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	<title>Musafira &#187; Medienkommentar</title>
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		<title>Frauen und männliche Koranexegese</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jul 2011 13:41:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islam und Gender]]></category>
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		<description><![CDATA[Die folgende Sendung ist aus dem vergangenen Jahr und leider nur auf arabisch zu konsumieren, ich will sie hier trotzdem teilen. Die marokkanische Kroanwissenschaftlerin Farida Zumurrud gibt in der Sendung al-Sharia wa&#8217;l-hayat auf dem Sender al-Jazeera ein langes Interview zu männlicher Koraninterpretation und der damit verbundenen Problematik, möglichen Lösungsansätzen und Frauen im Koran. Hier geht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die folgende Sendung ist aus dem vergangenen Jahr und leider nur auf arabisch zu konsumieren, ich will sie hier trotzdem teilen. Die marokkanische Kroanwissenschaftlerin Farida Zumurrud gibt in der Sendung <em>al-Sharia wa&#8217;l-hayat</em> auf dem Sender al-Jazeera ein langes Interview zu männlicher Koraninterpretation und der damit verbundenen Problematik, möglichen Lösungsansätzen und Frauen im Koran. </p>
<p><iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/MruG30oPlkc" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="http://www.aljazeera.net/NR/exeres/B2AF5466-7D08-4340-BCAE-722464EFABFC.htm">Hier</a> geht es zu einem vollständigen Transkript des Interviews.</p>
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		<title>Neue Zeitschrift für muslimische Debattenkultur erscheint</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jul 2011 13:30:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islamwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkommentar]]></category>
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		<category><![CDATA[Muslimische Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Islamische Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Kalam-Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Nimet Seker]]></category>

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		<description><![CDATA[Die neue Zeitschrift &#8220;Horizonte. Zeitschrift für muslimische Debattenkultur&#8221; ist im Handel und kann im Buchhandel oder direkt beim Kalam Verlag bestellt werden. Hier geht es zur Facebookseite der Zeitschrift, hier zum Verlag. Horizonte &#8211; Zeitschrift für muslimische Debattenkultur möchte im Diskurs über die Religion des Islam aus theologischer, aber auch anderen wissenschaftlichen Perspektiven intellektuelle, kreative [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die neue Zeitschrift &#8220;Horizonte. Zeitschrift für muslimische Debattenkultur&#8221; ist im Handel und kann im Buchhandel oder direkt beim Kalam Verlag bestellt werden. Hier geht es zur <a href="https://www.facebook.com/pages/Horizonte-Zeitschrift-f%C3%BCr-muslimische-Debattenkultur/108803429206468?sk=wall">Facebookseite</a> der Zeitschrift, hier zum <a href="http://www.kalam-verlag.de/horizonte.html">Verlag</a>.</p>
<blockquote><p>Horizonte &#8211; Zeitschrift für muslimische Debattenkultur möchte im Diskurs über die Religion des Islam aus theologischer, aber auch anderen wissenschaftlichen Perspektiven intellektuelle, kreative und innovative Denkimpulse geben. Neben theologischen Fragen sollen Diskussionsbeiträge genereller Art zur islamischen Religion publiziert werden. Geplant sind Themen wie Reformislam, feministischer Islam, Sufismus, Islam und Ökonomie oder auch Islam in der Psychotherapie; somit soll der Fokus auf bisher nicht behandelte oder kaum bekannte Ansätze liegen.<br />
Die Zeitschrift soll keine akademisch-wissenschaftliche Publikation sein, sich aber auf inhaltlich sehr hohem Niveau bewegen: Damit richtet sie sich nicht nur an Islamwissenschaftler, Theologen und Geisteswissenschaftler, sondern an ein möglichst breites Publikum, das Interesse an fundierten und kritischen Aufsätzen zum Islam hat. Vor allem unabhängige junge und innovative Autoren und Wissenschaftler sollen die Möglichkeit zur Publikation ihrer Thesen und Beiträge bekommen. Fundierte Beiträge aus anderen Sprachen können durch eine Übersetzung der Leserschaft zugänglich gemacht werden.</p></blockquote>
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		<title>Die Grünen…</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 16:30:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Migranten]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[…sind ja eigentlich die letzten, denen ich Rassismus im Wahlkampf zugetraut hätte. Falsch gedacht. Die Kaarster Grünen haben sich in diesem Wahlkampf dazu entschlossen unter dem Slogan &#8220;Der einzige Grund Schwarz zu wählen&#8221;, das nackte Gesäß einer weiblichen schwarzen Person abzubilden. Kommt also auch noch Sexismus dazu. Am allerübelsten ist jedoch die Reaktion der Kaarster [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>…sind ja eigentlich die letzten, denen ich Rassismus im Wahlkampf zugetraut hätte. Falsch gedacht. Die Kaarster Grünen haben sich in diesem Wahlkampf dazu entschlossen unter dem Slogan &#8220;Der einzige Grund Schwarz zu wählen&#8221;, das nackte Gesäß einer weiblichen schwarzen Person abzubilden. Kommt also auch noch Sexismus dazu.</p>
<p>Am allerübelsten ist jedoch die <a href="http://www.gruene-kaarst.de/kommunalwahl09/plakat-reaktion-09.html">Reaktion</a> der Kaarster Grünen auf die berechtigterweise eingehenden Protestmails. Man weißt dort argumentationslos alle Vorwürfe von sich, mit der Begründung, die Grünen stünden &#8220;für eine Politik, die sich durch Toleranz, Weltoffenheit und Gleichberechtigung auszeichnet&#8221;. Peinlich, Peinlich.</p>
<p>Die Stellungnahme scheint seit heute geändert worden zu sein. Dort war gestern nämlich noch zu lesen:</p>
<blockquote><p>Im Gegenteil könnte dieses Motiv als „antirassistisch“ bezeichnet werden, entsprechende Äußerungen erhielten wir als Reaktion auch von Menschen mit Migrationshintergrund”</p></blockquote>
<p>Glaubt der/die VerfasserIn dieser Stellungnahme wirklich, dieses billige Argument würde davon überzeugen können, hier läge kein Rassismus vor? Wie rassistisch ist es eigentlich zu glauben, dass man nur einen &#8220;Migranten&#8221; zum Freund haben muss, um sich von Rassismus rein waschen zu können?</p>
<p>Auf dem Blog von derbraunemob.info wird die <a href="http://blog.derbraunemob.info/2009/08/11/ein-grund-nicht-gruen-zu-waehlen/#comment-2557">Aktion gegen das Plakat koordiniert</a>. Bitte unterstützen, Rassismus geht wirklich alle an.</p>
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		<title>Merkel kondoliert Mubarak und ignoriert damit das Wesentliche</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 12:57:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Guantanamo]]></category>
		<category><![CDATA[Husni Mubarak]]></category>
		<category><![CDATA[Islamophobie]]></category>
		<category><![CDATA[Marwa el-Sherbini]]></category>

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		<description><![CDATA[Laut der sächsischen Zeitung ist Bundeskanzlerin Merkel auf dem G8-Gipfel in Italien auf den ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak ihre Anteilnahme ausgesprochen. Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat plötzlich etwas zu dem Fall zu sagen: Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) äußerte sich am Freitag „persönlich tief bestürzt“. Er schrieb seinem ägyptischen Amtskollegen Ahmed Abul Gheit nach offiziellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Laut der <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2204987">sächsischen Zeitung</a> ist Bundeskanzlerin Merkel auf dem G8-Gipfel in Italien auf den ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak ihre Anteilnahme ausgesprochen.</p>
<p>Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat plötzlich etwas zu dem Fall zu sagen:</p>
<blockquote><p>
Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) äußerte sich am Freitag „persönlich tief bestürzt“. Er schrieb seinem ägyptischen Amtskollegen Ahmed Abul Gheit nach offiziellen Angaben, es werde alles getan, um solche Verbrechen zu verhindern. „Wir stehen dafür ein, dass sich in Deutschland jeder ungeachtet seiner Herkunft, seiner Nationalität oder seines Glaubens sicher fühlt“, heißt es in Steinmeiers Schreiben. „Dies ist oberste Maxime für staatliches Handeln. Ausländerfeindlichkeit und Islamophobie haben in Deutschland keinen Platz.“</p></blockquote>
<p>Mal abgesehen davon, dass Herr Steinmeier für mich seit der Guantanamo-Affäre vollkommen unglaubwürdig geworden ist, möchte ich doch darauf hinweisen, dass man auf diese Art geschafft hat, den Mord an Marwa E. völlig aus der politischen Verantwortung in Deutschland genommen hat. Man hat das Ganze so zu einem diplomatischen Ärgernis herabignoriert. Das Problem Islamfeindlichkeit <strong>in</strong> Deutschland, die berechtigten Sorge und Nöte deutscher Muslime angesichts dieses Mordes und der immer wieder betonten Diskriminierungserfahrungen von Muslimen werden so schlichtweg nicht ernst genommen. Herr Steinmeier und Frau Merkel, ich darf Sie daran erinnern, dass dieser Fall vor allen Dingen in Deutschland für Sorge und Unruhe gesorgt hat. Ihr beider Umgang damit ist höchst fahrlässig.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Newsupdate zum Mord an Marwa el-Sherbiny 06.07.2009</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 17:04:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Stanislaw Tillich]]></category>
		<category><![CDATA[Stephan Kramer]]></category>
		<category><![CDATA[Zentrum für Antisemitismusforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Über das Wochenende sind wieder viele Berichte und Stellungnahmen zu dem Mord an Marwa in Dresden zusammengekommen. Ich fasse zusammen: Marwas Ehemann, Elwie Okaz, ist seit Freitag aus dem Koma erwacht und in stabilem Zustand, liegt aber weiterhin im Krankenhaus in Dresden. Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, hat zusammen mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über das Wochenende sind wieder viele Berichte und Stellungnahmen zu dem Mord an Marwa in Dresden zusammengekommen. Ich fasse zusammen:</p>
<p>Marwas Ehemann, Elwie Okaz, ist seit Freitag aus dem Koma erwacht und in stabilem Zustand, liegt aber weiterhin im Krankenhaus in Dresden. </p>
<p>Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, hat zusammen mit Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime den Ehemann der Getöteten besucht. Kramer zu seiner Motivation:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir wollen ein deutliches Zeichen gegen Islamophobie setzen&#8221;, sagte Kramer. &#8220;Viele Muslime haben Angst und das dürfen wir nicht ignorieren.&#8221; Die bisherigen Reaktionen auf den Fall seien &#8220;unverständlich spärlich&#8221;. (Quelle: <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/mord-mit-islamfeindlichem-hintergrund/">TAZ</a>)</p></blockquote>
<p>Am heutigen Abend ist ein <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2200820">Treffen</a> der beiden Generalsekretäre mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) geplant.</p>
<p>Am Sonntag fand ein <a href="http://alsharq.blogspot.com/2009/07/der-mord-marwa-el-sherbini-reaktionen.html">Totengebet in der Berliner</a> Dar el-Salam Moschee statt, an der auch der ägyptische Botschafter, Ramzi Ezzeldin Ramzi, und der Bruder der Ermordeten, Tariq El-Sherbiny, teilnahmen. Daraufhin wurde der Leichnam von ihrem Bruder nach Ägypten gebracht. Am Flughafen in Kairo nahm ihn u.a. auch der deutsche Botschafter Bernd Erbel in Empfang.</p>
<blockquote><p>Er verwies in einer kurzen Ansprache darauf, dass das Kopftuch in Deutschland nicht verboten sei und der Mord vom deutschen Volk verurteilt werde. Der Diplomat erklärte, dass die 3 Millionen in Deutschland lebenden Muslime alle Freiheiten genießen und und das deutsche Volk den Muslimen nicht feindlich gegenüberstehe. (Quelle: <a href="http://alsharq.blogspot.com/2009/07/der-mord-marwa-el-sherbini-reaktionen.html">al-Sharq</a>)</p></blockquote>
<p>Heute fand die Beerdigung von Marwa in Alexandria, Ägypten, statt. Al-Jazeera berichtet, dass die deutsche Botschaft in Ägypten verlauten ließ, dass diese Tat nicht die allgemeine Haltung gegenüber Muslimen reflektiere. Sulaiman Wilms von der Islamischen Zeitung, widerspricht im <a href="http://english.aljazeera.net/news/middleeast/2009/07/20097612424648553.html">selben Artikel</a> dieser Aussage teilweise, indem er sagt, dass dieser Vorfall die Ressentiments deutlich mache, mit denen Muslime in Europa konfrontiert seien.</p>
<p>Der Interkulturelle Rat hat sich in <a href="http://www.musafira.de/2009/07/06/interkultureller-rat-ausert-sich-zum-fall-marwa/">seiner Pressemitteilung</a> dafür ausgesprochen, dass es besonders von politischer Seite Solidaritätsbekundungen mit den Opfern geben sollte, da die Haltung der Mehrheit der Menschen in Deutschland reflektieren würde, die antimuslimischen Rassismus ablehnen.</p>
<p>Peter Widmann von Institut für Antisemitismusforschung äußert sich zu de Fall in der TAZ:</p>
<blockquote><p>&#8220;Falls es stimmt, was die Medien schreiben, war es ganz offensichtlich ein islamfeindlicher Anschlag&#8221;, sagte Peter Widmann, der am Zentrum für Antisemitismusforschung zu Islamophobie forscht.<br />
(&#8230;)<br />
 &#8220;Dieser Anschlag wurde möglicherweise atmosphärisch durch eine Hassszene im Internet vorbereitet und durch problematische Tendenzen unter bestimmten Intellektuellen, die bis in die Mitte der Gesellschaft reichen&#8221;, sagte Wissenschaftler Widmann. Dennoch würde das Thema Islamfeindlichkeit in der Öffentlichkeit bislang kaum diskutiert.</p>
<p>Das liege, so Widmann, zum einen an einem &#8220;verbreiteten Unbehagen über den Islam&#8221; bis in die gesellschaftliche Mitte hinein. &#8220;Zudem gibt es Unsicherheit darüber, was legitime Kritik ist und wo ein Feindbild beginnt&#8221;, sagte Widmann. Aus seiner Sicht ist das aber einfach: Legitim sei Kritik immer, wenn sie sich an konkrete Personen oder Organisationen richtet, nicht aber, wenn ein Kollektivcharakter angenommen werde. (Quelle: <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/mord-mit-islamfeindlichem-hintergrund/">TAZ</a>)
</p></blockquote>
<p>Da nun ja diverse Gerüchte und Wutausbrüche die Runde machen, noch ein paar Anmerkungen von mir. Ich habe des öfteren gelesen, dass Leute sich in Foren, bei Twitter usw. darüber aufregen, dass die Anklage gegen Marwas Mörder auf Totschlag – nicht auf Mord – lauten solle. Das ist nicht wahr, aus dem einfachen Grund, weil noch gar keine Anklage erhoben wurde. Noch laufen die Ermittlungen laut einem Bericht der &#8220;Welt&#8221; wegen <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article4051592/Polizei-ermittelt-wegen-heimtueckischen-Mordes.html?">heimtückischen Mord</a>. Eine Anklage wird dann aufgrund der Ermittlungsergebnisse erhoben.</p>
<p>Weiterhin habe ich des öfteren Vorwürfe gegen den deutschen Staat vernommen. Ich muss sagen, dass zumindest der Teil des deutschen Staates, der in diesem Fall durch den Dresdner Staatsanwalt und den Richter repräsentiert wird, gut funktioniert hat. Das mag vielleicht einige überraschen, allerdings muss festgehalten werden, dass durch das erste Gerichtsurteil der Tatbestand der Diskriminierung und des Rassismus festgestellt und bestraft wurde. Die Staatsanwaltschaft kam sogar zu der Auffassung, dass aufgrund der wiederholten Beleidigungen des Alex W. vor Gericht eine Revision angestrebt werden müsste, die möglicherweise eine Freiheitsstrafe nach sich gezogen hätte. Natürlich sehe ich auch eine Verantwortung für eine zunehmend islamfeindliche Stimmung in der Gesellschaft seitens Persönlichkeiten der Politik und Gesellschaft, wie ich an <a href="http://www.musafira.de/2009/07/04/nachrichten-update-zum-mord-an-marwa-el-sherbini/">anderer Stelle</a> schon erwähnt habe.</p>
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		<title>Muslimisches Sorgentelefon</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/04/23/muslimisches-sorgentelefon/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 20:45:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[muslimisches Sorgentelefon]]></category>
		<category><![CDATA[Seelsorge]]></category>

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		<description><![CDATA[In Berlin soll es ab dem 1.5.2009 ein muslimisches Sorgentelefon geben. Unter der Nummer 030 / 44 35 09 821 soll vorerst täglich von 16-24 einer der fachgerecht ausgebildeten Seelsorger zu erreichen sein. In Zukunft wird ein 24-Stunden-Dienst angestrebt. Aus dem Infotext: Wichtige Grundsätze der Arbeit des Muslimischen SeelsorgeTelefons sind: Verständnis: Wir haben für den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Berlin soll es ab dem 1.5.2009 ein <a href="http://www.mutes.de/">muslimisches Sorgentelefon</a> geben. Unter der Nummer 030 / 44 35 09 821 soll vorerst täglich von 16-24 einer der fachgerecht ausgebildeten Seelsorger zu erreichen sein. In Zukunft wird ein 24-Stunden-Dienst angestrebt. Aus dem Infotext:</p>
<blockquote><p>Wichtige Grundsätze der Arbeit des Muslimischen SeelsorgeTelefons sind: </p>
<ul>
<li>Verständnis: Wir haben für den Anrufer und seine Situation Verständnis und urteilen nicht über ihn. Wir suchen gemeinsam mit ihm nach ersten Schritten aus der Krise. </li>
<li>Für die Gesellschaft: Jeder, der unseren Beistand haben möchte, ob Muslim oder nicht, ist uns willkommen. </li>
<li>Islamischer Rahmen: Hierbei wird jederzeit der islamische Rahmen von unserer Seite respektiert und bewahrt. Wir sind aber keine Auskunftshotline für rein religiöse Fragestellungen. Bei solchen Anfragen werden wir andere mögliche Ansprechpartner der muslimischen Landschaft in unserer Stadt, wie z.B. Moscheen benennen, an die man sich wenden kann. </li>
<li>Muttersprache: Unsere Ehrenamtlichen sprechen alle Deutsch. Einige sprechen Türkisch bzw. Arabisch. Wir möchten deswegen an bestimmten Terminen auch Gespräche in diesen Sprachen ermöglichen. </li>
<li>Anonymität: Wir garantieren beiderseitige Anonymität</li>
<li>Verschwiegenheit: Was uns anvertraut wird, dringt  selbstverständlich nicht nach außen und ist absolut vertraulich. Unsere Mitarbeiter sind zur strikten Verschwiegenheit verpflichtet. </li>
</ul>
</blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Schüleraustausch Berlin Mitte-Neukölln</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 18:28:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[jüdisch-islamischer Dialog]]></category>
		<category><![CDATA[Jüdisches Museum Berlin]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Jüdische Museum Berlin hat ein Projekt namens »on.tour &#8211; Das JMB macht Schule« entwickelt. Mit einer mobilen Ausstellung werden bundesweit Schulen besucht. Heute habe ich einen schönen Film der Deutschen Welle über dieses Projekt gesehen, in dem es zusätzlich um ein Austauschprojekt zwischen Schülern einer jüdischen Schule in Berlin-Mitte und Schülern aus Berlin-Neukölln geht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Jüdische Museum Berlin hat ein Projekt namens »on.tour &#8211; Das JMB macht Schule« entwickelt. Mit einer mobilen Ausstellung werden bundesweit Schulen besucht. Heute habe ich einen schönen Film der Deutschen Welle über dieses Projekt gesehen, in dem es zusätzlich um ein <a href="http://www.dw-world.de/popups/popup_single_mediaplayer/0,,3988059_type_video_struct_3609,00.html?mytitle=Koscher%2B-%2Bgibt%2527s%2Bdas%2Bnicht%2Bauch%2Bim%2BIslam%253F%2B">Austauschprojekt zwischen Schülern einer jüdischen Schule in Berlin-Mitte und Schülern aus Berlin-Neukölln</a> geht. Wirklich empfehlenswert: <a href="http://www.dw-world.de/popups/popup_single_mediaplayer/0,,3988059_type_video_struct_3609,00.html?mytitle=Koscher%2B-%2Bgibt%2527s%2Bdas%2Bnicht%2Bauch%2Bim%2BIslam%253F%2B">Koscher &#8211; gibt&#8217;s das nicht auch im Islam?</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kopftuchverbot verletzt Menschenrechte…</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/03/02/kopftuchverbot-verletzt-menschenrechte/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 21:06:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aufgrund von Zeitmangel hier nur ein Link zur Studie (basierend auf Gesprächen mit gut 30 verhinderten Lehrerinnen in Deutschland) von Human Rights Watch: Diskriminierung im Namen der Neutralität von Haleh Chahrokh. Hier noch ein guter Kommentare zu dem Bericht &#8220;Kopftuchverbot für Lehrerinnen: Glaube oder Beruf? Beides!&#8221; von Claudia Kirsch. (Überraschenderweise aus der Brigitte).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aufgrund von Zeitmangel hier nur ein Link zur Studie (basierend auf Gesprächen mit gut 30 verhinderten Lehrerinnen in Deutschland) von Human Rights Watch: <a href="http://www.hrw.org/sites/default/files/reports/germany0209dewebwcover_1.pdf">Diskriminierung im Namen der Neutralität</a> von Haleh Chahrokh.</p>
<p>Hier noch ein guter Kommentare zu dem Bericht &#8220;<a href="http://www.brigitte.de/gesellschaft/politik-gesellschaft/kopftuch-verbot-schule-1008915/">Kopftuchverbot für Lehrerinnen:<br />
Glaube oder Beruf? Beides!&#8221;</a> von Claudia Kirsch. (Überraschenderweise aus der Brigitte).</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Billigdiscounter, die zweite</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 14:43:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einen echten Grund, Discounter wie Lidl, Aldi, Schlecker und andere Ketten wie Kaisers zu boykottieren, kann man beim Spiegelfechter nachlesen, in einem Artikel über eine gewerkschaftlich organisierte Kassiererin die wegen angeblicher Unterschlagung von 1,30 Euro gekündigt wurde. Auch die dort verlinkte Reportage &#8220;Die Billigheimer&#8221; gibt ein wenig Hintergrundinformationen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen <a href="http://www.musafira.de/2009/01/09/aldi-lidl-israel-und-die-grose-spendenaktion/">echten</a> Grund, Discounter wie Lidl, Aldi, Schlecker und andere Ketten wie Kaisers zu boykottieren, kann man beim <a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/490/wenn-recht-zu-unrecht-wird">Spiegelfechter nachlesen</a>, in einem Artikel über eine gewerkschaftlich organisierte Kassiererin die wegen angeblicher Unterschlagung von 1,30 Euro gekündigt wurde.</p>
<p>Auch die dort verlinkte Reportage <a href="http://www.youtube.com/watch?v=14c4k7GKzTg">&#8220;Die Billigheimer&#8221;</a> gibt ein wenig Hintergrundinformationen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Berichtersttaung aus Gaza – Journalismus von der Front</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 22:21:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich lese seit einiger Zeit den Blog des schweizer Journalisten Andre Marty. Heut gab es einen Eindruck, wie es ist, in einem Kriegsgebiet zu arbeiten: Stell dir vor es ist Krieg – und einer geht hin.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lese seit einiger Zeit den Blog des schweizer Journalisten Andre Marty. Heut gab es einen Eindruck, wie es ist, in einem Kriegsgebiet zu arbeiten: <a href="http://www.andremarty.com/index.php?/archives/208-Stell-dir-vor-es-ist-Krieg-und-einer-geht-hin.html">Stell dir vor es ist Krieg – und einer geht hin</a>.</p>
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		<title>Der erste Tafsir (Korankommentar) von einer Frau</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 2009 14:07:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kariman Hamzah – eine ehemalige Fernsehmoderatorin aus Ägypten – hat einen Korankommentar geschrieben. In vielen Medienmeldungen wird dieser Tafsir als der erste, der von einer Frau geschrieben wurde, bezeichnet. Das stimmt so nicht, ich hatte ja vor ein paar Tagen schonmal das Thema gestreicht – mir sind mindesten zwei Frauen bekannt, die einen (in einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kariman Hamzah – eine ehemalige Fernsehmoderatorin aus Ägypten – hat einen Korankommentar geschrieben. In vielen Medienmeldungen wird dieser <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/7797921.stm">Tafsir als der erste, der von einer Frau</a> geschrieben wurde, bezeichnet. Das stimmt so nicht, ich hatte ja vor ein paar Tagen <a href="http://www.musafira.de/2008/12/20/vom-suchen-und-finden-arabischsprachiger-literatur-im-netz/">schonmal das Thema</a> gestreicht – mir sind mindesten zwei Frauen bekannt, die einen (in einem Fall kompletten) arabischen Korankommentar verfasst haben. Dies einmal abgesehen von den zahlreichen Interpretationen zu kleineren Abschnitten des Qurans in arabisch und vielen Sprachen, die von Fauen zu allen Zeiten unternommen wurden.</p>
<p>Kariman Hamza ist allerdings die erste Frau, dessen Tafsir mit dem Titel &#8220;Der deutliche Korankommentar für Kinder und Jugendliche&#8221;<sup>1</sup> von der al-Azhar Universtät genehmigt wurde.</p>
<p>Mit Dank an <a href="http://muslimahmediawatch.org/2008/12/31/karim-hamzah-giving-us-a-womans-interpretation-of-the-quran/">Muslimah Media Watch</a>.</p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_538" class="footnote">al-Wadih fi Tafsir al-Quran li-ash-Shabab wa-ash-Shabiba</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Rezension &#8220;Koran für Kinder und Erwachsene&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 15:32:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin heute auf den Blog eines Muslims aus Köln aufmerksam geworden. Er hat das Buch &#8220;Koran für Kinder und Erwachsene&#8221; von Lamya Kaddor und Rabeya Müller rezensiert. Das Buch hat seit Erscheinen für viel Diskussionsstoff unter Muslimen gesorgt – und ist teilweise unberechtigt bzw. sehr uninformiert kritisiert worden. Das kann man nun von der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin heute auf den <a href="http://medinenser.wordpress.com/">Blog eines Muslims aus Köln</a> aufmerksam geworden. Er hat das Buch &#8220;Koran für Kinder und Erwachsene&#8221; von Lamya Kaddor und Rabeya Müller <a href="http://medinenser.wordpress.com/2008/11/21/rezension-koran-fur-kinder-und-erwachsene/">rezensiert</a>. Das Buch hat seit Erscheinen für viel Diskussionsstoff unter Muslimen gesorgt – und ist teilweise unberechtigt bzw. sehr uninformiert kritisiert worden. Das kann man nun von der vorliegenden Rezension nicht behaupten – Sami Alphan geht recht neutral und sprachlich versiert vor allen Dingen auf die Übersetzung aus dem Arabischen ein. Empfehlenswerte Lektüre, besonders wenn man das Buch schon kennt.</p>
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		<title>Mufti Ceric zum Zweiten.</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Nov 2008 22:06:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Diskussion um die Aussagen des Muftis von Bosnien-Herzegovina zum Thema Scharia ist ja erneut entflammt, anlässlich der kommenden Preisverleihung. Genug Zeit zum Lesen haben die &#8220;Kritiker&#8221; bis jetzt ja gehabt – aber anscheinend nicht genutzt. Deswegen hier noch mal der Verweis auf den umstrittenen Text mit eindringlicher Leseempfehlung. Ganz wichtig ist, was meint der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Diskussion um die Aussagen des Muftis von Bosnien-Herzegovina zum Thema Scharia ist ja erneut entflammt, anlässlich der kommenden Preisverleihung. Genug Zeit zum Lesen haben die &#8220;Kritiker&#8221; bis jetzt ja gehabt – aber anscheinend nicht genutzt. Deswegen hier noch mal der <a href="http://www.musafira.de/2008/05/15/mustafa-ceric-und-die-cdu/">Verweis</a> auf den umstrittenen Text mit eindringlicher Leseempfehlung. Ganz wichtig ist, was meint der Autor – also der Mufti selbst – und nicht seine Kritiker eigentlich mit dem Wort &#8220;Scharia&#8221;… </p>
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		<title>Kurz verlinkt: Kommentar zur Diskussion um Kalisch</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Sep 2008 13:39:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Spiegel gibt es heute ein ausführliches Interview mit Michael Marx (Corpus Coranicum). Anlass ist die Diskussion um den Münsteraner Professor Kalisch, der mit seiner Einstellung zur Natur des Propheten Muhammad für Wirbel gesorgt hatte. Im Mittelpunkt steht dabei die Aussage es entspräche dem derzeitigen Forschungsstand innerhalb der Islamwissenschaft, begründete Zweifel an der Existenz des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Spiegel gibt es heute ein <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,578513,00.html">ausführliches Interview mit Michael Marx</a> (Corpus Coranicum). Anlass ist die Diskussion um den Münsteraner Professor Kalisch, der mit seiner Einstellung zur Natur des Propheten Muhammad für Wirbel gesorgt hatte. Im Mittelpunkt steht dabei die Aussage es entspräche dem derzeitigen Forschungsstand innerhalb der Islamwissenschaft, begründete Zweifel an der Existenz des Propheten zu haben.</p>
<p>Ich verfolge diese Diskussion schon etwas länger, Kalisch ist ja auch nicht der einzige der Aussagen in der Art tätigt. Das Novum ist bei ihm nur, dass es sich hier um einen bekennenden Muslim handelt. Was mir bei diesen Behauptungen besonders aufstößt ist allerdings nicht der offensichtliche Widerspruch zu muslimischen Grundüberzeugungen. Was mich am meisten verwundert ist, dass diese Behauptung nur dann als Ergebnis einer Forschung postuliert werden könnte, wenn überhaupt eine Forschung stattgefunden hat. Eigentlich ganz simpel. Das ist aber innerhalb der Islamwissenschaft noch gar nicht in ausreichendem Ausmaß passiert.<sup>1</sup> Das Projekt in Potsdam setzt an dieser Stelle an:</p>
<blockquote><p>Wir am Corpus Coranicum versuchen, erst einmal Grundlagenforschung zu treiben, bevor man mit Supertheorien kommt. </p></blockquote>
<p>Interessant ist, dass Michael Marx die mündlichen Aussagen Kalischs qualitativ auf dieselbe Stufe einordnet wie die Arbeiten Ohligs und sie als außer-wissenschaftlich empfindet – weil widersprüchlich und argumentativ lückenhaft. </p>
<blockquote><p>Marx: Es gilt, vorsichtig zu sein. Für die Geschichte generell kann man keine naturwissenschaftlichen Beweise anführen. Wie wollen Sie die Existenz von Karl dem Großen beweisen? Wir können keine Experimente durchführen, wir müssen mit Evidenzen arbeiten. Und ein Evidenzstrang in dieser Frage ist der Koran. Hier ist die Evidenzlage so gut wie bei keiner anderen Religion. Wir kennen Koranhandschriften und islamische Inschriften schon ab 40 bis 50 Jahre nach dem Tode des Propheten. Der Koran wäre extrem erklärungsbedürftig, wenn man den Propheten rausrechnet. Ohlig behauptet, der Islam sei bis in die Ommajadenzeit, also bis ins 9. Jahrhundert, im Wesentlichen eine christliche Sekte gewesen. In dem Fall aber habe ich das massive Problem, dass der Text des Koran dazu nicht passt. Wieso ist dann die Christusfigur im Koran nicht zentraler? Abraham, Moses und Noah werden viel häufiger genannt. </p></blockquote>
<p>Insgesamt kann ich nur empfehlen, das gesamte Interview zu lesen, da dadurch die wissenschaftlichen Dimensionen der Diskussion dem Außenseiter klarer werden.</p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_361" class="footnote">Was einfach an der schieren Masse der zu bearbeitenden Texte/Dokumente liegt.</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Broschüre des Berliner Senats – &#8220;Mit Kopftuch außen vor?&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Aug 2008 15:46:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe vor ein paar Wochen von einer Neuerscheinung des Berliner Senats (Landesstelle für Gleichbehandlung &#8211; gegen Diskriminierung) erfahren und direkt bestellt. Es handelt sich dabei um eine kleine Broschüre mit dem Namen &#8220;Mit Kopftuch außen vor?&#8220;. Mit der Broschüre will die Landesstelle einerseits Erfahrungen muslimischer Frauen dokumentieren, mit denen sie aufgrund Kopftuch bedingter Diskriminierung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_258" class="wp-caption alignright" style="width: 221px"><img src="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/08/senatberlin_kopftuchbroschure-211x300.jpg" alt="Broschüre der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung | Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales" title="Mit dem Kopftuch außen vor?" width="211" height="300" class="size-medium wp-image-258" /><p class="wp-caption-text">Broschüre der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung | Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales</p></div>Ich habe vor ein paar Wochen von einer Neuerscheinung des Berliner Senats (Landesstelle für Gleichbehandlung &#8211; gegen Diskriminierung) erfahren und direkt bestellt. Es handelt sich dabei um eine kleine Broschüre mit dem Namen &#8220;<a href="http://www.berlin.de/landespressestelle/archiv/2008/07/17/105230/index.html">Mit Kopftuch außen vor?</a>&#8220;. Mit der Broschüre will die Landesstelle einerseits Erfahrungen muslimischer Frauen dokumentieren, mit denen sie aufgrund Kopftuch bedingter Diskriminierung in Kontakt getreten ist. Dabei stützt sich die Broschüre auf Einzelgespräche die in den Jahren zwischen 2005 bis 2007 in der Beratungsarbeit der Landesstelle geführt wurden und auf einzelne Befragungen und Studien zum Thema. Eine davon ist die Magisterarbeit von <a href="http://www.ku-eichstaett.de/Forschungseinr/ZFG/Team/research%20affiliates/Korucu">Canan Korucu</a> – eine qualitative Studie anhand von Leitfadeninterview mit jungen Kopftuch tragenden Musliminnen. Andererseits werden am Schluss der Broschüre äußerst interessante Handlungsvorschläge formuliert, von denen man nur hoffen kann, dass sie auch in die Tat umgesetzt werden:</p>
<blockquote><p>
1.  Breite, sich an alle gesellschaftliche Akteure richtende, Aufklärung zum AGG und zum Neutralitätsgesetz (d.h. <strong>auch zu dessen begrenztem Regelungsbereich</strong>), Öffentlichkeitsarbeit, Bewusstmachen von Ungleichbehandlungen. </p>
<p>2. Herausgabe eines Faltblatts zum Neutralitätsgesetz, das insbesondere die Wirtschaft über den Ausdehnungsbereich und die Grenzen des Gesetzes informiert. Erläuterung auch aktueller antidiskriminierungsrechtlicher Vorgaben (AGG). </p>
<p>3. <strong>Überprüfung des Neutralitätsgesetzes vor dem Hintergrund des AGG.</strong></p>
<p>4. Rundschreiben an alle Schulen und Kitas zum Neutralitätsgesetz unter Berücksichtigung des AGG. </p>
<p>5. Spezifische Fortbildungsangebote für Pädagogen und Pädagoginnen, um sie in der Führung situationsangemessener Gespräche mit Schüler/innen und ggf. deren Eltern zu unterstützen.</p>
<p>6. In Kooperation mit den Moscheevereinen sollen Ansprechpersonen in Fällen von Diskriminierung benannt und zum AGG geschult werden.</p>
<p>7. Einbeziehung der für das Themenfeld relevanten Nicht-Regierungsorganisationen als Multiplikatoren und Experten in den Gesamtprozess </p>
<p>8. Hervorhebung positiver Vorbilder: Stimmen von Musliminnen in der öffentlichen Debatte mehr Gehör verschaffen. </p>
<p>8. Empowerment muslimischer Frauen, damit sie sich besser gegen Diskriminierungen zur Wehr setzen und ihre Rechte einfordern können und zur Verbesserung ihrer gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Partizipation. Meldung von Diskriminierungsfällen bei den Beratungsstellen zur Unterstützung und Bekanntmachung. </p>
<p>10.  Gespräche mit Wirtschaftsvertretern und Wirtschaftsvertreterinnen zur Erhöhung von deren Akzeptanz gegenüber muslimischen Frauen im Arbeitsleben. Im Sinne des Diversity-Ansatzes ist dabei stärker auf das Qualifikationspotential hinzuweisen, das eine große Anzahl muslimischer Frauen mitbringt und das bei Ausgrenzung brach liegt.<sup>1</sup>
</p></blockquote>
<p>Die Broschüre kann man entweder <a href="http://www.berlin.de/imperia/md/content/lb_ads/kopftuch_klein.pdf">hier</a> herunterladen oder als Drucksache bestellen:</p>
<blockquote><p>Die Broschüre &#8220;Mit Kopftuch außen vor?&#8221; kann über die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales per E-Mail broschuerenstelle@senias.berlin.de und telefonisch unter 030 9028 2848 bestellt werden.</p></blockquote>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_252" class="footnote">Hervorhebungen von mir</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Museumseröffnung in Istanbul zu arabisch-islamischen Wissenschaften</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jul 2008 21:51:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der FAZ vom 4.7.2008 findet sich ein interessantes Interview mit Fuad Sezgin, das leider nicht ergoogelbar ist. In diesem Interview spricht Sezgin anlässlich einer Museumseröffnung im Topkapi Serail in Istanbul über die von ihm erstellten Modelle der arabisch islamischen Wissenschaftsgeschichte. Am Institut für Geschichte der Arabisch-Islamischen Wissenschaften in Frankfurt kann man 800 dieser Exponate [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der FAZ vom 4.7.2008 findet sich ein interessantes Interview mit Fuad Sezgin, das leider nicht ergoogelbar ist. In diesem Interview spricht Sezgin anlässlich einer Museumseröffnung im Topkapi Serail in Istanbul über die von ihm erstellten Modelle der arabisch islamischen Wissenschaftsgeschichte. Am Institut für Geschichte der Arabisch-Islamischen Wissenschaften in Frankfurt kann man 800 dieser Exponate seit langem auch in Deutschland bewundern. Für alle die den Weg nach Frankfurt scheuen gibt es <a href="http://web.uni-frankfurt.de/fb13/igaiw/museum/museum.html">hier</a> einen virtuellen Rundgang.</p>
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		<title>Der Einbürgerungstest</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 14:12:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin heute auf einen lustig-traurigen Kurzfilm von Güclü Yaman aufmerksam gemacht worden. Im Film geht es um den Einbürgerungstest, den man ablegen muss wenn man deutscher Staatsbürger werden will. Es werden echte Fragen aus dem Test benutzt und darum herum eine Geschichte erzählt. Den Film kann man sich direkt auf der oben verlinkten Seite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin heute auf einen <a href="http://www.der-test-kurzfilm.de/film-trailer.php">lustig-traurigen Kurzfilm</a> von Güclü Yaman aufmerksam gemacht worden. Im Film geht es um den Einbürgerungstest, den man ablegen muss wenn man deutscher Staatsbürger werden will. Es werden echte Fragen aus dem Test benutzt und darum herum eine Geschichte erzählt. Den Film kann man sich direkt auf der oben verlinkten Seite ansehen oder hier (über einen YouTube Link):</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ZGzh1-QNhy4&#038;hl=de"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/ZGzh1-QNhy4&#038;hl=de" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Das Geschäft mit dem Dialog</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jun 2008 13:56:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kurzer Surftipp zu einem sehr auf den Punkt gebrachten Artikel von Farish A. Noor zum interkulturellen/religiösen Dialog und immer wiederkehrenden Widersprüchen: But consider the oddity of it all: When a Muslim walks into Mc Donalds to order a Big Mac, nobody asks him if Islam compels him to do that, or suggests that it is [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurzer Surftipp zu einem sehr auf den Punkt gebrachten Artikel von Farish A. Noor <a href="http://www.othermalaysia.org/content/view/183/52/">zum interkulturellen/religiösen Dialog</a> und immer wiederkehrenden Widersprüchen:</p>
<blockquote><p>But consider the oddity of it all: When a Muslim walks into Mc Donalds to order a Big Mac, nobody asks him if Islam compels him to do that, or suggests that it is the Qur’an that determines his tastes and preferences! Yet when a Muslim protests against American oil companies exploiting the resources of his country, the explanation for this anger and indignation has to be found in Islam somehow.</p></blockquote>
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		<title>Konferenz in Tel Aviv: Juden und Muslime in Deutschland</title>
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		<pubDate>Sun, 25 May 2008 11:42:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über die Mailingliste Abraham-Ibrahim (eine jüdisch-muslimische Diskussions- und Newsliste) bin ich auf eine Konferenz des Minerva Institute for German History an der Universität Tel Aviv aufmerksam geworden. Die Konferenz lief im April 2008 unter dem Titel: &#8220;Jews and Muslims in Germany: Culture, Law and Politics from the Age of Emancipation to the Time of Multiculturalism&#8221;. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über die Mailingliste <a href="http://www.talmud.de/abraham-ibrahim/">Abraham-Ibrahim</a> (eine jüdisch-muslimische Diskussions- und Newsliste) bin ich auf eine Konferenz des <a href="http://www.tau.ac.il/GermanHistory/">Minerva Institute for German History</a> an der Universität Tel Aviv aufmerksam geworden. Die Konferenz lief im April 2008 unter dem Titel: &#8220;Jews and Muslims in Germany: Culture, Law and Politics from the Age of Emancipation to the Time of Multiculturalism&#8221;. Mehr dazu findet man <a href="http://www.tau.ac.il/GermanHistory/events_prev.html">hier</a>. Es ist noch kein Tagungsbericht erschienen, der ist aber anscheinend in der Mache.</p>
<p>Sabine Schiffer von Institut für Medienverantwortung gehörte zu den Teilnehmern der Konferenz mit einem Votrag zum Thema &#8220;The Role of the Media for Muslim and Jewish Interactions&#8221;. Sie hat mittlerweile einen sehr lesenswerten <a href="http://www.z-zukunft.eu/?2008-05,kommentar,013">Bericht</a> über die Konferenz für die Zeitschrift Zukunft verfasst. Aus dem Artikel wird deutlich mit welcher Bandbreite an Themen man sich auf dieser Konferenz beschäftigt hat. Für mich am interessantesten waren die Zwischenergebnisse von Forschungen zu rechtsrelevanten Themen. So berichtet Shai Lavi über den unterschiedlichen Umgang mit dem Schächten:</p>
<blockquote><p>Shai Lavi, Direktor des Taubenschlag Instituts, brachte seine Eindrücke direkt aus Berlin mit, wo er derzeit zum Umgang der deutschen Justiz mit dem Thema &#8220;Rituelles Schlachten&#8221; forscht. Dabei wurde deutlich, dass der Umgang sowohl der Justiz als auch in den öffentlichen Diskussionen in Sachen Schächten sehr unterschiedlich gehandhabt werden. Für Juden wäre es erlaubt, wird aber nicht praktiziert. Für Muslime ist es im Wesentlichen nicht erlaubt, es gibt aber Ausnahmeregelungen. Als konstruiert empfand er den Versuch auf der Website akte-islam.de eine Rechtfertigung für die Ungleichbehandlung bzw. eine andere Sicht auf die beiden Arten rituellen Schlachtens zu werfen, so dass die jüdische als berechtigt, die muslimische als unberechtigt erscheint.
</p></blockquote>
<p>Oder Gila Stopler zum Thema Kopftuch:</p>
<blockquote><p>Gila Stopler von der Ramat Gan Law School ergänzte diesen Beitrag um den konkreten Fall der Gesetzgebung zum Kopftuch und kam zu dem Schluss, dass die deutsche Justiz hier doppelte Standards anwendet, wenn sie Kopftücher in öffentlichen Einrichtungen verbietet, vergleichbare andere religiöse Symbole jedoch nicht. Für alle Teilnehmer überraschend machte sie in Deutschland gleichzeitig einen besonders starken Konservatismus in Sachen Gleichstellung von Mann und Frau aus, indem sie einige Vergleichszahlen anderer europäischer Länder vom Anteil Berufstätiger und von Kinderbetreuungsplätzen etc. nannte. Vor diesem Hintergrund erschien ihr das verstärkte Eintreten für die &#8220;Rechte&#8221; muslimischer Frauen, die sie letztendlich in ihrer Berufsausübung beschränkten, zumindest verdächtig, wenn nicht gar heuchlerisch.
</p></blockquote>
<p>Wäre interessant mehr Material von dieser Konferenz zu bekommen!</p>
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		<title>Mustafa Ceric und die CDU</title>
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		<pubDate>Thu, 15 May 2008 19:49:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Um einen Text des bosnischen Muftis Mustafa Ceric braust ja momentan eine heftige Debatte. Der Text hat den Titel &#8220;The challenge of a single Muslim authority in Europe&#8221; und kann hier als PDF gelesen werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um einen Text des bosnischen Muftis Mustafa Ceric braust ja momentan eine heftige Debatte. Der Text hat den Titel &#8220;The challenge of a single Muslim authority in Europe&#8221; und kann <a href="http://springerlink.com/content/40280g3825750494/fulltext.pdf">hier</a> als PDF gelesen werden.</p>
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		<title>Muslimische Studenten- und Akademikervereinigung gegründet</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Mar 2008 23:18:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt eine interessante Neugründung aus Bonn: den Rat der muslimischen Studenten und Akademiker. Auf der eigenen Seite gibt es noch nicht viele Inhalte aber die Islamische Zeitung zitiert dazu den Sprecher des Rates, Bacem Dziri: Als Ziele und Aufgabenfelder hat sich der neu gegründete Rat in seiner Satzung einiges vorgenommen. Man wolle gemeinsam wissenschaftliche, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt eine interessante Neugründung aus Bonn: <a href="http://www.islamnavigator.de/">den Rat der muslimischen Studenten und Akademiker</a>. Auf der eigenen Seite gibt es noch nicht viele Inhalte aber die <a href="http://www.islamische-zeitung.de/?id=10019">Islamische Zeitung zitiert dazu den Sprecher</a> des Rates, Bacem Dziri:</p>
<blockquote><p> Als Ziele und Aufgabenfelder hat sich der neu gegründete Rat in seiner Satzung einiges vorgenommen. Man wolle gemeinsam wissenschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Themen angehen, und damit auch den muslimischen Dachverbänden Unterstützung von akademischer und intellektueller Seite anbieten.</p></blockquote>
<p>Hört sich interessant an!</p>
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		<title>Körting sieht wenig Zukunft für das Kopftuchgesetz</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Mar 2008 21:31:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hatte ich ganz vergessen zu bloggen… Auf der Islam-Woche, die vor ein paar Wochen in Berlin war, gab es eine Podiumsdiskussion auf der Günter Piening (Beauftragter für Integration und Migration, Die Grünen), Ehrhart Körting (Berliner Innensenator, SPD), Oğuz Üçüncü (Generalsekretär der IGMG) und Amir Zaidan (Direktor des IRPI in Wien) zum Thema &#8220;Wie loyal sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hatte ich ganz vergessen zu bloggen…</p>
<p>Auf der Islam-Woche, die vor ein paar Wochen in Berlin war, gab es eine Podiumsdiskussion auf der Günter Piening (Beauftragter für Integration und Migration, Die Grünen), Ehrhart Körting (Berliner Innensenator, SPD), Oğuz Üçüncü (Generalsekretär der IGMG) und Amir Zaidan (Direktor des IRPI in Wien) zum Thema &#8220;Wie loyal sind Muslime zu unserer Gesellschaft?&#8221; Die war ziemlich interessant und ergebnisreich, zumal man eine solche Konstellation ja nicht alle Tage zu sehen bekommt.</p>
<p><a href="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/03/lebedeinentraum.jpg" title="Lebe deinen Traum"><img src="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/03/lebedeinentraum_1.jpg" alt="lebedeinentraum_1.jpg" title="lebedeinentraum_1.jpg" align="absmiddle" border="0" height="187" width="250" /></a><br />
<span class="bildunterschrift">Quelle: <a href="http://www.flickr.com/photos/fotokurse-berlin/140038289/">Lebe deinen Traum</a> von Maharepa</span></p>
<p>Ehrhart Körting machte zum wiederholten Male optimistische Äußerungen zum Thema Kopftuchgesetz. In Berlin ist es so, dass das Kopftuch und Symbole von anderen Religionen nicht sichtbar im öffentlichen Dienst getragen werden dürfen. Das hört sich zunächst einmal besser an als die Gesetzgebungen in anderen Ländern, in denen das Kopftuch eine gesonderte Position unter den religiösen Symbolen innehat und oft als einziges im Staatsdienst verboten ist. In Berlin bezieht sich das Verbot aber auf den gesamten öffentlichen Dienst und wird zudem noch in den einzelnen Bezirken höchst unterschiedlich ausgelegt. So kann es sein, dass eine Studentin mit Kopftuch im Quartiersmanagment Neukölln keine Chance auf ein Praktikum hat, in Kreuzberg aber schon.</p>
<blockquote><p>„Es ist unerträglich, dass jemand, der kein Kopftuch trägt, beschimpft wird“, sagt Körting. „Und genauso wenig gibt es einen Freibrief, Kopftuchträgerinnen zu diskriminieren.“ Doch diese Erfahrung machen viele unter den 200 000 in Berlin lebenden Muslimen. „Frauen, die Kopftuch tragen, werden oft benachteiligt. Arbeitgeber in der Privatwirtschaft lehnen sie ab, obwohl es eine Religionsfreiheit gibt“, sagt Sabine Kroker-Stille, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Landes Berlin.</p></blockquote>
<p>Ganz zu schweigen von der Signalwirkung des Gesetzes auf andere Bereiche der Wirtschaft, so dass es schon zur Normalität gehört, dass Frauen aufgrund ihres Kopftuches und trotz (teils hervorragender) Qualifikation nicht als Krankenschwestern, Ärztinnen, Kosmetikerinnen, Schneiderinnen, Rechtsanwaltsgehilfinnen oder auch als Küchenhilfe bei <a href="http://www.islam.de/1143.php">MacDonalds</a> arbeiten dürfen.</p>
<p>Umso hoffnungsvoller stimmt wenn heute einer der größten Befürworter der Regelung im Jahr 2003, die Lage <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/;art270,2473093#ted2481586">heute anders</a> bewertet:</p>
<blockquote><p>„Ob es auf Dauer bei einer solchen Regelung bleibt, halte ich für unwahrscheinlich“, sagte Innensenator Ehrhart Körting (SPD).</p></blockquote>
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		<title>Der Koran im Spiegel</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jan 2008 17:22:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neulich kam in der jüdisch-muslimischen Mailinglist, in der auch ich Mitglied bin, die Frage auf, wie andere Mitglieder der Liste den Titelartikel der Spiegelausgabe vom 22.12.2007 &#8220;Der Koran &#8211; das mächtigste Buch der Welt&#8221; sehen. Ich habe mir den Artikel erst daraufhin angeschaut, da ich den Spiegel schon länger nicht mehr lese. An dieser Stelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich kam in der <a href="http://www.talmud.de/abraham-ibrahim/">jüdisch-muslimischen Mailinglist</a>, in der auch ich Mitglied bin, die Frage auf, wie andere Mitglieder der Liste den Titelartikel der Spiegelausgabe vom 22.12.2007 &#8220;Der Koran &#8211; das mächtigste Buch der Welt&#8221; sehen. Ich habe mir den Artikel erst daraufhin angeschaut, da ich den Spiegel schon länger nicht mehr lese. An dieser Stelle veröffentliche ich meine Antwort in etwas abgewandelter Form.</p>
<blockquote><p>Hallo,</p>
<p>ich habe mir den Artikel erst jetzt durchlesen können. Ich muss sagen, dass ich furchtbares erwartet habe, den Titel-Artikel zu stillen Islamisierung Deutschlands noch im Hinterkopf habend. Deshalb war ich erstmal erleichtert, einen eher flachen uninformativen aber nicht so reißerischen Artikel zu lesen. Mittlerweile frage ich mich allerdings ob das nicht viel schlimmer ist. Aber ich gehe mal auf einzelne Kritikpunkte ein, die ich habe, es könnte also etwas länger werden:</p>
<h3>Die Reformer</h3>
<p>Die Reformer, die in dem Artikel vorgestellt werden, sind oft keine. Abu Zayd ist der einzige unter ihnen, auf den diese Beschreibung zutreffen würde. Ich will mich an dieser Stelle nicht kritisch mit seinen Thesen auseinandersetzen, da es zu viel Raum einnehmen würde, dies seinem Werk gerecht werdend und angemessen zu tun. Ich kann dazu nur sagen, dass er sich tatsächlich mit innerislamischem Denken und Diskurs auseinandersetzt und seinen intellektuellen, gelehrten Beitrag dazu leistet. Allerdings vorrangig vor akademischen, nichtmuslimischen Publikum, soweit mir bekannt, was islamischer Reform von innen nicht unbedingt förderlich ist. Nun gut. Diesen Mann aber nun mit Salman Rushdie, Farag Foda oder auch Nahed Selim gleichzusetzen ist einfach nur lächerlich. Die beiden Schriftsteller Rushdie und Foda, sind/waren vielleicht Kritiker usw. aber bestimmt keine Reformer im Sinne eines aus innerem Interesse verfolgten Verbesserungsbestrebens der eigenes Glaubenspraxis und -vorstellungen. Nahed Selim hat, soweit ich weiß nichts weiter getan als ein Buch zu veröffentlichen, dass in der Forderung gipfelt, den Männern den Koran zu nehmen.<sup>1</sup> Als würde das das Problem lösen. Und als würde es stimmen, dass (a) Frauen nie den Koran interpretiert hätten (vgl. für die Neuzeit Zaynab al-Ghazali oder wie ich meine auch Suad Salih, die Leiterin der Scharia Fakultät der Azhar, vgl. für die Vormoderne <a href="http://www.musafira.de/islam/weibliche-islamische-gelehrte/">meinen Artikel zu weiblichen Gelehrten</a>) und dass (b) Frauen aufgrund ihres Frauseins per se zu anderen, gerechteren oder sagen wir es gleich besseren Ergebnissen kommen bei ihrer Interpretation (siehe Beispiele aus der Neuzeit). Am Ende des Artikels wird dann auch noch Atatürk in die Reihe der Islamreformer gestellt.</p>
<p>Das alles wäre ja auch nicht weiter problematisch, wenn nur Abu Zayd und die anderen nicht als die Reformer schlechthin dargestellt würden. Ihnen gegenüber gibt es dann noch nur noch die &#8220;konservativen Gegner&#8221;, die natürlich nicht an Reform interessiert sein sollen. Diese Gegenüberstellung ist nicht nur stark vereinfachend, sie ist auch ganz schlicht falsch. Die muslimische Welt ist seit Jahrhunderten voll von selbsternannten und so bezeichneten Reformern. Die Bandbreite reicht von Abd al-Wahhab, über Afghani, Mohammed Abduh, Huda Sharawi, Hassan al-Banna, Sayyid Qutb, bis hin zu Leuten wie Tariq Ramadan, Amina Wadud, Asma Barlas.<sup>2</sup> Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen mit Leuten, die so unterschiedliche Auffassungen über Islam, Reform und westliche Interessen vertreten, wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Das so platt zu reduzieren auf ein &#8220;Hier die Guten, Da die Blöden&#8221; ist dumpf und fehlinformierend. Übrigens haben die &#8220;konservativen Gelehrten der Azhar&#8221;<sup>3</sup> bestimmt kein Problem mit den Thesen Abu Zayds, weil sie etwas gegen eine zeitgemäße Interpretation des Korans hätten – das tun sie nämlich erklärtermaßen auch, nur anders – wie es in dem Artikel suggeriert wird. Das Problem mit Abu Zayds Thesen ist für die Gelehrten der Azhar (und nebenbei auch für wohl die meisten anderen Gelehrten und Muslime) wohl eher, dass Abu Zayd sagt, dass es sich bei dem Koran um das subjektive Offenbarungserlebnis Muhammads (saws) handelt und eben nicht um wörtliche Offenbarung Gottes an den Propheten, soweit ich ihn verstanden habe.</p>
<p>Der ganzen Artikel wimmelt nur so voller Klischees über &#8220;gute&#8221; und &#8220;schlechte&#8221; Muslime. Ein weiteres Klischee, welches auch immer wieder gerne herangezogen wird, um zu demonstrieren wie sehr man doch in der Lage ist zu differenzieren, ist das Sufitum. Das Sufitum ist dann immer der lockere Islam mit Gegenwartskompatibilität in diesen Zusammenhängen. Zitat Spiegel: &#8221; In der islamischen Variante der Mystik, dem Sufismus, sieht Sorusch ein Potential für die Herausforderungen der Moderne; hier sei der Glaube stets auf der Suche, stets fragend, nie selbstsicher – ein Gegenpol zum autoritären Rechtsislam, wie ihn die Mullahs predigen&#8221;. Schon wieder kann man weiter von der Realitiät nicht entfernt sein. Das &#8220;Sufitum&#8221; ist gar nicht vom so genannten &#8220;Rechtsislam&#8221;<sup>4</sup> trennbar. Verkörpert wird dies durch berühmte Gelehrte, die sowohl einem Sufiorden angehörten als auch hervorragende Rechtsgelehrte waren, z.B. damals (Imam an-Nawawi, al-Ghazali usw.) und heute (Ali Guma, Mufti von Ägypten, einer <em>der</em> Usul ul-Fiqh Gelehrten und &#8220;Sufi&#8221;).</p>
<h3>Übersetzungen aus dem Koran</h3>
<p>Mich haben die verwendeten Übersetzung aus dem Koran in dem Artikel stark verwundert. Ich weiß aber nicht um welche es sich dort handelt. Auffallend ist z. B. wie tendenziös die Spiegel Autoren selbst die Bedeutung des Korans auslegen. Auf Seite 20 wird der 2. Vers der 2. Sure so übersetzt: &#8220;Dies ist das Buch, an dem nicht zu zweifeln ist, geoffenbart als Rechtleitung für die Gottesfürchtigen.“ Die betreffende Stelle (la rayba fih &#8211; in ihm ist kein Zweifel) hat jedoch andere Nuancen (ich würde sogar sagen, dass die Übersetzung aus dem Spiegel irreführend ist). So wird unter dieser Stelle z.B. verstanden, dass in dieser Schrift nichts ist, was zum Zweifel ob ihres göttlichen Ursprungs anregt, oder, dass diese Schrift nicht zweifelhaft ist, oder dass diese Schrift zweifelsfrei eine Rechtleitung ist.<sup>5</sup> Die Übersetzung im Spiegel legt allerdings nahe, dass es verboten sei zu zweifeln oder zu hinterfragen. Es handelt sich bei diesem Satz jedoch aber schon grammatikalisch nicht um ein Ge- oder Verbot sondern um die Feststellung einer Tatsache. Vergleiche auch die (grammatikalisch) gleichen Aussagen &#8220;la ilaha illah Allah – es gibt keine Gottheit außer Allah&#8221; oder &#8220;la ikraha fi ad-din – es gibt keinen Zwang im Glauben&#8221;. Ich vermute diese &#8220;Übersetzung&#8221; soll nur weiter den Eindruck beim Leser untermauern, dass &#8220;strenggläubige&#8221; Muslime schon religionspraktisch gesehen nicht zweifeln (sprich: nachdenken) dürften.</p>
<h3>Koran Definitionen</h3>
<p>Durch den ganzen Artikel hindurch ist mir nicht klargeworden was die Autoren unter &#8220;Koran&#8221; verstehen. Ich denke es ist ihnen selbst auch nicht klar. So ist in dem grünen Infokästchen auf Seite 20 davon die Rede, dass der Koran bis zum Tode des Propheten (saws) nicht als Gesamtwerk existierte. Dies stimmt natürlich nicht, da der Offenbarungsvorgang noch vor dem Ableben des Propheten beendet war, also vollständig war. Nach der traditionellen Darstellung kannte nicht nur Muhammad sondern auch viele seiner Anhänger den kompletten Koran. Er existierte also vollständnig zu seinem Tode. Was bis dahin nicht existierte, ist eine komplette schriftlich fixierte Sammlung aller offenbarten Verse. So eine schriftliche Sammlung nennt man Mushaf und nicht Koran. Das wird auch im arabischen Sprachgebrauch deutlich, der hier klar unterscheidet. Die Redaktion und Sammlung des Mushafs fand tatsächlich erst länger nach dem Tode des Propheten statt. Die verschiedenen Lesarten (richtiger Rezitationsarten), die auch im Artikel angesprochen werden, existieren tatsächlich, was sich manchmal auch im (mit der Zeit immer detaillierter gewordenen) Schriftbild niederschlagen kann. Durch den ganzen Artikel hindurch wird aber durch die nicht erfolgte Differenzierung zwischen Mushaf und Koran der Eindruck erweckt, dass der Koran (a) ein Buch ist, welches (b) teilweise erst nach dem Tod des Propheten entstand und welches (c) von den Muslimen in seiner Buchform (also einem Gegenstand) verehrt wird. Alles schlicht falsch.</p>
<p>Es gibt nicht eine mir bekannte Meinung irgendeines wie auch immer gearteten Theologen innerhalb des Islams, der, wie im Artikel behauptet, das Buch als Gegenstand an sich (Mushaf) mit dem Koran gleichsetzt in punkto &#8220;Heiligkeit&#8221;.<sup>6</sup> Schon gar nicht handelt es sich bei diesem Buch um die Inkarnation (!!) Gottes<sup>7</sup> wie auf Seite 23 mehrfach behauptet. Auch bei dem Koran – also dem offenbarten Wort, das rezitiert wird – handelt es sich nicht um eine Fleischwerdung Gottes. Eine Fleischwerdung<sup>8</sup> oder Buchwerdung kann es nach islamischer Vorstellung über das Wesen Gottes auch gar nicht geben. Kein Muslim, egal welcher Couleur, glaubt so einen Humbug. Auch in Bezug auf die Kaaba (die nicht schwarz ist, auch kein Kubus ist, und immer mal wieder umgebaut wurde) wird im Artikel versucht Muslime als Verehrer von Gegenständen darzustellen. Ich musste an diesen Stellen unweigerlich lächeln, weil diese Vorstellungen so an den Haaren herbei gezogen wirken wenn man sich ein ganz kleines bisschen mit der Glaubenspraxis von Muslimen auskennt.</p>
<p>Die Autoren malen ein Bild vom Koran, wie es Extremisten tun. Als könnte man den Koran von vorne bis hinten lesen und alles wäre klar. So etwas wie eine historische Analyse des sukzessiven Alkoholverbots (Seite 26) – die schon den ersten Muslimen bekannt war, und die in jeder Einführung zum Koran zu finden ist – scheinen die Autoren nicht zu kennen, auch das Einbetten bestimmter Verse in den historischen Kontext – auch eine alte Methode –, wie bei den Versen zu bestimmten Schlachten zur Zeit des Propheten (Seite 26), scheint den Autoren nichts zu sagen. Stattdessen zeichnen sie ein Bild voller Widersprüche und &#8220;geheimnisvoller Stellen&#8221;.</p>
<h3>Verfälschende o. tendenziöse Darstellungen</h3>
<p>In dem Artikel ist mir auch die Darstellung der Offenbarungserlebnisse des Propheten übel aufgestoßen. Gut, jeder kann ja durchaus unterschiedlicher Meinung sein in Bezug auf die Glaubwürdigkeit des Propheten in Bezug auf seine Offenbarungserlebnisse und die Darstellung dieser Erlebnisse in den muslimischen Quellen, das steht ja jedem frei. Jedoch sind diese Quellen die einzigen, die wir haben und aus denen ist mir nichts von einer &#8220;Midlife-Crisis&#8221; (S.25), einem Tuch aus Brokat auf dem der erste Vers stand (S.25), einem Würgen bis fast zum Tode durch den Engel (S.25) bekannt. Vielmehr kenne ich nur die Version, die besagt, dass der Engel den Propheten heftig schüttelte, presste und ihn aufforderte zu rezitieren (nicht lesen), was der Prophet – völlig verstört durch dieses Erlebnis – mehrere Male ablehnte, bis er es dann endlich doch tat. Dies lässt mich natürlich fragen, wie die Autoren auf solcherlei Darstellungen kommen, denn irgendwelche Quellen müssen sie ja benutzt haben.</p>
<h3>Andere Religionen im Koran</h3>
<p>Auf Seite 25 ist die Rede davon, dass Juden und Christen im Koran für die &#8220;Verwässerung biblischer Gebote&#8221; gescholten werden und weil sie &#8220;laxe Gottesdiener&#8221; seien. Hier soll der Eindruck erweckt werden, dass Muslime die strengen, unflexiblen Religiösen wären, wohingegen alle anderen die lockeren, sprich modernen wären. Dies entspricht jedoch nicht den Tatsachen. Die koranische Kritik an den Buchbesitzern (Juden, Sabäer und Christen) zur Zeit des Propheten ist vielmehr die Verfälschung bzw. das wissentliche Zuwiderhandeln der ihnen zuteil gewordenen Offenbarungen, und/oder die schlechte Behandlung und Nicht-Anerkennung nachfolgender Propheten, und/oder das sich an Gottes Stelle zum Bestimmer über Ge- und Verbotenes zu machen, teilweise sogar zum strengeren hin. Diese Kritik lässt sich übrigens auch problemlos als Warnung an die damaligen (und um vieles mehr die heutigen) Muslime verstehen. Interessant ist an dieser Stelle auch zu bemerken, dass es unter Muslimen die sehr populäre Auffassung gibt, Gott hätte es ihnen mit dem Islam leicht gemacht im Gegensatz zu anderen Glaubensgemeinschaften, auch in Bezug auf die islamische Glaubenspraxis und, dass Gott eben nicht von ihnen möchte, dass sie es sich durch eine besonders &#8220;strenge&#8221; Auslegung schwer machen.<sup>9</sup></p>
<p>Ich will mal hier aufhören, aber meine Kritik an dem Artikel könnte ich problemlos fortsetzen (die völlig ahistorische Darstellung der mu&#8217;atzilitischen Position und &#8220;Herrschaftsphase&#8221; z.B.). Aber ich sehe, dass es schon lang genug geworden ist und bedanke mich bei denen, die es bis hierher geschafft haben. Würde mich mal interessieren, wie andere den Artikel aufgenommen haben.</p>
<p>Liebe Grüße und alles Gute, wassalam,</p>
<p>Kathrin</p></blockquote>
<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/69d1dc8b43a642e9bab202b2bd41f8c6" width="1" height="1" alt=""></p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_164" class="footnote">Ich muss allerdings zugeben, das Buch nur aus Rezensionen zu kennen. Werde es mir beizeiten einmal selber zu Gemüte führen und meine Gedanken dazu hier veröffentlichen.</li><li id="footnote_1_164" class="footnote">Tut mir leid, ich bin etwas ägyptenzentriert in meiner Wahrnehmung der muslimischen Welt.</li><li id="footnote_2_164" class="footnote">Hier wird vermittelt, dass es sich bei diesen zumeist um blinde Tattergreise handeln würde, die sich Tag ein Tag aus im Moscheevorhof aufhalten würden. Das die Azhar eine Rieseninstitution ist, an der tatsächlich akademische Titel verliehen, internationale Konferenzen abgehalten und interne Diskussionen geführt werden, scheint wenig zu interessieren.</li><li id="footnote_3_164" class="footnote">auch wieder so ein Begriff der für mich in Bezug auf den Islam wenig Sinn macht, aber auch das sollte ich lieber an anderer Stelle ausführen.</li><li id="footnote_4_164" class="footnote">Abdel Haleem, <em>The Qur&#8217;an – A new Translation</em>, Oxford World&#8217;s Classics, 2004, Oxford University Press, S. 4, Fußnote b.</li><li id="footnote_5_164" class="footnote">Dies ist auch so ein Begriff mit dem ich islamisch-theologisch nichts anfangen kann.</li><li id="footnote_6_164" class="footnote">Im Gegenteil, man würde bei einem solchen Glauben den wichtigsten Glaubensartikel im Islam, die Einheit Gottes, über den Haufen werfen.</li><li id="footnote_7_164" class="footnote">Die Autoren verwenden tatsächlich diesen Begriff (Inkarnation), meinten aber vielleicht Inlibration, also Buchwerdung Gottes.</li><li id="footnote_8_164" class="footnote">Auch die Verwendung des Begriffes &#8220;Ungläubige&#8221; im Artikel ist merkwürdig, gibt es einen solchen Begriff doch im Koran überhaupt nicht. Das oft dafür gehaltene Wort &#8220;Kafir&#8221; bezeichnet jemanden, der die Botschaft des Islams bewusst nicht annehmen will. Dass eine solche Person dabei durchaus gläubig sein kann, versteht sich eigentlich fast von selbst.</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Leserbrief zum Spiegelinterview mit Günter Wallraff</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Dec 2007 10:56:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkommentar]]></category>
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		<category><![CDATA[Finanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[günter wallraff]]></category>
		<category><![CDATA[Integrationsarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Irmgard Pinn]]></category>
		<category><![CDATA[Kopftuchverbot]]></category>
		<category><![CDATA[Leserbrief]]></category>
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		<description><![CDATA[Günter Wallraff gab dem Spiegel am 1. Dezember ein Interview. Hier ein gelungener Leserbrief dazu von Irmgard Pinn: Leserinnenbrief an den SPIEGEL Sehr geehrte Damen und Herren vor langer Zeit hat sich Günter Wallraff mit sozialkritischen Reportagen &#8211; vor allem als &#8220;Kumpel Ali&#8221; &#8211; auch unter muslimischen &#8220;Gastarbeitern&#8221; das Image eines Kämpfers für Gerechtigkeit und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Günter Wallraff gab dem Spiegel am 1. Dezember ein <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,520751,00.html">Interview</a>. Hier ein gelungener Leserbrief dazu von Irmgard Pinn:</p>
<blockquote><p>Leserinnenbrief an den SPIEGEL</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren</p>
<p>vor langer Zeit hat sich Günter Wallraff mit sozialkritischen Reportagen &#8211; vor allem als &#8220;Kumpel Ali&#8221; &#8211; auch unter muslimischen &#8220;Gastarbeitern&#8221; das Image eines Kämpfers für Gerechtigkeit und für ein auf gegenseitigem Respekt basierendes Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft erworben. Dagegen offenbart er mit seinen gegenwärtigen Äusserungen und Aktivitäten eine gesellschaftspolitische Einstellung, welche von der eifernder Kulturkämpfer gegen eine &#8220;Islamisierung&#8221; Deutschlands/ Europas nicht weit entfernt ist, so z.B. mit der Behauptung, dass das Kopftuch (als Ausdruck einer islamisch geprägten Lebensweise) die freie Entwicklung und die Integration muslimischer Frauen und Mädchen in die deutsche Gesellschaft blockiert. Abgesehen davon, dass Wallraff &#8211; wie seine neuen Verbündeten vom &#8220;Zentralrat der Ex-Muslime&#8221;- religiös orientierte Musliminnen schlichtweg entmündigt, indem er ihre freie Entscheidung für eine Integration als Muslima mit Kopftuch nicht einmal hypothetisch in Erwägung zieht, fehlt seinen Behauptungen über die schädlichen Folgen des Kopftuchtragens für muslimische Schülerinnen jegliche empirische Fundierung.</p>
<p>Das Kopftuch an sich hindert kein Mädchen, keine Frau daran, Abitur zu machen, zu studieren, Lehrerin, Wissenschaftlerin, Journalistin, Rennfahrerin, Managerin oder was auch immer zu werden. Es hindert sie auch nicht daran, Sport zu treiben, zu reisen oder sich politisch zu engagieren. So steht es auch dem Schwimmenlernen oder der Teilnahme an Klassenfahrten nicht im Wege, wie sich hundertfach an Beispielen aus der Türkei, arabischen Ländern und selbst aus dem Iran belegen lässt. Wenn muslimische Mädchen und Frauen sozial und rechtlich benachteiligt werden, sei es in der Familie, sei es von Staats wegen, so hat das andere Gründe. Es wäre daher sehr zu begrüssen, wenn die selbsternannten Anwälte und Anwältinnen muslimischer Mädchen sich diesen Ursachen zuwenden würden, statt mit Polemiken und teilweise sogar grundgesetzwidrigen Forderungen (nach staatlichen Kleiderordnungen!) das in Deutschland ohnehin zunehmend islamfeindliche Klima weiter aufzuheizen. Und von den Medien erwarte ich, dass sie über kulturkämpferische Veranstaltungen wie die Kölner &#8220;Kritische Islamkonferenz&#8221; am 1. Dezember mit professioneller Kompetenz und Distanz berichten, statt den Protagonisten &#8211; wie hier im SPIEGEL &#8211; auch noch ein Forum für ihre haltlosen Behauptungen und Forderungen zu bieten.</p>
<p>Das gilt schliesslich in ganz besonderer Weise auch für Wallraffs Behauptung, muslimische Vereine und Verbände würden vom Staat wesentlich stärker finanziell gefördert als die säkularen Migrantenorganisationen &#8211; und als Beleg dafür das Gerede türkischer Aleviten anführt. Wann sonst hätte er, der bekannt ist für seine akribischen Recherchen, so etwas als beweiskräftig gelten lassen? Beim Thema &#8220;Islam&#8221; jedoch lässt er sich &#8211; nicht anders als Stammtischbrüder und rechte Populisten &#8211; bereitwillig von eigenen Vorurteilen und windigen Geschichten leiten, die ihm von &#8220;guten&#8221;, d.h. nach leitkulturellen Kriterien integrierten, laizistischen Migranten erzählt werden.</p>
<p>Die meisten Moscheegemeinden und islamischen Verbände möchten liebend gerne auf Unterstützung aus dem Ausland verzichten. Viele existieren bereits ausschliesslich von Spendengeldern ihrer Mitglieder, was allerdings angesichts der Sozialstruktur der muslimischen Community (viele Geringverdiener und Arbeitslose) einerseits und dem Fehlen von staatlich transferierten Steuereinnahmen und Zuschüssen andererseits sehr schwierig ist. Und während seitens der muslimischen Community und besonders aus der deutschen Gesellschaft immer mehr Anforderungen gestellt werden &#8211; Sozialarbeit, Integrationsförderung, Beteiligung am interkulturellen Dialog und Massnahmen der Kriminalitätsprävention etc. -, ist das, was islamische Vereine dafür aus öffentlichen Mitteln erhalten, gemessen am Gesamtvolumen nicht der Rede wert. Wo sind denn die vom Staat geförderten islamischen Kindergärten, Jugendclubs, Beratungsstellen, Akademien usw.? Möge Herr Wallraff doch einmal versuchen, für eine islamische Bildungsveranstaltung auch nur einen öffentlichen Zuschuss von tausend Euro aufzutreiben!</p>
<p>Mit freundlichen Grüssen</p>
<p>Irmgard Pinn</p></blockquote>
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		<title>Touristen gegen Menschenrechtsverletzungen</title>
		<link>http://www.musafira.de/2007/08/16/109/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Aug 2007 18:28:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Günter Nooke]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine tolle Idee hat der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung im Auswärtigen Amt, Günter Nooke von der CDU, vorgestern im Kampf zur Verteidigung der Menschenrechte in aller Welt verlautbart: Nun sollen deutsche Touristen in ihrem Lieblingsferienziel offensiv gegen Menschenrechtsverletzungen eintreten, denn – so Nooke – „Gerade die außereuropäischen Hauptreiseziele der Deutschen führen in Länder mit katastrophaler Menschenrechtsbilanz.&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine tolle Idee hat der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung im Auswärtigen Amt, Günter Nooke von der CDU, vorgestern im <a href="http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Menschenrechte;art1117,2357800" target="_blank" rel="external">Kampf zur Verteidigung der Menschenrechte in aller Welt</a> verlautbart: Nun sollen deutsche Touristen in ihrem Lieblingsferienziel offensiv gegen Menschenrechtsverletzungen eintreten, denn – so Nooke – „<em>Gerade die außereuropäischen Hauptreiseziele der Deutschen führen in Länder mit katastrophaler Menschenrechtsbilanz</em>.&#8221;  Touristen sollen dies tun, indem sie Passanten ansprechen (selbst in <a href="http://www.welt.de/politik/article1105466/Deutsche_Urlauber_sollen_fuer_Menschenrechte_eintreten.html?page=2#article_readcomments" target="_blank" rel="external">China sei das auch in Englisch</a> möglich, was ja der deutsche Tourist bekanntlich einwandfrei beherrscht!) und &#8220;<em>nach ihrer persönlichen Situation und Einschränkungen ihrer Freiheit</em>&#8221; befragen. Auch Reiseführer und -prospekte solle man auf ihre oft zu beschönigende Darstellung der Realität in den Urlaubsländern kritisch hinweisen.</p>
<blockquote><p>Nooke berichtete von religiösen Verfolgungen in Ägypten, von Polizeiwillkür in Thailand und der Misshandlung von Arbeitsmigranten in der Dominikanischen Republik.</p></blockquote>
<p>Ich versuche mir grade vorzustellen, wie glaubwürdig ein Tourist rüberkommt, der solche Dinge mit Einheimischen diskutiert, während er sich grade als Sextourist betätigt, von Kindern hergestellte Souvenirs einkauft etc. Viel sinnvoller wäre es doch, mal die eigenen Politiker dazu aufzufordern, die Menschenrechtsverletzungen internationaler Politik- und Handelspartner (und nicht nur die zitierten &#8220;außereuropäischen&#8221;) anzuprangern. Die handeln nämlich so, als wüssten sie von nichts…<br />
<img src="/wp-content/uploads/2007/11/3monkeys.jpg" alt="3monkeys.jpg" /><br />
<span style="font-size: 8px">Bildnachweis: </span><span style="font-size: 8px"><a href="http://www.flickr.com/photos/fukagawa/347638513/" rel="self">3Monkeys</a></span><span style="font-size: 8px"> von </span><span style="font-size: 8px"><a href="http://www.flickr.com/photos/fukagawa/" rel="self">d&#8217;n'c</a></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Witwe eines &#8220;Märtyrers&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Aug 2007 16:54:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Hasina Patel ist die Witwe eines der Selbstmordattentäter vom 7.7.2005. Sie hat vor kurzem erstmals ein öffentliches Interview gegeben und erzählt darin, was in ihr und ihrer Familie während und durch das Attentat ihres Ehemannes vorging. Das Interview kann man unter diesem Link bei Sky-News anschauen. Gefunden bei Sunnisisters.com]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hasina Patel ist die Witwe eines der Selbstmordattentäter vom 7.7.2005. Sie hat vor kurzem <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/:Londoner-U-Bahn-Bomber-Sie/593989.html" rel="self">erstmals ein öffentliches Interview</a> gegeben und erzählt darin, was in ihr und ihrer Familie während und durch das Attentat ihres Ehemannes vorging. Das Interview kann man unter diesem <a href="http://news.sky.com/skynews/article/0,,30100-1277316,00.html?f=rss" rel="self">Link bei Sky-News anschauen</a>.</p>
<p>Gefunden bei <a href="http://www.sunnisisters.com/?p=2507" target="_blank" rel="external">Sunnisisters.com</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Peinlich hoch zehn</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jun 2007 19:57:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Islamismus]]></category>
		<category><![CDATA[Pakistan]]></category>
		<category><![CDATA[Salman Rushdie]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit zunehmender Depression verfolge ich die Nachrichten rund um den Ritterschlag Salman Rushdies. Einerseits kann man die hiesige Berichterstattung nicht kritisch genug betrachten – wie auch mXP auf dem Watchblog deutlich macht –, andererseits geben manche Akteure in der muslimischen Welt allen Anlass zur Sorge und Entrüstung. So zum Beispiel der Vorsitzende des pakistanischen Ulema-Rats, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit zunehmender Depression verfolge ich die Nachrichten rund um den Ritterschlag Salman Rushdies. Einerseits kann man die hiesige Berichterstattung nicht kritisch genug betrachten – wie auch <a href="http://watchblogislamophobie.wordpress.com/2007/06/21/doppelt-reflexive-emporungsmechanismen-einwurf-zu-den-rushdie-protesten/trackback/" rel="self">mXP auf dem Watchblog</a> deutlich macht –, andererseits geben manche Akteure in der muslimischen Welt allen Anlass zur Sorge und Entrüstung. So zum Beispiel der Vorsitzende des pakistanischen Ulema-Rats, <a href="http://www.netzeitung.de/ausland/678396.html" rel="self">Allama Tahir Ashrafi</a>, der jetzt aus Trotz Osama bin Ladin den Titel &#8220;Schwert des Islam&#8221; verleihen will:</p>
<blockquote><p>Aus Wut über den Ritterschlag für Rushdie wollen radikale pakistanische Geistliche den Chef des Terrornetzwerks Al Qaeda, Osama bin Laden, den Titel «Saifullah» (Schwert Gottes) verleihen. «Wenn die Briten Rushdie zum Ritter machen können, dann haben auch wir das Recht, unsere Führer und Helden auszuzeichnen», sagte der Vorsitzende des pakistanischen Ulema-Rats, Allama Tahir Ashrafi, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AP.</p></blockquote>
<p>Gehts noch? Dieser Reaktionismus ist wirklich nicht zum Aushalten. Wozu regt man sich eigentlich auf? Wenn der Westen doch eh so doof ist, dann kann es einem doch auch egal sein, wer von ihm als was ausgezeichnet wird. Außerdem ist es doch auch nicht so, dass Salman Rushdie erst kürzlich wieder aus der Versenkung hervorgekommen wäre (der Mann ist mittlerweile so oft ausgezeichnet worden, da kommt man gar nicht mehr mit), so dass man das in der muslimischen Welt jetzt mit großem Geschrei kommentieren müsste. Aber wahrscheinlich sind es auch dieses Mal nur kleine Gruppierungen, die sich dafür um so lauter zu Wort melden und unverhältnismäßige Beachtung westlicher Medien bekommen. Dieser Pakistanische Ulema Rat scheint dann auch wohl nicht allzu bekannt zu sein, denn der pakistanische <a href="http://www.iht.com/articles/ap/2007/06/21/asia/AS-GEN-Pakistan-Osama-Award.php" rel="self">Religionsminister ist nicht bekannt mit ihm</a>:</p>
<blockquote><p>Ashrafi, who has campaigned for the release of jailed Islamic militants, said his group represented over 3,000 clerics.However, Religious Affairs Minister Mohammed Ijaz ul-Haq said he was not familiar with it.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Korruption</title>
		<link>http://www.musafira.de/2007/06/10/korruption/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Jun 2007 15:32:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[dritte welt]]></category>
		<category><![CDATA[Eurozentrismus]]></category>
		<category><![CDATA[Karlheinz Böhm]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der Seite des Deutschlandfunk findet sich ein Interview mit Karlheinz Böhm, in dem dieser eine erfrischend andere und vor allen Dingen originäre Sichtweise auf aktuell diskutierte Themen rund um den G8 Gipfel artikuliert. Korruption ist in vielen afrikanischen Ländern ein alltäglich erfahrbares Phänomen. Allein deshalb geht man automatisch davon aus, dass es sich auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Seite des Deutschlandfunk findet sich ein <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/634030/" target="_blank" rel="external">Interview mit Karlheinz Böhm</a>, in dem dieser eine erfrischend andere und vor allen Dingen originäre Sichtweise auf aktuell diskutierte Themen rund um den G8 Gipfel artikuliert.</p>
<p>Korruption ist in vielen afrikanischen Ländern ein alltäglich erfahrbares Phänomen. Allein deshalb geht man automatisch davon aus, dass es sich auf diese Länder beschränkt, wir also in unserem rechtsstaatlichen Westen damit nichts zu tun hätten – sämtliche Korruptionsskandale der letzten Jahre in Wirtschafts- und Politikerkreisen ignorierend. Böhm findet dies verlogen:</p>
<blockquote><p>Schauen Sie, wenn ich das Wort Korruption höre, muss ich manchmal geradezu, wenn Sie mir das Wort verzeihen, lachen. Denn wenn ich mich erinnere, in den letzten paar Jahren, ganz wenige Jahre, da brauche ich gar nicht so lange zurückzudenken, gab es in Europa unter anderem in meiner Heimat Österreich, wie auch in Deutschland, wie auch in anderen Staaten Europas, es gab Korruptionsskandale, die in Nummern gegangen sind, in Zahlen, womit das, was in Afrika passiert, geradezu lächerlich erscheint. Das heißt, das sind riesige Korruptionsskandale, die meistens auf Individuen beruhen, die dann mit Milliarden und Abermilliarden irgendwelche schrecklichen Dinge machen und man sich jetzt überlegt, wie man sie vor Gericht stellen soll et cetera. Das zu vergleichen mit dem, was man hier Korruption nennt in Afrika, das finde ich höhnisch und zynisch, anders kann ich es nicht sagen.</p></blockquote>
<p>Wie eng wirtschaftliche Probleme in der &#8220;3. Welt&#8221; verknüpft sind mit unserem eigenen Wirtschaftssystem, braucht eigentlich nicht extra erwähnt zu werden. Dennoch veranschaulicht Böhm dies sehr gut:</p>
<blockquote><p>Das Problem Wirtschaft, das muss ich deswegen erwähnen, weil wenn ich denke, was wir für einen Kilo Kaffee in Österreich oder Deutschland zum Beispiel bezahlen und was hier ein Kaffeebauer verdient im Monat mit einem Durchschnittseinkommen für seine ganze Familie von etwa 25 Euro, und wenn man sieht, dass da noch immer kolonialistisches Denken ist, gerade was den Handel betrifft, es müsste langsam Schritt für Schritt nicht nur ein wirklich freier und gerechter Handel entstehen. Sondern es müsste auch etwas entstehen, dass man das Interesse hat, das, was man ein halbes Jahrtausend verhindert hat, halt zu unterstützen, so gut es geht. Nämlich, das was zum Beispiel &#8220;Menschen für Menschen&#8221; versucht jetzt seit 25 Jahren, den Menschen die Möglichkeit zu geben, sich selber so zu entwickeln, dass sie Partner von uns werden können.</p></blockquote>
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		<title>Islamkritik a la Giordano</title>
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		<pubDate>Mon, 28 May 2007 12:03:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Moschee Köln]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist wirklich faszinierend, dem Herrn Giordano bei seiner persönlichen Dauerschlammschlacht zuzusehen. Er richtete seine Argumentation zuerst gegen die Kölner Moschee, dann gegen von ihm als &#8220;menschliche Pinguine&#8221; verunglimpfte bedeckte muslimische Frauen, um sich kurz danach zum Retter aller muslimischer Frauen, die zu allen Zeiten und überall vom Islam unterdrückt wurden, aufzuschwingen. Gestern legte Giordano [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist wirklich faszinierend, dem Herrn Giordano bei seiner persönlichen Dauerschlammschlacht zuzusehen. Er richtete seine Argumentation zuerst gegen die <a href="http://www.koeln.de/artikel/Koeln/Ralph-Giordano-spricht-sich-gegen-Moschee-Bau-aus-35387-1.html" target="_blank" rel="external">Kölner Moschee</a>, dann gegen von ihm als &#8220;<a href="http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/kultur/mehr_kultur/441406" target="_blank" rel="external">menschliche Pinguine</a>&#8221; verunglimpfte bedeckte muslimische Frauen, um sich kurz danach zum Retter aller <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/627848/" target="_blank" rel="external">muslimischer Frauen, die zu allen Zeiten und überall vom Islam unterdrückt</a> wurden, aufzuschwingen. Gestern legte Giordano nochmal nach und lehnte eine Einladung Lale Akgüns zu einer Diskussionsveranstaltung in einem &#8220;türkisch geprägten Viertel&#8221; in Köln mit der Begründung ab, dass er es seinen &#8220;<a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1180249233520.shtml" target="_blank" rel="external">potentiellen Killern</a>&#8221; so einfach nun doch nicht machen wolle.</p>
<p>Mal davon abgesehen, dass ich seine Vorgehensweise für äußerst unseriös halte, eignet sich seine unbeschwert-direkte Argumentation hervorragend für eine Darstellung der gängigsten Methoden selbst ernannter Islamkritiker bei der Konstruktion einer Gefahr durch <em>den</em> Islam. Ein paar davon will ich anhand einiger Zitate aus oben verlinkten Artikel beschreiben.</p>
<p><strong>Die Meinungsfreiheits-Keule<br />
</strong><br />
Kaum kommt die leiseste Kritik am eigenen Standpunkt auf, spielt man sich als Verfechter der Meinungsfreiheit auf und tut so als würde einem der Mund verboten.</p>
<blockquote><p>Giordano: […] Ich erinnere mich an ein Erlebnis, das ich hatte vor ungefähr drei Wochen. Morgens beim Frühstück im Hotel kommt da eine Frau rein, die von oben bis unten verhüllt ist. Frau Kollegin ich sage Ihnen, es hat mich erschreckt und hat mich verletzt, was ich da gesehen habe. Das ist ein Anblick, der mich stört. Ich rede hier nicht von Verboten; ich will das nur sagen dürfen.</p></blockquote>
<p>Dumm nur, wenn der Gesprächspartner darauf nicht reinfällt:</p>
<blockquote><p>Durak: Das dürfen Sie doch, Herr Giordano. Niemand hindert Sie daran, dies zu tun. Im Gegenteil: Sie können weiter darüber sprechen. Das ist doch nicht das Problem. […]</p></blockquote>
<p>Dann muss schnell der nächste rethorische Kunstgriff angewendet werden:</p>
<p><strong>Die Etablierung eines Bedrohungsszenarios<br />
</strong><br />
Man dreht den Spieß schnell um: nicht der Islamkritiker ist der Angreifer – Nein – er ist selbst ein Opfer:</p>
<blockquote><p>Giordano: Es ist ein ästhetisches Problem. Ich denke es ist ein soziales Problem. Es ist ein politisches Problem.* Natürlich! Diese ganze Verhüllungsphilosophie im Islam ist etwas, was mich stört. Und wenn Sie sagen ich kann es sagen? Ja, ich kann es sagen, Gott sei Dank richtig, weil wir hier in einer Gesellschaft leben, einer demokratischen Republik, einem demokratischen Verfassungsstaat, wo das möglich ist. Aber fragen Sie mich nicht, welche Reaktionen es darauf gibt.</p></blockquote>
<p>Die Drohungen, natürlich. Wenn es die nicht geben würde, müsste man sie glatt erfinden. Es wäre sonst einfach zu schwer, die nun gefestigte Rolle des Opfers weiterhin glaubwürdig zu geben. Außerdem fungiert das Bedrohungsszenario auch sehr gut, um sich unliebsame Diskussionen zu ersparen, in denen die Schwäche der eigenen Argumentation entlarvt werden könnte.</p>
<blockquote><p>Die SPD-Islambeauftragte und Bundestagsabgeordnete Lale Akgün lud Giordano daraufhin zu einer Diskussion über die Moschee und die Integration von Muslimen ein. &#8220;Die öffentliche Diskussion könnten wir in einem Kölner Café abhalten, ruhig in einem türkisch geprägten Viertel der Stadt&#8221;, schrieb sie. Giordano lehnte dies jedoch am Samstag ab und verwies auf Morddrohungen, die er von radikalen Muslimen erhalten habe: &#8220;Ich gestehe, dass mir ein wenig unheimlich wurde, als ich Ihren Vorschlag zur Kenntnis nahm&#8221;, antwortete er in einem Schreiben. &#8220;So leicht möchte ich es meinen potenziellen Killern nun doch nicht machen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Nochmal langsam: Giordano <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1179985913540.shtml" target="_blank" rel="external">bekam Morddrohungen</a> und hat jetzt natürlich Angst ermordet zu werden. Er &#8220;überlegt&#8221; sogar Strafanzeige gegen Unbekannt zu stellen. Also ich würde da ja nicht lange überlegen… Aber wie auch immer, unheimlich wurde ihm also, als er von Lale Akgün eine Einladung zu einer öffentlichen Diskussion bekam. Wird Herr Giordano nun sämtliche Öffentlichkeit meiden? Oder nur die in &#8220;türkisch geprägten Vierteln&#8221;, weil dort mehr seiner &#8220;potentiellen Killer&#8221; unterwegs sind? Oder macht er es in Zukunft wie andere Islamkritiker und erscheint nur noch demonstrativ mit Bodyguards?<br />
Das wichtigste ist jedoch, dass man auf diese Weise schon wieder zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen hat: die Etablierung einer diffusen allpräsenten Gefahr und eine Rechtfertigung für…</p>
<p><strong>Die bewusste Realitätsverweigerung<br />
</strong><br />
Man muss sich dann nämlich nicht mit seinen Kritikern und schon gar nicht mit Muslimen an einen Tisch setzen bzw. sich deren Kritik in einer zivilen Diskussion aussetzen. Außerdem muss man sich nun auch nicht der für den Islamkritiker quälenden Vorstellung stellen, dass Muslime oder seine Kritiker doch nicht alle gleich sind und eventuell ihre Kritik auch vernünftig oder gar berechtigt äußern könnten.</p>
<p><strong>Die &#8220;ich kenne Muslime und die denken auch so wie ich&#8221; Taktik<br />
</strong><br />
Eine weitere Methode, die eigene Position zu legitimieren, ist sich selbst als Opfer darzustellen oder sich mit den (vermeintlichen) Opfern zu solidarisieren. Im Falle der unterdrückten muslimischen Frau kann Giordano schlecht die Rolle des Opfers einnehmen, aber – wie passend – er kennt ja welche, für deren Rechte er eintritt:</p>
<blockquote><p>Durak: Das dürfen Sie sagen. Wir leben in Deutschland. Deshalb können wir auch weiter öffentlich darüber sprechen. Haben Sie denn mit Frauen schon darüber gesprochen, die so verhüllt sind?</p></blockquote>
<blockquote><p>Giordano: Ich habe mit vielen Musliminnen und Muslimen gesprochen. Ich bin ja nicht von gestern. Wo ich mich da hineingewagt habe, das ist ja etwas, wovon man auch Kenntnis haben muss. Ich habe vor allen Dingen mit Türkinnen gesprochen, die wissen was es bedeutet hat und bedeutet, Frau in der islamischen Gesellschaft zu sein, auch hier in Deutschland, nicht nur in islamischen Originalländern. Ich will hier keine Namen nennen, um denen kein Ungemach zu bereiten, aber es sind Türkinnen selbst, die keinen Zweifel daran gelassen haben, was es bedeutet, Frau in der islamischen Gesellschaft zu sein.</p></blockquote>
<p>Oder doch nicht? Giordano beantwortet die kluge Frage des/der Reporters/Reporterin ja gar nicht, denn er hat eben nicht mit einer verhüllten Frau darüber gesprochen, dass er ein ästhetisches Problem mit ihrer Kleidung hat oder gar, was es bedeutet eine Frau in der islamischen Gesellschaft zu sein. Das würde auch eventuell seine Sicht der Dinge ändern und das wäre ja unerwünscht. Stattdessen redet er lieber mit Leuten, die seine Sichtweise bestätigen, deren Namen er hier lieber nicht nennen will. Sehr wahrscheinlich weil wir sie eh schon kennen…</p>
<p><strong>Sich das wehrlose Opfer suchen</strong></p>
<p>Die muslimische Frau eignet sich in der öffentlichen Diskussion besonders gut zur Instrumentalisierung. Man interessiert sich ja gar nicht wirklich für sie – sonst würde man ja auch mal mit ihr reden – sondern benötigt sie nur als Argumentationsmittel. Die muslimische Frau bietet hierfür den perfekten Schauplatz, da sie stumm und unsichtbar ist. Dies ist aber nicht etwa so, weil es keine Frauen gäbe, die in der Lage wären sich und ihre Vorstellung von Selbstbestimmung, Karriere, Familie oder gesellschaftlicher Teilhabe intelligent und selbstbewusst zu artikulieren. Sie werden nur konsequent von allen Seiten und auf allen Ebenen marginalisiert. Aber genau dieser Umstand ermöglicht es so genannten Islamkritikern erst, ihre &#8220;Kritik&#8221; unwidersprochen zu äußern, weswegen sie ja auch nicht wirklich etwas dagegen unternehmen – ja sogar noch gegen die Beteiligung dieser Frauen an der öffentlichen Diskussion argumentieren.</p>
<p><strong>So tun als spräche man für eine Mehrheit</strong></p>
<p>Diese Mehrheit traut sich aber nicht, sich zu artikulieren. Sei es nun die Mehrheit der liberalen aufgeklärten Muslime hier in Deutschland, die Angst vor den Drohungen der radikalen Vereinsmuslime hat oder die Mehrheit der Deutschen, die Angst davor hat als Nazis abgestempelt zu werden und auch von den radikalen Muslimen bedroht wird. Deshalb sprechen dann andere – die Mutigen – für sie.</p>
<blockquote><p>Giordano: Die Reaktionen, die ich bekommen habe auf meinen Vorstoß, lassen überhaupt nicht den geringsten Zweifel daran, dass die Mehrheit diesen Bau ablehnt. Und die Politiker haben so getan, als wenn das gar keine Bedeutung hat. Ich denke sie haben sie nicht gefragt, weil sie die Antwort wussten, nämlich dass die Bevölkerung damit nicht einverstanden ist, und nicht aus rassistischen und neonazistischen, rechtsextremistischen Gründen. Die Leute, die mich erreichen: Sie müssen mal die Empörung hören, wenn sie sich darüber erregen, dass sie in diese rechte Ecke gestellt werden. Und das schrecklichste bei der ganzen Sache ist: Sie sind der Meinung, der Bau ist falsch, wagen es aber nicht zu sagen, weil sie eben fürchten, entweder in diese rechte Ecke gestellt zu werden oder bedroht zu werden.</p></blockquote>
<p>Also die Mehrheit der Leute, die auf Giordano zukommen sind gegen diese Moschee. Wundert mich nicht, da Giordano ja mit Kritikern gleich gar nichts zu tun haben will. Aber dann direkt davon auszugehen, dass gleich die ganze Bevölkerung gegen den Bau ist… Schon etwas vermessen.</p>
<p><strong>Unwahrheiten als wahr darstellen</strong></p>
<p>Das einfachste Mittel ist das Aufstellen von Unwahrheiten. Man kann solche Dinge natürlich sagen, so oft man will, nur werden sie dadurch nicht wahrer.</p>
<blockquote><p>Giordano: Und ich sage noch was, und ich mache mir damit keine Freunde. Nirgendwo wird die Würde der Frau so verletzt wie in der islamischen Gesellschaft. Die Geschichte des Islam ist eine einzige Entwürdigung der Frau und das bis zur Stunde. Und ich will das sagen dürfen, auch wenn es radikalen Muslimen nicht gefällt.</p></blockquote>
<p>Diese Behauptung dürfte wohl auch Historikern, Soziologen etc. nicht gefallen (einfach weil sie falsch ist), ob diese allerdings alle radikale Muslime sind, bezweifle ich.</p>
<p><strong>Die Lösung des Problems offen lassen</strong></p>
<p>Der Islamkritiker thematisiert ein Problem. Im Falle von Giordanos Äußerungen der letzten Woche sind das vor allen Dingen verhüllte Frauen, große Moscheen, die gescheiterte Integration und der Islam an sich.Gut, nun wissen wir worin Giordano das Problem sieht. Worin sieht er wohl eine Lösung?</p>
<blockquote><p>Giordano: Das ist auch solch eine Fangfrage. Wer Verbote fordert, ist gleich von Vornherein im Unrecht. Ich sage dazu nur eines: Ich will auf deutschen Straßen keine Burka-Trägerinnen und Shado-Verhüllten sehen.</p></blockquote>
<p>Er fordert kein Verbot, will aber auf deutschen Straßen keine Chador-Trägerin sehen. Wie schafft man das denn ohne Verbote? Ein Kennzeichen der Islamkritiker ist, dass sie Lösungsvorschläge – also den dreckigen Teil der Arbeit – anderen überlassen. Diese Lösungen werden dann von Leuten wie Ulfkotte und Co. in einem Forderungskatalog wie folgt artikuliert: Änderung des Grundgesetzes (Religionsfreiheit) in Bezug auf den Islam oder auch ein Zuwanderungsmoratorium für Muslime. Wie das wohl weitergeht…</p>
<p>* Einfach genial diese Irrationalität: aus einem ästhetischen Problem wird ein politisches. Das muss man erstmal fertig bringen und sich dabei immer noch ernst nehmen können. Bewundernswert.</p>
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		<title>Feridun Zaimoglu: Bravo!</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2007 14:53:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Feridun Zaimoglu]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich muss ja zugeben, dass Feridun Zaimoglu der einzige der &#8220;unabhängigen&#8221; Muslime auf der Islamkonferenz war, mit dem ich mich identifizieren konnte. Deswegen wäre ich auch ausgesprochen traurig, wenn er nun nicht mehr mit von der Partie sein sollte. Er verkündete heute in einer Meldung: &#8220;…er würde seinen Stuhl bei der Konferenz «sehr gerne räumen» [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss ja zugeben, dass Feridun Zaimoglu der einzige der &#8220;unabhängigen&#8221; Muslime auf der Islamkonferenz war, mit dem ich mich identifizieren konnte. Deswegen wäre ich auch ausgesprochen traurig, wenn er nun nicht mehr mit von der Partie sein sollte. Er verkündete heute in einer Meldung:</p>
<blockquote><p>&#8220;…er würde seinen Stuhl bei der Konferenz «sehr gerne räumen» für eine junge Muslimin, die freiwillig und selbstbewusst ein Kopftuch trägt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der Grund für sein Vorhaben:</p>
<blockquote><p>&#8220;Er kritisierte, dass diese Frauen von konservativen muslimischen Männern, aber auch von «so genannten Islamkritikern» diffamiert würden. «Hier werden Frauen, die genau wissen, was sie wollen, zu Problemfällen aufgebauscht.»&#8221;</p></blockquote>
<p>Toll, endlich mal einer, der das begriffen hat. Eigentlich hätte Herrn Schäuble auch von alleine auffallen können, dass eine solche Frau in der illustren Konferenzrunde fehlt. Aber ich denke mal, dass allein die Möglichkeit der Existenz einer solchen Frau wohl außerhalb seines – und nicht nur seines – Vorstellungshorizontes liegt.</p>
<p>Ich hoffe wirklich, dass eine solche Frau an der Islamkonferenz teilnehmen wird, ich habe sie bei der letzten Tagung schon schmerzlich vermisst. Nur bitte sollte dafür nicht gerade Herr Zaimoglu die Konferenz verlassen!!</p>
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		<title>Apple Store in New York &#8211; Von der Fabrikation eines &#8220;Skandals&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Oct 2006 21:43:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Absurdistan]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 11. Oktober berichtet MEMRI über einen Aufruf einer nicht genannten islamischen Website, gegen den neuen Apple Store in New York zu protestieren. Dies, da der Laden der Kaaba ähnle und somit Muslime aufs heftigste beleidigen würde. In dem Bericht taucht auch ein Foto auf und tatsächlich es ist ein schwarzer Kubus. Naja, nicht weiter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 11. Oktober berichtet <a href="http://memri.org/bin/articles.cgi?Page=archives&amp;Area=sd&amp;ID=SP131506" target="_blank" rel="external">MEMRI über einen Aufruf</a> einer nicht genannten islamischen Website, gegen den neuen Apple Store in New York zu protestieren. Dies, da der Laden der Kaaba ähnle und somit Muslime aufs heftigste beleidigen würde. In dem Bericht taucht auch ein Foto auf und tatsächlich es ist ein schwarzer Kubus. Naja, nicht weiter schlimm eigentlich. Außerdem habe ich von so einem Aufruf bisher nichts gehört und was auf der MEMRI Seite &#8211; bekannt für einseitige Berichterstattung &#8211; nicht erwähnt wird: der Apple Store sieht <a href="http://www.altmuslim.com/perm.php?id=P1802_0_24_0" target="_blank" rel="external">mittlerweile ganz anders aus</a> und es hat sich wohl auch noch kein Muslim offiziell beschwert. Im Gegenteil: <a href="http://www.applegazette.com/mac/muslim-community-responds-we-love-the-apple-nyc-cube/" target="_blank" rel="external">Muslim Community Responds: We Love the Apple NYC Cube!</a></p>
<p>Das war auch nie anders geplant. Ich kann dazu nur sagen: Herzlichen Glückwunsch an Apple zum wie gewohnt gelungenem Design und ansonsten: locker bleiben.</p>
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		<title>Offener Brief an den Papst</title>
		<link>http://www.musafira.de/2006/10/15/offener-brief-an-den-papst/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Oct 2006 22:38:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Islamica Magazine hat einen offenen Brief an den Papst von 38 führenden muslimischen Gelehrten &#8211; Sh. Ali Juma, Sh. Said Ramadan Buti, Sh. Habib Ali al-Jifri, Sh. Hamza Yusuf Hanson, Sh. Mustafa Ceric, Dr. Seyyid Hossein Nasr, und viele mehr- aus der ganzen Welt veröffentlicht. Dieser Brief ist die lange ersehnte Antwort auf die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.islamicamagazine.com/online-analysis/open-letter-to-his-holiness-pope-benedict-xvi.html" target="_blank" rel="external">Islamica Magazine</a> hat einen offenen Brief an den Papst von 38 führenden muslimischen Gelehrten &#8211; Sh. <a href="http://www.dar-alifta.com/" target="_blank" rel="external">Ali Juma</a>, Sh. Said <a href="http://www.bouti.com/ar/" target="_blank" rel="external">Ramadan Buti</a>, Sh. <a href="http://www.tabahfoundation.org/" target="_blank" rel="external">Habib Ali al-Jifri</a>, Sh. <a href="http://www.zaytuna.org/" target="_blank" rel="external">Hamza Yusuf Hanson</a>, Sh. Mustafa Ceric, Dr. Seyyid Hossein Nasr, und viele mehr- aus der ganzen Welt veröffentlicht. Dieser Brief ist die lange ersehnte Antwort auf die umstrittene <a href="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2006/september/documents/hf_ben-xvi_spe_20060912_university-regensburg_ge.html" target="_blank" rel="external">Rede des Papstes</a> im letzten Monat. Die verschiedenen Gelehrten nutzen die Rede des Papstes sowohl als Anlass zur Diskussion über die Beziehung zwischen Glauben und Vernunft, als auch als eine Gelegenheit bestimmte Irrtümer die der Rede des Papstes zugrunde liegen, ins rechte Licht zu rücken.</p>
<p>Dass es so lange gedauert hat, hat sich gelohnt und liegt wohl vor allen Dingen daran, dass man sich die Zeit genommen hat ausführlich, respektvoll und angemessen auf die Rede des Papstes zu reagieren. In der deutschen Presse wird er Inhalt des Briefes darauf reduziert, dass die muslimischen Gelehrten die <a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6003892_REF3,00.html" target="_blank" rel="external">Klarstellung des Papstes akzeptieren</a>. Der offene Brief sagt aber vielmehr aus, was ich hier versuchen werde, kurz darzustellen:</p>
<h4>Kein Zwang in der Religion</h4>
<p>Der Papst hatte in seiner Rede gesagt, dass das Verbot des Zwanges in der Religion aus einer Zeit stamme, in der die Muslime noch in einer Position der Schwäche waren. In dem offen Brief wird jedoch klargestellt, dass es sich dieses Gebot grade an Muslime in Machtpositionen richtet. Des Weiteren gehen die Gelehrten auf erzwungene Konversionen zum Islam ein und stellen klar, dass eine Behauptung &#8220;der Islam wurde durch das Schwert verbreitet&#8221; historisch nicht haltbar ist und auch nach islamischen Verständnis nicht erlaubt ist. Sie widersprechen somit der Einschätzung des in der Papstrede zitierten Kaisers, &#8220;daß er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten.&#8221;</p>
<h4>Gottesbild und Vernunft</h4>
<p>Ein weiterer zentraler Punkt der Rede war, dass im Gegensatz zur christlichen Theologie, das Wesen und der Wille Gottes in der islamischen Lehre an keine menschliche Kategorie, auch nicht die der Vernunft gebunden sei. Hier erklären die Verfasser des offenen Briefes, dass die islamischen Denkschulen es weitestgehend geschafft haben, zwei Extrempositionen zu vermeiden: auf der einen Seite den menschlichen Verstand zum alleinigen Gebieter über die Wahrheit zu machen und zum anderen das Verneinen der Kraft des menschlichen Verstandes, Antworten auf grundlegende Fragen zu geben.</p>
<p>Am meisten an dem offenen Brief gefällt mir jedoch der selbstbewusste und gleichzeitig offenen Ton, der sich in den letzten Absätzen offenbart. Ihre Wertschätzung des persönlichen Bedauerns des Papstes und seiner Respektsbekundungen gegenüber den Muslimen verbinden sie mit der Hoffnung auf einen fruchtbaren Dialog zwischen den beiden größten Weltreligionen, ohne die Fehler der Vergangenheit zu begehen. Amin.</p>
<p>Nachtrag: die deutsche Übersetzung gibt es <a href="http://www.musafira.de/Islam/Islam_Textsammlung/Offener_Brief_islamischer_Gelehrter_an_Papst_Benedikt/Offener_Brief_islamischer_Gelehrter_an_Papst_Benedikt.html" target="_blank" rel="external">hier</a>.</p>
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		<title>Frauen an der Kaaba 2</title>
		<link>http://www.musafira.de/2006/09/12/frauen-an-der-kaaba-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Sep 2006 19:05:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Pläne zur Verlegung des Frauenbereichs in der Nähe der Kaaba in einen weiter abgelegen Bereich kommen nun doch nicht zum Tragen. Dies hat ein offizieller Sprecher der saudischen Regierung heute mitgeteilt. Die Aufteilung im Mataaf (dem Vorhof der Kaaba) soll beibehalten werden, d.h. den Frauen ist der Platz am ehemaligen Eingang zur Zamzamquelle vorbehalten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.arabnews.com/?page=1&amp;section=0&amp;article=86411&amp;d=12&amp;m=9&amp;y=2006" target="_blank" rel="external">Die Pläne zur Verlegung des Frauenbereichs in der Nähe der Kaaba</a> in einen weiter abgelegen Bereich kommen nun doch nicht zum Tragen. Dies hat ein offizieller Sprecher der saudischen Regierung heute mitgeteilt. Die Aufteilung im Mataaf (dem Vorhof der Kaaba) soll beibehalten werden, d.h. den Frauen ist der Platz am ehemaligen Eingang zur Zamzamquelle vorbehalten (auf dem Bild links, durch die schwarze Kleidung der Frauen leicht zu erkennen). Alhamdulillah kann ich dazu nur sagen. Trotzdem bleibt ein bitterer Beigeschmack, denn dieser Bereich ist sehr klein und dadurch sehr schnell besetzt.<br />
Des Weiteren ist die Rede davon, dass nun 53% der gesamten Fläche des Haram für Frauen reserviert sei. Und zwar auf den zwei oberen Ebenen des Haram. Bleibt abzuwarten wie das in die Praxis umgesetzt wird, ich hatte ja schon von den teilweise sehr unwirschen &#8220;Aufpassern&#8221; im Haram berichtet. <a href="http://arabnews.com/?page=7&amp;section=0&amp;article=78202&amp;d=30&amp;m=8&amp;y=2006" target="_blank" rel="external">In einem anderen Artikel </a>wird darüber berichtet, wie meistens Frauen dazu angehalten werden bestimmte Bereiche zu verlassen, fertig zu beten etc.</p>
<p>Ein weiteres Problem, auf das in beiden Artikeln eingegangen wird, ist der erschwerte Zugang für Frauen zum Grab des Propheten (sallahu aleyhi wa sallam) in Medina. Man kommt für gewöhnlich nur in einen speziell abgegrenzten Teil (und das auch nur zu bestimmten Zeiten), von dem aus man auch gar nichts sehen kann, da alles mit Plastikwänden abgeschirmt ist. Dies ist für viele Frauen sehr traurig, da sie sich, genau wie die Männer, nichts sehnlicher wünschen dem Propheten (sas) so nah wie möglich zu kommen. Ich kann zwar noch nachvollziehen, dass man bei einem so großen Besucheraufkommen nach Geschlechtern trennt. Es kann zu einem großen Gedränge kommen und für den ein oder anderen unangenehm werden. Das muss jedoch nicht heißen, dass Frauen dann bestimmte Plätze (zumal einen so wichtigen) gar nicht mehr betreten dürfen. Man könnte ja einfach unterschiedliche Zeiten einrichten. </p>
<p>Ich verstehe einfach nicht, warum grade Frauen diejenigen sind, die unter der rigiden Geschlechtertrennung zu leiden haben. In der Argumentation heißt es immer, dass sie grade nur zum Schutze der Frau da sei&#8230;.</p>
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		<title>Frauen an der Kaaba</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Sep 2006 13:25:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal kann man einfach nur wütend sein&#8230; wie zum Beispiel beim Lesen dieser Nachricht über die neuesten Pläne, Frauen aus dem inneren der Moschee um die Kaaba herum fernzuhalten. Es ist für jeden Muslim, der die Hajj unternimmt, ein tiefes Bedürfnis, so nah wie nur irgend möglich an der Kaaba zu beten. Das ist aufgrund [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal kann man einfach nur wütend sein&#8230; wie zum Beispiel beim Lesen dieser Nachricht über <a href="http://www.islam-online.net/English/News/2006-08/29/06.shtml#+" target="_blank" rel="external">die neuesten Pläne, Frauen aus dem inneren der Moschee um die Kaaba</a> herum fernzuhalten.</p>
<p>Es ist für jeden Muslim, der die Hajj unternimmt, ein tiefes Bedürfnis, so nah wie nur irgend möglich an der Kaaba zu beten. Das ist aufgrund der Menge der Menschen, die sich während der Hajj Zeit dort aufhalten nicht immer möglich und man muss oft mit einem hinteren Platz Vorlieb nehmen.</p>
<p>Als ich vor zwei Jahren zur Hajj in Mekka war, lief es meistens so, dass die Plätze in der Nähe der Kaaba meisten schon eine Stunde vor dem jeweiligen Gebet besetzt waren. Jedoch umkreisen noch bis kurz vor dem Gebet viele Menschen die Kaaba (tawaf). Das bedeutet, dass jeder an dem Platz betet an dem er sich grade aufhält, wenn der Vorbeter das Gebet anfängt. Es ist zu wenig Zeit und Platz um extra einen anderen Platz zu suchen. So kann es dann passieren, dass Männer und Frauen nebeneinander beten. Durch die Massen an Menschen ist es in den letzten Jahren sehr eng geworden und man hatte deshalb einen Teil des Hofes um die Kaaba extra für Frauen reserviert. Dieser Platz befindet sich in der Nähe der Quelle Zamzam. Das war auch vor zwei Jahren noch so und ich fand die Regelung eigentlich sehr gut. Die Stelle hätte nur noch ein bisschen größer sein können. So konnte man noch Tawaf machen bis das Gebet anfing und dann den wunderschönen Anblick der Kaaba während des Gebets genießen, ohne von einem der lästigen Aufseher behelligt zu werden.</p>
<p>Wenn den Frauen dieser Anblick genommen wird, ist das mehr als eine absolute Unverschämtheit. Wenn es den Befürwortern einer solchen Maßnahme wirklich um die Sicherheit und den Komfort gehen würde, dann hätte man die Probleme, die durch die großen Massen an Pilgern verursacht werden, auch besser berücksichtigen können und müssen als man den Haram-Komplex vor ein paar Jahren so aufwendig renoviert hat.</p>
<p>Ein weiterer Punkt erscheint mir sehr widersprüchlich: Wie gesagt vollziehen hunderte von Pilgern bis zum Anfang des Gebets den Tawaf nahe der Kaaba. Das ist teilweise notwendig, da der Tawaf relativ zeitaufwendig ist und ein Pflichtteil der Hajj darstellt. Dies gilt selbstverständlich für beide Geschlechter, was bedeutet, dass sich immer auch Frauen unter den letzten befinden werden die noch ganz in der Nähe der Kaaba den Tawaf vollziehen. Das heißt aber auch, dass in der Nähe der Kaaba Frauen unter den Betenden sein werden. Wenn man wirklich Männer und Frauen für das Gebet trennen will, müsste man den Frauen ganz verbieten, auf dem Innenhof die Kaaba zu umkreisen. Und das ist meiner Meinung nach ein unmögliches Unterfangen.</p>
<p>Und was heißt überhaupt Sicherheit? Mir sind während meiner ganzen Zeit in der Kaaba keine schlimmen Dinge passiert. Im Gegenteil, es herrscht überwiegend eine sehr ruhige Atmosphäre unter den Pilgern. Und wenn jemand bei dem Gedrängel in der Nähe der Kaaba mal die Geduld verliert, dann sind sofort andere Pilger dabei, denjenigen mit sanften Worten zu beruhigen. Ich konnte beobachten wie rührend sich die Pilger umeinander kümmern. Männer beschützen ihre Ehefrauen vor zu großem Gedrängel mit ihre Armen, sehr alte Leute werden von ihren jüngeren Familienmitgliedern getragen oder im Rollstuhl gefahren. Ich hatte während der Hajj eine heftige Erkältung und war deshalb sehr geschwächt. Eine sehr alte Frau neben mir schien das bemerkt zu haben und griff an einer sehr dichten Stelle meine Hand und führte mich hindurch. Diese Barmherzigkeit werde ich nie vergessen.</p>
<p>Die einzigen, die dort wirklich manchmal stören, sind bestimmte Aufseher. Oft wird auf ziemlich rabiate Weise versucht, Dinge zu verhindern, die nach saudischer Islam-Aufassung einen Regelverstoß darstellen. So ist mir folgendes passiert: Ich war innerhalb einer Gruppe Frauen kurz vor Anfang des Gebets noch in der Nähe der Kaaba. Dies passiert wie schon erwähnt öfters, wenn man sich noch im Tawaf befindet. Wir blieben also zum Gebet stehen, als ein besonders unfreundlicher Aufseher uns wegschicken wollte. Wütend mit seinem Umhang fuchtelnd und schimpfend, ließ er uns nicht in Ruhe. Das Problem war aber, das wir niemals rechtzeitig einen anderen Platz gefunden hätten. Bis auf den letzten Zentimeter war alles weit und breit besetzt. Wir blieben also dort. Unsere männlichen Begleiter setzten sich vorbildlich für uns ein, so dass der Aufseher schließlich von dannen ziehen musste, als das Gebet begann.</p>
<p>Enstchuldigung, dass es ein wenig lang geworden ist heute, aber es musste mal gesagt werden.</p>
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		<title>Krieg im Nahen Osten</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Jul 2006 22:09:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Bezug auf die derzeitige Lage im Nahen Osten möchte ich hier dringend zwei Links empfehlen. Der eine ist von B&#8217;tselem &#8211; The Israeli Information Center for Human Rights, einer Organisation die 1989 von isrlaelischen Akademikern, Anwälten, Journalisten und Knessetmitgliedern zum Schutze der Menschenrechte in den besetzten Gebieten gegründet wurde. Die Seite ist sehr umfangreich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Bezug auf die derzeitige Lage im Nahen Osten möchte ich hier dringend zwei Links empfehlen. Der eine ist von <a href="http://www.btselem.org/English/index.asp" target="_blank" rel="external">B&#8217;tselem &#8211; The Israeli Information Center for Human Rights</a>, einer Organisation die 1989 von isrlaelischen Akademikern, Anwälten, Journalisten und Knessetmitgliedern zum Schutze der Menschenrechte in den besetzten Gebieten gegründet wurde. Die Seite ist sehr umfangreich und bietet einige Statistiken und Einblicke in die Geschichte des Konflikts. Ein wenig Zeit zu investieren lohnt sich.<br />
Eine weitere Seite eines amerikanischen Ehepaars will an die unschuldigen Opfer in diesem schrecklichen Krieg erinnern. Auf <a href="http://rememberthesechildren.org/" target="_blank" rel="external">Remember The Children</a> finden sich weniger allgemeine Information, als sehr detaillierte Angaben zu den Kindern die seit 2000 auf beiden Seiten getötet wurden.</p>
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