Sumaya Farhat-Naser eingeladen. Nun gab es eine kurzfristige Programmänderung und es geht um das Thema &#8220;Freitod&#8221;. In diesem Zusammenhang dokumentiere ich einen Brief an die Redaktion (<a href="http://daserste.ndr.de/annewill/">http://daserste.ndr.de/annewill/</a>) von Irmgard Pinn:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Redaktion,<br />
Änderungen des Fernsehprogramms aufgrund aktueller Ereignisse kommen nicht selten vor. Dagegen kann ich mich nicht erinnern, dass jemals ein Thema von höchster politischer Relevanz und Brisanz zugunsten einer zeitlosen Frage wie &#8220;Tabu Freitod&#8221; abgesetzt wurde. Oder sollte die Redaktion von &#8220;Anne Will&#8221; tatsächlich den Selbstmord eines deutschen Unternehmers für wichtiger, interessanter und damit diskussionswürdiger halten als die fortdauernde Bombardierung Gazas?</p>
<p>Meine Erwartung, dazu auf der Homepage der Sendung eine Antwort zu finden, wurde leider enttäuscht. Allerdings entnehme ich dem Zuschauer-Blog, dass ich wohl nicht die erste und einzige bin, die sich über die Gründe des Themenwechsels Gedanken macht. Ich vermute jedenfalls, dass es sich bei den Postings, die als &#8220;nicht zum Thema gehörend&#8221; (Freitod) gelöscht wurden, um solche Nachfragen gehandelt hat. Glauben Sie wirklich, im Zeitalter des Internets auf diese Weise unbequeme Fragen abblocken zu können? Abgesehen von Grundprinzipien der Medien-Transparenz und Pressefreiheit, der sich gerade eine Sendung wie &#8220;Anne Will&#8221; doch wohl verpflichtet fühlt.</p>
<p>Ich nehme an, dass der Krieg in Gaza auch am kommenden Sonntag weiterhin aktuell sein wird und hoffe, dass Sie dann nicht wiederum auf ein &#8220;unverfängliches&#8221; Thema ausweichen. Als Schwerpunkt der Diskussion schlage ich Ihnen die Frage nach dem Umgang der deutschen Medien mit dem israelischen Überfall auf Gaza vor, der in vielen Bereichen eine Wahrung der Prinzipien von professioneller Recherche und kritischer Berichterstattung &#8211; nicht zuletzt mit Blick auf die deutsche Regierung und die Bekenntnisse zu einer unbedingten Solidarität mit Israel &#8211; schmerzlich vermissen läßt. Geeignete Diskussionsteilnehmerinnen aus Politik und Wissenschaften kann ich Ihnen dazu bei Bedarf gerne nennen.<br />
(gleicher Text ging an den Zuschauer-Blog)</p></blockquote>
<p>Update:<br />
Der Evangelische Pressedienst meldet zum Thema:</p>
<blockquote><p>
<strong><a href="http://www.ekir.de/ekir/3475_52498.php">Evangelisches Forum kritisiert Absetzung TV-Debatte zu Nahostkrieg</a></strong><br />
Der Vorsitzende des Evangelischen Forums Westfalen, Manfred Keller, hat die Absetzung der Debatte über den Krieg in Gaza in der TV-Talksendung &#8220;Anne Will&#8221; kritisiert.</p>
<p>Der Vorsitzende des Evangelischen Forums Westfalen, Manfred Keller, hat die Absetzung der Debatte über den Krieg in Gaza in der TV-Talksendung &#8220;Anne Will&#8221; kritisiert. Die für Sonntagabend vorgesehene Diskussion in der ARD-Sendung wäre angesichts des aktuellen Konfliktes zwischen Israel und den Palästinensern und der unerträglichen Situation der Menschen in Gaza wichtig gewesen, erklärte Keller am Sonntag in Bochum. <a href="http://www.ekir.de/ekir/3475_52498.php">Weiterlesen…</a></p></blockquote>
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		<title>Avi Shlaim: Wie Israel Gaza an den Rand einer humanitären Katastrophe brachte</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 14:18:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf nafisa.de hat Nina einen sehr lesenswerten Artikel aus dem Guardian übersetzt:
Avi Shlaim: Wie Israel Gaza an den Rand einer humanitären Katastrophe brachte
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf nafisa.de hat Nina einen sehr lesenswerten Artikel aus dem Guardian übersetzt:</p>
<p><a href="http://www.nafisa.de/2009/01/10/wie-israel-gaza-an-den-rand-einer-humanitaren-katastrophe-brachte/">Avi Shlaim: Wie Israel Gaza an den Rand einer humanitären Katastrophe brachte</a></p>
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		<title>Aldi, Lidl, Israel und die große Spendenaktion</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 21:08:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Normalerweise kriege ich Massenmails mit irrsinnigen Betreffs (&#8221;Macht bei dieser Online-Umfrage mit!?!?!?!&#8221;, &#8220;Gehe nicht zu Demonstration weil das unislamisch ist!!!!!!!&#8221;, &#8220;SubhanAllah – Mekka Zentrum der Erde!?!?!??!!?!!!&#8220;) und offenen Mailadressen nur unterbewusst mit. Sie landen bei mir direkt im Papierkorb. In den letzten Tagen erreichen mich allerdings soviele SMS, Anrufe und Emails einem Boykottaufruf von Aldi [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Normalerweise kriege ich Massenmails mit irrsinnigen Betreffs (&#8221;Macht bei dieser Online-Umfrage mit!?!?!?!&#8221;, &#8220;Gehe nicht zu Demonstration weil das unislamisch ist!!!!!!!&#8221;, &#8220;<a href="http://www.toomuchcookies.net/archives/1276/mekka-in-saudi-arabien-als-zentrum-der-erde.htm">SubhanAllah – Mekka Zentrum der Erde!?!?!??!!?!!!</a>&#8220;) und offenen Mailadressen nur unterbewusst mit. Sie landen bei mir direkt im Papierkorb. In den letzten Tagen erreichen mich allerdings soviele SMS, Anrufe und Emails einem Boykottaufruf von Aldi und Lidl betreffend, dass ich mich genötigt sehe dazu jetzt mal was zu schreiben<sup>1</sup> . Die Emails haben folgenden Inhalt:</p>
<blockquote><p>Salam, Aldi und Lidl machen Spende für Israel. daher bitte nicht dort einkaufen,vor allem in der Zeit bis übernächsten Samstag,den 17.01.2009.</p></blockquote>
<p>oder auch in Variation:</p>
<blockquote><p>Den Freitag 9.1. 09 und den Samstag 10.1.09 alles bei LIDL und ALDI verkauft werden dieses Geld für Israelis schicken um die Israelis zu &#8220;Helfen Palästina zu zerstören&#8221; .</p></blockquote>
<p>oder als SMS:</p>
<blockquote><p>Am 10.01. nicht bei Aldi + Lidl einkauffen! Das Geld wird für Israel gespendet! Bitte weitersagen! Nachricht ist von einem Bruder, der bei Aldi als Filialleiter arbeitet!</p></blockquote>
<p>Ich habe gleich mehrere Probleme mit diesen Nachrichten:</p>
<ol>
<li>Die Unlogik. Wenn ein Konzern etwas spenden möchte, dann tut er das ohnehin und nicht nur an bestimmten Tagen. Was soll mein Boykott an diesen Tagen also bringen?</li>
<li>Die fehlenden Quellen. Wie kommen Muslime (die Absender sind bei mir ausschließlich Muslime, oder zumindest Leute mit arabisch oder türkisch klingenden Namen) darauf, solch offensichtlich abstrusen und dubiosen Behauptungen ohne vorherige Überprüfung weiterzuleiten? Auf Nachfrage kommt die Antwort: <em>Ja, das haben soooo viele mir geschickt, dann muss es ja stimmen!</em>. Oder: &#8220;<em>Aldi gehört ja auch Juden</em><sup>2</sup>&#8221; . </li>
<li>Hier habe ich dann gleich das nächste Problem, nämlich die misstrauische bis offen feindliche Haltung Juden in ihrer Gesamtheit gegenüber. Sie ist mir schon öfters begegnet, nur heißt das nicht, dass sie deswegen auch richtig ist. Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, dass Menschen die irgendeiner Gruppe – Juden, Christen, Afrikaner, Atheisten usw. – angehören nicht <em>alle gleich</em> sein, denken oder handeln können. Trotzdem wird dieses Pauschalurteil immer wieder geäußert. Ironischerweise von Leuten, die sich selbst – oft zurecht – als Opfer eines rassistischen Vorurteils sehen und es wegen dieser Erfahrung besser wissen könnten/sollten.</li>
</ol>
<p>Nun, wenn schon die eigene Vernunft einen nicht mehr aufhält, dann doch wenigstens – so meine stille Hoffnung – die Realität. Ein paar Muslime haben sich die Mühe gemacht, das Märchen zu überprüfen. Ich dokumentiere an dieser Stelle zwei Emails zum Thema, damit möglichst viele darauf aufmerksam werden, die sich erstmal im Netz informieren wollen, bevor sie sinnlose Emails weiterleiten oder unsinnigen Boykottaufrufen folgen.</p>
<p>Die erste ist von der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen:</p>
<blockquote><p>Von: &#8220;Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen&#8221; <dieinitiative@gmx.at><br />
Datum: 9. Januar 2009 09:38:50 MEZ<br />
Betreff:  ACHTUNG: Falsche Meldungen zu Palästina/Israel mittels SMS und E-Mail</p>
<p>Liebe Freunde und Geschwister,</p>
<p>rael spenden&#8221; auch in Deutschland kursiert seit 07. Jänner die gleiche Nachricht.&#8221;</p>
<p>Dieser ist ein absoluter UNFUG und BLÖDSINN. Wir haben es auch inzwischen verifiziert, indem wir bei den Konzernen direkt nachfragten. </p>
<p>Unser Appell an alle die Nerven zu bewahren und KEINE wie immer unverifizierte Meldungen herum verteilen. Wir sollen gerade in dieser emotionalen Situation um Gaza nicht jede dubiose Meldung weiterleiten. So etwas würde auf uns schlecht zurückfallen.</p>
<p>Liebe Grüße und besten Dank</p>
<p>Für die Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen:</p>
<p>Tarafa Baghajati</p>
<p>Liebe Grüße und besten Dank<br />
Für die Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen:<br />
Tarafa Baghajati<br />
_______<br />
Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen </p>
<p><a href="http://www.islaminitiative.at ">www.islaminitiative.at </a><br />
e-mail:dieinitiative@gmx.at </p></blockquote>
<p>Die zweite Email habe ich von einem Muslim, den ich nicht persönlich kenne, weiter geleitet bekommen. Es ist die Antwort vom ALDI SÜD-Serviceteam zum Thema:</p>
<blockquote><p>Datum: Fri, 09 Jan 2009 17:03:55 +0100<br />
Von: mail@aldisued.de<br />
Betreff: RE:Boykottaufruf [#394936]<br />
An: xxxxx.xxxx@yahoo.de</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>vielen Dank für Ihre Email und die damit verbundene Anfrage.</p>
<p>Gerne teilen wir Ihnen mit, dass es sich bei der angeblichen Unterstützung von Israel um ein Gerücht handelt, das jeder Grundlage entbehrt.</p>
<p>Wir möchten Sie an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es zu den Grundsätzen der Unternehmensgruppe ALDI SÜD gehört, sich nicht politisch oder religiös zu engagieren.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
Ihr ALDI SÜD-Serviceteam</p></blockquote>
<p>Die ganze Aufregung geht meines Erachtens auf eine berechtigte Empörung über die aktuellen Verbrechen am palästinensischen Volk zurück. Es kann aber nicht sein, dass man daraufhin unvernünftig, irrational, unlogisch und zudem noch rassistisch wird. Wir ändern gar nichts an der Sache wenn wir die falschen Ursachen dafür verantwortlich machen – hier die Religion des <em>Anderen</em> – und unsere Zeit mit Quatsch verschwenden. Dieser Konflikt ist vor allen Dingen ein politischer &#8211; es geht um Land, Wahlen, und die Vertreibung eines Volkes durch ein anderes durch Massenmord und Deportation vertriebenes Volk. Muslime sollten sehen, dass sie nicht alleine sind in ihrer Ablehnung der israelischen Vorgehensweise in Gaza. Ich habe in meinem <a href="http://www.musafira.de/2009/01/09/infolinks-zu-gazapalastina/">vorherigen Blogeintrag</a> ja unterschiedliche Websites vorgestellt, die Informationen zur Geschichte des Konflikts zur Verfügung stellen und den politischen Widerstand und Friedensaktivismus verschiedener Gruppierungen (muslimisch, jüdisch, national oder säkular motivierter Natur) reflektieren – vor allen Dingen weil diese Seiten wirklich gut und umfassend informieren, aber auch, um zu zeigen, dass Protest selbst aus Israel kommt, also über religiöse und nationale Grenzen hinausgeht. Die Ohnmacht, die viele Menschen aufgrund dieser Situation empfinden ist real: wir werden den Konflikt nicht mit einem Zauberstab von heute auf morgen beenden. Aber es gibt Möglichkeiten, Leid zu lindern, indem man Zeit und Geld spendet; aufzuklären, indem man echte Informationen verbreitet und evtl. durch Übersetzungen zur Verfügung stellt und darüber diskutiert; sich zu engagieren bei den vielen Gruppierungen (Kulturvereine, manche Parteien, Friedensinitiativen) die das Thema Palästina auch in &#8220;ruhigen&#8221; Zeiten auf der Agenda haben oder sich an Politiker (auch die lokalen) wendet um das eigene Anliegen in die Öffentlichkeit zu tragen und ihre Unterstützung in irgendeiner Form zu gewinnen.</p>
<p>UPDATE:</p>
<p>Mittlerweile finden sich auf den Seiten von <a href="http://www.aldi-essen.de/KUNDENINFO_08/index.shtml">Aldi</a> und <a href="http://www.lidl.de/cps/rde/xchg/lidl_de/hs.xsl/11530_60559.htm">Lidl</a> schon Dementis. Mit Dank an <a href="http://blog.dunia.de/2009/01/09/aldi-und-lidl-unterstutzen-israel/">Blog-Dunia</a>.</p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_589" class="footnote">Mittlerweile glaube ich, dass so viele Muslime diese Nachricht bekommen haben, dass es sich fast lohnen würde, morgen mal beim Aldi um die Ecke zum Test vorbei zu schauen.</li><li id="footnote_1_589" class="footnote">Diese &#8220;Info&#8221; ist zwar vollkommen irrelevant, aber trotzdem ausgemachter Quatsch, die beiden Gründer sind<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theo_Albrecht"> katholisch-christlich</a> und das Unternehmen befindet sich noch immer in Familienbesitz laut <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aldi">Wikipedia</a>.</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Infolinks zu Gaza/Palästina</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/01/09/infolinks-zu-gazapalastina/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 17:15:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Absurdistan]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Frieden]]></category>
		<category><![CDATA[Gazastreifen]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Palästina]]></category>

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		<description><![CDATA[
Electronic Intifada

Gegründet im Jahr 2001, informiert dieses Online Portal regelmäßig mit Hintergrundberichten, Medienanalysen, Augenzeugenberichten und Aktionen zu aktuellen Themen zu Palästina und Israel. Die Autoren sind Aktivisten, Akademiker und Nahostexperten.Momentan gibt es vor allen Dingen Augenzeugenberichte und Berichte über einzelne Personen und Familien, die den jetzigen Krieg schon mit dem Leben bezahlen mussten. So gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://electronicintifada.net/"><br />
<h3>Electronic Intifada</h3>
<p></a><br />
Gegründet im Jahr 2001, informiert dieses Online Portal regelmäßig mit Hintergrundberichten, Medienanalysen, Augenzeugenberichten und Aktionen zu aktuellen Themen zu Palästina und Israel. Die Autoren sind Aktivisten, Akademiker und Nahostexperten. <div id="attachment_563" class="wp-caption alignright" style="width: 223px"><img src="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2009/01/eicompositesm_0011.jpg" alt="v.l.n.r.: EI-Gründer Ali Abunimah, Nigel Parry, Arjan El Fassed, Laurie King-Irani." title="eicompositesm_0011" width="213" height="77" class="size-medium wp-image-563" /><p class="wp-caption-text">v.l.n.r.: EI-Gründer Ali Abunimah, Nigel Parry, Arjan El Fassed, Laurie King-Irani.</p></div> Momentan gibt es vor allen Dingen Augenzeugenberichte und Berichte über einzelne Personen und Familien, die den jetzigen Krieg schon mit dem Leben bezahlen mussten. So gibt es aktuell einen Bericht von Eva Bartlett, einer kanadischen Menschenrechtsaktivistin die seit November 08 in Gaza ist, mit <a href="http://electronicintifada.net/v2/article10146.shtml">Augenzeugenberichten zum Beschuss der UN-Schule in Fakoura</a>. </p>
<p>Eine weitere Rubrik ist die der Satire. Dort findet man aktuell ein <a href="http://electronicintifada.net/v2/article10114.shtml">Telefongespräch mit einem <acronym title="Israeli Defence Force">IDF</acronym>-Offizier</a>. Noch während der Luftattacken wurden Flyer über Gaza abgeworfen, die die Bewohner dazu aufrufen, mit den israelischen Streitkräften zu kollaborieren und Verstecke von Terroristen Preis zu geben.</p>
<p><a href="http://www.btselem.org/English/"><br />
<h3>B&#8217;tselem</h3>
<p></a><br />
Das israelische Informationscenter für Menschenrechte in den besetzten Gebieten wurde 1989 von <a href="http://www.btselem.org/english/About_BTselem/Board_Members.asp">israelischen Akademikern, Anwälten, Journalisten und Knesset-Mitgliedern</a> gegründet, um die israelische Öffentlichkeit und Politiker über die Menschenrechtsverletzungen in den besetzten Gebieten zu informieren. Es stellt in der letzten Zeit vor allen Dingen sogenannte <a href="http://www.btselem.org/English/Testimonies/Index.asp"><em>Testimonies</em> online</a>, die dokumentieren wer in den besetzten Gebieten zu welchem Zeitpunkt durch feindliche Angriffe ums Leben gekommen ist – dies beeinhaltet Opfer sowohl auf israelischer als auch auf palästinensischer Seite. Weiterhin gibt es derzeit fast täglich Nachrichten aus dem Gazastreifen über Menschenrechtsverletzungen im Krieg. </p>
<p><a href="http://www.palestineremembered.com/index.html"><br />
<h3>Palestine Remembered</h3>
<p></a><br />
<div id="attachment_577" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2009/01/gaza-12337.jpg"><img src="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2009/01/gaza-12337.jpg" alt="Gaza 1918" title="gaza-12337" width="200" height="130" class="size-full wp-image-577" /></a><p class="wp-caption-text">Gaza 1918</p></div>Diese Seite ist ein eher allgemeiner Tip zum Thema Palästina und Israel von mir – aber deswegen nicht weniger wertvoll. Hier soll über die <a href="http://www.palestineremembered.com/MissionStatement.htm">Geschichte Palästinas seit der Vertreibung und Enteignung</a> unterrichtet werden. Flüchtlinge können hier über ihre Geschichte informieren: alte Fotos und Videos ihrer verlassenen Häuser einsenden; Erinnerungen an Orte, Ortsnamen, Geschäfte, Nachbarn etc. aufzeichnen. So soll ein umfassendes Verzeichnis der Orte entstehen, die von der israelischen Armee gesäubert und zerstört wurden.  Man will so dem zionistischen Mythos begegnen, der besagt: &#8220;Palästina war ein Land ohne Volk, für ein Volk ohne Land.&#8221; Auf der Seite wird mit einem reichen Materialfundus die Geschichte Palästinas, seines Volkes, seiner Kultur und Werten dokumentiert. Die meisten Zugriffe auf die Seite kommen nach eigenen Angaben aus Israel und viele der Fotos und Videos auf der Seite kommen von Israelis selbst.</p>
<p><a href="http://palestineblogs.net/"><br />
<h3>Palestinian Blogs</h3>
<p></a><br />
<a target="_blank" href="http://palestineblogs.net" title="palestineblogs.net"><img src="http://palestineblogs.net/images/logo7.png" alt="Palestine Blogs - The Gazette" title="Palestine Blogs - The Gazette" border="0" /></a><br />
Auf dieser Seite sammeln sich viele verschiedene Blogs die über Palästinarelevantes berichten. Aktuell eine gute Quelle für Live-Berichte.</p>
<p><a href="http://things.co.il/about"><br />
<h3>Yohay Elams Blog</h3>
<p></a><br />
Dieser private Blog eines Israelis hat interessante Informationen und <a href="http://things.co.il/965">Videomaterial zu Demonstrationen</a> in Tel Aviv gegen den Militäreinsatz Israels in Gaza.</p>
<p><a href="http://jewishpeacenews.blogspot.com/"><br />
<h3>Jewish Peace News</h3>
<p></a><br />
Jewish Peace News (JPN) ist ein Informationsservice, der Kommentare, Analysen und Benachrichtigungen zu Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Israel/Palästina-Konflikt zur Verfügung stellt.  Ziel ist die Förderung eine gerechte Lösung für den Konflikt, ein Ende der Besatzung und kompletter Rückzug aus den palästinensischen Gebieten, sowie eine Lösung des Flüchtlingsproblems. Aktuell findet sich eine Zusammenstellung verschiedener Artikel zum Widerstand <a href="http://jewishpeacenews.blogspot.com/2009/01/resistance-to-war.html">gegen den Krieg in Gaza</a> auf dem Blog.</p>
<p><a href="http://a-mother-from-gaza.blogspot.com/"><br />
<h3>Raising Yousuf and Nour</h3>
<p></a><br />
Diesen Blog einer Mutter aus Gaza, gibt es schon recht lange. Laila El-Haddad  ist Journalistin, lebt in den USA und schreibt regelmäßig Informatives zu den aktuellen Ereignissen aus ihrer persönlichen Perspektive.</p>
<p><a href="http://www.jewishvoiceforpeace.org/"><br />
<h3>Jewish Voice for Peace</h3>
<p></a><br />
<div id="attachment_581" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img src="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2009/01/westandwithyou_0011.jpg" alt="Aktion von Jewish Voice for Peace zum Versand anti-muslimischer DVDs während des vergangenen Wahlkampfes in den USA." title="westandwithyou_0011" width="200" height="126" class="size-full wp-image-581" /><p class="wp-caption-text">Aktion von Jewish Voice for Peace zum Versand anti-muslimischer DVDs während des vergangenen Wahlkampfes in den USA.</p></div>Die Seite gehört zu einem Zusammenschluss jüdischer Friedensaktivisten aus den USA. Derzeit macht JVP sich stark gegen eine Resolution des US-Kongresses, die sich einseitig für das derzeitige Vorgehen Israels ausspricht.</p>
<p>Auf der Seite kann man sich auch über die <a href="http://www.jewishvoiceforpeace.org/publish/101conflict.shtml">grundlegenden Fragen des Konflikts</a> informieren wie: Was ist eigentlich Basatzung?, Ist Israel die einzige Demokratie, umgeben von Diktaturen?, Wo ist die palästinensische Stimme für Frieden?</p>
<p>Update:</p>
<p>Auf der Seite <a href="http://www.inkforgaza.net/?cat=de">InkforGaza</a> kann sowohl Artikel auf Deutsch lesen als auch einreichen. Ein sehr lohnenswertes Projekt.</p>
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		<item>
		<title>Schlechte Chancen für Frieden in Gaza?</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jan 2009 00:01:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkommentar]]></category>
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		<category><![CDATA[Carsten Kühntopp]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein absolut hörenswerter Beitrag zum Krieg in Gaza kommt heute von den öffentlich-rechtlichen. In den Tagesthemen kommentiert Carsten Kühntopp aus Ammann die derzeitige Situation und beschreibt den Weg dahin:
[E]in kurzer Rückblick: Im Sommer war es in Südisrael so friedlich wie lange nicht. Doch die vereinbarte Öffnung von Gaza blieb aus. Anfang November begann Israels Armee [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein absolut hörenswerter Beitrag zum Krieg in Gaza kommt heute von den öffentlich-rechtlichen. In den Tagesthemen kommentiert <a href="http://streaming.tagesschau.de/bb/redirect.lsc?content=download&#038;media=http&#038;stream=tagesschau/2009/0105/AU-20090105-1854-1301.mp3">Carsten Kühntopp aus Ammann</a> die derzeitige Situation und <a href="http://tagesthemen.de/kommentar/eugaza100.html">beschreibt den Weg dahin</a>:</p>
<blockquote><p>[E]in kurzer Rückblick: Im Sommer war es in Südisrael so friedlich wie lange nicht. Doch die vereinbarte Öffnung von Gaza blieb aus. Anfang November begann Israels Armee dann, die Waffenruhe immer häufiger zu brechen und die Lage systematisch zu eskalieren. Deshalb hielt Hamas nicht mehr still, das Verhängnis nahm seinen Lauf.</p></blockquote>
<p>Und die Forderungen, die auf beiden Seiten berechtigt sind:</p>
<blockquote><p>Israel sagt, der Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen müsse aufhören, ein für alle Mal. Das stimmt. Das völkerrechtlich verbriefte Recht auf Widerstand gegen eine Besatzungsmacht gibt Hamas nicht das Recht, israelische Zivilisten anzugreifen.</p>
<p>Hamas sagt, die Blockade des Gaza-Streifens müsse aufhören, ein für alle Mal. Auch das stimmt. Nicht nur jeder Israeli, auch jeder Palästinenser hat ein Recht auf Freizügigkeit, auf ein Leben in Freiheit und in Würde.</p></blockquote>
<p>Die Aussichten auf Erfolg einer europäischen Vermittlung sieht Carsten Kühntopp pessimistisch:</p>
<blockquote><p>Der Leiter der Delegation, der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg, scheint auf einem Auge blind zu sein. Am Sonntag sagte er, Hamas habe &#8220;angefangen&#8221; und trage &#8220;die Schuld&#8221;.<br />
Schwarzenberg ignoriert legitime Hamas-Forderung.[…]</p>
<p>Da Schwarzenberg nicht zur Kenntnis zu nehmen scheint, dass auch Hamas eine legitime Forderung hat &#8211; die Öffnung des Gaza-Streifens -, dürfte es kaum gelingen, einen wahren Durchbruch zu erreichen. Die Geschichte des Nahen Ostens hat unzählige israelisch-palästinensische Vereinbarungen gesehen, die stets das israelische Interesse höher hingen als das palästinensische. Gescheitert sind sie alle wegen genau dieses Grundfehlers.</p></blockquote>
<p>Den ganzen Kommentar kann man mit einem <a href="http://streaming.tagesschau.de/bb/redirect.lsc?content=download&#038;media=http&#038;stream=tagesschau/2009/0105/AU-20090105-1854-1301.mp3">Klick im MP3-Format </a>anhören.</p>
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		</item>
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		<title>Berichtersttaung aus Gaza – Journalismus von der Front</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/01/02/berichtersttaung-aus-gaza-%e2%80%93-journalismus-von-der-front/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 22:21:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich lese seit einiger Zeit den Blog des schweizer Journalisten Andre Marty. Heut gab es einen Eindruck, wie es ist, in einem Kriegsgebiet zu arbeiten: Stell dir vor es ist Krieg – und einer geht hin.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lese seit einiger Zeit den Blog des schweizer Journalisten Andre Marty. Heut gab es einen Eindruck, wie es ist, in einem Kriegsgebiet zu arbeiten: <a href="http://www.andremarty.com/index.php?/archives/208-Stell-dir-vor-es-ist-Krieg-und-einer-geht-hin.html">Stell dir vor es ist Krieg – und einer geht hin</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der erste Tafsir (Korankommentar) von einer Frau</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/01/01/der-erste-tafsir-korankommentar-von-einer-frau/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 2009 14:07:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islam und Gender]]></category>
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		<description><![CDATA[Kariman Hamzah – eine ehemalige Fernsehmoderatorin aus Ägypten – hat einen Korankommentar geschrieben. In vielen Medienmeldungen wird dieser Tafsir als der erste, der von einer Frau geschrieben wurde, bezeichnet. Das stimmt so nicht, ich hatte ja vor ein paar Tagen schonmal das Thema gestreicht – mir sind mindesten zwei Frauen bekannt, die einen (in einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kariman Hamzah – eine ehemalige Fernsehmoderatorin aus Ägypten – hat einen Korankommentar geschrieben. In vielen Medienmeldungen wird dieser <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/7797921.stm">Tafsir als der erste, der von einer Frau</a> geschrieben wurde, bezeichnet. Das stimmt so nicht, ich hatte ja vor ein paar Tagen <a href="http://www.musafira.de/2008/12/20/vom-suchen-und-finden-arabischsprachiger-literatur-im-netz/">schonmal das Thema</a> gestreicht – mir sind mindesten zwei Frauen bekannt, die einen (in einem Fall kompletten) arabischen Korankommentar verfasst haben. Dies einmal abgesehen von den zahlreichen Interpretationen zu kleineren Abschnitten des Qurans in arabisch und vielen Sprachen, die von Fauen zu allen Zeiten unternommen wurden.</p>
<p>Kariman Hamza ist allerdings die erste Frau, dessen Tafsir mit dem Titel &#8220;Der deutliche Korankommentar für Kinder und Jugendliche&#8221;<sup>1</sup> von der al-Azhar Universtät genehmigt wurde.</p>
<p>Mit Dank an <a href="http://muslimahmediawatch.org/2008/12/31/karim-hamzah-giving-us-a-womans-interpretation-of-the-quran/">Muslimah Media Watch</a>.</p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_538" class="footnote">al-Wadih fi Tafsir al-Quran li-ash-Shabab wa-ash-Shabiba</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Bericht über die Situation im Gazastreifen</title>
		<link>http://www.musafira.de/2008/12/29/bericht-uber-die-situation-im-gazastreifen/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Dec 2008 21:15:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Spendenaufruf]]></category>

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		<description><![CDATA[Über den DAVO-Newsletter kam heute ein gemeinsamer Lagebericht und Spendenaufruf von medico international e.V., Ärzte für Menschenrechte – Israel, Palestinian Medical Relief Society (Ramallah), Al-Mezan Center (Gaza) bei mir an. Ich möchte hier der Bitte um Bekanntmachung nachkommen. Den kompletten Bericht kann man hier ansehen:

Seit dem Beginn der israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen und bis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über den <a href="http://davo.uni-mainz.de/">DAVO-Newsletter</a> kam heute ein gemeinsamer Lagebericht und Spendenaufruf von <a href="http://www.medico.de/">medico international e.V.</a>, Ärzte für Menschenrechte – Israel, Palestinian Medical Relief Society (Ramallah), Al-Mezan Center (Gaza) bei mir an. Ich möchte hier der Bitte um Bekanntmachung nachkommen. Den kompletten Bericht kann man <a href="http://www.medico.de/themen/krieg/nahost/dokumente/bericht-ueber-die-situation-im-gazastreifen/3144/">hier</a> ansehen:</p>
<blockquote><p>
Seit dem Beginn der israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen und bis zum Sonntag 16 Uhr sind 282 Tote, darunter 20 Kinder und 9 Frauen, und ca. 700 verwundete Personen (darunter 130 Kinder und 28 Frauen), von denen 100 schwerverletzt sind, wie von den Krankenhäusern in Gaza festgestellt werden musste</p></blockquote>
<p>Das Gesundheitssystem kollabiert unter den derzeitigen Umständen: es gibt zu wenig Ärzte, Krankenhäuser und Medikamente. Lager für medizinische Hilfsmittel wurden am Sonntag bombardiert und somit zerstört. Zudem werden Patienten laut Bericht massiv bedroht:</p>
<blockquote><p>
Das israelische Militär bedroht Zivilisten</p>
<p>Viele Patienten haben die Ärzten für Menschenrechte – Israel in der letzten 24 Stunden telephonisch informiert, dass sie übernacht aufgezeichnete Drohungen per Telefon erhielten. Die erste aufgezeichnete Drohung forderte sie auf, ihre Häuser zu verlassen, da sie geplantermaßen bombardiert würden. Die zweite Drohung warnte davor, Militante zu unterstützen oder Waffen zu verstecken, da sie ansonsten bombardiert würden.</p></blockquote>
<p>Spenden kann man an diese Bankverbindung oder direkt <a href="https://sicher.medico.de/spenden/">online</a> überweisen:</p>
<p>Spendenkonto:<br />
medico international<br />
Frankfurter Sparkasse<br />
Kontonummer 1800<br />
BLZ 500 502 01<br />
Stichwort: „Israel/Palästina“</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vokabellernen mit Karteikarten</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Dec 2008 14:12:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich lerne Vokabeln seit einem Spanischkurs an der Uni mit Karteikarten. Ich finde dieses Methode bis jetzt die beste. Gestern habe ich den Internetdienst vokker.net entdeckt. Dort kann man mit virtuellen Karteikarten Vokabeln aus vielen verschiedenen Sprachen lernen (auch Arabisch ist vorhanden), selber Vokabellisten anfertigen, die Listen anderer Nutzer verwenden und bei Bedarf auch Karteikarten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lerne Vokabeln seit einem Spanischkurs an der Uni mit Karteikarten. Ich finde dieses Methode bis jetzt die beste. Gestern habe ich den Internetdienst <a href="http://www.vokker.net/de">vokker.net</a> entdeckt. Dort kann man mit virtuellen Karteikarten Vokabeln aus vielen verschiedenen Sprachen lernen (auch Arabisch ist vorhanden), selber Vokabellisten anfertigen, die Listen anderer Nutzer verwenden und bei Bedarf auch Karteikarten ausdrucken.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vom Suchen und Finden arabischsprachiger Literatur im Netz</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Dec 2008 17:11:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf der Suche nach bestimmten Tafsiren im Original wird man in den Weiten des Internets recht gut fündig. Ein sehr gutes Instrument für die Suche ist der Suchdienst Yamli. Am besten man probiert es einfach mal aus. Der Vorteil hier ist, dass man für eine arabischsprachige Suche nicht immer mehr das Tastaturlayout wechseln muss. Man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Suche nach bestimmten Tafsiren im Original wird man in den Weiten des Internets recht gut fündig. Ein sehr gutes Instrument für die Suche ist der Suchdienst <a href="http://www.yamli.com/">Yamli</a>. Am besten man probiert es einfach mal aus. Der Vorteil hier ist, dass man für eine arabischsprachige Suche nicht immer mehr das Tastaturlayout wechseln muss. Man umschreibt den gesuchten Begriff einfach in lateinischen Buchstaben und Yamli gibt dann mehrere Varianten in Arabisch vor. Auf diese Weise habe ich recht schnell den Tafsir von Aisha Abd ar-Rahman alias Bint as-Shati gefunden.<sup>1</sup> Meines Wissens ist dies einer der ganz wenigen Korankommentare auf arabisch, die von einer Frau verfasst wurden.<sup>2</sup>  </p>
<p>Eine reiche Quelle (nicht nur) für arabische Bücher in elektronischer Form ist <a href="http://www.archive.org/">archive.org</a>. Dieser Dienst archiviert nicht nur <em>alle</em> Internetseiten sondern auch lizenzfreie Texte. So bin ich hier bei meiner Such nach einer Reihe von Tafsiren fündig geworden: der bekannte <a href="http://www.archive.org/details/tahrer_tanwer">moderne Tafsir von Ibn Ashur</a> in 15 Bänden mit dem Titel &#8220;at-Tahrir wa-t-Tanwir&#8221;<sup>3</sup>, der <a href="http://www.archive.org/details/tfseer_manar">Tafsir al-Manar</a> von Muhammad Abduh<sup>4</sup> oder aber der <a href="http://www.archive.org/details/eldorrelmanthor">Tafsir von Jalal ad-Din as-Suyuti</a> namens &#8220;ad-Durr al-manthur fi-t-tafsir bi-l-ma&#8217;thur&#8221; aus dem 15. Jahrhundert. Weiterhin findet man dort auch orientalistische Werke wie die &#8220;<a href="http://www.archive.org/details/geschichtedesqo00nlgoog">Geschichte des Qorans</a>&#8221; von Theodor Nöldeke aus dem Jahre 1860 oder islamische Klassiker wie das berühmte <a href="http://www.archive.org/details/Tarikh_tabari1">Geschichtswerk</a> <a href="http://www.archive.org/details/TarikhTabari1011121314151617">Ibn Jarir at-Tabaris</a> in persischer Sprache.</p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_522" class="footnote">Er hat den Titel &#8220;Tafsir al-Bayani lil-Qur&#8217;an al-Karim&#8221;.</li><li id="footnote_1_522" class="footnote">Vielleicht der einzige? Ein anderer Korankommentar, der immer mal wieder in der Literatur genannt wird, den ich aber bis jetzt nicht gefunden habe, ist der von Zaynab al-Ghazali.</li><li id="footnote_2_522" class="footnote">Das könnte man mit &#8220;Befreiung und Erleuchtung&#8221; übersetzen.</li><li id="footnote_3_522" class="footnote">Umstrittener Großmufti von Ägypten von 1899 bis 1905.</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Der Weg nach Mekka&#8221; im Kino</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Nov 2008 14:23:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bekomme seit Tagen Rundmails den Film über Muhammad Asad betreffend. Er ist ja jetzt auch in den deutschen Kinos angelaufen. In folgenden Kinos in Deutschland soll der Film laufen:
Ab dem 27.11.2008 läuft der Film in folgenden Städten und Kinos:
Berlin &#8211; babylon berlin:mitte
Berlin &#8211; fsk Kino
Köln &#8211; Filmpalette
Frankfurt &#8211; Mal seh&#8217;n Kino
Karlsruhe &#8211; Schauburg
München &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bekomme seit Tagen Rundmails den <a href="http://www.musafira.de/2008/09/05/der-weg-nach-mekka/">Film über Muhammad Asad</a> betreffend. Er ist ja jetzt auch in den deutschen Kinos angelaufen. In folgenden Kinos in Deutschland soll der Film laufen:</p>
<blockquote><p>Ab dem 27.11.2008 läuft der Film in folgenden Städten und Kinos:<br />
Berlin &#8211; babylon berlin:mitte<br />
Berlin &#8211; fsk Kino<br />
Köln &#8211; Filmpalette<br />
Frankfurt &#8211; Mal seh&#8217;n Kino<br />
Karlsruhe &#8211; Schauburg<br />
München &#8211; Forumkinos<br />
München &#8211; Neues Arena<br />
München &#8211; Monopol (nur am 30.11.)<br />
Nürnberg &#8211; Cinecitta</p>
<p>Ab dem 04.12.2008 in:<br />
Dresden &#8211; Kino im Dach<br />
Münster &#8211; Cinema<br />
Hamburg &#8211; Abaton (nur am 6.12, 7.12., 13.12., 21.12.)</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Arabische Verben für Faule</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 13:46:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sehr bequem ist dieser automatische Verbkonjugator auf den ich grade über einen Mailverteiler aufmerksam wurde. Laut Aussage des Softwareautoren lassen sich fast alle regelmäßigen und einige seltene unregelmäßige Verben konjugieren. Genau das richtige für Leute die keine Lust aufs Auswendiglernen haben &#8211; was natürlich nicht heißt, dass sich dies durch das Programm ersetzen lassen könnte.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr bequem ist <a href="http://acon.baykal.be/index.php">dieser automatische Verbkonjugator</a> auf den ich grade über einen Mailverteiler aufmerksam wurde. Laut Aussage des Softwareautoren lassen sich fast alle regelmäßigen und einige seltene unregelmäßige Verben konjugieren. Genau das richtige für Leute die keine Lust aufs Auswendiglernen haben &#8211; was natürlich nicht heißt, dass sich dies durch das Programm ersetzen lassen könnte.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Rabbis und Imame gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit und Hass</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 06:50:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Habe dieses Video vorhin bei Chajm entdeckt. Entstanden ist es als Werbung für eine Aktion, die jüdische und muslimische Gemeinden in den USA und Canada zusammen geplant haben: Je eine Synagoge und eine Moschee haben sich lokal zusammengetan und drei Tage lang Podiumsdiskussionen, Arbeitsgruppen und Foren veranstaltet um gemeinsam etwas gegen Intoleranz und Hass zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Habe dieses Video vorhin bei <a href="http://www.sprachkasse.de/blog/2008/11/25/islamophobie-und-antisemitismus/">Chajm</a> entdeckt. Entstanden ist es als Werbung für eine Aktion, die jüdische und muslimische Gemeinden in den USA und Canada zusammen geplant haben: Je eine Synagoge und eine Moschee haben sich lokal zusammengetan und drei Tage lang Podiumsdiskussionen, Arbeitsgruppen und Foren veranstaltet um gemeinsam etwas gegen Intoleranz und Hass zu unternehmen.</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/qIY-YP90xho&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/qIY-YP90xho&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Rezension &#8220;Koran für Kinder und Erwachsene&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 15:32:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich bin heute auf den Blog eines Muslims aus Köln aufmerksam geworden. Er hat das Buch &#8220;Koran für Kinder und Erwachsene&#8221; von Lamya Kaddor und Rabeya Müller rezensiert. Das Buch hat seit Erscheinen für viel Diskussionsstoff unter Muslimen gesorgt – und ist teilweise unberechtigt bzw. sehr uninformiert kritisiert worden. Das kann man nun von der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin heute auf den <a href="http://medinenser.wordpress.com/">Blog eines Muslims aus Köln</a> aufmerksam geworden. Er hat das Buch &#8220;Koran für Kinder und Erwachsene&#8221; von Lamya Kaddor und Rabeya Müller <a href="http://medinenser.wordpress.com/2008/11/21/rezension-koran-fur-kinder-und-erwachsene/">rezensiert</a>. Das Buch hat seit Erscheinen für viel Diskussionsstoff unter Muslimen gesorgt – und ist teilweise unberechtigt bzw. sehr uninformiert kritisiert worden. Das kann man nun von der vorliegenden Rezension nicht behaupten – Sami Alphan geht recht neutral und sprachlich versiert vor allen Dingen auf die Übersetzung aus dem Arabischen ein. Empfehlenswerte Lektüre, besonders wenn man das Buch schon kennt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Mufti Ceric zum Zweiten.</title>
		<link>http://www.musafira.de/2008/11/20/mufti-ceric-zum-zweiten/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Nov 2008 22:06:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Diskussion um die Aussagen des Muftis von Bosnien-Herzegovina zum Thema Scharia ist ja erneut entflammt, anlässlich der kommenden Preisverleihung. Genug Zeit zum Lesen haben die &#8220;Kritiker&#8221; bis jetzt ja gehabt – aber anscheinend nicht genutzt. Deswegen hier noch mal der Verweis auf den umstrittenen Text mit eindringlicher Leseempfehlung. Ganz wichtig ist, was meint der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Diskussion um die Aussagen des Muftis von Bosnien-Herzegovina zum Thema Scharia ist ja erneut entflammt, anlässlich der kommenden Preisverleihung. Genug Zeit zum Lesen haben die &#8220;Kritiker&#8221; bis jetzt ja gehabt – aber anscheinend nicht genutzt. Deswegen hier noch mal der <a href="http://www.musafira.de/2008/05/15/mustafa-ceric-und-die-cdu/">Verweis</a> auf den umstrittenen Text mit eindringlicher Leseempfehlung. Ganz wichtig ist, was meint der Autor – also der Mufti selbst – und nicht seine Kritiker eigentlich mit dem Wort &#8220;Scharia&#8221;… </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Neue Internetseite muslimischer Frauen</title>
		<link>http://www.musafira.de/2008/11/12/neue-internetseite-muslimischer-frauen/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 21:15:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Zusammen mit zwei anderen muslimischen Frauen arbeite ich schon seit einigen Monaten an einer neuen Webpräsenz . Zusammen mit Nina Mühe und Silvia Horsch haben wir jetzt die Seite Nafisa.de ins Leben gerufen auf der wir den Diskurs über muslimische Frauen kritisch betrachten wollen. Aus dem Klappentext:
Wir &#8211; das sind drei muslimische Frauen und Wissenschaftlerinnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/11/nafisa.jpg" alt="" title="nafisa" width="490" height="130" border="2" class="aligncenter size-full wp-image-477" /></p>
<p>Zusammen mit zwei anderen muslimischen Frauen arbeite ich schon seit einigen Monaten an einer neuen Webpräsenz . Zusammen mit Nina Mühe und Silvia Horsch haben wir jetzt die Seite <a href="http://www.nafisa.de/">Nafisa.de</a> ins Leben gerufen auf der wir den Diskurs über muslimische Frauen kritisch betrachten wollen. Aus dem Klappentext:</p>
<blockquote><p>Wir &#8211; das sind drei muslimische Frauen und Wissenschaftlerinnen &#8211; beschäftigen uns aus persönlichen und beruflichen Gründen intensiv mit den Themenbereichen “Frau”, “Geschlecht”, “Islam” in einer pluralistischen Gesellschaft. Mit nafisa wollen wir über unsere Arbeit, Ansichten und Ergebnisse informieren. Dabei verfolgen wir zwei Ziele: Erstens möchten wir uns am gesellschaftlichen Diskurs über den Islam und muslimische Frauen beteiligen. Schon oft haben wir uns an einseitigen Debatten und tendenziöser Berichterstattung zu einer Reihe von Themen gestört und wollen deshalb unsere Sicht der Dinge in die Diskussion bringen.</p></blockquote>
<p>Wir hoffen damit auf Interesse zu stoßen!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Interview über islamischen Feminismus</title>
		<link>http://www.musafira.de/2008/11/05/interview-uber-islamischen-feminismus/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 20:16:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Omaima Abou-Bakr]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist schon etwas her, dass ich meine Magisterarbeit geschrieben habe. Dennoch habe ich es nie geschafft (bis auf einen kleinen Text zu weiblichen Gelehrten), etwas zu dem darin bearbeiteten Thema auf musafira.de zu veröffentlichen. Der Titel meiner Arbeit lautete &#8220;Islamischer Feminismus in Ägypten am Beispiel Omaima Abou-Bakrs&#8221; und sagt auch eigentlich schon alles über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon etwas her, dass ich meine Magisterarbeit geschrieben habe. Dennoch habe ich es nie geschafft (bis auf einen kleinen Text zu <a href="http://www.musafira.de/islam/weibliche-islamische-gelehrte/">weiblichen Gelehrten</a>), etwas zu dem darin bearbeiteten Thema auf musafira.de zu veröffentlichen. Der Titel meiner Arbeit lautete &#8220;Islamischer Feminismus in Ägypten am Beispiel Omaima Abou-Bakrs&#8221; und sagt auch eigentlich schon alles über den Inhalt. Zu diesem Zweck hatte ich damals besagte Wissenschaftlerin in Kairo interviewt und ihre relevanten Texte analysiert. </p>
<p>Dem Begriff &#8220;Islamischer Feminismus&#8221; gegenüber bin ich nach wie vor kritisch eingestellt<sup>1</sup>, dennoch hat mich die Arbeit mit den Konzepten und der Forschung von Omaima Abou-Bakr inspiriert und mir Horizonte eröffnet. Außerdem ist sie jemand, mit deren Ideen ich mich stark identifizieren konnte und noch immer kann.</p>
<p>Vor ein paar Monaten hatte ich ihr ein paar Fragen zu ihrer Forschung und dem Thema &#8220;Islamischer Feminismus&#8221; im Allgemeinen geschickt, die sie mir vor kurzem beantwortet hat und freundlicherweise zur Veröffentlichung auf diesen Seiten freigegeben hat. Die Kommunikation fand auf englisch statt, weswegen ich in den letzten Tagen eine Übersetzung angefertigt habe. Beide Texte sind nun mit Einleitung und Literaturverzeichnis auf musafira.de zu lesen.</p>
<p>Zum deutschen Interview: <a href="http://www.musafira.de/islamwissenschaft/interview-mit-omaima-abou-bakr-uber-wissenschaft-islamischen-feminismus-und-geschichte/">Interview mit Omaima Abou-Bakr über Wissenschaft, islamischen Feminismus und Geschichte.</a></p>
<p>Zur englischen Version:<br />
<a href="http://www.musafira.de/islamwissenschaft/interview-with-omaima-abou-bakr-on-science-islamic-feminism-and-history/">Interview with Omaima Abou-Bakr on science, islamic feminism and history.</a></p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_469" class="footnote">Dazu vielleicht an anderer Stelle mehr</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Arabisch lernen im Jemen</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 13:05:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über meinen Uni Verteiler bekam ich grade eine Infomail einer Sprachschule in Sana&#8217;a, Jemen. Die Schule nennt sich &#8220;Saba Institute&#8221;. Ich habe kurz die Seite des Instituts überflogen und Ausbildung der Lehrer, Unterrichtsangebot, Preise und Unterkunft machen einen sehr soliden Eindruck.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über meinen Uni Verteiler bekam ich grade eine Infomail einer Sprachschule in Sana&#8217;a, Jemen. Die Schule nennt sich &#8220;Saba Institute&#8221;. Ich habe kurz <a href="http://www.saba-institute.com/">die Seite des Instituts</a> überflogen und Ausbildung der Lehrer, Unterrichtsangebot, Preise und Unterkunft machen einen sehr soliden Eindruck.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kurz verlinkt: Wie schön es ist, eine muslimische Frau zu sein…</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 06:56:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Mohja Kahf hat einen <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/10/03/AR2008100301968.html">sehr lesenswerten Artikel</a> mit dem Titel &#8220;Spare Me the Sermon On Muslim Women&#8221; in der Washington Post verfasst. </p>
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		<title>Luxenberg, Ohlig und die Islamwissenschaft</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 18:02:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich verfolge die Diskussion um die Thesen Luxenbergs und Ohligs nun schon ein paar Jahre. Immer mal wieder gibt es sehr interessante Artikel, die dazu von deutschsprachigen Wissenschaftlern veröffentlicht wurden. Ich habe diese Artikel nun in einem Reader gesammelt, denn ich bei Gelegenheit aktualisieren werde. Viel Spaß beim Lesen…
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich verfolge die Diskussion um die Thesen Luxenbergs und Ohligs nun schon ein paar Jahre. Immer mal wieder gibt es sehr interessante Artikel, die dazu von deutschsprachigen Wissenschaftlern veröffentlicht wurden. Ich habe diese Artikel nun <a href="http://www.musafira.de/islamwissenschaft/reader-zur-debatte-um-luxenberg-und-ohlig/">in einem Reader gesammelt</a>, denn ich bei Gelegenheit aktualisieren werde. Viel Spaß beim Lesen…</p>
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		<title>Festgrüße</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 21:08:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich wünsche allen Lesern ein gesegnetes Fest und angenommene Taten. Wie es aussieht, scheint dieses Fest einigermaßen einheitlich gefeiert zu werden. Wie schön.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wünsche allen Lesern ein gesegnetes Fest und angenommene Taten. Wie es aussieht, scheint dieses Fest einigermaßen einheitlich gefeiert zu werden. Wie schön.</p>
<p><img src="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/09/eid-1.jpg" alt="" title="Id saeed" width="500" height="354" class="alignleft size-full wp-image-385" /></p>
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		<title>Kurz verlinkt: Kommentar zur Diskussion um Kalisch</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Sep 2008 13:39:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Spiegel gibt es heute ein ausführliches Interview mit Michael Marx (Corpus Coranicum). Anlass ist die Diskussion um den Münsteraner Professor Kalisch, der mit seiner Einstellung zur Natur des Propheten Muhammad für Wirbel gesorgt hatte. Im Mittelpunkt steht dabei die Aussage es entspräche dem derzeitigen Forschungsstand innerhalb der Islamwissenschaft, begründete Zweifel an der Existenz des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Spiegel gibt es heute ein <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,578513,00.html">ausführliches Interview mit Michael Marx</a> (Corpus Coranicum). Anlass ist die Diskussion um den Münsteraner Professor Kalisch, der mit seiner Einstellung zur Natur des Propheten Muhammad für Wirbel gesorgt hatte. Im Mittelpunkt steht dabei die Aussage es entspräche dem derzeitigen Forschungsstand innerhalb der Islamwissenschaft, begründete Zweifel an der Existenz des Propheten zu haben.</p>
<p>Ich verfolge diese Diskussion schon etwas länger, Kalisch ist ja auch nicht der einzige der Aussagen in der Art tätigt. Das Novum ist bei ihm nur, dass es sich hier um einen bekennenden Muslim handelt. Was mir bei diesen Behauptungen besonders aufstößt ist allerdings nicht der offensichtliche Widerspruch zu muslimischen Grundüberzeugungen. Was mich am meisten verwundert ist, dass diese Behauptung nur dann als Ergebnis einer Forschung postuliert werden könnte, wenn überhaupt eine Forschung stattgefunden hat. Eigentlich ganz simpel. Das ist aber innerhalb der Islamwissenschaft noch gar nicht in ausreichendem Ausmaß passiert.<sup>1</sup> Das Projekt in Potsdam setzt an dieser Stelle an:</p>
<blockquote><p>Wir am Corpus Coranicum versuchen, erst einmal Grundlagenforschung zu treiben, bevor man mit Supertheorien kommt. </p></blockquote>
<p>Interessant ist, dass Michael Marx die mündlichen Aussagen Kalischs qualitativ auf dieselbe Stufe einordnet wie die Arbeiten Ohligs und sie als außer-wissenschaftlich empfindet – weil widersprüchlich und argumentativ lückenhaft. </p>
<blockquote><p>Marx: Es gilt, vorsichtig zu sein. Für die Geschichte generell kann man keine naturwissenschaftlichen Beweise anführen. Wie wollen Sie die Existenz von Karl dem Großen beweisen? Wir können keine Experimente durchführen, wir müssen mit Evidenzen arbeiten. Und ein Evidenzstrang in dieser Frage ist der Koran. Hier ist die Evidenzlage so gut wie bei keiner anderen Religion. Wir kennen Koranhandschriften und islamische Inschriften schon ab 40 bis 50 Jahre nach dem Tode des Propheten. Der Koran wäre extrem erklärungsbedürftig, wenn man den Propheten rausrechnet. Ohlig behauptet, der Islam sei bis in die Ommajadenzeit, also bis ins 9. Jahrhundert, im Wesentlichen eine christliche Sekte gewesen. In dem Fall aber habe ich das massive Problem, dass der Text des Koran dazu nicht passt. Wieso ist dann die Christusfigur im Koran nicht zentraler? Abraham, Moses und Noah werden viel häufiger genannt. </p></blockquote>
<p>Insgesamt kann ich nur empfehlen, das gesamte Interview zu lesen, da dadurch die wissenschaftlichen Dimensionen der Diskussion dem Außenseiter klarer werden.</p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_361" class="footnote">Was einfach an der schieren Masse der zu bearbeitenden Texte/Dokumente liegt.</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Kurz verlinkt: Islamwissenschaft im Umbruch</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 15:37:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf derstandard.at gibt es eine interessante dreifach-Rezension zu aktuellen Debatten innerhalb der Islamwissenschaft mit deutschem Schwerpunkt. Rezensiert werden die folgenden Bücher:

Abbas Poya, Maurus Reinkowski (Hg.), &#8220;Das Unbehagen in der Islamwissenschaft. Ein klassisches Fach im Scheinwerferlicht der Politik und der Medien&#8221;. € 31,70 / 334 Seiten. Transcript, Bielefeld 2008.
Rüdiger Lohlker, &#8220;Islam. Eine Ideengeschichte&#8221;. € 19,50 / [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf derstandard.at gibt es eine interessante dreifach-Rezension zu <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=3403468">aktuellen Debatten innerhalb der Islamwissenschaft</a> mit deutschem Schwerpunkt. Rezensiert werden die folgenden Bücher:</p>
<ol>
<li>Abbas Poya, Maurus Reinkowski (Hg.), &#8220;Das Unbehagen in der Islamwissenschaft. Ein klassisches Fach im Scheinwerferlicht der Politik und der Medien&#8221;. € 31,70 / 334 Seiten. Transcript, Bielefeld 2008.</li>
<li>Rüdiger Lohlker, &#8220;Islam. Eine Ideengeschichte&#8221;. € 19,50 / 282 Seiten. Facultas, Wien 2008.</li>
<li>Iman Attia (Hg.), &#8220;Orient- und IslamBilder&#8221;. € 20,40 / 307 Seiten. Unrast, Münster 2007.</li>
</ol>
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		<title>Der Weg nach Mekka</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Sep 2008 12:41:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ieses Jahr ist ein Dokumentarfilm über Muhammad Asad fertig gestellt worden. Ausgerechnet ein Regisseur aus seinem Heimatland Österreich hat einen Film über sein Leben hergestellt.  Die Inhaltsbeschreibung hört sich recht interessant an:
Rede und Gegenrede sind Strukturprinzip des Films DER WEG NACH MEKKA – Die Reise des Muhammad Asad, welcher sich wohlfeilen Lösungen beharrlich verweigert. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_351" class="wp-caption alignleft" style="width: 225px"><img src="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/09/derwegnachmekka4-215x300.jpg" alt="Der Weg nach Mekka, Regie: Georg Misch, Foto: Mischief Films" title="derwegnachmekka4" width="215" height="300" class="size-medium wp-image-351" /><p class="wp-caption-text">Der Weg nach Mekka, Regie: Georg Misch, Foto: Mischief Films</p></div>Dieses Jahr ist ein Dokumentarfilm über Muhammad Asad fertig gestellt worden. Ausgerechnet ein Regisseur aus seinem Heimatland Österreich hat einen Film über sein Leben hergestellt.  Die <a href="http://www.mischief-films.com/sub2.php?ID=3&#038;S=D">Inhaltsbeschreibung</a> hört sich recht interessant an:</p>
<blockquote><p>Rede und Gegenrede sind Strukturprinzip des Films DER WEG NACH MEKKA – Die Reise des Muhammad Asad, welcher sich wohlfeilen Lösungen beharrlich verweigert. Der Film insistiert auf Widersprüchlichkeiten, was ihn auszeichnet. Die heutigen Kontakt- und Konfliktpunkte werden aus einem neuen Blickwinkel untersucht und gezeichnet. Berührend sind neben biographischen Einzelheiten, Textzitate, private Fotografien und Filmaufzeichnungen eingewebt, welche Lebenswelten verschiedenster Menschen sichtbar machen: Die einfacher, saudischer Beduinen, palästinensischer Flüchtlinge, Beratern Sharons, pakistanischer Asadianern und Wegbegleiter Asads.</p></blockquote>
<p>Das autobiographische Buch &#8220;Der Weg nach Mekka&#8221; ist übrigens eines der am spannendsten und schönsten geschriebenen Zeugnisse eines deutschsprachigen Islam überhaupt. Leider findet man es nur noch sehr teuer im antiquarischen Buchhandel. Wenn man englisch liest, hat man es da ein wenig einfacher.</p>
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		<title>Einen gesegneten Ramadan…</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Sep 2008 22:58:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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Ramadan by ~saeed33 on deviantART
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			<content:encoded><![CDATA[<p>wünsche ich meinen Lesern, möge Allah unser Fasten und unsere Gebete annehmen.</p>
<p><object width="450" height="631"><param name="movie" value="http://backend.deviantart.com/embed/view.swf" /><param name="flashvars" value="id=61841644&#038;width=1337" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><embed src="http://backend.deviantart.com/embed/view.swf" type="application/x-shockwave-flash" width="450" flashvars="id=61841644&#038;width=1337" height="631" allowscriptaccess="always"></embed></object><br /><a href="http://www.deviantart.com/deviation/61841644/">Ramadan</a> by ~<a class="u" href="http://saeed33.deviantart.com/">saeed33</a> on <a href="http://www.deviantart.com">deviant</a><a href="http://www.deviantart.com">ART</a></p>
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		<title>Grammatik – ein Gedicht</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Aug 2008 22:50:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der arabischsprachigen Tradition ist es keine Besonderheit, Grammatik mit Hilfe sich reimender Verse zu erklären. Eines der bekanntesten Gedichte zur arabischen Grammatik ist das von Ibn Mālik aus dem 13. Jahrhundert. Sein grammatische Lehrgedicht ist unter dem Namen alfiyyat al-Malik bekannt und hier im Original nachzulesen. Es ist nicht ungewöhnlich, dieses Gedicht in voller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der arabischsprachigen Tradition ist es keine Besonderheit, Grammatik mit Hilfe sich reimender Verse zu erklären. Eines der bekanntesten Gedichte zur arabischen Grammatik ist das von Ibn Mālik aus dem 13. Jahrhundert. Sein grammatische Lehrgedicht ist unter dem Namen alfiyyat al-Malik bekannt und <a href="http://ar.wikisource.org/wiki/%D8%A3%D9%84%D9%81%D9%8A%D8%A9_%D8%A7%D8%A8%D9%86_%D9%85%D8%A7%D9%84%D9%83">hier</a> im Original nachzulesen. Es ist nicht ungewöhnlich, dieses Gedicht in voller Länge auswendig zu lernen, wenn man z.B. auf einer Institution wie der al-Azhar sein Schulkarriere beginnt.<br />
<div id="attachment_302" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/08/grammatik_gedicht_1.jpg"><img src="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/08/grammatik_gedicht_1-300x207.jpg" alt="Arabischer Titel: ath-thulathuma&#039;ati wa khamsun bayt al-bahiyya li &#039;asem ibn &#039;atiyya fi al-qawa&#039;id al-almaniyya. (350 schöne Verse von Asem Ibn Atiyya über die Regeln des Deutschen)" title="grammatik_gedicht_1" width="300" height="207" class="size-medium wp-image-302" /></a><p class="wp-caption-text">Arabischer Titel: ath-thulathuma'ati wa khamsun bayt al-bahiyya li 'asem ibn 'atiyya fi al-qawa'id al-almaniyya. (350 schöne Verse von Asem Ibn Atiyya über die Regeln des Deutschen)</p></div>Ganz in dieser Tradition steht Assem Attia Ali, der ein kleines Heftchen mit dem Titel &#8220;Die deutsche Grammatik in Form von gereimter Dichtung&#8221; verfasst hat. Soweit ich weiß, ist der Verfasser Germanist an einer kairener Universität. Ich konnte ihn per Google leider nicht ausfindig machen, hätte ihn jedoch sehr gerne kontaktiert, um zu fragen ob ich das Heftchen hier zum Download zur Verfügung stellen könnte. Ich habe das Heftchen vor ein paar Jahren bekommen.</p>
<p>In seinem Vorwort gibt Herr Attia an, dass er das Heftchen für seine Studenten verfasst hat:</p>
<blockquote><p>Ich liebe die deutsche Sprache leidenschaftlich und bin in sie vernarrt, konnte aber aus Eifersucht nicht aufraffen (sic), dass meine Deutschlernenden Studenten sich über ihre Grammatik beklagen. Sie behaupten, dass die dt. Grammatik schwer zu verstehen sei. Das hat mich bewogen, darüber nachzudenken, wie ich eine Lösung für dieses Problem finden könnte.</p></blockquote>
<p><div id="attachment_304" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/08/grammatik_gedicht_11.jpg"><img src="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/08/grammatik_gedicht_11-300x211.jpg" alt="Beispielseite mit den Abschnitten zur Deklination alleinstehender Adjektive, zum Partizip I, II und dem Passiv." title="grammatik_gedicht_11" width="300" height="211" class="size-medium wp-image-304" /></a><p class="wp-caption-text">Beispielseite mit den Abschnitten zur Deklination alleinstehender Adjektive, zum Partizip I, II und dem Passiv.</p></div>In 350 Versen geht der Autor dann verschiedene grammatische Phänomene – vom Verb, über Akkusativobjekt und Präpositionen bis zum Konjuntiv – in Versform durch. Ich habe ja selber mal unterrichtet und habe in einzelnen, mittlerweile veralteten Lehrwerken hier und da mal einen Merkspruch gefunden, aber noch nie ein langes Gedicht, welches sich mit der kompletten Grammatik beschäftigt. Ich finde die Idee schön und hatte schon lange vor, das hier mal bekannt zu machen.</p>
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		<title>Arabische Umschrift – stressfrei?</title>
		<link>http://www.musafira.de/2008/08/18/arabische-umschrift-stressfrei/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 22:28:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ie Links in der Rubrik Islamwissenschaft habe ich seit längerem nicht überarbeitet. Die Rubrik entstand zu der Zeit, als ich meine Magisterarbeit geschrieben habe und auf der Suche nach dem richtigen Texteditor war. Das Problem bei islamwissenschaftlichem Schreiben ist die möglichst problemlose und gleichzeitig parallele Integration sowohl der lateinischen und arabischen Schrift als auch der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_289" class="wp-caption alignleft" style="width: 309px"><a href="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/08/umschrift_bsp.jpg"><img src="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/08/umschrift_bsp-299x253.jpg" alt="Beispiel für arabische Umschrift in einem Literaturverzeichnis. (In einem recht eigenwilligen Stil :-) )" title="umschrift_bsp" width="299" height="253" class="size-medium wp-image-289" /></a><p class="wp-caption-text">Beispiel für arabische Umschrift in einem Literaturverzeichnis. (In einem recht eigenwilligen Stil <img src='http://www.musafira.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  )</p></div>Die Links in der Rubrik <a href="http://www.musafira.de/islamwissenschaft/links/">Islamwissenschaft</a> habe ich seit längerem nicht überarbeitet. Die Rubrik entstand zu der Zeit, als ich meine Magisterarbeit geschrieben habe und auf der Suche nach dem richtigen Texteditor war. Das Problem bei islamwissenschaftlichem Schreiben ist die möglichst problemlose und gleichzeitig parallele Integration sowohl der lateinischen und arabischen Schrift als auch der Umschrift für die arabische Sprache. Ich hatte mich anfangs auf die Suche nach einer Alternative zu Word/NeoOffice gemacht, da diese Programme aus unterschiedlichen Gründen für Ärger beim Schreiben sorgen:</p>
<ul>
<li>Word kann auf dem Mac die arabische Schrift nicht darstellen.</li>
<li>Ich kann dort kein Tastaturlayout aktivieren, das mit Unicode Schriften arbeitet.</li>
<li>Mir gefällt schon seit längerem das Schriftbild und der Schriftsatz nicht.</li>
<li>Bei NeoOffice kam hinzu, dass es bei mir ab 20 Seiten so extrem langsam wurde, dass ich irgendwann entnervt aufgab.</li>
</ul>
<p>Da ich aber damals schon mitten im Schreiben war, war eine Umstellung für mich eher schwierig. Ich hatte zwar einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/LaTeX">LaTeX</a>-Kurs im Rechenzentrum meiner Uni besucht, kam aber durch den Zeitdruck nicht zur Umsetzung. Das hab ich mir aber nun für die Dissertation vorgenommen…</p>
<p>Ich stecke zwar noch in den Anfängen für die Arbeit an meiner Promotion, recherchiere allerdings schon fleißig. Ich stehe also wieder vor der lästigen Umschrift. Meine Doktormutter hat mir heute einen Hinweis gegeben, der mir das Schreiben wohl vereinfachen wird. Auf der Seite des orientalischen Seminars der Universität gibt es eine Reihe an Hilfen für das <a href="http://www.ori.uzh.ch/services/transcription/unicode.html">Benutzen der Umschrift</a>. Ich kann jetzt mithilfe eines Transkriptionslayouts für die Tastatur Unicodeschriften (Gentium ist eine besonders schöne) benutzen. Das funktioniert zwar immer noch nicht in Word (und seinen Verwandten), allerdings in dem zu Mac OSX gehörendem Texteditor TextEdit.</p>
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		<title>Aufgeräumt…</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Aug 2008 16:07:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[habe ich die Links in meiner Seitenleiste. Einige Links habe ich entfernt, da sich dort in letzter Zeit nichts neues getan habe und zwei habe ich hinzugefügt: Hasibe hat jetzt ihren eigenen Blog und ich habe schon seit längerem einen Web basierten Feedreader (was das ist? bitte hier bei Wikipedia nachschauen).1 Unter Feeds@Musafira in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>habe ich die Links in meiner Seitenleiste. Einige Links habe ich entfernt, da sich dort in letzter Zeit nichts neues getan habe und zwei habe ich hinzugefügt: Hasibe hat jetzt ihren <a href="http://ebisah.wordpress.com/">eigenen</a> Blog und ich habe schon seit längerem einen Web basierten <a href="http://feeds.musafira.de/index.php">Feedreader</a> (was das ist? bitte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Feedreader">hier</a> bei Wikipedia nachschauen).<sup>1</sup> Unter <a href="http://feeds.musafira.de/index.php">Feeds@Musafira</a> in der Seitenleiste können die von mir abonnierten Feeds auch von jedem anderen gelesen werden.</p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_262" class="footnote">Ich benutze dafür die Anwendung mit dem Namen <a href="http://gregarius.net/">Gregarius</a>.</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Broschüre des Berliner Senats – &#8220;Mit Kopftuch außen vor?&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Aug 2008 15:46:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_258" class="wp-caption alignright" style="width: 221px"><img src="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/08/senatberlin_kopftuchbroschure-211x300.jpg" alt="Broschüre der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung | Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales" title="Mit dem Kopftuch außen vor?" width="211" height="300" class="size-medium wp-image-258" /><p class="wp-caption-text">Broschüre der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung | Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales</p></div>Ich habe vor ein paar Wochen von einer Neuerscheinung des Berliner Senats (Landesstelle für Gleichbehandlung &#8211; gegen Diskriminierung) erfahren und direkt bestellt. Es handelt sich dabei um eine kleine Broschüre mit dem Namen &#8220;<a href="http://www.berlin.de/landespressestelle/archiv/2008/07/17/105230/index.html">Mit Kopftuch außen vor?</a>&#8220;. Mit der Broschüre will die Landesstelle einerseits Erfahrungen muslimischer Frauen dokumentieren, mit denen sie aufgrund Kopftuch bedingter Diskriminierung in Kontakt getreten ist. Dabei stützt sich die Broschüre auf Einzelgespräche die in den Jahren zwischen 2005 bis 2007 in der Beratungsarbeit der Landesstelle geführt wurden und auf einzelne Befragungen und Studien zum Thema. Eine davon ist die Magisterarbeit von <a href="http://www.ku-eichstaett.de/Forschungseinr/ZFG/Team/research%20affiliates/Korucu">Canan Korucu</a> – eine qualitative Studie anhand von Leitfadeninterview mit jungen Kopftuch tragenden Musliminnen. Andererseits werden am Schluss der Broschüre äußerst interessante Handlungsvorschläge formuliert, von denen man nur hoffen kann, dass sie auch in die Tat umgesetzt werden:</p>
<blockquote><p>
1.  Breite, sich an alle gesellschaftliche Akteure richtende, Aufklärung zum AGG und zum Neutralitätsgesetz (d.h. <strong>auch zu dessen begrenztem Regelungsbereich</strong>), Öffentlichkeitsarbeit, Bewusstmachen von Ungleichbehandlungen. </p>
<p>2. Herausgabe eines Faltblatts zum Neutralitätsgesetz, das insbesondere die Wirtschaft über den Ausdehnungsbereich und die Grenzen des Gesetzes informiert. Erläuterung auch aktueller antidiskriminierungsrechtlicher Vorgaben (AGG). </p>
<p>3. <strong>Überprüfung des Neutralitätsgesetzes vor dem Hintergrund des AGG.</strong></p>
<p>4. Rundschreiben an alle Schulen und Kitas zum Neutralitätsgesetz unter Berücksichtigung des AGG. </p>
<p>5. Spezifische Fortbildungsangebote für Pädagogen und Pädagoginnen, um sie in der Führung situationsangemessener Gespräche mit Schüler/innen und ggf. deren Eltern zu unterstützen.</p>
<p>6. In Kooperation mit den Moscheevereinen sollen Ansprechpersonen in Fällen von Diskriminierung benannt und zum AGG geschult werden.</p>
<p>7. Einbeziehung der für das Themenfeld relevanten Nicht-Regierungsorganisationen als Multiplikatoren und Experten in den Gesamtprozess </p>
<p>8. Hervorhebung positiver Vorbilder: Stimmen von Musliminnen in der öffentlichen Debatte mehr Gehör verschaffen. </p>
<p>8. Empowerment muslimischer Frauen, damit sie sich besser gegen Diskriminierungen zur Wehr setzen und ihre Rechte einfordern können und zur Verbesserung ihrer gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Partizipation. Meldung von Diskriminierungsfällen bei den Beratungsstellen zur Unterstützung und Bekanntmachung. </p>
<p>10.  Gespräche mit Wirtschaftsvertretern und Wirtschaftsvertreterinnen zur Erhöhung von deren Akzeptanz gegenüber muslimischen Frauen im Arbeitsleben. Im Sinne des Diversity-Ansatzes ist dabei stärker auf das Qualifikationspotential hinzuweisen, das eine große Anzahl muslimischer Frauen mitbringt und das bei Ausgrenzung brach liegt.<sup>1</sup>
</p></blockquote>
<p>Die Broschüre kann man entweder <a href="http://www.berlin.de/imperia/md/content/lb_ads/kopftuch_klein.pdf">hier</a> herunterladen oder als Drucksache bestellen:</p>
<blockquote><p>Die Broschüre &#8220;Mit Kopftuch außen vor?&#8221; kann über die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales per E-Mail broschuerenstelle@senias.berlin.de und telefonisch unter 030 9028 2848 bestellt werden.</p></blockquote>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_252" class="footnote">Hervorhebungen von mir</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Geschichte des Islams in Deutschland</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Aug 2008 22:09:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin heute erst auf eine gute Zusammenfassung der Geschichte des Islams in Deutschland aufmerksam geworden:
Geschichte des Islams in Deutschland von 1731/1732 bis 1945
Geschichte des Islams in Deutschland seit 1945
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin heute erst auf eine gute Zusammenfassung der Geschichte des Islams in Deutschland aufmerksam geworden:</p>
<p><a href="http://www.helmut-zenz.de/hzislam8.html">Geschichte des Islams in Deutschland von 1731/1732 bis 1945</a></p>
<p><a href="http://www.helmut-zenz.de/hzisla12.html">Geschichte des Islams in Deutschland seit 1945</a></p>
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		<title>Rassismus in Deutschland</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Aug 2008 17:03:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kurzer Lesetipp zu einem interessanten Interview mit Yonas Endrias von der Internationalen Liga für Menschenrechte Berlin. Er findet, dass in Deutschland zu wenig effektive Programme gegen Rassismus geführt werde, was u.a. an einem engen und falschen Verständnis von Rassismus liege:
Deutschland hat leider ein verengtes Verständnis von Rassismus. Für viele Behörden scheint das Problem eigentlich mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurzer Lesetipp zu einem interessanten <a href="http://www.islamische-zeitung.de/?id=10628">Interview mit Yonas Endrias</a> von der Internationalen Liga für Menschenrechte Berlin. Er findet, dass in Deutschland zu wenig effektive Programme gegen Rassismus geführt werde, was u.a. an einem engen und falschen Verständnis von Rassismus liege:</p>
<blockquote><p>Deutschland hat leider ein verengtes Verständnis von Rassismus. Für viele Behörden scheint das Problem eigentlich mit dem Ende der NS-Herrschaft abgehakt. Auch der Regierungsbericht sieht Rassismus weitgehend als Randerscheinung, die sich hauptsächlich auf Rechtsextremisten bezieht. Rassismus wird aber längst in umfassenderer Weise als soziales Phänomen begriffen. Dies ist leider in Deutschland noch nicht angekommen. Die Vereinten Nationen und das Forum Menschenrechte gehen deshalb davon aus, dass es sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem handelt.</p></blockquote>
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		<title>Scharia in westlichen Gesellschaften</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Aug 2008 17:42:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Debatte um eine Anwendung der Scharia auch im Westen erhitzt die Gemüter immer wieder. Sei es aufgrund der verzerrten Wahrnehmung eines Vorschlags des Bischofs von Canterbury, oder weil der bosnische Mufti wagte, das Unwort in einem Artikel zu benutzen. Auf eine interessante Studie, die sich mit der Praxis in westlichen Gesellschaften (hier Kanada und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Debatte um eine Anwendung der Scharia auch im Westen erhitzt die Gemüter immer wieder. Sei es aufgrund der verzerrten Wahrnehmung eines Vorschlags des Bischofs von Canterbury, oder weil der bosnische Mufti wagte, das Unwort in einem Artikel zu benutzen. Auf eine interessante Studie, die sich mit der Praxis in westlichen Gesellschaften (hier Kanada und die USA) beschäftigt, bin ich heute gestoßen. Ganz unhysterisch und aus einer rechtswissenschaftlichen Perspektive untersucht nun eine Forscherin in Nordamerika – gefördert vom Social Science and Humanities Council of Canada – das Phänomen &#8220;islamische Scheidung&#8221;. Das laufende Projekt geht also den Fragen nach, warum manche Muslime zusätzlich zum zivilrechtlichen Weg in Eheangelegenheiten religiöse Beratschlagung und Regelung in Anspruch nehmen, warum dies eine Bedeutung  für sie hat, welche Rolle Imame in diesem Prozess spielen, inwieweit islam-rechtliche Prinzipien in diesem Prozess zur Anwendung kommen und inwieweit Moscheen eine Rolle spielen im Bereich der Konfliktlösung zwischen Ehepartnern. Das Projekt hat eine Internetseite, die man unter <a href="http://www.islamicdivorce.org/home.htm">www.islamicdivorce.org</a> erreichen kann.</p>
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		<title>Artikel in der IZ zur Frankfurter Tagung – Teil 2</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 15:27:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So nun komme ich endlich dazu, mich mit den Reaktionen zu meinem in der Islamischen Zeitung veröffentlichten Artikel zu beschäftigen. Mich erreichten diese teils per Mail, teils als Kommentar unter dem Artikel selber. Es gibt auch eine Anmerkung zu meinem Artikel von Wolf Ahmed Aries in der Islamischen Zeitung, die mittlerweile auch ohne Online-Abo einsehbar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So nun komme ich endlich dazu, mich mit den Reaktionen zu meinem in der <a href="http://www.islamische-zeitung.de/?id=10478" title="Wie unabhängig ist die Lehre bei uns?">Islamischen Zeitung veröffentlichten Artikel</a> zu beschäftigen. Mich erreichten diese teils per Mail, teils als Kommentar unter dem Artikel selber. Es gibt auch eine Anmerkung zu meinem Artikel von <a href="http://www.islamische-zeitung.de/?id=10512" title="Debatte: Zwischen Diskurs und Unabhängigkeit">Wolf Ahmed Aries</a> in der Islamischen Zeitung, die mittlerweile auch ohne Online-Abo einsehbar ist. Ich will versuchen, thematisch auf die geäußerte Kritik einzugehen. Mal sehen ob es mir gelingt.</p>
<p>Was die Organisation auf der Tagung anging will ich mich nicht weiter auslassen, da bereits alles gesagt wurde und es über das Inhaltliche weit mehr zu sagen gibt.</p>
<h3>Wissenschaftlicher Anspruch muss sich dementsprechend messen lassen</h3>
<p>Den Anmerkungen Ahmad Aries entnehme ich, dass Kritik an den auf dem Symposium formulierten Thesen lediglich ein Hinweis auf die mangelnde Diskussionskultur bzw. unbegründete Skepsis innerhalb der muslimischen Minderheit in Deutschland sei. Mal davon abgesehen, dass unter Muslimen tatsächlich eine große Skepsis gegenüber allem Staatlichen herrscht und sehr oft auch undifferenziert diskutiert wird, so ist dies natürlich überhaupt kein Maßstab an dem sich eine These messen muss, die in einem wissenschaftlichen Kontext formuliert wird. Wenn ich also eine Behauptung in den Raum stelle, so ist es erst einmal irrelevant wie dies innerhalb der muslimischen (oder sonstigen) Community aufgenommen wird. Relevant ist ob diese Behauptung einer wissenschaftlichen Überprüfung standhält. </p>
<p>Es kursieren ja immer mal wieder die unterschiedlichsten Behauptungen in Bezug auf den Koran oder die Person des Propheten (saws). Behaupte ich nun etwa der Prophet Muhammad (saws) habe nicht existiert, der Koran sei ein Produkt späterer Zeiten, gegenwärtig nicht vollständig oder beruhe auf einer ursprünglich aramäischen Lesart so ist daran zunächst einmal nichts auszusetzen, wenn ich mich einer Überprüfung und aufkommenden Fragen fachmännisch stelle. Ich sollte also in der Lage sein, Begründungen oder besser noch Beweise für meine Annahme vorzulegen und außerdem schlüssig darlegen zu können, warum Belege, die die das Gegenteil meiner Behauptung nahelegen, in diesem Fall nicht hinzu gezogen wurden oder gleich gar keine Gültigkeit besitzen. </p>
<p>Der Mutawatir<sup>1</sup> Charakter des Qurans und einiger Ahadith wurde in den Anfangszeiten und bis heute immer mal wieder diskutiert. Aus diesem Grund hat man sich ja auch schon früh mit der Glaubwürdigkeit und der Anzahl der Überlieferer auseinandergesetzt. Wie gesagt, es gibt eine eigene Gattung in der Wissenschaft, die sich nur mit den Biographien und der Bewertung von Überlieferern befasst (30.000 Biographien). Es ist also nicht so, dass hier Behauptung (&#8221;Der Koran ist nicht vollständig/falsch/später überliefert&#8221;) gegen Behauptung (&#8221;Der Koran ist so überliefert wie er offenbart wurde&#8221;) stehen würde. Ersteres bleibt so lange nichts weiter als eine haltlose Behauptung bis es sich a) gründlich mit den Belegen für zweiteres auseinandergesetzt hat und b) eigene stichhaltige Belege hervorgebracht hat. All dies habe ich bis jetzt von niemandem gesehen, weder ist dies auf dem Symposium passiert, noch habe ich dies in Veröffentlichungen von Vertretern dieser Behauptungen vorfinden können. Es blieb bis heute bei Behauptungen. </p>
<p>Es zeugt meines Erachtens auch von einer gewissen Uninformiertheit in Bezug auf islamische Wissenschaftsgeschichte, wenn man behauptet, bis heute wären sich Muslime (wie gesagt innerhalb der wissenschaftlichen Auseinandersetzung) der eigenen Relativität nicht bewusst gewesen. Über Relativität der eigene Aussagen waren sich Gelehrte im Islam schon seit langem klar, siehe die Voraussetzungen für Ijtihad Meinungen (Fatawa), die nur auf Zann-Belegen<sup>2</sup> beruhen können und genau deshalb nur für den einzelnen Mujtahid selbst verbindlich waren/sind und niemals für den Rest der Menschen. Fatawa gründen sich entweder auf komplett beleglosen Verstandesanstrengungen eines Gelehrten oder auf einen Beleg, der der Bedeutung und/oder der Überlieferung nach zanni (also mehrdeutig) ist. Andere Belege sind wiederum eindeutig, auch hier wieder der Bedeutung und/oder der Überlieferung nach und erzwingen aus diesem Grund eben nur eine einzige Bedeutung. Dies ist so im Aqidabereich, der nicht diesen Namen trägt, weil man bestimmte Dogmen einfach so festgesetzt hat, wie man sie grade persönlich für richtig hielt. Er trägt diesen Namen weil – als Ergebnis der Auseinandersetzung mit dem Quran und seiner Entstehung &#8211; es sich hier um eindeutige Belege der Überlieferung nach<sup>3</sup> handelt <em>und</em> der Bedeutung nach (was ja nun wirklich nicht bei allen Koranversen der Fall ist). Jemand der diese Prinzipien leugnet, widerspricht – nach klassischer Auffassung – also als allererstes der Vernunft und nicht irgendeinem widersinnigen Gebot.</p>
<p>Noch ein Wort zur Konstellation auf dem Symposium. Gemessen an der Gesamtheit der Redner auf dem Symposium kam der Ankaraner Schule, wie Serdar in seinem Kommentar beschreibt, tatsächlich nur ein geringer Anteil zu. Wenn jedoch Vertreter &#8220;anderer&#8221; muslimischer Theologien völlig fehlen, sich Kritische Stimmen auch nur wieder auf die Ankaraner Schule beziehen, dann muss man sich die Kritik der Einseitigkeit gefallen lassen.</p>
<h3>Politische Dimensionen der Lehrer- und Imamausbildung in Deutschland</h3>
<p>Eine vom Symposium unabhängige andere Frage ist natürlich nun, welche Akzeptanz solche Positionen unter Muslimen in Deutschland finden werden und inwieweit der Durchschnittsmuslim mit der Religionslehrer-, Theologen- und Imamausbildung &#8220;einverstanden&#8221; sein muss, bzw. inwieweit diese Ausbildung auch den Mainstream an Überzeugungen in sich beinhalten und selber auch vertreten sollte. Ich persönlich bin der Meinung, dass – unabhängig von irgendeiner wie auch immer gearteten Traditionalität oder Progressivität – es wenig Sinn macht Lehrstühle mit Exoten zu besetzen, die dann wiederum aufgrund dieser Eigenschaft auf Ablehnung stoßen. Ich denke übrigens nicht, dass dies seitens der Politik beabsichtigt ist (Stichwort &#8220;Verschwörung&#8221;), sondern einfach nur ein Ergebnis der schlechten Zusammenarbeit zwischen Politik und muslimischen Vertretern ist. </p>
<h3>Schlusswort</h3>
<p>Anschließend will ich noch auf <a href="http://serdargunes.wordpress.com/2008/07/12/reaktionen-zum-symposium-ii/" title="Reaktionen zum Symposium II">Serdars geäußerten Wunsch</a> nach gegenseitiger Toleranz eingehen. Ich empfinde die mangelnde Diskussionkultur in Bezug auf Differenzen unter Muslimen auch als unerträglich. Ich denke allerdings nicht, dass es in diesem Fall wirklich um Toleranz der &#8220;Traditionalisten&#8221; gegenüber den &#8220;Progressiven&#8221;<sup>4</sup> geht, sondern darum, ob eine Behauptung auch unter Bezugnahme auf wissenschaftliche Methoden aufrechterhalten werden kann bzw. ob sie sich überhaupt diese Mühe macht. Dabei geht es nicht um Bekenntnisse zu irgendeiner Art von Glauben, sondern ganz einfach um methodische Korrektheit im Umgang mit Texten.</p>
<p>Zudem wird diese Forderung nach Toleranz oft missbraucht, um gar nicht erst auf sich aufwerfende Fragen eingehen zu müssen und vor allen Dingen von der eigenen Intoleranz gegenüber abweichenden Meinungen  abzulenken. Ich weiß, dass Serdar das nicht so gemeint hat, sondern auf tatsächliche Erfahrungen anspielt, möchte aber dennoch darauf hinweisen.</p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_231" class="footnote">Mit Mutawatir wird eine Überlieferung bezeichnet, die in jeder Tradentengeneration eine bestimmte, hohe Anzahl an Tradenten aufweist – in diesem Fall unabhängig davon ob es um die Überlieferung einer Aussage des Propheten, eines Verses des Qurans oder irgendeines anderen zurückliegenden Ereignisses geht. So wird eine Falschaussage ausgeschlossen.</li><li id="footnote_1_231" class="footnote">also welchen die nach der Überlieferung und/oder Bedeutung mehrdeutig sind</li><li id="footnote_2_231" class="footnote">Der Quran, so hat man festgestellt, ist in seiner Gesamtheit der Überlieferung nach mutawatir, also ein qati Beleg.</li><li id="footnote_3_231" class="footnote"> Im Prinzip lehne ich diese Bezeichnungen ab, da sie die Diskussion um die Inhalte verwässern und eine Bewertung beinhalten.</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Artikel in der IZ zur Frankfurter Tagung</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jul 2008 22:23:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe vor kurzem einen Artikel für die Islamische Zeitung geschrieben, in dem ich meine Eindrück der Frankfurter Tagung zum Thema &#8220;Koranwissenschaften heute – Genese, Exegese, Hermeneutik, Ästhetik&#8221; schildere. Inzwischen gibt es einige Rückmeldungen zu dem Artikel, die ich gerne kommentieren möchte… Nur nicht mehr heute! Insha Allah bald mehr dazu.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe vor kurzem einen <a href="http://www.islamische-zeitung.de/?id=10478">Artikel für die Islamische Zeitung</a> geschrieben, in dem ich meine Eindrück der Frankfurter Tagung zum Thema &#8220;<a href="http://www.gefis-online.de/index.php4?nlev1=4&#038;nlev2=42">Koranwissenschaften heute – Genese, Exegese, Hermeneutik, Ästhetik</a>&#8221; schildere. Inzwischen gibt es einige Rückmeldungen zu dem Artikel, die ich gerne kommentieren möchte… Nur nicht mehr heute! Insha Allah bald mehr dazu.</p>
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		<title>Museumseröffnung in Istanbul zu arabisch-islamischen Wissenschaften</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jul 2008 21:51:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der FAZ vom 4.7.2008 findet sich ein interessantes Interview mit Fuad Sezgin, das leider nicht ergoogelbar ist. In diesem Interview spricht Sezgin anlässlich einer Museumseröffnung im Topkapi Serail in Istanbul über die von ihm erstellten Modelle der arabisch islamischen Wissenschaftsgeschichte. Am Institut für Geschichte der Arabisch-Islamischen Wissenschaften in Frankfurt kann man 800 dieser Exponate [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der FAZ vom 4.7.2008 findet sich ein interessantes Interview mit Fuad Sezgin, das leider nicht ergoogelbar ist. In diesem Interview spricht Sezgin anlässlich einer Museumseröffnung im Topkapi Serail in Istanbul über die von ihm erstellten Modelle der arabisch islamischen Wissenschaftsgeschichte. Am Institut für Geschichte der Arabisch-Islamischen Wissenschaften in Frankfurt kann man 800 dieser Exponate seit langem auch in Deutschland bewundern. Für alle die den Weg nach Frankfurt scheuen gibt es <a href="http://web.uni-frankfurt.de/fb13/igaiw/museum/museum.html">hier</a> einen virtuellen Rundgang.</p>
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		<title>Trickster Travels – Natalie Zemon Davis</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jul 2008 00:41:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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Durch einen Zeitungsartikel neugierig geworden, habe ich mir dieses Buch über al-Hasan ibn Muhammad ibn Ahmadal-Wazzan al-Fasi besorgt. Er wurde wohl zwischen 1486 und 1488 (891-93 nach der Hijra) in Granada geboren und wuchs in Fes, Marokko, auf. Man vermutet, dass er um 1491 zusammen mit seiner Familie nach Nordafrika auswanderte, ca. 10 Jahre bevor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/07/leo_africanus.jpg' alt='Leo Africanus' align='right' /><br />
Durch einen Zeitungsartikel neugierig geworden, habe ich mir dieses Buch über al-Hasan ibn Muhammad ibn Ahmadal-Wazzan al-Fasi besorgt. Er wurde wohl zwischen 1486 und 1488 (891-93 nach der Hijra) in Granada geboren und wuchs in Fes, Marokko, auf. Man vermutet, dass er um 1491 zusammen mit seiner Familie nach Nordafrika auswanderte, ca. 10 Jahre bevor Juden und Muslime aus Andalusien nach Nordafrika vertrieben wurden. In Fes wuchs er also heran und erfuhr hier auch seine Ausbildung in klassisch-islamischen Disziplinen wie dem malikitischen Fiqh, Koran- und Sprachstudien. Als junger Mann unternahm er weite diplomatische und kaufmännische Reisen durch Nord- und Mittelafrika und die Türkei im Auftrag des wattasidischen Sultans von Fes Muhammad al-Burtughali. Auf einer Rückreise durch das Mittelmeer im Jahr 1518 wurde al-Hasan al-Wazzan von christlichen Prtane gefangen genommen und als Sklave nach Rom gebracht. Seine Bildung machte ihn zu etwas besonderem und so wurde er dem damaligen Papst <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/336261/Leo-X">Leo X.</a> zum Geschenk gemacht. Zunächst verbrachte er die Zeit dort als Gefangener, der allerdings Zugriff zur vatikanischen Bibliothek hatte. Ein Jahr nach seiner Ankunft durfte das Gefängnis verlassen und trat zum Christentum über.<sup>1</sup> Er wurde vom Papst persönlich getauft, der ihm auch mit seinem Namen Pate stand. Unter seinem neuen Namen <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/336304/Leo-Africanus">Leo Africanus</a> (auch Giovanni Leone) sollte al-Hasan al-Wazan einige Berühmtheit erlangen, als der Autor mehrerer Bücher und Lexika über die Geographie und Kulturen Afrikas, die arabische Sprache und berühmte Personen Afrikas. Wenig ist davon erhalten geblieben, außer die über Jahrhunderte als Standardwerk geltende Cosmographia Del&#8217; Africa. Nach seinem 10-jährigen Aufenthalt in Italien gibt es nur noch wenig gesicherte Daten über ihn: entweder ging er zurück nach Nordafrika, starb auf dem Weg dorthin oder kam während der Plünderung Roms durch die Truppen Karls V. um.</p>
<p>Das vorliegende Buch ist deshalb so wertvoll weil es jeder noch so dünnen Spur über das rätselhafte Leben des Giovanni Leone nachgeht und sämtliche Möglichkeiten durchdenkt. Manches Mal strapaziert dies die Phantasie des Lesers stark, aber die Autorin schafft es so nicht nur die Person, ihre Sichtweise und Erfahrungen genauer auszuloten, sondern auch die Zeit und das intellektuelle und politische Umfeld, in dem al-Hasan al-Wazzan sich aufhielt näher zu beleuchten. Keine einfache Lektüre, aber dennoch sehr empfehlenswert. Im September 2008 scheint die deutsche Ausgabe herauszukommen unter dem Titel <a href="http://www.amazon.de/Leo-Africanus-Reisender-zwischen-Okzident/dp/380313627X/ref=sr_1_4?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1214958204&#038;sr=1-4">&#8220;Leo Africanus: Ein Reisender zwischen Orient und Okzident&#8221;</a>. </p>
<p>&#8212;&#8212;</p>
<p>Linktipp: <a href="http://www.leoafricanus.com/leo/index.html">Leo Africanus</a> &#8211; informative Seite mit wissenschaftlich ausgewogenen Hintergrundinfos</p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_226" class="footnote">Innerhalb der Leo Africanus-Forschung gibt es eine Diskussion darüber, ob dies freiwillig zustande kam. Man geht aufgrund verschiedener Indizien davon aus, dass al-Hasan al-Wazzan nicht freiwillig Christ wurde. Ein Indiz ist die auffällige Neutralität dem Islam gegenüber in seinen italienischen Werken, die andere bekannte Konvertiten vom Islam zum Christentum zu dieser Zeit so nicht an den Tag legten. Die Autorin des Buches geht davon aus, dass Leo Africanus immer Muslim geblieben ist und auch als solcher gestorben ist.</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Der Einbürgerungstest</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 14:12:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin heute auf einen lustig-traurigen Kurzfilm von Güclü Yaman aufmerksam gemacht worden. Im Film geht es um den Einbürgerungstest, den man ablegen muss wenn man deutscher Staatsbürger werden will. Es werden echte Fragen aus dem Test benutzt und darum herum eine Geschichte erzählt. Den Film kann man sich direkt auf der oben verlinkten Seite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin heute auf einen <a href="http://www.der-test-kurzfilm.de/film-trailer.php">lustig-traurigen Kurzfilm</a> von Güclü Yaman aufmerksam gemacht worden. Im Film geht es um den Einbürgerungstest, den man ablegen muss wenn man deutscher Staatsbürger werden will. Es werden echte Fragen aus dem Test benutzt und darum herum eine Geschichte erzählt. Den Film kann man sich direkt auf der oben verlinkten Seite ansehen oder hier (über einen YouTube Link):</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ZGzh1-QNhy4&#038;hl=de"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/ZGzh1-QNhy4&#038;hl=de" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Befreit durch Schönheitswettbewerb</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 11:32:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich eines Schönheitswettbewerbes für pakistanische Frauen, der vor kurzem in Ontario, Kanada stattfand, gibt es <a href="http://muslimahmediawatch.blogspot.com/2008/06/miss-pakistan-world-saving-one-woman-at.html">hier bei Muslimah Media Watch</a> einen herrlich-kritischen Kommentar.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vortrag auf der Islamwoche</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jun 2008 19:28:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor ein paar Wochen habe ich auf der Islamwoche in Stuttgart einen Vortrag gehalten. Der Titel des Themas war &#8220;Islam in Europa – damals und heute&#8221;. Ich habe daraus aber einen Vortrag gemacht, der sich hauptsächlich um Muslime in Deutschland seit der Gründung der BRD dreht. Zusätzlich habe ich mich noch in einer kritischen Betrachtung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ein paar Wochen habe ich auf der Islamwoche in Stuttgart einen Vortrag gehalten. Der Titel des Themas war &#8220;Islam in Europa – damals und heute&#8221;. Ich habe daraus aber einen Vortrag gemacht, der sich hauptsächlich um Muslime in Deutschland seit der Gründung der BRD dreht. Zusätzlich habe ich mich noch in einer kritischen Betrachtung versucht, die in 6 Thesen mündet.</p>
<p>Ich habe zum ersten Mal versucht eine Vortrag frei zu halten und war am Ende doch sehr überrascht wie gut es geklappt hat. Normalerweise würde ich einen Vortrag lieber ablesen, weil ich mich dann sicherer fühle. Dieses Mal wurde aber in der Vorbereitung klar, dass ablesen dem Vortrag schaden würde. Ich habe nun versucht den Vortrag für die Seite zu verschriftlichen, der vorher nur als Präsentation mit freier Rede konzipiert war. <a href="http://www.musafira.de/vortrage/islamwoche-stuttgart-mai-2008-%E2%80%93-islam-in-europa-damals-und-heute/">Hier</a> kann man sich den Vortrag durchlesen.</p>
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		<title>Lexikon der Islam-Irrtümer – Alfred Hackensberger</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jun 2008 08:32:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Selten habe ich ein so merkwürdiges Buch gelesen. Auch Alfred Hackensberger hat sich vorgenommen, &#8220;Vorurteile, Halbwahrheiten und Missverständnisse&#8221;1 in Bezug auf den Islam aufzuklären. 
Das Buch ist so aufgebaut, dass man unter einem Schlagwort – z.B. Frauen – ein dazugehörendes Vorurteil oder Missverständnis findet – z.B. Die muslimische Frau ist ein unterdrücktes Wesen. Im darauffolgenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selten habe ich ein so merkwürdiges Buch gelesen. Auch Alfred Hackensberger hat sich vorgenommen, &#8220;Vorurteile, Halbwahrheiten und Missverständnisse&#8221;<sup>1</sup> in Bezug auf den Islam aufzuklären. </p>
<p>Das Buch ist so aufgebaut, dass man unter einem Schlagwort – z.B. <em>Frauen</em> – ein dazugehörendes Vorurteil oder Missverständnis findet – z.B. <em>Die muslimische Frau ist ein unterdrücktes Wesen</em>. Im darauffolgenden Absatz macht sich Alfred Hackensberger dann daran, seine Sichtweise der Dinge darzustellen. In dem von mir gegebenen Beispiel gelingt ihm das auch recht gut, wie ich finde. Der Autor weiß viel und unterschiedliches aus seiner eigenen Erfahrung als Dozent für Deutsch als Fremdsprache in Marokko und seiner Tätigkeit als Reporter im mittleren Osten zu berichten, so dass ihm oft ein wirklich informativer Einblick gelingt. Dies ist vor allen Dingen in politischen Betrachtungen der Fall. Sehr interessant sind für mich die Artikel zum Themenbereich &#8220;Konflikte im Nahen Osten&#8221; gewesen.</p>
<p>An manchen Stellen scheint es jedoch, dass dem Autor so gar kein wirkliches Vorurteil einfiel, der Autor aber trotzdem das Buch mit seinen Erfahrungen und Sichtweisen füllen mochte. So kommt dann ein Vorurteil wie &#8220;Muslime trinken keinen Alkohol, weil es ihnen der Koran verbietet&#8221; zustande. Dem folgt ein kurzer Artikel mit Berichten über Alkoholgeschäfte in Damaskus, Bierliebhaber in Marokko und das vermeintliche Fehlen eines Verbotes von Alkohol im Koran usw. Mir erschien dieser Artikel (und andere) eher wie ein Zeilenfüller, und ist zudem noch falsch. Denn es ist natürlich so, dass Muslime keinen Alkohol trinken, weil es &#8220;ihnen der Koran verbietet&#8221;.<sup>2</sup> Der Fakt, dass sich nicht alle/oder auch nur wenige Muslime daran halten, beweist noch nicht das Gegenteil.</p>
<p>Etwas unseriös wirkt Hackensbergers Vorliebe für eine einseitige Darstellung der Thesen der &#8220;Luxenberger Schule&#8221; als die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft. So findet man immer wieder Verweise auf Luxenberg selbst oder Ohlig in einigen der Lexikoneinträge, obwohl diese in Fachkreisen längt widerlegt sind bzw. dort aufgrund der mangelhaften Methodik oft nicht ernst genommen werden konnten. Dem Hackensberger scheinen sie aber einfach zu gefallen, und so findet man dann unter diversen Einträgen, besonders zum Thema &#8220;Koran&#8221;, Ausführungen und Interviews mit Luxenberg&#8217;schen Thesen. Für Hackensberger scheinen diese ein hoffnungvoller Weg zum historisch-kritischen Umgang mit dem Koran zu sein. Doch genau das sind sie nicht<sup>3</sup>, denn ein wirklich historisch-kritischer Ansatz setzt sich zunächst einmal systematisch mit den vorhandenen Quellen auseinander. Diese sind zahlreich und beinhalten natürlich auch die mündlichen Quellen (ja, auch diese sind schriftlich festgehalten). Ein lobenswertes Projekt, dass diesen Ansatz heute tatsächlich verfolgt ist das <a href="http://www.bbaw.de/bbaw/Forschung/Forschungsprojekte/Coran/de/Ueberblick">Corpus Coranicum</a> in Potsdam. Mit den Quellen<sup>4</sup> setzten sich Leute wie Luxenberg oder Ohlig allerdings nur selektiv  auseinander – also wenn es die eigene zu beweisende Theorie unterstützt –, wenn sie es überhaupt tun.</p>
<p>Alles in allem habe ich das Buch ganz gerne gelesen, weil es in den genannten Bereichen (Frauenunterdrückung, Politik) wirklich erkenntnisfördernd sein kann. Jedoch glaube ich, dass Alfred Hackensberger durch seine eigene eingeschränkte Sicht in großen Teilen doch wieder nur alte und neue Vorurteile bestärkt.</p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_204" class="footnote">So der Untertitel des Buches.</li><li id="footnote_1_204" class="footnote">Genau genommen ist es ja auch nicht der Koran der es verbietet, sondern der Sprecher, der sich im Koran äußert. Nach muslmischer Aufassung der Schöpfer. Zum Alkoholverbot: die deutlichste Stelle findet sich wohl in Sure 5 Vers 90/91, wo in der Imperativform geboten wird, Satan/seine Werke (Glücksspiel. Alkohol usw.) zu meiden.</li><li id="footnote_2_204" class="footnote">Dazu eine Lesenswerte <a href="http://qantara.de/webcom/show_article.php/_c-469/_nr-737/_p-1/i.html">Rezension</a> zu Ohligs letzem Buch von Daniel Birnstiel auf Qantara. Darin wird exemplarisch die Unzulänglichkeit der dort angewandten Methode anhand des Namens des Propheten Muhammad (saws) aufgezeigt.</li><li id="footnote_3_204" class="footnote">Und hier findet auch nur eine Auseinandersetzung mit den schriftlichen Zeugnissen der Überlieferung des Korans statt, unter Negierung einer parallelen mündlichen Tradierung.</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Das Geschäft mit dem Dialog</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jun 2008 13:56:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kurzer Surftipp zu einem sehr auf den Punkt gebrachten Artikel von Farish A. Noor zum interkulturellen/religiösen Dialog und immer wiederkehrenden Widersprüchen:
But consider the oddity of it all: When a Muslim walks into Mc Donalds to order a Big Mac, nobody asks him if Islam compels him to do that, or suggests that it is the [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurzer Surftipp zu einem sehr auf den Punkt gebrachten Artikel von Farish A. Noor <a href="http://www.othermalaysia.org/content/view/183/52/">zum interkulturellen/religiösen Dialog</a> und immer wiederkehrenden Widersprüchen:</p>
<blockquote><p>But consider the oddity of it all: When a Muslim walks into Mc Donalds to order a Big Mac, nobody asks him if Islam compels him to do that, or suggests that it is the Qur’an that determines his tastes and preferences! Yet when a Muslim protests against American oil companies exploiting the resources of his country, the explanation for this anger and indignation has to be found in Islam somehow.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>al-Muhaddithat: the women scholars in Islam – Mohammed Akram Nadwi</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jun 2008 23:21:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich freue mich ja über jedes Buch, das ich geschafft habe zu lesen, aber dieses hier ist besonders wertvoll. Es handelt sich dabei um die englische Übersetzung  des Vorwortes eines noch nicht erschienenen 40-bändigen Biographie-Lexikons über weibliche Hadith-Gelehrte (muhaddithat) von dem indischen Gelehrten Mohammad Akram Nadwi. Welches Ausmaß an wissenschaftlicher Fleißarbeit der Autor geleistet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich freue mich ja über jedes Buch, das ich geschafft habe zu lesen, aber dieses hier ist besonders wertvoll. Es handelt sich dabei um die englische Übersetzung  des Vorwortes eines noch nicht erschienenen 40-bändigen Biographie-Lexikons über weibliche Hadith-Gelehrte (muhaddithat) von dem indischen Gelehrten <a href="http://www.musafira.de/2007/05/22/mohammad-akram-vortrag-uber-weibliche-hadith-gelehrte/">Mohammad Akram Nadwi</a>. Welches Ausmaß an wissenschaftlicher Fleißarbeit der Autor geleistet haben mag, kann man erahnen, wenn man bedenkt, dass allein dieses Vorwort 300 Seiten stark ist.</p>
<p>In zehn Kapitel erläutert Mohammad Akram Nadwi detailliert wie der Alltag einer/s Hadithgelehrten zu verschiedenen Zeiten ausgesehen haben kann. Die geschieht ausschließlich anhand von Quellen und Zitaten. Dass es ausführliche Biographielexika aus den unterschiedlichen Zeiten gibt wusste ich. Auch, dass es davon unterschiedliche Genres gibt, je nach Fachgebiet in dem diese Biographien eine Relevanz besitzen – mal um Tradenten von Hadithen zu klassifizieren, mal um berühmte Persönlichkeiten eines Jahrhunderts oder einer Stadt aufzulisten o.ä. Die Literatur, die ich bis jetzt zu diesem Thema gesichtet hatte, bezieht sich denn auch fast ausschließlich auf solche Lexika, bzw. bezieht sich auf Hadithsammlungen, wenn es sich um Personen aus dem Umfeld des Propheten (a.s.s.) oder deren Nachfolger handelt. Dem Autor des vorliegenden Buches steht aber weiteres Quellenmaterial zur Verfügung. So zieht er Briefe, Anwesenheitslisten von Hadithkursen (!!!) oder Lizenzschriften (Ijaza) heran, die teilweise aus dem 12. Jahrhundert stammen. Diesen können unterschiedliche und erstaunlich detaillierte Angaben entnommen werden: volle Namen der Lehrerin, vollständige Namen und Herkunft der Schüler, evtl. verkürzte Teilnahme der Schüler, Unterrichtsstoff usw. </p>
<p>Das ausführliche Literaturverzeichnis, komplexe Verweise, Kartenmaterial, Kopien von Originaldokumenten und vier verschiedene Indizes für Gefährten und deren Nachfolger (sahaba/tabi&#8217;i), weibliche Gelehrte, männliche Gelehrte und Orte runden dieses Buch ab und machen es zu einem unvergleichlichen und nützlichen Nachschlagewerk. Einfach wunderbar.</p>
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		<title>Konferenz in Tel Aviv: Juden und Muslime in Deutschland</title>
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		<pubDate>Sun, 25 May 2008 11:42:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über die Mailingliste Abraham-Ibrahim (eine jüdisch-muslimische Diskussions- und Newsliste) bin ich auf eine Konferenz des Minerva Institute for German History an der Universität Tel Aviv aufmerksam geworden. Die Konferenz lief im April 2008 unter dem Titel: &#8220;Jews and Muslims in Germany: Culture, Law and Politics from the Age of Emancipation to the Time of Multiculturalism&#8221;. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über die Mailingliste <a href="http://www.talmud.de/abraham-ibrahim/">Abraham-Ibrahim</a> (eine jüdisch-muslimische Diskussions- und Newsliste) bin ich auf eine Konferenz des <a href="http://www.tau.ac.il/GermanHistory/">Minerva Institute for German History</a> an der Universität Tel Aviv aufmerksam geworden. Die Konferenz lief im April 2008 unter dem Titel: &#8220;Jews and Muslims in Germany: Culture, Law and Politics from the Age of Emancipation to the Time of Multiculturalism&#8221;. Mehr dazu findet man <a href="http://www.tau.ac.il/GermanHistory/events_prev.html">hier</a>. Es ist noch kein Tagungsbericht erschienen, der ist aber anscheinend in der Mache.</p>
<p>Sabine Schiffer von Institut für Medienverantwortung gehörte zu den Teilnehmern der Konferenz mit einem Votrag zum Thema &#8220;The Role of the Media for Muslim and Jewish Interactions&#8221;. Sie hat mittlerweile einen sehr lesenswerten <a href="http://www.z-zukunft.eu/?2008-05,kommentar,013">Bericht</a> über die Konferenz für die Zeitschrift Zukunft verfasst. Aus dem Artikel wird deutlich mit welcher Bandbreite an Themen man sich auf dieser Konferenz beschäftigt hat. Für mich am interessantesten waren die Zwischenergebnisse von Forschungen zu rechtsrelevanten Themen. So berichtet Shai Lavi über den unterschiedlichen Umgang mit dem Schächten:</p>
<blockquote><p>Shai Lavi, Direktor des Taubenschlag Instituts, brachte seine Eindrücke direkt aus Berlin mit, wo er derzeit zum Umgang der deutschen Justiz mit dem Thema &#8220;Rituelles Schlachten&#8221; forscht. Dabei wurde deutlich, dass der Umgang sowohl der Justiz als auch in den öffentlichen Diskussionen in Sachen Schächten sehr unterschiedlich gehandhabt werden. Für Juden wäre es erlaubt, wird aber nicht praktiziert. Für Muslime ist es im Wesentlichen nicht erlaubt, es gibt aber Ausnahmeregelungen. Als konstruiert empfand er den Versuch auf der Website akte-islam.de eine Rechtfertigung für die Ungleichbehandlung bzw. eine andere Sicht auf die beiden Arten rituellen Schlachtens zu werfen, so dass die jüdische als berechtigt, die muslimische als unberechtigt erscheint.
</p></blockquote>
<p>Oder Gila Stopler zum Thema Kopftuch:</p>
<blockquote><p>Gila Stopler von der Ramat Gan Law School ergänzte diesen Beitrag um den konkreten Fall der Gesetzgebung zum Kopftuch und kam zu dem Schluss, dass die deutsche Justiz hier doppelte Standards anwendet, wenn sie Kopftücher in öffentlichen Einrichtungen verbietet, vergleichbare andere religiöse Symbole jedoch nicht. Für alle Teilnehmer überraschend machte sie in Deutschland gleichzeitig einen besonders starken Konservatismus in Sachen Gleichstellung von Mann und Frau aus, indem sie einige Vergleichszahlen anderer europäischer Länder vom Anteil Berufstätiger und von Kinderbetreuungsplätzen etc. nannte. Vor diesem Hintergrund erschien ihr das verstärkte Eintreten für die &#8220;Rechte&#8221; muslimischer Frauen, die sie letztendlich in ihrer Berufsausübung beschränkten, zumindest verdächtig, wenn nicht gar heuchlerisch.
</p></blockquote>
<p>Wäre interessant mehr Material von dieser Konferenz zu bekommen!</p>
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		<title>Sick of Sick? – André Meinunger</title>
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		<pubDate>Thu, 15 May 2008 23:23:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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		<description><![CDATA[Über den Bremer Sprachblog bin auf dieses Buch gestoßen. Der etwas verwirrende Titel rührt daher, dass der Autor – Linguist am Berliner Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft – sich kritisch mit den zahlreichen Publikationen von Bastian Sick – vielen bekannt durch &#8220;Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod&#8221; – auseinandersetzt. Der Titel kommt zwar etwas gehässig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über den <a href="http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2008/04/16/sick-of-sick/">Bremer Sprachblog</a> bin auf dieses Buch gestoßen. Der etwas verwirrende Titel rührt daher, dass der Autor – Linguist am Berliner Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft – sich kritisch mit den zahlreichen Publikationen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bastian_Sick">Bastian Sick</a> – vielen bekannt durch &#8220;Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod&#8221; – auseinandersetzt. Der Titel kommt zwar etwas gehässig daher, was aber der Lektüre dieses spannendes Buches keinen Abbruch tut.</p>
<p>Der Autor befasst sich in 25 recht kurz gehaltenen Kapiteln mit von Sick – in seinen Büchern, seiner Spiegelkolumne &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zwiebelfisch_(Kolumne)">Zwiebelfisch</a>&#8221; und neuerdings auch einem Spiel   – bemängelten Phänomenen der gegenwärtigen deutschen Sprache. Dabei wird klar, dass die Sicksche Kritik in Teilen oberflächlich und manchmal sogar komplett irreführend ist.  Umso erholsamer und einleuchtender ist da die komplexe Behandlung einzelner Themenbereiche bei Meinunger. Im Gegensatz zu Sick verfügt Meinunger über umfassende Kenntnisse der Geschichte der deutschen Sprache (und artverwandter Sprachen) und der Mechanismen die einem (absolut natürlichen) Sprachwandel unterliegen.</p>
<p>Bei einem Verb wie <em>winken</em> ist es also durchaus von Bedeutung, dessen Entwicklung zu kennen um heutige Formen wie <em>gewunken</em> als grammatisch korrekt einordnen zu können. Bei Sick wird dies jedoch als fehlerhaftes Deutsch bemängelt.</p>
<p>Im Grunde genommen sind hier zwei Auffassungen, über das was Sprache und besonders Sprachbeschreibung leisten soll, im Clinch. Nach der einen muss nach einem relativ starren Regelwerk korrigierend eingegriffen werden, die andere Auffassung begreift Sprache her als lebendigen Organismus der über &#8220;Mechanismen der Selbstregulation&#8221; verfügt.</p>
<p>Eine Leseprobe findet man beim <a href="http://ssl.einsnull.com/paymate/dbfiles/pdf/resource/1001.pdf">Verlag</a>.</p>
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		<title>Mustafa Ceric und die CDU</title>
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		<pubDate>Thu, 15 May 2008 19:49:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Um einen Text des bosnischen Muftis Mustafa Ceric braust ja momentan eine heftige Debatte. Der Text hat den Titel &#8220;The challenge of a single Muslim authority in Europe&#8221; und kann hier als PDF gelesen werden.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Um einen Text des bosnischen Muftis Mustafa Ceric braust ja momentan eine heftige Debatte. Der Text hat den Titel &#8220;The challenge of a single Muslim authority in Europe&#8221; und kann <a href="http://springerlink.com/content/40280g3825750494/fulltext.pdf">hier</a> als PDF gelesen werden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Terrorist als Gesetzgeber &#8211; Heribert Prantl</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 16:46:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der neuen Ausgabe der Islamischen Zeitung gibt es eine Buchbesprechung von mir zum neuen Buch von Heribert Prantl:
„Das Bundesverfassungsgericht steht wie eine eins!”. Dieses Zitat stammt von Heribert Prantl, dem derzeitigen Leiter des Ressorts Innenpolitik der „Süddeutschen Zeitung“. Für Prantl ist dieses Bundesverfassungsgericht wie ein Fels in der Brandung und der Grund, noch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der neuen Ausgabe der Islamischen Zeitung gibt es eine Buchbesprechung von mir zum neuen Buch von Heribert Prantl:</p>
<blockquote><p>„Das Bundesverfassungsgericht steht wie eine eins!”. Dieses Zitat stammt von Heribert Prantl, dem derzeitigen Leiter des Ressorts Innenpolitik der „Süddeutschen Zeitung“. Für Prantl ist dieses Bundesverfassungsgericht wie ein Fels in der Brandung und der Grund, noch nicht den Untergang des Rechtstaates auszurufen. Dennoch bröckelt sein Fundament. Aus diesem Grund hat Prantl nun ein aufrüttelndes und zugleich beängstigendes Buch über den Zustand des deutschen Rechtstaates geschrieben. In „Der Terrorist als Gesetzgeber &#8211; Wie man mit Angst Politik macht“ beschreibt der Publizist anhand aktueller Debatten eine Entwicklung des Rechtsstaates, wie wir ihn kennen, zu einem so genannten Präventionsstaat.<br />
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<p>In sechs Kapiteln dekliniert Prantl Forderungen von Politikern und Rechtstaatlern vor dem Hintergrund der aktuellen Sicherheitslage bis in die letzte Konsequenz durch. Die Fragen, die gestellt werden, sind uns allen bekannt, geistern sie nun doch seit einigen Jahren durch die Presse.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.islamische-zeitung.de/index.cgi?id=10272">Weiterlesen</a>…</p>
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		<title>Buchneuerscheinung: at-Tirmidhis &#8220;al-Shama&#8217;il Muhammadiyya&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 16:23:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Muslimische Identität]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe vor ein paar Tagen per Rundmail von einer interessanten Neuerscheinung erfahren. Es geht dabei um die Übersetzung der  &#8220;Al-Schama&#8217;il al-Muhammadiyya&#8221; von Imam al-Tirmidhi. Bei dem Buch handelt es sich um das früheste seines Genres, denn diese Sammlung von Hadithen widmet sich speziell der Person des Propheten (saws), seinem Äußeren, Charakter, Verhalten usw. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe vor ein paar Tagen per Rundmail von einer interessanten Neuerscheinung erfahren. Es geht dabei um die Übersetzung der  &#8220;Al-Schama&#8217;il al-Muhammadiyya&#8221; von <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/596852/at-Tirmidhi">Imam al-Tirmidhi</a>. Bei dem Buch handelt es sich um das früheste seines Genres, denn diese Sammlung von Hadithen widmet sich speziell der Person des Propheten (saws), seinem Äußeren, Charakter, Verhalten usw. <a href="http://www.warda.info/wasistneu.htm">Hier</a> kann man das Buch beim Warda Verlag bestellen.</p>
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		<title>Encyclopaedia Britannica für Blogger kostenlos zugänglich</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 11:26:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Encyclopaedia Britannica hat sich dazu entschlossen, einen – zunächst auf ein Jahr beschränkten – kostenlosen Zugang an Blogger zu vergeben. Dies wohl im Kampf um Klickraten mit der Wikipedia und ums Überleben.
Ich habe mich natürlich gefreut und mich gleich dort angemeldet. Ich nutze zwar auch oft die Wikipedia um mir einen Einstieg zu manchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.britannica.com/bps/home">Encyclopaedia Britannica</a> hat sich dazu entschlossen, einen – zunächst auf ein Jahr beschränkten – kostenlosen Zugang an Blogger zu vergeben. Dies wohl im Kampf um Klickraten mit der Wikipedia und ums Überleben.</p>
<p>Ich habe mich natürlich gefreut und mich gleich dort angemeldet. Ich nutze zwar auch oft die Wikipedia um mir einen Einstieg zu manchen Themen zu verschaffen – gerade bei aktuellen Ereignissen ist die Wikipedia im Vergleich unschlagbar. Ich finde auch die Idee, dass Wissen kostenlos und (theoretisch) für jedermann zugänglich sein sollte überzeugend. Es ist jedoch Fakt, dass sich bei der Wikipedia auch viel unnötiger Klatsch und Tratsch, schlecht recherchierte Angaben und stark meinungsgefärbte Artikel finden lassen. Ein Zugang zu einer renommierten, wissenschaftlich überprüften online Enzyklopädie ist deshalb natürlich wunderbar.</p>
<p>Ich hab deshalb gestern gleich das <a href="http://britannicanet.com/?page_id=15">Online-Formular</a> ausgefüllt und bin dann auch heute morgen freigeschaltet worden. Das schöne ist, dass auch meine Leser in den Genuss meines Abos kommen können, denn jeder Link, der von meinem Blog auf einen Britannica Artikel verlinkt ist freigeschaltet. So wie dieser Artikel über die <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/395740/Al-Muallaqat">Mu&#8217;allaqat</a> (vorislamische arabische Gedichte).</p>
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		<title>Werner Schiffauer &#8211; Parallelgesellschaften</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Apr 2008 11:25:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der bekannte Ethnologe Werner Schiffauer hat eine neues Buch geschrieben, dass im Mai auf den Markt kommt. Hier die Beschreibung des Verlags:
Die Beschwörung gemeinsamer Werte sowie der Notwendigkeit einer Leitkultur und der ständige Hinweis auf Gefahren der Parallelgesellschaft verringert eher die Chancen der Ausbildung von Gemeinwohlorientierung bei Migranten, als dass sie sie fördert.
Dies ist die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der bekannte Ethnologe Werner Schiffauer hat eine neues <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3899426436/ref=reg_hu-wl_item-added">Buch</a> geschrieben, dass im Mai auf den Markt kommt. Hier die Beschreibung des <a href="http://www.transcript-verlag.de/ts643/ts643.htm">Verlags</a>:</p>
<blockquote><p>Die Beschwörung gemeinsamer Werte sowie der Notwendigkeit einer Leitkultur und der ständige Hinweis auf Gefahren der Parallelgesellschaft verringert eher die Chancen der Ausbildung von Gemeinwohlorientierung bei Migranten, als dass sie sie fördert.<br />
Dies ist die These, die in diesem Buch, ausgehend von ethnografischen Untersuchungen zur Lebensrealität in Einwanderervierteln und islamischen Gemeinden, entwickelt wird. Dabei wird gefragt, wie und wo sich in den Einwanderervierteln Identifikationspotenziale mit der Gesellschaft ausbilden, und wie sie sich in gesellschaftlichem Engagement niederschlagen. </p></blockquote>
<p>Bin schon gespannt…</p>
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		<title>Literaturverwaltung professionell</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 15:56:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für alle, die viel schreiben (wollen), lesen, Texte in der Bibliothek ausleihen, Artikel sammeln und in einem unübersichtlichen Papierberg untergehen gibt es eine wirklich gute Lösung.
Schon während des Studiums sah ich mit einem Papier- bzw. Verwaltungsproblem konfrontiert. Dies aus folgenden Gründen:
Ich kopiere mir gerne die für die jeweilige Arbeit notwendige Literatur, falls zu teuer in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für alle, die viel schreiben (wollen), lesen, Texte in der Bibliothek ausleihen, Artikel sammeln und in einem unübersichtlichen Papierberg untergehen gibt es eine wirklich gute Lösung.</p>
<p>Schon während des Studiums sah ich mit einem Papier- bzw. Verwaltungsproblem konfrontiert. Dies aus folgenden Gründen:</p>
<li>Ich kopiere mir gerne die für die jeweilige Arbeit notwendige Literatur, falls zu teuer in der Anschaffung. Zum einen, weil ich nicht an Ausleihfristen gebunden sein möchte, die ich grundsätzlich verpasse; zum anderen gebe ich einmal gelesenes ungern wieder her, denn man könnte es ja zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal benötigen. Das heißt aber, dass mittlerweile ziemlich viel Papier bei mir herumliegt</li>
<li>Ich habe zwar ein relativ funktionierendes  System um diese Texte zu sortieren und abzuheften, dennoch vergesse ich ab und zu wo ich was abgelegt habe. Manchmal erinnere ich mich auch nur schwach, etwas zu einem bestimmten Thema gelesen zu haben, kann aber den Autoren oder den Titel nicht mehr ausmachen.</li>
<li>In den letzten Jahren sind eine Unmenge elektronischer Texte zu meiner Sammlung hinzugekommen. Ich nutze relativ häufig internetbasierte Dokumentlieferdienste, sammle aber auch sonst alles an wissenschaftlichen bzw. relevanten Texten, die mir im Internet über den Weg laufen. Auch diese Texte archiviere ich lokal auf meinem Computer. Auch hier bin ich gut strukturiert.</li>
<p>Aufgrund der Menge der Texte und ihrer unterschiedlichen Beschaffenheit bin ich nun schon seit längerem an Grenzen gestoßen und hatte die verschiedensten Literaturverwaltungsprogramme ausprobiert, mit denen ich insgesamt unzufrieden war. Bis ich auf das serverbasierte Literaturverwaltungssystem <a href="http://www.aigaion.nl/">Aigaion</a> aufmerksam gemacht wurde. Ich benutze es zusammen mit meinem Mann und einer Freundin nun seit ca. einem halben Jahr und bin immer noch begeistert davon. Ich war lange auf der Suche nach einem Programm,</p>
<li>in dem ich meinen kompletten Literaturbestand aufnehmen kann unabhängig vom Format (Bücher, Artikel aus Sammelbänden, Artikel aus Zeitschriften, Konferenzberichte usw.). Die verschiedenen Textsorten sollten aber wiedergeben werden.</li>
<li>das unkompliziert Literaturverzeichnisse erstellen kann,</li>
<li>in das ich digitale Texte laden kann, so dass meine ganzen Artikel sich auf dem internen Server befinden und dort auch wieder herunterladbar sind</li>
<li>das www-Adressen zur Publikation mit aufnimmt,</li>
<li>das mir erlaubt den kompletten Bestand zu durchsuchen</li>
<li>in dem ich mehrere Schlagworte/Themen für einen Text vergeben kann</li>
<li>das verschiedene Formate im- und exportieren kann</li>
<p>All das kann Aigaion und noch einiges mehr. Hinzukommt, dass das Programm ein Opensource-Projekt ist, das aktuell weiterentwickelt wird.</p>
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		<title>Warum tötest du, Zaid? &#8211; Jürgen Todenhöfer</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Mar 2008 22:36:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute erschien meine Rezension des Buches von Todenhöfer in der islamischen Zeitung:
Unsere Zeit braucht mutige Stimmen
Der vielen als als Autor von „Wer weint schon um Abdul und Tanaya?“ bekannte ­Jür­gen Todenhöfer hat ein neues Buch geschrieben. Seit den 60er Jahren bereist er den Nahen und Mittleren Osten und das auch zu Krisenzeiten. Todenhöfer war 18 Jahre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute erschien meine Rezension des Buches von Todenhöfer in der islamischen Zeitung:</p>
<blockquote><p>Unsere Zeit braucht mutige Stimmen</p>
<p>Der vielen als als Autor von „Wer weint schon um Abdul und Tanaya?“ bekannte ­Jür­gen Todenhöfer hat ein neues Buch geschrieben. Seit den 60er Jahren bereist er den Nahen und Mittleren Osten und das auch zu Krisenzeiten. Todenhöfer war 18 Jahre lang Abgeordneter des Bundestags und Sprecher der CDU/CSU für Entwicklungspo­litik und Rüstungskontrolle, und man ist fast traurig, dass er es heute nicht mehr ist. Sein neues Buch handelt von ­Wi­der­standskämpfern [„Widerstandskämpfer“ als vom ­Au­tor gewählte Bezeichnung, ­Anmerkung der Redaktion] gegen die Besatzungstruppen im Irak. Todenhöfer ist zu diesem Zweck im vergangenen ­August unter hohen Risiken in den Irak gereist, um dort besagte Widerstandskämpfer zu befragen und kennenzulernen.</p></blockquote>
<p>Weiterlesen kann man <a href="http://www.islamische-zeitung.de/?id=10138">hier</a>…</p>
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		<title>Stoppt den Kulturkampf</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Mar 2008 18:29:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon etwas älter das Video, aber immer noch aktuell:</p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/WWyJJQbFago&#038;hl=nl"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/WWyJJQbFago&#038;hl=nl" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object></p>
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		<title>Gespräche in Behörden&#8230;</title>
		<link>http://www.musafira.de/2008/03/22/gesprache-in-behorden/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Mar 2008 21:43:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[..können durchaus sprachlos machen.
So kam es eines schönen Tages in irgendeiner deutschen Behörde zu diesem denkwürdigen Gesprächsansatz zwischen Sachbearbeiterin (SB) und Muslima (M):
SB: &#8220;Islam… (nachdenkliches Stirnrunzeln) … dit is do so eher im Süden anjesiedelt, wa?&#8221;
M:&#8221;hmm&#8221;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>..können durchaus sprachlos machen.</p>
<p>So kam es eines schönen Tages in irgendeiner deutschen Behörde zu diesem denkwürdigen Gesprächsansatz zwischen Sachbearbeiterin (SB) und Muslima (M):</p>
<p>SB: &#8220;Islam… (nachdenkliches Stirnrunzeln) … dit is do so eher im Süden anjesiedelt, wa?&#8221;</p>
<p>M:&#8221;hmm&#8221;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>1001 Ideen für den Unterricht</title>
		<link>http://www.musafira.de/2008/03/14/1001-ideen-fur-den-unterricht/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Mar 2008 10:32:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine richtiger Fundus an Sachtexten für Lehrer, didaktisierten Materialien und Arbeitsblättern für den Unterricht zum Thema Islam findet man auf der Seite 1001 Idee, die u.A. von Gerdin Jonker erarbeitet wurde.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine richtiger Fundus an Sachtexten für Lehrer, didaktisierten Materialien und Arbeitsblättern für den Unterricht zum Thema Islam findet man auf der Seite <a href="http://www.1001-idee.eu/index.php">1001 Idee</a>, die u.A. von Gerdin Jonker erarbeitet wurde.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Warum tötest du, Zaid?</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Mar 2008 13:30:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich möchte heute meinen Lesern ein neuerschienenes Buch ans Herz legen. Es ist von Jürgen Todenhöfer (Manager eines Medienunternehmens und ehem. Abgeordneter des Deutschen Bundestages und Sprecher der CDU/CSU für Entwicklungspolitik und Rüstungskontrolle) und heißt &#8220;Warum tötest du, Zaid?&#8221;. Ich habe erst angefangen zu lesen, bin aber jetzt schon begeistert von den Einblicken die Todenhöfers [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte heute meinen Lesern ein neuerschienenes Buch ans Herz legen. Es ist von Jürgen Todenhöfer (Manager eines Medienunternehmens und ehem. Abgeordneter des Deutschen Bundestages und Sprecher der CDU/CSU für Entwicklungspolitik und Rüstungskontrolle) und heißt <a href="http://www.warumtoetestduzaid.de/">&#8220;Warum tötest du, Zaid?&#8221;</a>. Ich habe erst angefangen zu lesen, bin aber jetzt schon begeistert von den Einblicken die Todenhöfers Reise in den Irak und Gespräche mit den Menschen vor Ort gewährt. In seiner sanften Art <a href="http://www.warumtoetestduzaid.de/de/10-thesen.html">zertrümmert</a> Todenhöfer verzerrte Vorstellungen von der muslimischen Welt, die im öffentlichen Diskurs des Westens vorherrschen. Dadurch gelingt es im auch, die Situation im Irak und anderen Teilen der muslimischen Welt dem westlichen Leser nahe zu bringen. Hier ein Zitat von der ebenso empfehlenswerten <a href="http://www.warumtoetestduzaid.de/">Seite</a> zum Buch:</p>
<blockquote><p>Jürgen Todenhöfers Buch ist der Versuch, die andere Seite der Medaille zu beleuchten. Es berichtet, wie irakische Menschen über den Krieg sprechen, wenn keine schwer bewaffneten GIs in ihrer Nähe stehen. Wenn weder Hubschrauber noch Humvees vorher stundenlang das Gelände für Politiker- und Pressekonvois „gesäubert“ und gesichert haben.</p>
<p>&#8220;Warum tötest du, Zaid?&#8221; gibt jenen eine Stimme, zu denen die Presseoffiziere des Pentagon ihre Besucherdelegationen niemals hinführen – den Mitgliedern des irakischen Widerstands. Es versucht zu erklären, warum dieser Widerstand nicht nur gegen die amerikanische Besatzung, sondern auch gegen die Terroristen von Al-Qaida und gegen die von ausländischen Mächten unterstützten Privatmilizen irakischer Politiker kämpft. Und es will deutlich machen, wo die fundamentalen Unterschiede zwischen Widerstandskämpfern und Terroristen liegen.</p>
<p>Der Autor versucht, diejenigen zu Wort kommen zu lassen, die wirklich für Recht und Freiheit kämpfen. <strong>Die „Verdammten dieser Erde“, wie Frantz Fanon sie einst genannt hat. Und das waren und sind im Algerien der sechziger Jahre, im Afghanistan der achtziger Jahre und im Irak des Jahres 2008 nicht die Besatzungstruppen, sondern der Widerstand.</strong><sup>1</sup></p></blockquote>
<p>Das Autorenhonorar kommt gemeinnützigen Projekten zugute oder den Familien, die Todenhöfer auf seinen Reisen kennen gelernt hat, die sich damit eine Existenz aufbauen oder medizinische Versorgung bekommen können usw.</p>
<p>Hier gibt es noch ein <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/446028">sehenswertes Gespräch mit Jürgen Todenhöfer</a> in der Sendung von Johannes B. Kerner.</p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_184" class="footnote">Die Hervorhebungen im Text sind von mir.</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Muslimische Studenten- und Akademikervereinigung gegründet</title>
		<link>http://www.musafira.de/2008/03/10/muslimische-studenten-und-akademikervereinigung-gegrundet/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Mar 2008 23:18:46 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es gibt eine interessante Neugründung aus Bonn: den Rat der muslimischen Studenten und Akademiker. Auf der eigenen Seite gibt es noch nicht viele Inhalte aber die Islamische Zeitung zitiert dazu den Sprecher des Rates, Bacem Dziri:
 Als Ziele und Aufgabenfelder hat sich der neu gegründete Rat in seiner Satzung einiges vorgenommen. Man wolle gemeinsam wissenschaftliche, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt eine interessante Neugründung aus Bonn: <a href="http://www.islamnavigator.de/">den Rat der muslimischen Studenten und Akademiker</a>. Auf der eigenen Seite gibt es noch nicht viele Inhalte aber die <a href="http://www.islamische-zeitung.de/?id=10019">Islamische Zeitung zitiert dazu den Sprecher</a> des Rates, Bacem Dziri:</p>
<blockquote><p> Als Ziele und Aufgabenfelder hat sich der neu gegründete Rat in seiner Satzung einiges vorgenommen. Man wolle gemeinsam wissenschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Themen angehen, und damit auch den muslimischen Dachverbänden Unterstützung von akademischer und intellektueller Seite anbieten.</p></blockquote>
<p>Hört sich interessant an!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Körting sieht wenig Zukunft für das Kopftuchgesetz</title>
		<link>http://www.musafira.de/2008/03/02/korting-sieht-wenig-zukunft-fur-das-kopftuchgesetz/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 Mar 2008 21:31:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hatte ich ganz vergessen zu bloggen…
Auf der Islam-Woche, die vor ein paar Wochen in Berlin war, gab es eine Podiumsdiskussion auf der Günter Piening (Beauftragter für Integration und Migration, Die Grünen), Ehrhart Körting (Berliner Innensenator, SPD), Oğuz Üçüncü (Generalsekretär der IGMG) und Amir Zaidan (Direktor des IRPI in Wien) zum Thema &#8220;Wie loyal sind Muslime [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hatte ich ganz vergessen zu bloggen…</p>
<p>Auf der Islam-Woche, die vor ein paar Wochen in Berlin war, gab es eine Podiumsdiskussion auf der Günter Piening (Beauftragter für Integration und Migration, Die Grünen), Ehrhart Körting (Berliner Innensenator, SPD), Oğuz Üçüncü (Generalsekretär der IGMG) und Amir Zaidan (Direktor des IRPI in Wien) zum Thema &#8220;Wie loyal sind Muslime zu unserer Gesellschaft?&#8221; Die war ziemlich interessant und ergebnisreich, zumal man eine solche Konstellation ja nicht alle Tage zu sehen bekommt.</p>
<p><a href="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/03/lebedeinentraum.jpg" title="Lebe deinen Traum"><img src="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/03/lebedeinentraum_1.jpg" alt="lebedeinentraum_1.jpg" title="lebedeinentraum_1.jpg" align="absmiddle" border="0" height="187" width="250" /></a><br />
<span class="bildunterschrift">Quelle: <a href="http://www.flickr.com/photos/fotokurse-berlin/140038289/">Lebe deinen Traum</a> von Maharepa</span></p>
<p>Ehrhart Körting machte zum wiederholten Male optimistische Äußerungen zum Thema Kopftuchgesetz. In Berlin ist es so, dass das Kopftuch und Symbole von anderen Religionen nicht sichtbar im öffentlichen Dienst getragen werden dürfen. Das hört sich zunächst einmal besser an als die Gesetzgebungen in anderen Ländern, in denen das Kopftuch eine gesonderte Position unter den religiösen Symbolen innehat und oft als einziges im Staatsdienst verboten ist. In Berlin bezieht sich das Verbot aber auf den gesamten öffentlichen Dienst und wird zudem noch in den einzelnen Bezirken höchst unterschiedlich ausgelegt. So kann es sein, dass eine Studentin mit Kopftuch im Quartiersmanagment Neukölln keine Chance auf ein Praktikum hat, in Kreuzberg aber schon.</p>
<blockquote><p>„Es ist unerträglich, dass jemand, der kein Kopftuch trägt, beschimpft wird“, sagt Körting. „Und genauso wenig gibt es einen Freibrief, Kopftuchträgerinnen zu diskriminieren.“ Doch diese Erfahrung machen viele unter den 200 000 in Berlin lebenden Muslimen. „Frauen, die Kopftuch tragen, werden oft benachteiligt. Arbeitgeber in der Privatwirtschaft lehnen sie ab, obwohl es eine Religionsfreiheit gibt“, sagt Sabine Kroker-Stille, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Landes Berlin.</p></blockquote>
<p>Ganz zu schweigen von der Signalwirkung des Gesetzes auf andere Bereiche der Wirtschaft, so dass es schon zur Normalität gehört, dass Frauen aufgrund ihres Kopftuches und trotz (teils hervorragender) Qualifikation nicht als Krankenschwestern, Ärztinnen, Kosmetikerinnen, Schneiderinnen, Rechtsanwaltsgehilfinnen oder auch als Küchenhilfe bei <a href="http://www.islam.de/1143.php">MacDonalds</a> arbeiten dürfen.</p>
<p>Umso hoffnungsvoller stimmt wenn heute einer der größten Befürworter der Regelung im Jahr 2003, die Lage <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/;art270,2473093#ted2481586">heute anders</a> bewertet:</p>
<blockquote><p>„Ob es auf Dauer bei einer solchen Regelung bleibt, halte ich für unwahrscheinlich“, sagte Innensenator Ehrhart Körting (SPD).</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Kreuzberger Eindrücke</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Feb 2008 14:54:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich war in letzter Zeit mal wieder öfter in meiner alten Heimat Kreuzberg unterwegs und hatte meine Kamera dabei:





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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war in letzter Zeit mal wieder öfter in meiner alten Heimat Kreuzberg unterwegs und hatte meine Kamera dabei:<br />
<a href="http://musafira.de/wp-content/uploads/2008/02/p1000527.jpg" title="Herz" rel="lightbox[roadtrip]"><img src="http://musafira.de/wp-content/uploads/2008/02/p1000527.jpg" alt="Herz" /></a></p>
<p><a href="http://musafira.de/wp-content/uploads/2008/02/p1000531.jpg" title="Kotti - nur Kunst" rel="lightbox[roadtrip]"><img src="http://musafira.de/wp-content/uploads/2008/02/p1000531.jpg" alt="Kotti" /></a></p>
<p><a href="http://musafira.de/wp-content/uploads/2008/02/p1000534.jpg" title="Wand rentiert nicht" rel="lightbox[roadtrip]"><img src="http://musafira.de/wp-content/uploads/2008/02/p1000534.jpg" alt="Wand" /></a></p>
<p><a href="http://musafira.de/wp-content/uploads/2008/02/p1000544.jpg" title="Trauerweide" rel="lightbox[roadtrip]"><img src="http://musafira.de/wp-content/uploads/2008/02/p1000544.jpg" alt="Trauerweide" /></a></p>
<p><a href="http://musafira.de/wp-content/uploads/2008/02/p1000543.jpg" title="Public Spam" rel="lightbox[roadtrip]"><img src="http://musafira.de/wp-content/uploads/2008/02/p1000543.jpg" alt="Spam" /></a></p>
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		<title>A Land Called Paradise</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2008 22:41:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den USA läuft grade ein online Videowettbewerb namens &#8220;One Nation &#8211; Many Voices&#8221;. Viele kreative Beiträge wurden eingereicht, leider kann man nur aus den USA abstimmen. Hier ein Beispiel:

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			<content:encoded><![CDATA[<p>In den USA läuft grade ein online Videowettbewerb namens &#8220;One Nation &#8211; Many Voices&#8221;. Viele kreative Beiträge wurden eingereicht, leider kann man nur aus den USA abstimmen. Hier ein Beispiel:</p>
<p><object width="400" height="370"><param name="movie" value="http://www.linktv.org/embed_ff/238"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.linktv.org/embed_ff/238" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="400" height="370"></embed></object></p>
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		<title>taz-Artikel zu unserem Flitterwochenerlebnis</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jan 2008 13:31:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Absurdistan]]></category>
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		<description><![CDATA[Astrid Geisler von der Taz ist vor ein paar Wochen auf unseren Fall aufmerksam geworden und hat sich an die Recherche gemacht. Dabei ist eine recht gelungene Reportage herausgekommen, die auch einiges an neuen Erkenntnissen bringt. Am wichtigsten ist für mich, dass Frau Geisler versucht hat einigen Ungereimtheiten nachzugehen, die sich aus der Darstellung der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Astrid Geisler von der Taz ist vor ein paar Wochen auf unseren Fall aufmerksam geworden und hat sich an die Recherche gemacht. Dabei ist eine <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/terror-im-liebesnest/?src=HL&amp;cHash=64819849db">recht gelungene Reportage</a> herausgekommen, die auch einiges an neuen Erkenntnissen bringt. Am wichtigsten ist für mich, dass Frau Geisler versucht hat einigen Ungereimtheiten nachzugehen, die sich aus der Darstellung der Ereignisse durch die Polizei ergeben haben. Allerdings scheint man sich bei der zuständigen Polizei, um Genauigkeit bei der Darstellung nicht allzu sehr Gedanken zu machen:</p>
<blockquote><p>Mit solchen Feinheiten hat man sich bei der Soltauer Polizei bisher nicht herumgeplagt. Immer wieder kramt der Pressesprecher schweigend in seiner Akte. Wann wurde die Ferienwohnung bezahlt? &#8220;Das spielt im Endeffekt ja keine große Rolle.&#8221; Hat die Polizei geklingelt oder geklopft? &#8220;Sie hat sich auf jeden Fall irgendwie an der Tür bemerkbar gemacht.&#8221; Lief drinnen wirklich jemand die Treppe hinauf? &#8220;Da glaube ich meinen Kollegen&#8221;, sagt Peter Hoppe. &#8220;Die schreiben so was ja nicht just for fun.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das bedeutet für den Verlauf des Beschwerdeverfahrens natürlich, dass erst einmal geklärt werden muss, was an diesem Abend wirklich passiert ist. Die Version der Polizei lässt sich zwar  relativ einfach widerlegen, aber auch dem müsste man erstmal nachgehen. Wir hoffen, dass das zuständige Gericht dies tun wird, um dann endlich auch erst entscheiden zu können ob die Durchsuchung rechtmäßig war.</p>
<p><a href="http://www.toomuchcookies.net/archives/1146/taz-terror-im-liebesnest.htm">Omar</a> hatte ja auch schon auf die Erklärung des Pressesprechers hingewiesen, warum wir denn überhaupt gegen diese Aktion vorgehen würden.</p>
<blockquote><p>Der Polizeisprecher scheint den Fall anders zu deuten. &#8220;Wissen Sie&#8221;, sagt er schließlich, &#8220;ich kenn mich mit diesem Glauben ja nicht so aus.&#8221; Aber für dieses Paar sei der Knackpunkt bei der Sache wohl, dass seine Kollegen die Urlauberin im &#8220;islamistischen Sinn unvermummt&#8221; gesehen haben. Er ringt einen Moment nach der richtigen Formulierung. &#8220;Ich denk mal&#8221;, sagt er dann in verständnisvollem Ton, &#8220;das muss so eine Art religiöser Gesichtsverlust gewesen sein.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das sagt für mich soviel aus. Die Sichtweise dieser für den Fall zuständigen Inspektion ist so dermaßen eingechsränkt, dass sie tatsächlich glauben alles was Muslime tun (Flitterwochen, Fahrradfahren, Beschwerdeverfahren einleiten usw.) hätte mit ihrer Religion (sprich Islamismus oder gleich Terror) zu tun.((Auch übrigens ein Indiz dafür, wie uninformiert der Pressesprecher über die tatsächlichen Vorgänge zu sein scheint. Ich war zwar nicht vermummt, aber im islamischen Sinne vollständig bekleidet, als ich die Polizisten an mir ins obere Stockwerk vorbeistürmen sah.)) Dass unser jetziges Handeln vielleicht mit unserem Verständnis von Rechtstaat und uns als Bürgern zu tun hat und kein Quentchen religiös motiviert ist, darauf scheint da keiner zu kommen… Au weia</p>
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		<title>Der Koran im Spiegel</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jan 2008 17:22:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neulich kam in der jüdisch-muslimischen Mailinglist, in der auch ich Mitglied bin, die Frage auf, wie andere Mitglieder der Liste den Titelartikel der Spiegelausgabe vom 22.12.2007 &#8220;Der Koran &#8211; das mächtigste Buch der Welt&#8221; sehen. Ich habe mir den Artikel erst daraufhin angeschaut, da ich den Spiegel schon länger nicht mehr lese. An dieser Stelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich kam in der <a href="http://www.talmud.de/abraham-ibrahim/">jüdisch-muslimischen Mailinglist</a>, in der auch ich Mitglied bin, die Frage auf, wie andere Mitglieder der Liste den Titelartikel der Spiegelausgabe vom 22.12.2007 &#8220;Der Koran &#8211; das mächtigste Buch der Welt&#8221; sehen. Ich habe mir den Artikel erst daraufhin angeschaut, da ich den Spiegel schon länger nicht mehr lese. An dieser Stelle veröffentliche ich meine Antwort in etwas abgewandelter Form.</p>
<blockquote><p>Hallo,</p>
<p>ich habe mir den Artikel erst jetzt durchlesen können. Ich muss sagen, dass ich furchtbares erwartet habe, den Titel-Artikel zu stillen Islamisierung Deutschlands noch im Hinterkopf habend. Deshalb war ich erstmal erleichtert, einen eher flachen uninformativen aber nicht so reißerischen Artikel zu lesen. Mittlerweile frage ich mich allerdings ob das nicht viel schlimmer ist. Aber ich gehe mal auf einzelne Kritikpunkte ein, die ich habe, es könnte also etwas länger werden:</p>
<h3>Die Reformer</h3>
<p>Die Reformer, die in dem Artikel vorgestellt werden, sind oft keine. Abu Zayd ist der einzige unter ihnen, auf den diese Beschreibung zutreffen würde. Ich will mich an dieser Stelle nicht kritisch mit seinen Thesen auseinandersetzen, da es zu viel Raum einnehmen würde, dies seinem Werk gerecht werdend und angemessen zu tun. Ich kann dazu nur sagen, dass er sich tatsächlich mit innerislamischem Denken und Diskurs auseinandersetzt und seinen intellektuellen, gelehrten Beitrag dazu leistet. Allerdings vorrangig vor akademischen, nichtmuslimischen Publikum, soweit mir bekannt, was islamischer Reform von innen nicht unbedingt förderlich ist. Nun gut. Diesen Mann aber nun mit Salman Rushdie, Farag Foda oder auch Nahed Selim gleichzusetzen ist einfach nur lächerlich. Die beiden Schriftsteller Rushdie und Foda, sind/waren vielleicht Kritiker usw. aber bestimmt keine Reformer im Sinne eines aus innerem Interesse verfolgten Verbesserungsbestrebens der eigenes Glaubenspraxis und -vorstellungen. Nahed Selim hat, soweit ich weiß nichts weiter getan als ein Buch zu veröffentlichen, dass in der Forderung gipfelt, den Männern den Koran zu nehmen.<sup>1</sup> Als würde das das Problem lösen. Und als würde es stimmen, dass (a) Frauen nie den Koran interpretiert hätten (vgl. für die Neuzeit Zaynab al-Ghazali oder wie ich meine auch Suad Salih, die Leiterin der Scharia Fakultät der Azhar, vgl. für die Vormoderne <a href="http://www.musafira.de/islam/weibliche-islamische-gelehrte/">meinen Artikel zu weiblichen Gelehrten</a>) und dass (b) Frauen aufgrund ihres Frauseins per se zu anderen, gerechteren oder sagen wir es gleich besseren Ergebnissen kommen bei ihrer Interpretation (siehe Beispiele aus der Neuzeit). Am Ende des Artikels wird dann auch noch Atatürk in die Reihe der Islamreformer gestellt.</p>
<p>Das alles wäre ja auch nicht weiter problematisch, wenn nur Abu Zayd und die anderen nicht als die Reformer schlechthin dargestellt würden. Ihnen gegenüber gibt es dann noch nur noch die &#8220;konservativen Gegner&#8221;, die natürlich nicht an Reform interessiert sein sollen. Diese Gegenüberstellung ist nicht nur stark vereinfachend, sie ist auch ganz schlicht falsch. Die muslimische Welt ist seit Jahrhunderten voll von selbsternannten und so bezeichneten Reformern. Die Bandbreite reicht von Abd al-Wahhab, über Afghani, Mohammed Abduh, Huda Sharawi, Hassan al-Banna, Sayyid Qutb, bis hin zu Leuten wie Tariq Ramadan, Amina Wadud, Asma Barlas.<sup>2</sup> Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen mit Leuten, die so unterschiedliche Auffassungen über Islam, Reform und westliche Interessen vertreten, wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Das so platt zu reduzieren auf ein &#8220;Hier die Guten, Da die Blöden&#8221; ist dumpf und fehlinformierend. Übrigens haben die &#8220;konservativen Gelehrten der Azhar&#8221;<sup>3</sup> bestimmt kein Problem mit den Thesen Abu Zayds, weil sie etwas gegen eine zeitgemäße Interpretation des Korans hätten – das tun sie nämlich erklärtermaßen auch, nur anders – wie es in dem Artikel suggeriert wird. Das Problem mit Abu Zayds Thesen ist für die Gelehrten der Azhar (und nebenbei auch für wohl die meisten anderen Gelehrten und Muslime) wohl eher, dass Abu Zayd sagt, dass es sich bei dem Koran um das subjektive Offenbarungserlebnis Muhammads (saws) handelt und eben nicht um wörtliche Offenbarung Gottes an den Propheten, soweit ich ihn verstanden habe.</p>
<p>Der ganzen Artikel wimmelt nur so voller Klischees über &#8220;gute&#8221; und &#8220;schlechte&#8221; Muslime. Ein weiteres Klischee, welches auch immer wieder gerne herangezogen wird, um zu demonstrieren wie sehr man doch in der Lage ist zu differenzieren, ist das Sufitum. Das Sufitum ist dann immer der lockere Islam mit Gegenwartskompatibilität in diesen Zusammenhängen. Zitat Spiegel: &#8221; In der islamischen Variante der Mystik, dem Sufismus, sieht Sorusch ein Potential für die Herausforderungen der Moderne; hier sei der Glaube stets auf der Suche, stets fragend, nie selbstsicher – ein Gegenpol zum autoritären Rechtsislam, wie ihn die Mullahs predigen&#8221;. Schon wieder kann man weiter von der Realitiät nicht entfernt sein. Das &#8220;Sufitum&#8221; ist gar nicht vom so genannten &#8220;Rechtsislam&#8221;<sup>4</sup> trennbar. Verkörpert wird dies durch berühmte Gelehrte, die sowohl einem Sufiorden angehörten als auch hervorragende Rechtsgelehrte waren, z.B. damals (Imam an-Nawawi, al-Ghazali usw.) und heute (Ali Guma, Mufti von Ägypten, einer <em>der</em> Usul ul-Fiqh Gelehrten und &#8220;Sufi&#8221;).</p>
<h3>Übersetzungen aus dem Koran</h3>
<p>Mich haben die verwendeten Übersetzung aus dem Koran in dem Artikel stark verwundert. Ich weiß aber nicht um welche es sich dort handelt. Auffallend ist z. B. wie tendenziös die Spiegel Autoren selbst die Bedeutung des Korans auslegen. Auf Seite 20 wird der 2. Vers der 2. Sure so übersetzt: &#8220;Dies ist das Buch, an dem nicht zu zweifeln ist, geoffenbart als Rechtleitung für die Gottesfürchtigen.“ Die betreffende Stelle (la rayba fih &#8211; in ihm ist kein Zweifel) hat jedoch andere Nuancen (ich würde sogar sagen, dass die Übersetzung aus dem Spiegel irreführend ist). So wird unter dieser Stelle z.B. verstanden, dass in dieser Schrift nichts ist, was zum Zweifel ob ihres göttlichen Ursprungs anregt, oder, dass diese Schrift nicht zweifelhaft ist, oder dass diese Schrift zweifelsfrei eine Rechtleitung ist.<sup>5</sup> Die Übersetzung im Spiegel legt allerdings nahe, dass es verboten sei zu zweifeln oder zu hinterfragen. Es handelt sich bei diesem Satz jedoch aber schon grammatikalisch nicht um ein Ge- oder Verbot sondern um die Feststellung einer Tatsache. Vergleiche auch die (grammatikalisch) gleichen Aussagen &#8220;la ilaha illah Allah – es gibt keine Gottheit außer Allah&#8221; oder &#8220;la ikraha fi ad-din – es gibt keinen Zwang im Glauben&#8221;. Ich vermute diese &#8220;Übersetzung&#8221; soll nur weiter den Eindruck beim Leser untermauern, dass &#8220;strenggläubige&#8221; Muslime schon religionspraktisch gesehen nicht zweifeln (sprich: nachdenken) dürften.</p>
<h3>Koran Definitionen</h3>
<p>Durch den ganzen Artikel hindurch ist mir nicht klargeworden was die Autoren unter &#8220;Koran&#8221; verstehen. Ich denke es ist ihnen selbst auch nicht klar. So ist in dem grünen Infokästchen auf Seite 20 davon die Rede, dass der Koran bis zum Tode des Propheten (saws) nicht als Gesamtwerk existierte. Dies stimmt natürlich nicht, da der Offenbarungsvorgang noch vor dem Ableben des Propheten beendet war, also vollständig war. Nach der traditionellen Darstellung kannte nicht nur Muhammad sondern auch viele seiner Anhänger den kompletten Koran. Er existierte also vollständnig zu seinem Tode. Was bis dahin nicht existierte, ist eine komplette schriftlich fixierte Sammlung aller offenbarten Verse. So eine schriftliche Sammlung nennt man Mushaf und nicht Koran. Das wird auch im arabischen Sprachgebrauch deutlich, der hier klar unterscheidet. Die Redaktion und Sammlung des Mushafs fand tatsächlich erst länger nach dem Tode des Propheten statt. Die verschiedenen Lesarten (richtiger Rezitationsarten), die auch im Artikel angesprochen werden, existieren tatsächlich, was sich manchmal auch im (mit der Zeit immer detaillierter gewordenen) Schriftbild niederschlagen kann. Durch den ganzen Artikel hindurch wird aber durch die nicht erfolgte Differenzierung zwischen Mushaf und Koran der Eindruck erweckt, dass der Koran (a) ein Buch ist, welches (b) teilweise erst nach dem Tod des Propheten entstand und welches (c) von den Muslimen in seiner Buchform (also einem Gegenstand) verehrt wird. Alles schlicht falsch.</p>
<p>Es gibt nicht eine mir bekannte Meinung irgendeines wie auch immer gearteten Theologen innerhalb des Islams, der, wie im Artikel behauptet, das Buch als Gegenstand an sich (Mushaf) mit dem Koran gleichsetzt in punkto &#8220;Heiligkeit&#8221;.<sup>6</sup> Schon gar nicht handelt es sich bei diesem Buch um die Inkarnation (!!) Gottes<sup>7</sup> wie auf Seite 23 mehrfach behauptet. Auch bei dem Koran – also dem offenbarten Wort, das rezitiert wird – handelt es sich nicht um eine Fleischwerdung Gottes. Eine Fleischwerdung<sup>8</sup> oder Buchwerdung kann es nach islamischer Vorstellung über das Wesen Gottes auch gar nicht geben. Kein Muslim, egal welcher Couleur, glaubt so einen Humbug. Auch in Bezug auf die Kaaba (die nicht schwarz ist, auch kein Kubus ist, und immer mal wieder umgebaut wurde) wird im Artikel versucht Muslime als Verehrer von Gegenständen darzustellen. Ich musste an diesen Stellen unweigerlich lächeln, weil diese Vorstellungen so an den Haaren herbei gezogen wirken wenn man sich ein ganz kleines bisschen mit der Glaubenspraxis von Muslimen auskennt.</p>
<p>Die Autoren malen ein Bild vom Koran, wie es Extremisten tun. Als könnte man den Koran von vorne bis hinten lesen und alles wäre klar. So etwas wie eine historische Analyse des sukzessiven Alkoholverbots (Seite 26) – die schon den ersten Muslimen bekannt war, und die in jeder Einführung zum Koran zu finden ist – scheinen die Autoren nicht zu kennen, auch das Einbetten bestimmter Verse in den historischen Kontext – auch eine alte Methode –, wie bei den Versen zu bestimmten Schlachten zur Zeit des Propheten (Seite 26), scheint den Autoren nichts zu sagen. Stattdessen zeichnen sie ein Bild voller Widersprüche und &#8220;geheimnisvoller Stellen&#8221;.</p>
<h3>Verfälschende o. tendenziöse Darstellungen</h3>
<p>In dem Artikel ist mir auch die Darstellung der Offenbarungserlebnisse des Propheten übel aufgestoßen. Gut, jeder kann ja durchaus unterschiedlicher Meinung sein in Bezug auf die Glaubwürdigkeit des Propheten in Bezug auf seine Offenbarungserlebnisse und die Darstellung dieser Erlebnisse in den muslimischen Quellen, das steht ja jedem frei. Jedoch sind diese Quellen die einzigen, die wir haben und aus denen ist mir nichts von einer &#8220;Midlife-Crisis&#8221; (S.25), einem Tuch aus Brokat auf dem der erste Vers stand (S.25), einem Würgen bis fast zum Tode durch den Engel (S.25) bekannt. Vielmehr kenne ich nur die Version, die besagt, dass der Engel den Propheten heftig schüttelte, presste und ihn aufforderte zu rezitieren (nicht lesen), was der Prophet – völlig verstört durch dieses Erlebnis – mehrere Male ablehnte, bis er es dann endlich doch tat. Dies lässt mich natürlich fragen, wie die Autoren auf solcherlei Darstellungen kommen, denn irgendwelche Quellen müssen sie ja benutzt haben.</p>
<h3>Andere Religionen im Koran</h3>
<p>Auf Seite 25 ist die Rede davon, dass Juden und Christen im Koran für die &#8220;Verwässerung biblischer Gebote&#8221; gescholten werden und weil sie &#8220;laxe Gottesdiener&#8221; seien. Hier soll der Eindruck erweckt werden, dass Muslime die strengen, unflexiblen Religiösen wären, wohingegen alle anderen die lockeren, sprich modernen wären. Dies entspricht jedoch nicht den Tatsachen. Die koranische Kritik an den Buchbesitzern (Juden, Sabäer und Christen) zur Zeit des Propheten ist vielmehr die Verfälschung bzw. das wissentliche Zuwiderhandeln der ihnen zuteil gewordenen Offenbarungen, und/oder die schlechte Behandlung und Nicht-Anerkennung nachfolgender Propheten, und/oder das sich an Gottes Stelle zum Bestimmer über Ge- und Verbotenes zu machen, teilweise sogar zum strengeren hin. Diese Kritik lässt sich übrigens auch problemlos als Warnung an die damaligen (und um vieles mehr die heutigen) Muslime verstehen. Interessant ist an dieser Stelle auch zu bemerken, dass es unter Muslimen die sehr populäre Auffassung gibt, Gott hätte es ihnen mit dem Islam leicht gemacht im Gegensatz zu anderen Glaubensgemeinschaften, auch in Bezug auf die islamische Glaubenspraxis und, dass Gott eben nicht von ihnen möchte, dass sie es sich durch eine besonders &#8220;strenge&#8221; Auslegung schwer machen.<sup>9</sup></p>
<p>Ich will mal hier aufhören, aber meine Kritik an dem Artikel könnte ich problemlos fortsetzen (die völlig ahistorische Darstellung der mu&#8217;atzilitischen Position und &#8220;Herrschaftsphase&#8221; z.B.). Aber ich sehe, dass es schon lang genug geworden ist und bedanke mich bei denen, die es bis hierher geschafft haben. Würde mich mal interessieren, wie andere den Artikel aufgenommen haben.</p>
<p>Liebe Grüße und alles Gute, wassalam,</p>
<p>Kathrin</p></blockquote>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_164" class="footnote">Ich muss allerdings zugeben, das Buch nur aus Rezensionen zu kennen. Werde es mir beizeiten einmal selber zu Gemüte führen und meine Gedanken dazu hier veröffentlichen.</li><li id="footnote_1_164" class="footnote">Tut mir leid, ich bin etwas ägyptenzentriert in meiner Wahrnehmung der muslimischen Welt.</li><li id="footnote_2_164" class="footnote">Hier wird vermittelt, dass es sich bei diesen zumeist um blinde Tattergreise handeln würde, die sich Tag ein Tag aus im Moscheevorhof aufhalten würden. Das die Azhar eine Rieseninstitution ist, an der tatsächlich akademische Titel verliehen, internationale Konferenzen abgehalten und interne Diskussionen geführt werden, scheint wenig zu interessieren.</li><li id="footnote_3_164" class="footnote">auch wieder so ein Begriff der für mich in Bezug auf den Islam wenig Sinn macht, aber auch das sollte ich lieber an anderer Stelle ausführen.</li><li id="footnote_4_164" class="footnote">Abdel Haleem, <em>The Qur&#8217;an – A new Translation</em>, Oxford World&#8217;s Classics, 2004, Oxford University Press, S. 4, Fußnote b.</li><li id="footnote_5_164" class="footnote">Dies ist auch so ein Begriff mit dem ich islamisch-theologisch nichts anfangen kann.</li><li id="footnote_6_164" class="footnote">Im Gegenteil, man würde bei einem solchen Glauben den wichtigsten Glaubensartikel im Islam, die Einheit Gottes, über den Haufen werfen.</li><li id="footnote_7_164" class="footnote">Die Autoren verwenden tatsächlich diesen Begriff (Inkarnation), meinten aber vielleicht Inlibration, also Buchwerdung Gottes.</li><li id="footnote_8_164" class="footnote">Auch die Verwendung des Begriffes &#8220;Ungläubige&#8221; im Artikel ist merkwürdig, gibt es einen solchen Begriff doch im Koran überhaupt nicht. Das oft dafür gehaltene Wort &#8220;Kafir&#8221; bezeichnet jemanden, der die Botschaft des Islams bewusst nicht annehmen will. Dass eine solche Person dabei durchaus gläubig sein kann, versteht sich eigentlich fast von selbst.</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Jahresrückblick bei Scheibenwischer</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Dec 2007 22:40:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wirklich sehenswert, dieser Beitrag von Hagen Rether zum Thema Islamkritik:

Gesehen bei politischkorrekt.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wirklich sehenswert, dieser Beitrag von Hagen Rether zum Thema Islamkritik:</p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/sET9EmMbGSI&#038;rel=1"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/sET9EmMbGSI&#038;rel=1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object></p>
<p>Gesehen bei <a href="http://www.politischkorrekt.info/?p=372">politischkorrekt</a>.</p>
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		<title>Umzug und Systemumstellung</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Dec 2007 11:02:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vielleicht haben es einige bemerkt: auf meinen Seiten hat sich etwas getan. Als erstes habe ich den Server gewechselt, weshalb gestern die Seite für einige Zeit komplett verschwunden war. Es sind auch einige Emails nicht mehr durchgekommen. Wie auch immer, jetzt scheint alles wieder prima zu funktionieren.
Die wichtigste Änderung ist jedoch der Wechsel von Rapidweaver [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht haben es einige bemerkt: auf meinen Seiten hat sich etwas getan. Als erstes habe ich den Server gewechselt, weshalb gestern die Seite für einige Zeit komplett verschwunden war. Es sind auch einige Emails nicht mehr durchgekommen. Wie auch immer, jetzt scheint alles wieder prima zu funktionieren.</p>
<p>Die wichtigste Änderung ist jedoch der Wechsel von <a href="http://www.realmacsoftware.com/rapidweaver/">Rapidweaver</a> zu Wordpress. Dies hat uns einige Zeit gekostet, da mein Theme erstmal umgebastelt werden musste. Aber auch hier scheint jetzt alles zu funktionieren. Den Wechsel habe ich vollzogen, weil es im Endeffekt doch sicherer ist, die Daten für die Seiten nicht nur lokal zu speichern, sondern web-basiert zu veröffentlichen.</p>
<p>Außerdem kann ich jetzt endlich auch so coole Sachen machen, die für Wordpress-Benutzer schon fast selbstverständlich sind. Die wichtigsten Neuheiten sind die Suchfunktion, die Rubrik &#8220;Schon gelesen?&#8221; in der ich auf für mich interessante Texte etc. verweise, die Möglichkeit in mehr als einer Kategorie (!!!) zu veröffentlichen, die Tagfunktion und am allerwichtigsten: ich hab jetzt endlich auch eine ganz einfach zu bedienende Blogroll!</p>
<p>Ach ja, außerdem habe ich noch einen neuen <a href="http://www.musafira.de/islam/hajj-bericht/">Artikel über meine Pilgerfahrt nach Mekka</a> geschrieben, die ich vor ein paar Jahren vollzogen habe.</p>
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		<title>Ein gesegnetes Opferfest!</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Dec 2007 15:49:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich wünsche allen ein gesegntes Opferfest und das beste im neuen Jahr!

Mekka 1910
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wünsche allen ein gesegntes Opferfest und das beste im neuen Jahr!</p>
<p><img src="http://www.musafira.net/wp-content/uploads/2007/12/mekka_1910.jpg" alt="mekka_1910.jpg" /></p>
<p><a href="http://flickr.com/photos/pingnews/465735945/">Mekka 1910</a></p>
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		<title>Das wachende Auge</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Dec 2007 13:34:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Zeichnung wurde mir von einer Freundin zugesandt, die lieber anonym bleiben möchte  . Ich hab ihr gesagt, sie soll doch selber anfangen zu bloggen. Aber nein, da ist kein Durchkommen&#8230; Deswegen stell ich das Bild hier ein:
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Zeichnung wurde mir von einer Freundin zugesandt, die lieber anonym bleiben möchte <img src='http://www.musafira.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> . Ich hab ihr gesagt, sie soll doch selber anfangen zu bloggen. Aber nein, da ist kein Durchkommen&#8230; Deswegen stell ich das Bild hier ein:<a href="/wp-content/uploads/2007/12/das_wachende_auge_rw.jpg" title="Das wachende Auge"><img src="/wp-content/uploads/2007/12/das_wachende_auge_rw.jpg" alt="Das wachende Auge" height="377" width="516" /></a></p>
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		<title>Frauenschwimmen oder &#8220;Schwestern, schwimmt doch grade!&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Dec 2007 11:59:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt ja mittlerweile in vielen Schwimmbädern Zeiten, die für Frauen reserviert sind. Ich nutze diesen Service gerne, war nur in den unterschiedlichen Bädern meistens frustriert bzw. belustigt. Hier meine Beobachtungen:
- Ich habe das Gefühl, dass es für manche eher als Picknick als zur sportlichen Betätigung dient. Da wird dann der Tee und das leckere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt ja mittlerweile in vielen Schwimmbädern Zeiten, die für Frauen reserviert sind. Ich nutze diesen Service gerne, war nur in den unterschiedlichen Bädern meistens frustriert bzw. belustigt. Hier meine Beobachtungen:</p>
<p>- Ich habe das Gefühl, dass es für manche eher als Picknick als zur sportlichen Betätigung dient. Da wird dann der Tee und das leckere Käsegebäck ausgepackt und so macht man es sich dann in Gruppen von 10 oder mehr Frauen so richtig am Rand gemütlich. Das soll wohl gute alte Hamamtradition sein, wie ich mir von einer Insiderin erklären ließ. Gut, das stört mich auch nicht, so lange ich in Ruhe auf einer Bahn hin und her schwimmen kann. Aaaaaaber&#8230;</p>
<p>- Es gibt da noch die Angewohnheit, nicht längs der Bahn entlang zu schwimmen, sondern quer oder wahlweise auch von einer Ecke zur anderen. Manchmal trifft man dann auch eine oder gleich mehrere Freundinnen auf dem Weg, woraufhin man sich dann mitten im Becken über wichtige Dinge austauschen muss und sich dabei köstlich amüsiert. Das treibt mich dann endgültig in den Wahnsinn, weil ich dann andauernd anhalten muss und gar nicht richtig zum schwimmen komme. Zum Glück gibt es Bademeisterinnen!</p>
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		<title>Leserbrief zum Spiegelinterview mit Günter Wallraff</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Dec 2007 10:56:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Günter Wallraff gab dem Spiegel am 1. Dezember ein Interview. Hier ein gelungener Leserbrief dazu von Irmgard Pinn:
Leserinnenbrief an den SPIEGEL
Sehr geehrte Damen und Herren
vor langer Zeit hat sich Günter Wallraff mit sozialkritischen Reportagen &#8211; vor allem als &#8220;Kumpel Ali&#8221; &#8211; auch unter muslimischen &#8220;Gastarbeitern&#8221; das Image eines Kämpfers für Gerechtigkeit und für ein auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Günter Wallraff gab dem Spiegel am 1. Dezember ein <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,520751,00.html">Interview</a>. Hier ein gelungener Leserbrief dazu von Irmgard Pinn:</p>
<blockquote><p>Leserinnenbrief an den SPIEGEL</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren</p>
<p>vor langer Zeit hat sich Günter Wallraff mit sozialkritischen Reportagen &#8211; vor allem als &#8220;Kumpel Ali&#8221; &#8211; auch unter muslimischen &#8220;Gastarbeitern&#8221; das Image eines Kämpfers für Gerechtigkeit und für ein auf gegenseitigem Respekt basierendes Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft erworben. Dagegen offenbart er mit seinen gegenwärtigen Äusserungen und Aktivitäten eine gesellschaftspolitische Einstellung, welche von der eifernder Kulturkämpfer gegen eine &#8220;Islamisierung&#8221; Deutschlands/ Europas nicht weit entfernt ist, so z.B. mit der Behauptung, dass das Kopftuch (als Ausdruck einer islamisch geprägten Lebensweise) die freie Entwicklung und die Integration muslimischer Frauen und Mädchen in die deutsche Gesellschaft blockiert. Abgesehen davon, dass Wallraff &#8211; wie seine neuen Verbündeten vom &#8220;Zentralrat der Ex-Muslime&#8221;- religiös orientierte Musliminnen schlichtweg entmündigt, indem er ihre freie Entscheidung für eine Integration als Muslima mit Kopftuch nicht einmal hypothetisch in Erwägung zieht, fehlt seinen Behauptungen über die schädlichen Folgen des Kopftuchtragens für muslimische Schülerinnen jegliche empirische Fundierung.</p>
<p>Das Kopftuch an sich hindert kein Mädchen, keine Frau daran, Abitur zu machen, zu studieren, Lehrerin, Wissenschaftlerin, Journalistin, Rennfahrerin, Managerin oder was auch immer zu werden. Es hindert sie auch nicht daran, Sport zu treiben, zu reisen oder sich politisch zu engagieren. So steht es auch dem Schwimmenlernen oder der Teilnahme an Klassenfahrten nicht im Wege, wie sich hundertfach an Beispielen aus der Türkei, arabischen Ländern und selbst aus dem Iran belegen lässt. Wenn muslimische Mädchen und Frauen sozial und rechtlich benachteiligt werden, sei es in der Familie, sei es von Staats wegen, so hat das andere Gründe. Es wäre daher sehr zu begrüssen, wenn die selbsternannten Anwälte und Anwältinnen muslimischer Mädchen sich diesen Ursachen zuwenden würden, statt mit Polemiken und teilweise sogar grundgesetzwidrigen Forderungen (nach staatlichen Kleiderordnungen!) das in Deutschland ohnehin zunehmend islamfeindliche Klima weiter aufzuheizen. Und von den Medien erwarte ich, dass sie über kulturkämpferische Veranstaltungen wie die Kölner &#8220;Kritische Islamkonferenz&#8221; am 1. Dezember mit professioneller Kompetenz und Distanz berichten, statt den Protagonisten &#8211; wie hier im SPIEGEL &#8211; auch noch ein Forum für ihre haltlosen Behauptungen und Forderungen zu bieten.</p>
<p>Das gilt schliesslich in ganz besonderer Weise auch für Wallraffs Behauptung, muslimische Vereine und Verbände würden vom Staat wesentlich stärker finanziell gefördert als die säkularen Migrantenorganisationen &#8211; und als Beleg dafür das Gerede türkischer Aleviten anführt. Wann sonst hätte er, der bekannt ist für seine akribischen Recherchen, so etwas als beweiskräftig gelten lassen? Beim Thema &#8220;Islam&#8221; jedoch lässt er sich &#8211; nicht anders als Stammtischbrüder und rechte Populisten &#8211; bereitwillig von eigenen Vorurteilen und windigen Geschichten leiten, die ihm von &#8220;guten&#8221;, d.h. nach leitkulturellen Kriterien integrierten, laizistischen Migranten erzählt werden.</p>
<p>Die meisten Moscheegemeinden und islamischen Verbände möchten liebend gerne auf Unterstützung aus dem Ausland verzichten. Viele existieren bereits ausschliesslich von Spendengeldern ihrer Mitglieder, was allerdings angesichts der Sozialstruktur der muslimischen Community (viele Geringverdiener und Arbeitslose) einerseits und dem Fehlen von staatlich transferierten Steuereinnahmen und Zuschüssen andererseits sehr schwierig ist. Und während seitens der muslimischen Community und besonders aus der deutschen Gesellschaft immer mehr Anforderungen gestellt werden &#8211; Sozialarbeit, Integrationsförderung, Beteiligung am interkulturellen Dialog und Massnahmen der Kriminalitätsprävention etc. -, ist das, was islamische Vereine dafür aus öffentlichen Mitteln erhalten, gemessen am Gesamtvolumen nicht der Rede wert. Wo sind denn die vom Staat geförderten islamischen Kindergärten, Jugendclubs, Beratungsstellen, Akademien usw.? Möge Herr Wallraff doch einmal versuchen, für eine islamische Bildungsveranstaltung auch nur einen öffentlichen Zuschuss von tausend Euro aufzutreiben!</p>
<p>Mit freundlichen Grüssen</p>
<p>Irmgard Pinn</p></blockquote>
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		<title>Update: Hamwieder Einsatz – Erklärung des Innenministeriums</title>
		<link>http://www.musafira.de/2007/11/26/update-hamwieder-einsatz-%e2%80%93-erklarung-des-innenministeriums/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Nov 2007 13:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Innenministerium Niedersachsen hat nun auf die             kleine Anfrage geantwortet. Omar hat bereits etwas dazu geschrieben. Die                  Fragen zur Antwort findet man auch auf seiner  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Innenministerium Niedersachsen hat nun auf die             kleine Anfrage geantwortet. Omar hat bereits <a href="http://www.toomuchcookies.net/archives/1110/flitterwocheneinsatz-das-innenministerium-antwortet.htm" target="_blank" rel="external">etwas</a> dazu geschrieben. Die                  Fragen zur Antwort findet man auch auf seiner                  Seite, ich stelle hier nur noch einmal die                  vollständige Antwort des Innenministeriums ein.                  Die diesem Text zugrunde liegende                  Ereignisbeschreibung der Polizei enthält einige                  Unwahrheiten und Ungereimtheiten, die teilweise                  recht leicht nachzuweisen sind. Dazu aber zu einen                  späteren Zeitpunkt mehr.</p>
<blockquote><p>Antwort des Niedersächsischen Ministers für               Inneres und Sport auf die Mündliche Anfrage Nr. 8 des               Abgeordneten Prof. Dr. Hans-Albert Lennartz               (GRÜNE)“Terrorverdacht während der Flitterwochen”Nach               Einschätzung der deutschen Sicherheitsbehörden ist               Bundesrepublik Teil eines weltweiten Gefahrenraumes.               Die Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus               hat Deutschland spätestens mit den versuchten               Kofferbombenattentaten auf die Regionalzüge im Jahr               2006 unmittelbar erreicht.Aktuelle Erkenntnisse der               Ermittlungsbehörden, die Anfang September d.J. zur               Festnahme von drei offensichtlich der “Islamischen               Jihad Untion (IJU)” zuzurechnenden Terrorverdächtigen               geführt haben, belegen, dass mehrere, vermutlich               simultane Anschläge auf dem Gebiet der Bundesrepublik               Deutschland verübt werden sollten. Das täterseitige               Handeln war dabei darauf angelegt, durch das geplante               Anschlagsgeschehen ein Höchstmaß an Personen- und               Sachschäden zu bewirken.Teilsubstanzen, die dabei zur               Durchführung der geplanten Anschläge verwendet werden               sollten, wurden im Bereich Walsrode, Landkreis               Soltau-Fallingbostel, käuflich erworben. Die               Vorbereitungen zu dieser geplanten Straftat fanden in               einem abgelegenen Ferienhaus im Sauerland,               Nordrhein-Westfalen, statt. Bei den mutmaßlichen               Straftätern handelt es sich überwiegend um deutsche               Staatsbürger, die zur Religion des Islam übergetreten               sind.Am 25. Oktober 2007 erhielt die               Polizeiinspektion Soltau-Fallingbostel vom               Landeskriminalamt Niedersachsen Kenntnis über einen               dort eingegangenen Hinweis aus der Bevölkerung               hinsichtlich des Aufenthaltes von zwei verdächtigen               Personen mit möglicherweise islamistischem               Hintergrund in einem abgelegenen Ferienhaus in               Walsrode-Hamwiede, Landkreis Soltau-Fallingbostel.Aus               dem Hinweis an das Landeskriminalamt Niedersachsen               sowie der anschließenden weitergehenden Befragung der               Hinweisgeberinnen ergab sich folgendes:* Die beiden               im betroffenen Ferienhaus aufhältigen Personen               reisten am Sonnabend, dem 20. Oktober 2007, gegen               22.00 Uhr, mit einem Taxi an.* Bei den Personen               handelte es sich dem äußeren Anschein nach um einen               etwa 30-jährigen Mann südländisch-orientalischer               Herkunft und eine etwa 25-30-jährige, sehr gut               deutsch sprechende Frau.* Beide Personen sollten erst               vor kurzem geheiratet haben. Ihr Verhalten wurde               allerdings als distanziert zueinander beschrieben.*               Das Ferienhaus liegt abgelegen am Ortsrand in einem               Wald der kleinen Ortschaft Hamwiede, etwa 20               Kilometer von der Stadt Walsrode entfernt.* Über das               Grundstück des Ferienhauses ist direkt ein an der A               27 befindlicher Rastplatz der Bundesautobahn A 27               Walsrode &#8211; Bremen zu erreichen.* Das über das               Internet unter einem deutschen Frauennamen gebuchte               Ferienhaus ist bereits unmittelbar nach der Anreise               bei der Vermieterin bar bezahlt worden.* Die Fenster               des Ferienhauses waren ständig, auch tagsüber,               zugezogen.Diese bis dahin bekannten Umstände waren               auch im Lichte der vorliegenden Erkenntnisse zum               Erscheinungsbild und zur Vorgehensweise               islamistischer terroristischer Gewalttäter zu               bewerten.Da weder die polizeiliche Recherche noch die               persönliche Kontaktaufnahme mit den Hinweisgeberinnen               eine abschließende Bewertung des Sachverhaltes               zuließen, entschloss sich die Polizei, eine               Überprüfung des Paares vorzunehmen.Aus diesem Grund               suchten Polizeikräfte das in Rede stehende Ferienhaus               auf und betätigten die Hausklingel. Nach Öffnen der               Tür durch einen der Betroffenen wurde ihm der Grund               des polizeilichen Erscheinens erläutert. Dabei waren               die Beamten durch das Tragen der Polizeiuniform bzw.               der Überwurfwesten eindeutig als Polizei erkennbar.               Der Betroffene erklärte, dass die Polizeibeamten in               das Haus kommen könnten, sobald sich seine Frau ‘im               islamischen Sinne’ vollständig angekleidet habe. Die               einschreitenden Beamten sahen im unmittelbaren               zeitlichen Zusammenhang hierzu eine Person im Hause               die Treppe in das Obergeschoss hinauflaufen. In der               Bewertung der Polizeibeamten stellte sich dies als               eine mögliche Gefahrenerhöhung dar, so dass sie zur               Eigensicherung das Haus betraten und im Obergeschoss               eine weibliche Person antrafen. Eine Durchsuchung des               Hauses oder der Personen hat nicht               stattgefunden.Anschließend wurden die Personalien der               beiden angetroffenen Personen festgestellt, ein               Datenabgleich durchgeführt und die Personen zum               Sachverhalt befragt.Den beiden Betroffenen wurde der               Hintergrund der durchgeführten Maßnahmen ausführlich               erläutert. Die Verdachtslage konnte mit dem Ergebnis,               dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr von den beiden               Personen ausging geklärt werden.Dies vorausgeschickt,               beantworte ich die Anfrage namens der Landesregierung               wie folgt:Frage 1:Der Entschluss, bei der in der               Vorbemerkung dargestellten Sachlage eine Überprüfung               der Bewohner des Ferienhauses durchzuführen und die               von den Polizeibeamten zunächst beabsichtigte               Sachverhaltserforschung durch Befragung der               Ferienhausbewohner war der ungeklärten Situation               angemessen. Soweit es das Betreten der Wohnung               betrifft, beruhte die Entscheidung zu               Maßnahmendurchführung auf die von ihnen festgestellte               unerwartete Bewegung einer Person im Hausinnern und               eine dadurch angenommene Gefahrenerhöhung. Erst nach               Betreten des Hauses konnte festgestellt werden, dass               von den beiden angetroffenen Personen keine Gefahr               ausging.Frage 2:Polizeiliche Maßnahmen, die im               angesprochenen Fall durchgeführt wurden, waren die               Befragung gem. § 12 Abs. 1 des Niedersächsischen               Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung               (Nds. SOG), die Identitätsfeststellung gem. § 13 Abs.               1 Nds. SOG sowie das Betreten der Wohnungen ohne               Einwilligung des Inhabers gem. § 24 Abs. 2 Nds. SOG.               Für die Zulässigkeit dieser Maßnahmen gelten               unterschiedliche Anforderungen insbesondere               hinsichtlich des Vorliegens einer Gefahr.Eine               Befragung gem. § 12 Abs. 1 Nds. SOG ist bereits               zulässig, wenn von der befragten Person Angaben               erwartet werden können, die für die Erfüllung der               nach § 1 Nds. SOG zugewiesenen Aufgaben               (Gefahrenabwehr) erforderlich sind. Eine Befragung               wird anlassbezogen und mit der Absicht der               Informationsgewinnung durchgeführt. Eine konkrete               Gefahr oder auch nur ein Gefahrenverdacht müssen               nicht vorliegen.Eine Identitätsfeststellung kann nach               § 13 Abs. 1 Nr. 1 Nds. SOG insbesondere vorgenommen               werden, wenn dies zur Abwehr einer Gefahr               erforderlich ist. Unter Gefahr ist gem. § 2 Nr. 1 a)               Nds. SOG eine Sachlage zu verstehen, bei der im               einzelnen Fall die hinreichende Wahrscheinlichkeit               besteht, dass in absehbarer Zeit ein Schaden für die               öffentliche Sicherheit und Ordnung eintreten wird.Das               Betreten einer Wohnung ohne Einwilligung der               Inhaberin oder des Inhabers gem. § 24 Abs. 2 Nr. 3               Nds. SOG kann erfolgen, wenn dies zur Abwehr einer               gegenwärtigen Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit               einer Person oder für Sachen von bedeutendem Wert               erforderlich ist. Eine gegenwärtige Gefahr liegt gem.               $ 2 Nr. 1 b) Nds. SOG vor, wenn die Einwirkung des               schädigenden Ereignisses bereits begonnen hat und               wenn diese Einwirkung unmittelbar oder in               allernächster Zeit mit einer an Sicherheit grenzender               Wahrscheinlichkeit bevorsteht.Von den beschriebenen               Gefahrenbegriffen zu unterscheiden ist der in der               Fragestellung genannte Begriff “Gefahr im Verzug”:               Eine solche liegt gem. § 2 Nr. 4 Nds. SOG bei einer               Sachlage vor, bei der ein Schaden eintreten würde,               wenn nicht an Stelle der zuständigen Behörde oder               Person eine andere Behörde oder Person tätig               wird.Frage 3:Nein. Dies war vorliegend, wie in der               Vorbemerkung ausgeführt, allerdings auch nicht der               Fall.</p></blockquote>
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		<title>Kommentare</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 13:07:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Da die Diskussionen im Kommentarbereich zur <a href="http://www.musafira.de/page3/files/Flitterwochen-durch-Polizeieinsatz-unterbrochen.html" rel="self" title="Musafira | Blog:Flitterwochen durch Polizeieinsatz unterbrochen">             Hausdurchsuchung in unserem Urlaub</a> ja nun             ausgeufert ist, nutze ich einen eigenen Beitrag, um auf             einige Fragen und Argumente gebündelt einzugehen. Eines             vorweg: Ich habe ein paar Kommentare nicht             freigeschaltet bzw. editiert, da ihr Inhalt zu tief             unter die Gürtellinie ging, weil ich weiteren             Ausführungen aus dem &#8220;rechten&#8221; Lager kein Forum bieten             wollte, oder weil ich keine Verlinkung auf Seiten mit             fördern wollte, die letztendlich nicht über den Islam             und Muslime informieren, sondern dann doch nur hetzen.             Per Mail erreichten mich Anfragen warum ich manche der             gehässigen Kommentare überhaupt freigeschaltet hätte.             Die Antwort ist: besser kann man doch gar nicht über             Islamophobie aufklären. Also an dieser Stelle einen             recht herzlichen Dank an alle, die sich auch in unserem             Fall – der nichts mit Islam, dafür aber viel mit             unserem (dem deutschen) Recht zu tun hat – nicht zu             schade waren, sich zu ihren üblichen Gehässigkeiten und             Unwahrheiten herabzulassen. Nun zu den Kommentaren:</p>
<p><strong>Die Version der Polizei<br />
</strong>Es gab in den Kommentaren auf diesem und             <a href="http://politblog.net/krieg-terrorismus/polizeiueberfall-in-der-lueneburger-heide.htm" target="_blank" rel="external">anderen</a> <a href="http://citronengras.de/provinzcowboywillkuer-gegen-jungvermaehlte/" target="_blank" rel="external">Blogs</a>, die die Geschichte                  aufgriffen, diverse Einwürfe, ob denn die                  Geschichte überhaupt wahr ist. Ich finde das                  vernünftig, denn wir hätten ja tatsächlich                  irgendetwas erfinden können. Deswegen war und ist                  uns sehr an einer möglichst objektiven Überprüfung                  des Falles durch Medien und Gerichte gelegen. Die                  Polizeiinspektion in Soltau hat ja <a href="http://www.musafira.de/page3/files/Update-zu-unserem-Fall-Das-sagt-die-zustaendige-Polizei.html" rel="self" title="Musafira | Blog:Update zu unserem Fall: Das sagt die zuständige Polizei">             mittlerweile auch unsere Version bestätigt</a>, besteht             aber darauf, dass es sich nicht um eine Durchsuchung             gehandelt hat. Weiterhin geht man dort immer noch von             der Recht- und Verhältnismäßigkeit der Durchsuchung             unseres Hauses aus. Der Pressesprecher der besagten             Polizeiinspektion gab in einem Interview mit dem             Radiosender NDR 1 Niedersachsen an, dass man bei             ähnlicher Indizienlage durchaus wieder genauso handeln             würde. In diesem Zusammenhang auch noch eine großes             &#8220;Danke&#8221; an pony_huetchen vom Politblog <a href="http://politblog.net/krieg-terrorismus/polizeiueberfall-in-der-lueneburger-heide.htm" target="_blank" rel="external">für ihren Anruf bei der                  Polizeiinspektion Soltau</a>, in dem sie unsere                  Beschreibung der Durchsuchung mit dem dortigen                  Pressesprecher besprach..</p>
<p><strong>Woanders ist es noch schlimmer</strong><br />
Dies scheint für manche tatsächlich ein Argument             darzustellen, dass die Polizeiaktion rechtfertigt oder             zumindest geeignet sein soll uns davon zu überzeugen,             dass ein Vorgehen gegen den Rechtsbruch der Polizisten             geradezu unverschämt wäre. Wir können ja:<br />
a. entweder froh sein, denn &#8220;da wo wir herkommen&#8221; würde             es uns viel schlechter gehen<br />
b. oder froh sein, weil man uns hier nicht das antut,             was man Nichtmuslimen angeblich in anderen Ländern             antut.</p>
<p><strong>Sicherheit geht vor<br />
</strong>Einige sind der Meinung, dass Maßnahmen             wie die, die wir über uns ergehen lassen mussten             sicherheitsfördernd sind. Einige erkennen zwar durchaus             an, dass die unangenehmen für den Betroffenen ist, dass             die allgemeine Bedrohung der Mehrheitsbevölkerung durch             islamischen Terrorismus diese Unannehmlichkeiten jedoch             notwendig mache. Mal von der Gefahrenlage abgesehen,             frage ich mich wirklich wie so eine Aktion Sicherheit             schaffen und vermitteln kann. Eine Überwachung             bestimmter Personen bei vorliegender Indizienlage und             wenn notwendig ein darauf basierender Zugriff ist             natürlich notwendig. Aber was haben wir davon wenn             orientalisch aussehende Menschen nun unter             Generalverdacht stehen? Oder besser gefragt: wie soll             das Nachgehen dieses Generalverdachts realisiert             werden?</p>
<p><strong>Die Scham ein Deutscher zu sein<br />
</strong>Wir erhielten vermehrt Kommentare,             Emails und auch Anrufe in denen uns Menschen             mitteilten, dass sie sich schämen würden in so einem             Land zu leben, oder gar dafür Deutsch zu sein. So nett             diese Äußerungen auch gemeint sein mögen, ich verstehe             sie nicht. Ich habe sie auch noch nie verstanden.             Schämen muss man sich in meinen Augen &#8220;nur&#8221;, wenn man             hätte helfen können, es aber nicht tat, oder, wenn man             etwas hätte verhindern können, aber untätig blieb, etc.             pp. Außerdem hat die Durchsuchung unseres Hauses, oder             eben die Verdächtigungen der Dorfbewohner nichts mit             Deutschsein zu tun.</p>
<p>So, soviel für heute.</p>
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		<title>Islamisches Auto</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 12:54:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hab ich richtig gelesen? Ein malaysischer             Autohersteller hat jetzt DIE Marktlücke schlechthin             entdeckt&#8230; Der Welt fehlte noch ein islamisches Auto.            [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hab ich richtig gelesen? Ein malaysischer             Autohersteller hat jetzt DIE Marktlücke schlechthin             entdeckt&#8230; Der Welt fehlte noch ein islamisches Auto.             Was dieses <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/7089707.stm" target="_blank" rel="external">Auto islamisch macht</a>? Ein Platz                  an dem man sein Kopftuch platzieren kann                  natürlich. Ich hätte mir ja noch einen speziellen                  Dönerhalter, Trennwände und ein Kuppeldach                  gewünscht&#8230;</p>
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