Neue Zeitschrift für muslimische Debattenkultur erscheint

Die neue Zeitschrift “Horizonte. Zeitschrift für muslimische Debattenkultur” ist im Handel und kann im Buchhandel oder direkt beim Kalam Verlag bestellt werden. Hier geht es zur Facebookseite der Zeitschrift, hier zum Verlag.

Horizonte – Zeitschrift für muslimische Debattenkultur möchte im Diskurs über die Religion des Islam aus theologischer, aber auch anderen wissenschaftlichen Perspektiven intellektuelle, kreative und innovative Denkimpulse geben. Neben theologischen Fragen sollen Diskussionsbeiträge genereller Art zur islamischen Religion publiziert werden. Geplant sind Themen wie Reformislam, feministischer Islam, Sufismus, Islam und Ökonomie oder auch Islam in der Psychotherapie; somit soll der Fokus auf bisher nicht behandelte oder kaum bekannte Ansätze liegen.
Die Zeitschrift soll keine akademisch-wissenschaftliche Publikation sein, sich aber auf inhaltlich sehr hohem Niveau bewegen: Damit richtet sie sich nicht nur an Islamwissenschaftler, Theologen und Geisteswissenschaftler, sondern an ein möglichst breites Publikum, das Interesse an fundierten und kritischen Aufsätzen zum Islam hat. Vor allem unabhängige junge und innovative Autoren und Wissenschaftler sollen die Möglichkeit zur Publikation ihrer Thesen und Beiträge bekommen. Fundierte Beiträge aus anderen Sprachen können durch eine Übersetzung der Leserschaft zugänglich gemacht werden.

Kopftuchverbot verletzt Menschenrechte…

Aufgrund von Zeitmangel hier nur ein Link zur Studie (basierend auf Gesprächen mit gut 30 verhinderten Lehrerinnen in Deutschland) von Human Rights Watch: Diskriminierung im Namen der Neutralität von Haleh Chahrokh.

Hier noch ein guter Kommentare zu dem Bericht “Kopftuchverbot für Lehrerinnen:
Glaube oder Beruf? Beides!”
von Claudia Kirsch. (Überraschenderweise aus der Brigitte).

“Der Weg nach Mekka” im Kino

Ich bekomme seit Tagen Rundmails den Film über Muhammad Asad betreffend. Er ist ja jetzt auch in den deutschen Kinos angelaufen. In folgenden Kinos in Deutschland soll der Film laufen:

Ab dem 27.11.2008 läuft der Film in folgenden Städten und Kinos:
Berlin – babylon berlin:mitte
Berlin – fsk Kino
Köln – Filmpalette
Frankfurt – Mal seh’n Kino
Karlsruhe – Schauburg
München – Forumkinos
München – Neues Arena
München – Monopol (nur am 30.11.)
Nürnberg – Cinecitta

Ab dem 04.12.2008 in:
Dresden – Kino im Dach
Münster – Cinema
Hamburg – Abaton (nur am 6.12, 7.12., 13.12., 21.12.)

Kurz verlinkt: Wie schön es ist, eine muslimische Frau zu sein…

Mohja Kahf hat einen sehr lesenswerten Artikel mit dem Titel “Spare Me the Sermon On Muslim Women” in der Washington Post verfasst.

Der Weg nach Mekka

Der Weg nach Mekka, Regie: Georg Misch, Foto: Mischief Films

Der Weg nach Mekka, Regie: Georg Misch, Foto: Mischief Films

Dieses Jahr ist ein Dokumentarfilm über Muhammad Asad fertig gestellt worden. Ausgerechnet ein Regisseur aus seinem Heimatland Österreich hat einen Film über sein Leben hergestellt. Die Inhaltsbeschreibung hört sich recht interessant an:

Rede und Gegenrede sind Strukturprinzip des Films DER WEG NACH MEKKA – Die Reise des Muhammad Asad, welcher sich wohlfeilen Lösungen beharrlich verweigert. Der Film insistiert auf Widersprüchlichkeiten, was ihn auszeichnet. Die heutigen Kontakt- und Konfliktpunkte werden aus einem neuen Blickwinkel untersucht und gezeichnet. Berührend sind neben biographischen Einzelheiten, Textzitate, private Fotografien und Filmaufzeichnungen eingewebt, welche Lebenswelten verschiedenster Menschen sichtbar machen: Die einfacher, saudischer Beduinen, palästinensischer Flüchtlinge, Beratern Sharons, pakistanischer Asadianern und Wegbegleiter Asads.

Das autobiographische Buch “Der Weg nach Mekka” ist übrigens eines der am spannendsten und schönsten geschriebenen Zeugnisse eines deutschsprachigen Islam überhaupt. Leider findet man es nur noch sehr teuer im antiquarischen Buchhandel. Wenn man englisch liest, hat man es da ein wenig einfacher.

Geschichte des Islams in Deutschland

Ich bin heute erst auf eine gute Zusammenfassung der Geschichte des Islams in Deutschland aufmerksam geworden:

Geschichte des Islams in Deutschland von 1731/1732 bis 1945

Geschichte des Islams in Deutschland seit 1945

Scharia in westlichen Gesellschaften

Die Debatte um eine Anwendung der Scharia auch im Westen erhitzt die Gemüter immer wieder. Sei es aufgrund der verzerrten Wahrnehmung eines Vorschlags des Bischofs von Canterbury, oder weil der bosnische Mufti wagte, das Unwort in einem Artikel zu benutzen. Auf eine interessante Studie, die sich mit der Praxis in westlichen Gesellschaften (hier Kanada und die USA) beschäftigt, bin ich heute gestoßen. Ganz unhysterisch und aus einer rechtswissenschaftlichen Perspektive untersucht nun eine Forscherin in Nordamerika – gefördert vom Social Science and Humanities Council of Canada – das Phänomen “islamische Scheidung”. Das laufende Projekt geht also den Fragen nach, warum manche Muslime zusätzlich zum zivilrechtlichen Weg in Eheangelegenheiten religiöse Beratschlagung und Regelung in Anspruch nehmen, warum dies eine Bedeutung für sie hat, welche Rolle Imame in diesem Prozess spielen, inwieweit islam-rechtliche Prinzipien in diesem Prozess zur Anwendung kommen und inwieweit Moscheen eine Rolle spielen im Bereich der Konfliktlösung zwischen Ehepartnern. Das Projekt hat eine Internetseite, die man unter www.islamicdivorce.org erreichen kann.

Buchneuerscheinung: at-Tirmidhis “al-Shama’il Muhammadiyya”

Ich habe vor ein paar Tagen per Rundmail von einer interessanten Neuerscheinung erfahren. Es geht dabei um die Übersetzung der “Al-Schama’il al-Muhammadiyya” von Imam al-Tirmidhi. Bei dem Buch handelt es sich um das früheste seines Genres, denn diese Sammlung von Hadithen widmet sich speziell der Person des Propheten (saws), seinem Äußeren, Charakter, Verhalten usw. Hier kann man das Buch beim Warda Verlag bestellen.

Gespräche in Behörden…

..können durchaus sprachlos machen.

So kam es eines schönen Tages in irgendeiner deutschen Behörde zu diesem denkwürdigen Gesprächsansatz zwischen Sachbearbeiterin (SB) und Muslima (M):

SB: “Islam… (nachdenkliches Stirnrunzeln) … dit is do so eher im Süden anjesiedelt, wa?”

M:”hmm”

A Land Called Paradise

In den USA läuft grade ein online Videowettbewerb namens “One Nation – Many Voices”. Viele kreative Beiträge wurden eingereicht, leider kann man nur aus den USA abstimmen. Hier ein Beispiel:

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