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	<title>Musafira &#187; Islamwissenschaft</title>
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		<title>Frauen und männliche Koranexegese</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jul 2011 13:41:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die folgende Sendung ist aus dem vergangenen Jahr und leider nur auf arabisch zu konsumieren, ich will sie hier trotzdem teilen. Die marokkanische Kroanwissenschaftlerin Farida Zumurrud gibt in der Sendung al-Sharia wa&#8217;l-hayat auf dem Sender al-Jazeera ein langes Interview zu männlicher Koraninterpretation und der damit verbundenen Problematik, möglichen Lösungsansätzen und Frauen im Koran. Hier geht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die folgende Sendung ist aus dem vergangenen Jahr und leider nur auf arabisch zu konsumieren, ich will sie hier trotzdem teilen. Die marokkanische Kroanwissenschaftlerin Farida Zumurrud gibt in der Sendung <em>al-Sharia wa&#8217;l-hayat</em> auf dem Sender al-Jazeera ein langes Interview zu männlicher Koraninterpretation und der damit verbundenen Problematik, möglichen Lösungsansätzen und Frauen im Koran. </p>
<p><iframe width="425" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/MruG30oPlkc" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="http://www.aljazeera.net/NR/exeres/B2AF5466-7D08-4340-BCAE-722464EFABFC.htm">Hier</a> geht es zu einem vollständigen Transkript des Interviews.</p>
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		<title>Neue Zeitschrift für muslimische Debattenkultur erscheint</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jul 2011 13:30:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die neue Zeitschrift &#8220;Horizonte. Zeitschrift für muslimische Debattenkultur&#8221; ist im Handel und kann im Buchhandel oder direkt beim Kalam Verlag bestellt werden. Hier geht es zur Facebookseite der Zeitschrift, hier zum Verlag. Horizonte &#8211; Zeitschrift für muslimische Debattenkultur möchte im Diskurs über die Religion des Islam aus theologischer, aber auch anderen wissenschaftlichen Perspektiven intellektuelle, kreative [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die neue Zeitschrift &#8220;Horizonte. Zeitschrift für muslimische Debattenkultur&#8221; ist im Handel und kann im Buchhandel oder direkt beim Kalam Verlag bestellt werden. Hier geht es zur <a href="https://www.facebook.com/pages/Horizonte-Zeitschrift-f%C3%BCr-muslimische-Debattenkultur/108803429206468?sk=wall">Facebookseite</a> der Zeitschrift, hier zum <a href="http://www.kalam-verlag.de/horizonte.html">Verlag</a>.</p>
<blockquote><p>Horizonte &#8211; Zeitschrift für muslimische Debattenkultur möchte im Diskurs über die Religion des Islam aus theologischer, aber auch anderen wissenschaftlichen Perspektiven intellektuelle, kreative und innovative Denkimpulse geben. Neben theologischen Fragen sollen Diskussionsbeiträge genereller Art zur islamischen Religion publiziert werden. Geplant sind Themen wie Reformislam, feministischer Islam, Sufismus, Islam und Ökonomie oder auch Islam in der Psychotherapie; somit soll der Fokus auf bisher nicht behandelte oder kaum bekannte Ansätze liegen.<br />
Die Zeitschrift soll keine akademisch-wissenschaftliche Publikation sein, sich aber auf inhaltlich sehr hohem Niveau bewegen: Damit richtet sie sich nicht nur an Islamwissenschaftler, Theologen und Geisteswissenschaftler, sondern an ein möglichst breites Publikum, das Interesse an fundierten und kritischen Aufsätzen zum Islam hat. Vor allem unabhängige junge und innovative Autoren und Wissenschaftler sollen die Möglichkeit zur Publikation ihrer Thesen und Beiträge bekommen. Fundierte Beiträge aus anderen Sprachen können durch eine Übersetzung der Leserschaft zugänglich gemacht werden.</p></blockquote>
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		<title>Symposium der Islamwissenschaft und Arabistik</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 09:28:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine gute Idee hatten Studierende der Uni Münster. Unter dem Titel &#8220;Iftah ya Simsim – Eine Tür zum modernen Orient?” organisieren sie ein Symposium für andere Studierende des Faches. Die Tagung so vom 30.04.09 bis zum 03.05.09 stattfinden. Dadurch wollen wir insbesondere eine Plattform für Studierende schaffen, die ihre Haus- und Abschlussarbeiten nicht einfach nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine gute Idee hatten Studierende der Uni Münster. Unter dem Titel &#8220;Iftah ya Simsim – Eine Tür zum modernen Orient?” organisieren sie ein <a href="http://www.orientalisten.de/symposium/">Symposium für andere Studierende</a> des Faches. Die Tagung so vom 30.04.09 bis zum 03.05.09 stattfinden.</p>
<blockquote><p>Dadurch wollen wir insbesondere eine Plattform für Studierende schaffen, die ihre Haus- und Abschlussarbeiten nicht einfach nur in der Schublade verschwinden lassen wollen, sondern einem interessierten Publikum vorstellen möchten. Des Weiteren wird die Gelegenheit geboten, sich über Studienbedingungen, Auslandsaufenthalte und Masterstudiengänge auszutauschen. Ziel ist nicht nur ein einmaliges Symposium, sondern auch den Grundstein für zukünftige Symposien zu legen.</p></blockquote>
<p>Via <a href="http://www.kandil.de/gedankensplitter/">Gedankensplitter</a>.</p>
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		<title>Handschriften</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 12:45:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor kurzem empfahl mir eine Freundin, doch mal die Seiten der Datenbank für arabische Papyri der Universität Zürich zu besuchen. Dort werden arabische Papyri aus dem ersten bis zum zehnten Jahrhundert Hijri online archiviert und sind für jedermann anzusehen. Bei den Dokumenten handelt es sich um Protokolle, Eheverträge, Steuerbescheide, Schenkungsschreiben, private Briefe usw. Die Papyri [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor kurzem empfahl mir eine Freundin, doch mal die Seiten der <a href="http://orientw.uzh.ch/apd/project.jsp">Datenbank für arabische Papyri</a> der Universität Zürich zu besuchen. Dort werden arabische Papyri aus dem ersten bis zum zehnten Jahrhundert Hijri online archiviert und sind für jedermann anzusehen. Bei den Dokumenten handelt es sich um Protokolle, Eheverträge, Steuerbescheide, Schenkungsschreiben, private Briefe usw. Die Papyri sind nach ganz unterschiedlichen Parametern durchsuchbar und sind auch teilweise übersetzt. Einfach spannend, einen einfachen Zugriff auf so frühe Dokumente islamischer Kultur-, Rechts- und Sozialgeschichte zu bekommen.</p>
<p>Das beste kommt aber noch: ein weiteres Projekt der Uni Zürich ist die <a href="http://orientx.uzh.ch:8080/aps_test_2/home/index.jsp">Schule für arabische Papyri</a>. Die dortigen Wissenschaftler haben sich tatsächlich die Mühe gegeben, einen online-Kurs zu entwerfen, in dem man lernen kann, arabische Papyri aus den unterschiedlichen Jahrhunderten lesen zu lernen. Zunächst erhält man eine theoretische Einführung zu Zustand, Konservierung und Editierung von arabischen Papyri. Im Lehrgang selbst wird anhand sieben verschiedener Papyri zunächst das Lesen geschult und noch zusätzlich Vokabeln abgefragt, Redewendungen gelernt und Verständnisfragen zum entzifferten Text gestellt. Wenn man sich dort als Nutzer registriert, werden alle Fortschritte, die man gemacht hat gespeichert, so dass man jederzeit wieder an dem Punkt ansetzen kann, an dem man aufgehört hat. Ich selbst bin ganz begeistert von dem Programm und setze mich immer mal wieder daran. Es ist zwar nicht ganz einfach, macht aber unheimlich Spaß! Man kann sogar ein offizielles Zertifikat der Uni Zürich bekommen, wenn man alle sieben Handschriften entziffert hat.</p>
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		<title>Vokabellernen mit Karteikarten</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Dec 2008 14:12:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich lerne Vokabeln seit einem Spanischkurs an der Uni mit Karteikarten. Ich finde dieses Methode bis jetzt die beste. Gestern habe ich den Internetdienst vokker.net entdeckt. Dort kann man mit virtuellen Karteikarten Vokabeln aus vielen verschiedenen Sprachen lernen (auch Arabisch ist vorhanden), selber Vokabellisten anfertigen, die Listen anderer Nutzer verwenden und bei Bedarf auch Karteikarten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lerne Vokabeln seit einem Spanischkurs an der Uni mit Karteikarten. Ich finde dieses Methode bis jetzt die beste. Gestern habe ich den Internetdienst <a href="http://www.vokker.net/de">vokker.net</a> entdeckt. Dort kann man mit virtuellen Karteikarten Vokabeln aus vielen verschiedenen Sprachen lernen (auch Arabisch ist vorhanden), selber Vokabellisten anfertigen, die Listen anderer Nutzer verwenden und bei Bedarf auch Karteikarten ausdrucken.</p>
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		<title>Vom Suchen und Finden arabischsprachiger Literatur im Netz</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Dec 2008 17:11:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf der Suche nach bestimmten Tafsiren im Original wird man in den Weiten des Internets recht gut fündig. Ein sehr gutes Instrument für die Suche ist der Suchdienst Yamli. Am besten man probiert es einfach mal aus. Der Vorteil hier ist, dass man für eine arabischsprachige Suche nicht immer mehr das Tastaturlayout wechseln muss. Man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Suche nach bestimmten Tafsiren im Original wird man in den Weiten des Internets recht gut fündig. Ein sehr gutes Instrument für die Suche ist der Suchdienst <a href="http://www.yamli.com/">Yamli</a>. Am besten man probiert es einfach mal aus. Der Vorteil hier ist, dass man für eine arabischsprachige Suche nicht immer mehr das Tastaturlayout wechseln muss. Man umschreibt den gesuchten Begriff einfach in lateinischen Buchstaben und Yamli gibt dann mehrere Varianten in Arabisch vor. Auf diese Weise habe ich recht schnell den Tafsir von Aisha Abd ar-Rahman alias Bint as-Shati gefunden.<sup>1</sup> Meines Wissens ist dies einer der ganz wenigen Korankommentare auf arabisch, die von einer Frau verfasst wurden.<sup>2</sup>  </p>
<p>Eine reiche Quelle (nicht nur) für arabische Bücher in elektronischer Form ist <a href="http://www.archive.org/">archive.org</a>. Dieser Dienst archiviert nicht nur <em>alle</em> Internetseiten sondern auch lizenzfreie Texte. So bin ich hier bei meiner Such nach einer Reihe von Tafsiren fündig geworden: der bekannte <a href="http://www.archive.org/details/tahrer_tanwer">moderne Tafsir von Ibn Ashur</a> in 15 Bänden mit dem Titel &#8220;at-Tahrir wa-t-Tanwir&#8221;<sup>3</sup>, der <a href="http://www.archive.org/details/tfseer_manar">Tafsir al-Manar</a> von Muhammad Abduh<sup>4</sup> oder aber der <a href="http://www.archive.org/details/eldorrelmanthor">Tafsir von Jalal ad-Din as-Suyuti</a> namens &#8220;ad-Durr al-manthur fi-t-tafsir bi-l-ma&#8217;thur&#8221; aus dem 15. Jahrhundert. Weiterhin findet man dort auch orientalistische Werke wie die &#8220;<a href="http://www.archive.org/details/geschichtedesqo00nlgoog">Geschichte des Qorans</a>&#8221; von Theodor Nöldeke aus dem Jahre 1860 oder islamische Klassiker wie das berühmte <a href="http://www.archive.org/details/Tarikh_tabari1">Geschichtswerk</a> <a href="http://www.archive.org/details/TarikhTabari1011121314151617">Ibn Jarir at-Tabaris</a> in persischer Sprache.</p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_522" class="footnote">Er hat den Titel &#8220;Tafsir al-Bayani lil-Qur&#8217;an al-Karim&#8221;.</li><li id="footnote_1_522" class="footnote">Vielleicht der einzige? Ein anderer Korankommentar, der immer mal wieder in der Literatur genannt wird, den ich aber bis jetzt nicht gefunden habe, ist der von Zaynab al-Ghazali.</li><li id="footnote_2_522" class="footnote">Das könnte man mit &#8220;Befreiung und Erleuchtung&#8221; übersetzen.</li><li id="footnote_3_522" class="footnote">Umstrittener Großmufti von Ägypten von 1899 bis 1905.</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Arabische Verben für Faule</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 13:46:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sehr bequem ist dieser automatische Verbkonjugator auf den ich grade über einen Mailverteiler aufmerksam wurde. Laut Aussage des Softwareautoren lassen sich fast alle regelmäßigen und einige seltene unregelmäßige Verben konjugieren. Genau das richtige für Leute die keine Lust aufs Auswendiglernen haben &#8211; was natürlich nicht heißt, dass sich dies durch das Programm ersetzen lassen könnte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr bequem ist <a href="http://acon.baykal.be/index.php">dieser automatische Verbkonjugator</a> auf den ich grade über einen Mailverteiler aufmerksam wurde. Laut Aussage des Softwareautoren lassen sich fast alle regelmäßigen und einige seltene unregelmäßige Verben konjugieren. Genau das richtige für Leute die keine Lust aufs Auswendiglernen haben &#8211; was natürlich nicht heißt, dass sich dies durch das Programm ersetzen lassen könnte.</p>
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		<title>Interview über islamischen Feminismus</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 20:16:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist schon etwas her, dass ich meine Magisterarbeit geschrieben habe. Dennoch habe ich es nie geschafft (bis auf einen kleinen Text zu weiblichen Gelehrten), etwas zu dem darin bearbeiteten Thema auf musafira.de zu veröffentlichen. Der Titel meiner Arbeit lautete &#8220;Islamischer Feminismus in Ägypten am Beispiel Omaima Abou-Bakrs&#8221; und sagt auch eigentlich schon alles über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon etwas her, dass ich meine Magisterarbeit geschrieben habe. Dennoch habe ich es nie geschafft (bis auf einen kleinen Text zu <a href="http://www.musafira.de/islam/weibliche-islamische-gelehrte/">weiblichen Gelehrten</a>), etwas zu dem darin bearbeiteten Thema auf musafira.de zu veröffentlichen. Der Titel meiner Arbeit lautete &#8220;Islamischer Feminismus in Ägypten am Beispiel Omaima Abou-Bakrs&#8221; und sagt auch eigentlich schon alles über den Inhalt. Zu diesem Zweck hatte ich damals besagte Wissenschaftlerin in Kairo interviewt und ihre relevanten Texte analysiert. </p>
<p>Dem Begriff &#8220;Islamischer Feminismus&#8221; gegenüber bin ich nach wie vor kritisch eingestellt<sup>1</sup>, dennoch hat mich die Arbeit mit den Konzepten und der Forschung von Omaima Abou-Bakr inspiriert und mir Horizonte eröffnet. Außerdem ist sie jemand, mit deren Ideen ich mich stark identifizieren konnte und noch immer kann.</p>
<p>Vor ein paar Monaten hatte ich ihr ein paar Fragen zu ihrer Forschung und dem Thema &#8220;Islamischer Feminismus&#8221; im Allgemeinen geschickt, die sie mir vor kurzem beantwortet hat und freundlicherweise zur Veröffentlichung auf diesen Seiten freigegeben hat. Die Kommunikation fand auf englisch statt, weswegen ich in den letzten Tagen eine Übersetzung angefertigt habe. Beide Texte sind nun mit Einleitung und Literaturverzeichnis auf musafira.de zu lesen.</p>
<p>Zum deutschen Interview: <a href="http://www.musafira.de/islamwissenschaft/interview-mit-omaima-abou-bakr-uber-wissenschaft-islamischen-feminismus-und-geschichte/">Interview mit Omaima Abou-Bakr über Wissenschaft, islamischen Feminismus und Geschichte.</a></p>
<p>Zur englischen Version:<br />
<a href="http://www.musafira.de/islamwissenschaft/interview-with-omaima-abou-bakr-on-science-islamic-feminism-and-history/">Interview with Omaima Abou-Bakr on science, islamic feminism and history.</a></p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_469" class="footnote">Dazu vielleicht an anderer Stelle mehr</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Arabisch lernen im Jemen</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 13:05:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über meinen Uni Verteiler bekam ich grade eine Infomail einer Sprachschule in Sana&#8217;a, Jemen. Die Schule nennt sich &#8220;Saba Institute&#8221;. Ich habe kurz die Seite des Instituts überflogen und Ausbildung der Lehrer, Unterrichtsangebot, Preise und Unterkunft machen einen sehr soliden Eindruck.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über meinen Uni Verteiler bekam ich grade eine Infomail einer Sprachschule in Sana&#8217;a, Jemen. Die Schule nennt sich &#8220;Saba Institute&#8221;. Ich habe kurz <a href="http://www.saba-institute.com/">die Seite des Instituts</a> überflogen und Ausbildung der Lehrer, Unterrichtsangebot, Preise und Unterkunft machen einen sehr soliden Eindruck.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kurz verlinkt: Kommentar zur Diskussion um Kalisch</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Sep 2008 13:39:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Spiegel gibt es heute ein ausführliches Interview mit Michael Marx (Corpus Coranicum). Anlass ist die Diskussion um den Münsteraner Professor Kalisch, der mit seiner Einstellung zur Natur des Propheten Muhammad für Wirbel gesorgt hatte. Im Mittelpunkt steht dabei die Aussage es entspräche dem derzeitigen Forschungsstand innerhalb der Islamwissenschaft, begründete Zweifel an der Existenz des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Spiegel gibt es heute ein <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,578513,00.html">ausführliches Interview mit Michael Marx</a> (Corpus Coranicum). Anlass ist die Diskussion um den Münsteraner Professor Kalisch, der mit seiner Einstellung zur Natur des Propheten Muhammad für Wirbel gesorgt hatte. Im Mittelpunkt steht dabei die Aussage es entspräche dem derzeitigen Forschungsstand innerhalb der Islamwissenschaft, begründete Zweifel an der Existenz des Propheten zu haben.</p>
<p>Ich verfolge diese Diskussion schon etwas länger, Kalisch ist ja auch nicht der einzige der Aussagen in der Art tätigt. Das Novum ist bei ihm nur, dass es sich hier um einen bekennenden Muslim handelt. Was mir bei diesen Behauptungen besonders aufstößt ist allerdings nicht der offensichtliche Widerspruch zu muslimischen Grundüberzeugungen. Was mich am meisten verwundert ist, dass diese Behauptung nur dann als Ergebnis einer Forschung postuliert werden könnte, wenn überhaupt eine Forschung stattgefunden hat. Eigentlich ganz simpel. Das ist aber innerhalb der Islamwissenschaft noch gar nicht in ausreichendem Ausmaß passiert.<sup>1</sup> Das Projekt in Potsdam setzt an dieser Stelle an:</p>
<blockquote><p>Wir am Corpus Coranicum versuchen, erst einmal Grundlagenforschung zu treiben, bevor man mit Supertheorien kommt. </p></blockquote>
<p>Interessant ist, dass Michael Marx die mündlichen Aussagen Kalischs qualitativ auf dieselbe Stufe einordnet wie die Arbeiten Ohligs und sie als außer-wissenschaftlich empfindet – weil widersprüchlich und argumentativ lückenhaft. </p>
<blockquote><p>Marx: Es gilt, vorsichtig zu sein. Für die Geschichte generell kann man keine naturwissenschaftlichen Beweise anführen. Wie wollen Sie die Existenz von Karl dem Großen beweisen? Wir können keine Experimente durchführen, wir müssen mit Evidenzen arbeiten. Und ein Evidenzstrang in dieser Frage ist der Koran. Hier ist die Evidenzlage so gut wie bei keiner anderen Religion. Wir kennen Koranhandschriften und islamische Inschriften schon ab 40 bis 50 Jahre nach dem Tode des Propheten. Der Koran wäre extrem erklärungsbedürftig, wenn man den Propheten rausrechnet. Ohlig behauptet, der Islam sei bis in die Ommajadenzeit, also bis ins 9. Jahrhundert, im Wesentlichen eine christliche Sekte gewesen. In dem Fall aber habe ich das massive Problem, dass der Text des Koran dazu nicht passt. Wieso ist dann die Christusfigur im Koran nicht zentraler? Abraham, Moses und Noah werden viel häufiger genannt. </p></blockquote>
<p>Insgesamt kann ich nur empfehlen, das gesamte Interview zu lesen, da dadurch die wissenschaftlichen Dimensionen der Diskussion dem Außenseiter klarer werden.</p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_361" class="footnote">Was einfach an der schieren Masse der zu bearbeitenden Texte/Dokumente liegt.</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Kurz verlinkt: Islamwissenschaft im Umbruch</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 15:37:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf derstandard.at gibt es eine interessante dreifach-Rezension zu aktuellen Debatten innerhalb der Islamwissenschaft mit deutschem Schwerpunkt. Rezensiert werden die folgenden Bücher: Abbas Poya, Maurus Reinkowski (Hg.), &#8220;Das Unbehagen in der Islamwissenschaft. Ein klassisches Fach im Scheinwerferlicht der Politik und der Medien&#8221;. € 31,70 / 334 Seiten. Transcript, Bielefeld 2008. Rüdiger Lohlker, &#8220;Islam. Eine Ideengeschichte&#8221;. € [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf derstandard.at gibt es eine interessante dreifach-Rezension zu <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=3403468">aktuellen Debatten innerhalb der Islamwissenschaft</a> mit deutschem Schwerpunkt. Rezensiert werden die folgenden Bücher:</p>
<ol>
<li>Abbas Poya, Maurus Reinkowski (Hg.), &#8220;Das Unbehagen in der Islamwissenschaft. Ein klassisches Fach im Scheinwerferlicht der Politik und der Medien&#8221;. € 31,70 / 334 Seiten. Transcript, Bielefeld 2008.</li>
<li>Rüdiger Lohlker, &#8220;Islam. Eine Ideengeschichte&#8221;. € 19,50 / 282 Seiten. Facultas, Wien 2008.</li>
<li>Iman Attia (Hg.), &#8220;Orient- und IslamBilder&#8221;. € 20,40 / 307 Seiten. Unrast, Münster 2007.</li>
</ol>
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		<title>Arabische Umschrift – stressfrei?</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 22:28:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Links in der Rubrik Islamwissenschaft habe ich seit längerem nicht überarbeitet. Die Rubrik entstand zu der Zeit, als ich meine Magisterarbeit geschrieben habe und auf der Suche nach dem richtigen Texteditor war. Das Problem bei islamwissenschaftlichem Schreiben ist die möglichst problemlose und gleichzeitig parallele Integration sowohl der lateinischen und arabischen Schrift als auch der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_289" class="wp-caption alignleft" style="width: 309px"><a href="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/08/umschrift_bsp.jpg"><img src="http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2008/08/umschrift_bsp-299x253.jpg" alt="Beispiel für arabische Umschrift in einem Literaturverzeichnis. (In einem recht eigenwilligen Stil :-) )" title="umschrift_bsp" width="299" height="253" class="size-medium wp-image-289" /></a><p class="wp-caption-text">Beispiel für arabische Umschrift in einem Literaturverzeichnis. (In einem recht eigenwilligen Stil <img src='http://www.musafira.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  )</p></div>Die Links in der Rubrik <a href="http://www.musafira.de/islamwissenschaft/links/">Islamwissenschaft</a> habe ich seit längerem nicht überarbeitet. Die Rubrik entstand zu der Zeit, als ich meine Magisterarbeit geschrieben habe und auf der Suche nach dem richtigen Texteditor war. Das Problem bei islamwissenschaftlichem Schreiben ist die möglichst problemlose und gleichzeitig parallele Integration sowohl der lateinischen und arabischen Schrift als auch der Umschrift für die arabische Sprache. Ich hatte mich anfangs auf die Suche nach einer Alternative zu Word/NeoOffice gemacht, da diese Programme aus unterschiedlichen Gründen für Ärger beim Schreiben sorgen:</p>
<ul>
<li>Word kann auf dem Mac die arabische Schrift nicht darstellen.</li>
<li>Ich kann dort kein Tastaturlayout aktivieren, das mit Unicode Schriften arbeitet.</li>
<li>Mir gefällt schon seit längerem das Schriftbild und der Schriftsatz nicht.</li>
<li>Bei NeoOffice kam hinzu, dass es bei mir ab 20 Seiten so extrem langsam wurde, dass ich irgendwann entnervt aufgab.</li>
</ul>
<p>Da ich aber damals schon mitten im Schreiben war, war eine Umstellung für mich eher schwierig. Ich hatte zwar einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/LaTeX">LaTeX</a>-Kurs im Rechenzentrum meiner Uni besucht, kam aber durch den Zeitdruck nicht zur Umsetzung. Das hab ich mir aber nun für die Dissertation vorgenommen…</p>
<p>Ich stecke zwar noch in den Anfängen für die Arbeit an meiner Promotion, recherchiere allerdings schon fleißig. Ich stehe also wieder vor der lästigen Umschrift. Meine Doktormutter hat mir heute einen Hinweis gegeben, der mir das Schreiben wohl vereinfachen wird. Auf der Seite des orientalischen Seminars der Universität gibt es eine Reihe an Hilfen für das <a href="http://www.ori.uzh.ch/services/transcription/unicode.html">Benutzen der Umschrift</a>. Ich kann jetzt mithilfe eines Transkriptionslayouts für die Tastatur Unicodeschriften (Gentium ist eine besonders schöne) benutzen. Das funktioniert zwar immer noch nicht in Word (und seinen Verwandten), allerdings in dem zu Mac OSX gehörendem Texteditor TextEdit.</p>
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		<title>Artikel in der IZ zur Frankfurter Tagung – Teil 2</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 15:27:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So nun komme ich endlich dazu, mich mit den Reaktionen zu meinem in der Islamischen Zeitung veröffentlichten Artikel zu beschäftigen. Mich erreichten diese teils per Mail, teils als Kommentar unter dem Artikel selber. Es gibt auch eine Anmerkung zu meinem Artikel von Wolf Ahmed Aries in der Islamischen Zeitung, die mittlerweile auch ohne Online-Abo einsehbar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So nun komme ich endlich dazu, mich mit den Reaktionen zu meinem in der <a href="http://www.islamische-zeitung.de/?id=10478" title="Wie unabhängig ist die Lehre bei uns?">Islamischen Zeitung veröffentlichten Artikel</a> zu beschäftigen. Mich erreichten diese teils per Mail, teils als Kommentar unter dem Artikel selber. Es gibt auch eine Anmerkung zu meinem Artikel von <a href="http://www.islamische-zeitung.de/?id=10512" title="Debatte: Zwischen Diskurs und Unabhängigkeit">Wolf Ahmed Aries</a> in der Islamischen Zeitung, die mittlerweile auch ohne Online-Abo einsehbar ist. Ich will versuchen, thematisch auf die geäußerte Kritik einzugehen. Mal sehen ob es mir gelingt.</p>
<p>Was die Organisation auf der Tagung anging will ich mich nicht weiter auslassen, da bereits alles gesagt wurde und es über das Inhaltliche weit mehr zu sagen gibt.</p>
<h3>Wissenschaftlicher Anspruch muss sich dementsprechend messen lassen</h3>
<p>Den Anmerkungen Ahmad Aries entnehme ich, dass Kritik an den auf dem Symposium formulierten Thesen lediglich ein Hinweis auf die mangelnde Diskussionskultur bzw. unbegründete Skepsis innerhalb der muslimischen Minderheit in Deutschland sei. Mal davon abgesehen, dass unter Muslimen tatsächlich eine große Skepsis gegenüber allem Staatlichen herrscht und sehr oft auch undifferenziert diskutiert wird, so ist dies natürlich überhaupt kein Maßstab an dem sich eine These messen muss, die in einem wissenschaftlichen Kontext formuliert wird. Wenn ich also eine Behauptung in den Raum stelle, so ist es erst einmal irrelevant wie dies innerhalb der muslimischen (oder sonstigen) Community aufgenommen wird. Relevant ist ob diese Behauptung einer wissenschaftlichen Überprüfung standhält. </p>
<p>Es kursieren ja immer mal wieder die unterschiedlichsten Behauptungen in Bezug auf den Koran oder die Person des Propheten (saws). Behaupte ich nun etwa der Prophet Muhammad (saws) habe nicht existiert, der Koran sei ein Produkt späterer Zeiten, gegenwärtig nicht vollständig oder beruhe auf einer ursprünglich aramäischen Lesart so ist daran zunächst einmal nichts auszusetzen, wenn ich mich einer Überprüfung und aufkommenden Fragen fachmännisch stelle. Ich sollte also in der Lage sein, Begründungen oder besser noch Beweise für meine Annahme vorzulegen und außerdem schlüssig darlegen zu können, warum Belege, die die das Gegenteil meiner Behauptung nahelegen, in diesem Fall nicht hinzu gezogen wurden oder gleich gar keine Gültigkeit besitzen. </p>
<p>Der Mutawatir<sup>1</sup> Charakter des Qurans und einiger Ahadith wurde in den Anfangszeiten und bis heute immer mal wieder diskutiert. Aus diesem Grund hat man sich ja auch schon früh mit der Glaubwürdigkeit und der Anzahl der Überlieferer auseinandergesetzt. Wie gesagt, es gibt eine eigene Gattung in der Wissenschaft, die sich nur mit den Biographien und der Bewertung von Überlieferern befasst (30.000 Biographien). Es ist also nicht so, dass hier Behauptung (&#8220;Der Koran ist nicht vollständig/falsch/später überliefert&#8221;) gegen Behauptung (&#8220;Der Koran ist so überliefert wie er offenbart wurde&#8221;) stehen würde. Ersteres bleibt so lange nichts weiter als eine haltlose Behauptung bis es sich a) gründlich mit den Belegen für zweiteres auseinandergesetzt hat und b) eigene stichhaltige Belege hervorgebracht hat. All dies habe ich bis jetzt von niemandem gesehen, weder ist dies auf dem Symposium passiert, noch habe ich dies in Veröffentlichungen von Vertretern dieser Behauptungen vorfinden können. Es blieb bis heute bei Behauptungen. </p>
<p>Es zeugt meines Erachtens auch von einer gewissen Uninformiertheit in Bezug auf islamische Wissenschaftsgeschichte, wenn man behauptet, bis heute wären sich Muslime (wie gesagt innerhalb der wissenschaftlichen Auseinandersetzung) der eigenen Relativität nicht bewusst gewesen. Über Relativität der eigene Aussagen waren sich Gelehrte im Islam schon seit langem klar, siehe die Voraussetzungen für Ijtihad Meinungen (Fatawa), die nur auf Zann-Belegen<sup>2</sup> beruhen können und genau deshalb nur für den einzelnen Mujtahid selbst verbindlich waren/sind und niemals für den Rest der Menschen. Fatawa gründen sich entweder auf komplett beleglosen Verstandesanstrengungen eines Gelehrten oder auf einen Beleg, der der Bedeutung und/oder der Überlieferung nach zanni (also mehrdeutig) ist. Andere Belege sind wiederum eindeutig, auch hier wieder der Bedeutung und/oder der Überlieferung nach und erzwingen aus diesem Grund eben nur eine einzige Bedeutung. Dies ist so im Aqidabereich, der nicht diesen Namen trägt, weil man bestimmte Dogmen einfach so festgesetzt hat, wie man sie grade persönlich für richtig hielt. Er trägt diesen Namen weil – als Ergebnis der Auseinandersetzung mit dem Quran und seiner Entstehung &#8211; es sich hier um eindeutige Belege der Überlieferung nach<sup>3</sup> handelt <em>und</em> der Bedeutung nach (was ja nun wirklich nicht bei allen Koranversen der Fall ist). Jemand der diese Prinzipien leugnet, widerspricht – nach klassischer Auffassung – also als allererstes der Vernunft und nicht irgendeinem widersinnigen Gebot.</p>
<p>Noch ein Wort zur Konstellation auf dem Symposium. Gemessen an der Gesamtheit der Redner auf dem Symposium kam der Ankaraner Schule, wie Serdar in seinem Kommentar beschreibt, tatsächlich nur ein geringer Anteil zu. Wenn jedoch Vertreter &#8220;anderer&#8221; muslimischer Theologien völlig fehlen, sich Kritische Stimmen auch nur wieder auf die Ankaraner Schule beziehen, dann muss man sich die Kritik der Einseitigkeit gefallen lassen.</p>
<h3>Politische Dimensionen der Lehrer- und Imamausbildung in Deutschland</h3>
<p>Eine vom Symposium unabhängige andere Frage ist natürlich nun, welche Akzeptanz solche Positionen unter Muslimen in Deutschland finden werden und inwieweit der Durchschnittsmuslim mit der Religionslehrer-, Theologen- und Imamausbildung &#8220;einverstanden&#8221; sein muss, bzw. inwieweit diese Ausbildung auch den Mainstream an Überzeugungen in sich beinhalten und selber auch vertreten sollte. Ich persönlich bin der Meinung, dass – unabhängig von irgendeiner wie auch immer gearteten Traditionalität oder Progressivität – es wenig Sinn macht Lehrstühle mit Exoten zu besetzen, die dann wiederum aufgrund dieser Eigenschaft auf Ablehnung stoßen. Ich denke übrigens nicht, dass dies seitens der Politik beabsichtigt ist (Stichwort &#8220;Verschwörung&#8221;), sondern einfach nur ein Ergebnis der schlechten Zusammenarbeit zwischen Politik und muslimischen Vertretern ist. </p>
<h3>Schlusswort</h3>
<p>Anschließend will ich noch auf <a href="http://serdargunes.wordpress.com/2008/07/12/reaktionen-zum-symposium-ii/" title="Reaktionen zum Symposium II">Serdars geäußerten Wunsch</a> nach gegenseitiger Toleranz eingehen. Ich empfinde die mangelnde Diskussionkultur in Bezug auf Differenzen unter Muslimen auch als unerträglich. Ich denke allerdings nicht, dass es in diesem Fall wirklich um Toleranz der &#8220;Traditionalisten&#8221; gegenüber den &#8220;Progressiven&#8221;<sup>4</sup> geht, sondern darum, ob eine Behauptung auch unter Bezugnahme auf wissenschaftliche Methoden aufrechterhalten werden kann bzw. ob sie sich überhaupt diese Mühe macht. Dabei geht es nicht um Bekenntnisse zu irgendeiner Art von Glauben, sondern ganz einfach um methodische Korrektheit im Umgang mit Texten.</p>
<p>Zudem wird diese Forderung nach Toleranz oft missbraucht, um gar nicht erst auf sich aufwerfende Fragen eingehen zu müssen und vor allen Dingen von der eigenen Intoleranz gegenüber abweichenden Meinungen  abzulenken. Ich weiß, dass Serdar das nicht so gemeint hat, sondern auf tatsächliche Erfahrungen anspielt, möchte aber dennoch darauf hinweisen.</p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_231" class="footnote">Mit Mutawatir wird eine Überlieferung bezeichnet, die in jeder Tradentengeneration eine bestimmte, hohe Anzahl an Tradenten aufweist – in diesem Fall unabhängig davon ob es um die Überlieferung einer Aussage des Propheten, eines Verses des Qurans oder irgendeines anderen zurückliegenden Ereignisses geht. So wird eine Falschaussage ausgeschlossen.</li><li id="footnote_1_231" class="footnote">also welchen die nach der Überlieferung und/oder Bedeutung mehrdeutig sind</li><li id="footnote_2_231" class="footnote">Der Quran, so hat man festgestellt, ist in seiner Gesamtheit der Überlieferung nach mutawatir, also ein qati Beleg.</li><li id="footnote_3_231" class="footnote"> Im Prinzip lehne ich diese Bezeichnungen ab, da sie die Diskussion um die Inhalte verwässern und eine Bewertung beinhalten.</li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Artikel in der IZ zur Frankfurter Tagung</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jul 2008 22:23:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe vor kurzem einen Artikel für die Islamische Zeitung geschrieben, in dem ich meine Eindrück der Frankfurter Tagung zum Thema &#8220;Koranwissenschaften heute – Genese, Exegese, Hermeneutik, Ästhetik&#8221; schildere. Inzwischen gibt es einige Rückmeldungen zu dem Artikel, die ich gerne kommentieren möchte… Nur nicht mehr heute! Insha Allah bald mehr dazu.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe vor kurzem einen <a href="http://www.islamische-zeitung.de/?id=10478">Artikel für die Islamische Zeitung</a> geschrieben, in dem ich meine Eindrück der Frankfurter Tagung zum Thema &#8220;<a href="http://www.gefis-online.de/index.php4?nlev1=4&#038;nlev2=42">Koranwissenschaften heute – Genese, Exegese, Hermeneutik, Ästhetik</a>&#8221; schildere. Inzwischen gibt es einige Rückmeldungen zu dem Artikel, die ich gerne kommentieren möchte… Nur nicht mehr heute! Insha Allah bald mehr dazu.</p>
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		<title>Nach Luxenberg: Ohlig über den frühen Islam</title>
		<link>http://www.musafira.de/2007/08/12/nach-luxenberg-ohlig-uber-den-fruhen-islam/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Aug 2007 12:48:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nur auf die Schnelle eine Leseempfehlung zu einer grade auf Qantara erschienenen Rezension zu dem neuen Sammelband von Karl-Heinz Ohlig &#8220;Der frühe Islam&#8221; von Daniel Birnstiel: Der gestellten Forderung, Licht in die dunklen Anfänge des Islam zu bringen, kommt das besprochene Buch somit nicht nach.Die durchaus berechtigte Kritik einer bisherigen Quellen(ver)lesung v.a. zeitgenössischer christlicher Schriftsteller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur auf die Schnelle eine Leseempfehlung zu einer grade auf Qantara erschienenen <a href="http://qantara.de/webcom/show_article.php/_c-469/_nr-737/_p-1/i.html" target="_blank" rel="external">Rezension zu dem neuen Sammelband von Karl-Heinz Ohlig &#8220;Der frühe Islam&#8221;</a> von Daniel Birnstiel:</p>
<blockquote><p>Der gestellten Forderung, Licht in die dunklen Anfänge des Islam zu bringen, kommt das besprochene Buch somit nicht nach.Die durchaus berechtigte Kritik einer bisherigen Quellen(ver)lesung v.a. zeitgenössischer christlicher Schriftsteller im Sinne der islamischen Tradition erweist sich als Farce angesichts der von den Autoren mindestens ebenso wenig neutralen Verwendung der Quellen und deren (Ver)Lesung im Sinne der eigenen Theorien. Der &#8220;erwählte&#8221; oder &#8220;gelobte&#8221; muhammad-Jesus bleibt einstweilen ein weit verfehlter Gegenstand revisionistischen Begehrens.</p></blockquote>
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