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	<title>Musafira &#187; Islamfeindlichkeit</title>
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		<title>Halbzeit im Prozess zum Mord an Marwa el-Sherbiny</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/11/01/halbzeit-im-prozess-zum-mord-an-marwa-el-sherbiny/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 19:37:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Björn L.]]></category>
		<category><![CDATA[Ermyas M.]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Haselier]]></category>
		<category><![CDATA[Tom Maciejewski]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Zeugenbefragung im Prozess gegen Alex W., dem Mörder Marwa el-Sherbinys, ist zur Hälfte um. Zeit, die Medienberichte die den Prozess begleiten zusammen zu fassen. Insgesamt sind 23 Zeugen geladen, 12 davon wurden bis jetzt angehört. Der Ehemann Als erster sagte der Witwer der Ermordeten aus. Elwy Ali Okaz schilderte noch einmal, wie es zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeugenbefragung im Prozess gegen Alex W., dem Mörder Marwa el-Sherbinys, ist zur Hälfte um. Zeit, die Medienberichte die den Prozess begleiten zusammen zu fassen. Insgesamt sind 23 Zeugen geladen,<a href="http://www.lvz-online.de/aktuell/content/115574.html"> 12 davon wurden bis jetzt angehört</a>. </p>
<h2>Der Ehemann</h2>
<p>Als erster sagte der Witwer der Ermordeten aus. Elwy Ali Okaz schilderte noch einmal, wie es zu der Verhandlung kam. Zwischen seiner Frau und Alex W. sei es an einer Schaukel auf einem Spielplatz zu einer <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,657498,00.html">Auseinandersetzung</a> gekommen:</p>
<blockquote><p>Die junge Ägypterin hatte W. damals höflich gebeten, die Schaukel für ihren Sohn freizugeben, worauf W. sie mit unflätigen Worten überzog: Er wolle sie und ihr Kind nicht auf dem Spielplatz haben; sie habe weder das Recht, auf dem Spielplatz noch in Deutschland zu sein. Ihr Sohn werde später ohnehin ein Terrorist werden, und deutsche Kinder sollten das Gesicht eines späteren Terroristen nicht ansehen müssen. Er, W., wolle dies vermeiden. Auch sie, die Mutter, sei eine Terroristin. Und wenn ihr Kind schaukle, werde er es schaukeln bis zum Tod.<sup>1</sup></p></blockquote>
<p>Elwy Ali Okaz bestätigte auch noch einmal, dass es nicht seine Frau war, die die Anzeige gegen Alex W. erstattete. Sie habe lediglich die Polizei gerufen, mit einem Handy, welches Anwesende auf dem Spielplatz ihr gaben und sei <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,657498,00.html">später dann als Zeugin vorgeladen</a> worden.</p>
<h2>Der Pflichtverteiger</h2>
<p>Am 28.10., dem dritten Verhandlungstag, sagte auch der ehemalige Pflichtverteidiger von Alex W., Markus Haselier, aus und schilderte die Vorgänge am Tag des Mordes aus seiner Sicht. Der Angeklagte sei wie aus heiterem Himmel auf Marwa el-Sherbiny losgegangen und habe auf sie ein geprügelt.  </p>
<blockquote><p> «In dem Moment höre ich einen entsetzlichen menschlichen Schrei und sehe, wie der Angeklagte mit einem Messer mit langer Klinge wie ein rasendes Tier auf den Oberkörper der Frau einsticht, immer wieder», sagte Haselier. «Ich sah, wie er auf sie einstach, sie fiel, lag in einer riesigen Blutlache. Ihr kleiner Junge lag mit dem Popo auf dem Boden, mit dem Rücken an der Wand. Sein rechtes Beinchen war unter ihrem Oberkörper eingeklemmt, er konnte gar nicht weg, lag im Blut seiner Mutter und musste miterleben, wie sie verblutete.» (Quelle:<a href="http://www.swp.de/nachrichten/ueberregional/Brennpunkte-Prozesse-Kriminalitaet;art988,396869"> Südwest Presse</a>)</p></blockquote>
<p>Der Verteidiger schient sehr geistesgegenwärtig gehandelt zu haben: er beschmiss Alex W. mit Stühlen um ihn von seinem Opfer abzubringen, und schob einen Tisch zwischen ihn und den Richter, der bei seinen Versuch zu helfen, selbst Gefahr lief von Alex W. angegriffen zu werden. Haselier, der vor einiger Zeit als Sanitäter gearbeitet hat, versuchte noch im Gerichtsaal, die Blutungen Marwa el-Sherbinys zu stoppen.</p>
<h2>Der Richter</h2>
<p>Tom Maciejewski schilderte in seiner Aussage den Vorgang bis zum Mord so. Während der Verhandlung sei der Angeklagte ruhig bis schroff gewesen. Der Richter ging zu keinem Zeitpunkt von einer Gefahr aus, weswegen er auch kein Wachpersonal zur Verhandlung bestellt hatte.</p>
<p>Ein Detail ist mir bei einem<a href="http://www.stern.de/panorama/2-mordprozess-in-dresden-die-ohnmacht-des-richters-1517577.html"> Bericht vom Stern</a> aufgefallen:</p>
<blockquote><p>Er sagt: &#8220;Ich habe registriert, dass sich W. eine Tasche auf den Schoß gelegt hat. Ich hörte den Reißverschluss.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der Richter selbst versuchte noch Alex W. von seinem Opfer abzubringen, bemerkte aber erst dann, als dieser auch auf ihn losging, das Messer in seiner Hand. Nachdem er daraufhin den Alarmknopf unter dem Richterpult gedrückt hatte, ging er zurück und kümmerte sich auf den mittlerweile am Boden liegenden Ehemann der Toten. (<a href="http://www.fr-online.de/top_news/2042910_Marwa-Prozess-in-Dresden-Wie-ein-Berserker.html">siehe FR-Online</a>)</p>
<h2>Der Wahlverteidiger &#8211; Veikko Bartel</h2>
<p>Die beiden Verteidiger des Angeklagten – Michael Sturm und der Wahlverteidiger Veikko Bartel – beantragten zunächst eine Verlegung des Verfahren zu einem anderen Gericht, wegen der vermuteten Befangenheit der Dresdner Richter. Dieser wurde abgelehnt. </p>
<p>Gleich zu Beginn machte der Wahlverteiger – interessante Nebennotiz: <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,418053,00.html">Veikko Bartel war schon Verteidiger von Björn L.</a>, einem der Schläger von Ermyas M. – von sich Reden, weil er forderte den Angeklagten doch im Lichte des aktuellen &#8220;Islambildes&#8221; zu beurteilen. Auf <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,657498,00.html">Spiegel-Online wird Bartel</a> folgendermaßen zitiert:</p>
<blockquote><p>Bartel wörtlich: &#8220;Wir müssen fragen, warum dieser Angeklagte getötet hat. Dazu darf man nicht die Augen vor den gesellschaftlichen Umständen in diesem Land verschließen. Ist der Mandant ein fanatischer Einzeltäter mit Ausländerhass? Vielleicht. Aber da ist auch das Bild des Islam in Politik und Medien. Ich spreche nicht von den Anschlägen 2001, sondern von den täglichen Meldungen über Attentate.&#8221; Bei den Muslimen herrsche jedes Mal &#8220;betretenes Schweigen&#8221;, wenn von Ehrenmorden und Aufrufen zu Anschlägen die Rede sei. Ein &#8220;Bild der Barmherzigkeit&#8221; biete der Islam gerade nicht. Und dies müsse schließlich zugunsten des Angeklagten berücksichtigt werden.</p></blockquote>
<h2>Ein nicht ernst genommener Brief</h2>
<p>Während es Prozesses kam auch zu Tage, dass es schon vor der zweiten Verhandlung gegen Alex W. wegen Beleidigung einen Brief an das Amtsgericht gegeben hatte. Alex W. schildert darin seine Ansichten zum Islam und der von ihm Beschimpften Marwa el-Sherbiny recht ausführlich. In der <a href="http://www.sueddeutsche.de/f5O389/3119363/Hassbrief-an-das-Gericht.html">Süddeutschen Zeitung wird folgendermaßen aus dem Brief</a> zitiert:</p>
<blockquote><p>In dem Brief bezeichnet er den Islam als eine &#8220;verrückte, gefährliche Religion&#8221;. Alle Anhänger des Islam seien &#8220;Islamisten&#8221;, die Deutschland &#8220;nach ihren verrückten Vorstellungen verändern&#8221; wollten. Niemand könne von ihm erwarten, &#8220;dass ich meine Feinde in meiner Nähe dulden muss&#8221;; falls diese trotzdem &#8220;in meine private Sphäre eindringen wollen, werde ich schnell nervös&#8221;. Das Kopftuch, das Marwa el-Sherbini trug, nannte W. &#8220;ein Anzeichen von totaler religiöser Unterwerfung vor dem Satangott&#8221;, dadurch habe sie &#8220;Deutschland und deshalb mich beleidigt&#8221;.</p></blockquote>
<p>Der Richter des damaligen Verfahrens – Tom Maciejewski – wird von den Anwälten der Familie der Verstorbenen verklagt, da ihm aufgrund des Briefes, die Gefahr, die von Alex W. ausging bekannt hätte sein müssen und er für mehr Sicherheit im Gerichtsaal hätte sorgen müssen.</p>
<fieldset>
<legend>Fußnoten</legend><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_785" class="footnote">Das hört sich so an, als hätte Alex W. hier dem kleinen Kind mit dem Tode gedroht. Auf Islam.de wird das Zitat mit einer anderen Bedeutung wieder gegeben: &#8220;<a href="http://islam.de/14501.php">Das Kind darf nicht mehr hier auf dem Spielplatz spielen &#8211; wenn es doch kommt, werde ich bis zu seinem Tode hier schaukeln.</a></li></ol></fieldset>]]></content:encoded>
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		<title>Neues auf Nafisa.de</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/07/13/neues-auf-nafisa-de/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 18:47:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Marwa el-Sherbini]]></category>

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		<description><![CDATA[Silvia hat dort Reaktionen auf den Mord an Marwa el-Sherbiny kommentiert und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Silvia hat dort Reaktionen auf den Mord an Marwa el-Sherbiny <a href="http://www.nafisa.de/medienanalyse/der-mord-an-marwa-el-sherbini-%E2%80%93-verschleierungen-und-versaumnisse/">kommentiert</a> und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf.</p>
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		<title>Merkel kondoliert Mubarak und ignoriert damit das Wesentliche</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/07/10/merkel-kondoliert-mubarak-und-ignoriert-damit-das-wesentliche/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 12:57:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Guantanamo]]></category>
		<category><![CDATA[Husni Mubarak]]></category>
		<category><![CDATA[Islamophobie]]></category>
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		<description><![CDATA[Laut der sächsischen Zeitung ist Bundeskanzlerin Merkel auf dem G8-Gipfel in Italien auf den ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak ihre Anteilnahme ausgesprochen. Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat plötzlich etwas zu dem Fall zu sagen: Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) äußerte sich am Freitag „persönlich tief bestürzt“. Er schrieb seinem ägyptischen Amtskollegen Ahmed Abul Gheit nach offiziellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Laut der <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2204987">sächsischen Zeitung</a> ist Bundeskanzlerin Merkel auf dem G8-Gipfel in Italien auf den ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak ihre Anteilnahme ausgesprochen.</p>
<p>Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat plötzlich etwas zu dem Fall zu sagen:</p>
<blockquote><p>
Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) äußerte sich am Freitag „persönlich tief bestürzt“. Er schrieb seinem ägyptischen Amtskollegen Ahmed Abul Gheit nach offiziellen Angaben, es werde alles getan, um solche Verbrechen zu verhindern. „Wir stehen dafür ein, dass sich in Deutschland jeder ungeachtet seiner Herkunft, seiner Nationalität oder seines Glaubens sicher fühlt“, heißt es in Steinmeiers Schreiben. „Dies ist oberste Maxime für staatliches Handeln. Ausländerfeindlichkeit und Islamophobie haben in Deutschland keinen Platz.“</p></blockquote>
<p>Mal abgesehen davon, dass Herr Steinmeier für mich seit der Guantanamo-Affäre vollkommen unglaubwürdig geworden ist, möchte ich doch darauf hinweisen, dass man auf diese Art geschafft hat, den Mord an Marwa E. völlig aus der politischen Verantwortung in Deutschland genommen hat. Man hat das Ganze so zu einem diplomatischen Ärgernis herabignoriert. Das Problem Islamfeindlichkeit <strong>in</strong> Deutschland, die berechtigten Sorge und Nöte deutscher Muslime angesichts dieses Mordes und der immer wieder betonten Diskriminierungserfahrungen von Muslimen werden so schlichtweg nicht ernst genommen. Herr Steinmeier und Frau Merkel, ich darf Sie daran erinnern, dass dieser Fall vor allen Dingen in Deutschland für Sorge und Unruhe gesorgt hat. Ihr beider Umgang damit ist höchst fahrlässig.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Newsupdate on the Murder of Marwa el-Sherbiny 06.07.2009</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/07/06/newsupdate-on-the-murder-of-marwa-el-sherbiny-06-07-2009/</link>
		<comments>http://www.musafira.de/2009/07/06/newsupdate-on-the-murder-of-marwa-el-sherbiny-06-07-2009/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 21:19:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Aiman Mazyek]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Stephan Kramer]]></category>
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		<description><![CDATA[This is a translation of my latest news-summary on the Case of Marwa el-Sherbiny&#8217;s murder in Dresden. A lot of new articles and statements appeared on the murder of Marwa in Dresden during the weekend. I try to summarize: Marwas husband, Elwie Okaz, woke up from his coma on Friday. His condition is stable, but [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>This is a <a href="http://www.musafira.de/2009/07/06/newsupdate-zum-mord-an-marwa-el-sherbiny-06-07-2009/">translation of my latest news-summary</a> on the Case of Marwa el-Sherbiny&#8217;s murder in Dresden.</p>
<p>A lot of new articles and statements appeared on the murder of Marwa in Dresden during the weekend. I try to summarize:</p>
<p>Marwas husband, Elwie Okaz, woke up from his coma on Friday. His condition is stable, but he still has to stay at the hospital.</p>
<p>Both secretary generals of the German Jewish and Muslim Central Council (Stephan Kramer and Aiman Mazyek) visited Marwa&#8217;s Husband today. Kramer is quoted as follows:</p>
<blockquote><p>&#8220;We want to send a signal against Islamophobia&#8221;, says Kramer. &#8220;A lot of Muslims are afraid and we cannot ignore this.&#8221; The reactions on the case so far are &#8220;absurdly meager&#8221;. (Source: <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/mord-mit-islamfeindlichem-hintergrund/">TAZ</a>)</p></blockquote>
<p>A <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2200820">meeting</a> is scheduled between both secretary generals and the Saxon prime minister (CDU).</p>
<p>A  <a href="http://alsharq.blogspot.com/2009/07/der-mord-marwa-el-sherbini-reaktionen.html">mourner&#8217;s prayer</a> took place at Berlin Dar el-Salam Mosque. The Egyptian ambassador, Ramzi Ezzeldin Ramzi, and the victim&#8217;s brother participated. The victim&#8217;s body was brought to Egypt in the evening, the German ambassador to Egypt Bernd Erbel was present at the airport among others.</p>
<blockquote><p>In a short address he pointed out, that the headscarve is not forbidden in Germany and the the murder is condemned by the German people. The diplomat explained that the 3 million Muslims in Germany enjoy all kinds of freedom and that the German nation is not hostile towards muslims. (Quelle: <a href="http://alsharq.blogspot.com/2009/07/der-mord-marwa-el-sherbini-reaktionen.html">al-Sharq</a>)</p></blockquote>
<p>Today, the burial of Marwa el-Sherbiny took place in Alexandria, Egypt. Al-Jazeera reports, that the German embassy in Cairo announced, that this crime doesn&#8217;t reflect the general attitude towards Muslims. Sulaiman Wilms, chief editor of the Islamic Newspaper, utters his partial disagreement <a href="http://english.aljazeera.net/news/middleeast/2009/07/20097612424648553.html"> in the same article</a>saying that this incident reveals the resentments that Muslims are confronted with in Europe.</p>
<p>The Intercultural Council <a href="http://www.musafira.de/2009/07/06/interkultureller-rat-ausert-sich-zum-fall-marwa/">spoke out for</a> for public demonstration of solidarity with the victims of the sćrime, especially from political stakeholder. This would demonstrate the attitude of the majority of the German people, who condemn anti-islamic racism.</p>
<p>Peter Widmann of the Institute for Research on Antisemitism at Berlin Technical University expresses his viewpoint in the daily TAZ:</p>
<blockquote><p>&#8220;If it&#8217;s true, what the media reports, this was obviously an anti-islamic attack&#8221;, says Peter Widmann, who is a researcher on islamophobia at the Centre for Research on Antisemitism.<br />
(&#8230;)<br />
 &#8220;This assault was probably mentally prepared through a hate-scene in the internet and through problemtatic tendencies among certain intellectuals, which have a place in mainstream society&#8221;, said the scienist Widmann. Anyhow, the topic is barely discussed in public until now.</p>
<p>&#8220;This is&#8221;, according to Widman, &#8220;in part because of the &#8220;widespread discomfort over Islam&#8221; well into the middle of German society.&#8221; &#8220;Furthermore there is an insecurity about what is legitimate critique and where an enemy stereotype begins. From my point of view this is petty simple though: ceriticism is legitimate, whenever it is directed at a specific individual or organisation, but it is not, when a collective character is assumed. (Quelle: <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/mord-mit-islamfeindlichem-hintergrund/">TAZ</a>)
</p></blockquote>
<p>Since now rumours and outbursts of of anger have started to circulate, I want to comment some of these.</p>
<p>In different paces on the net I read about a rumour, that the charge against Marwa&#8217;s murderer is be manslaughter – and not murder. Fact is that the charge is not yet filed. The police investigate for <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article4051592/Polizei-ermittelt-wegen-heimtueckischen-Mordes.html?">malicious murder</a> on behest of the prosecuting attorney. After Investigation are closed the charge will be filed &#8211; most probably for malicious murder.</p>
<p>I have heard all kinds of accusation against the German state. I have to say that, at least that part of the German state that is represented in this case by the prosecuting attorney Christian Avenarius and the judge has been operating well. This may sound surprising to some, but I want to put to record that the first sentence affirmed the criminal offence of discrimination and racism and punished it. Furthermore, the prosecuting attorney filed the follow-up suit against Alex W., because of his insisting and continuing harassment of Marwa during the first trial, that would have probably ended in a prison sentence. Furthermore the prosecuting attorney is investigating the behavior of the policeman, who accidental shot Marwa&#8217;s husband while he was trying to protect her. this investigation should verify if his behaviour is of criminal relevance. Of course I see a big responsibility for the increasing anti-islamic and racist atmosphere in this society on the side of politicians and public personalities as I noted  <a href="http://www.musafira.de/2009/07/04/nachrichten-update-zum-mord-an-marwa-el-sherbini/">elsewhere</a>.</p>
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		<title>Newsupdate zum Mord an Marwa el-Sherbiny 06.07.2009</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/07/06/newsupdate-zum-mord-an-marwa-el-sherbiny-06-07-2009/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 17:04:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über das Wochenende sind wieder viele Berichte und Stellungnahmen zu dem Mord an Marwa in Dresden zusammengekommen. Ich fasse zusammen: Marwas Ehemann, Elwie Okaz, ist seit Freitag aus dem Koma erwacht und in stabilem Zustand, liegt aber weiterhin im Krankenhaus in Dresden. Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, hat zusammen mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über das Wochenende sind wieder viele Berichte und Stellungnahmen zu dem Mord an Marwa in Dresden zusammengekommen. Ich fasse zusammen:</p>
<p>Marwas Ehemann, Elwie Okaz, ist seit Freitag aus dem Koma erwacht und in stabilem Zustand, liegt aber weiterhin im Krankenhaus in Dresden. </p>
<p>Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, hat zusammen mit Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime den Ehemann der Getöteten besucht. Kramer zu seiner Motivation:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wir wollen ein deutliches Zeichen gegen Islamophobie setzen&#8221;, sagte Kramer. &#8220;Viele Muslime haben Angst und das dürfen wir nicht ignorieren.&#8221; Die bisherigen Reaktionen auf den Fall seien &#8220;unverständlich spärlich&#8221;. (Quelle: <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/mord-mit-islamfeindlichem-hintergrund/">TAZ</a>)</p></blockquote>
<p>Am heutigen Abend ist ein <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2200820">Treffen</a> der beiden Generalsekretäre mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) geplant.</p>
<p>Am Sonntag fand ein <a href="http://alsharq.blogspot.com/2009/07/der-mord-marwa-el-sherbini-reaktionen.html">Totengebet in der Berliner</a> Dar el-Salam Moschee statt, an der auch der ägyptische Botschafter, Ramzi Ezzeldin Ramzi, und der Bruder der Ermordeten, Tariq El-Sherbiny, teilnahmen. Daraufhin wurde der Leichnam von ihrem Bruder nach Ägypten gebracht. Am Flughafen in Kairo nahm ihn u.a. auch der deutsche Botschafter Bernd Erbel in Empfang.</p>
<blockquote><p>Er verwies in einer kurzen Ansprache darauf, dass das Kopftuch in Deutschland nicht verboten sei und der Mord vom deutschen Volk verurteilt werde. Der Diplomat erklärte, dass die 3 Millionen in Deutschland lebenden Muslime alle Freiheiten genießen und und das deutsche Volk den Muslimen nicht feindlich gegenüberstehe. (Quelle: <a href="http://alsharq.blogspot.com/2009/07/der-mord-marwa-el-sherbini-reaktionen.html">al-Sharq</a>)</p></blockquote>
<p>Heute fand die Beerdigung von Marwa in Alexandria, Ägypten, statt. Al-Jazeera berichtet, dass die deutsche Botschaft in Ägypten verlauten ließ, dass diese Tat nicht die allgemeine Haltung gegenüber Muslimen reflektiere. Sulaiman Wilms von der Islamischen Zeitung, widerspricht im <a href="http://english.aljazeera.net/news/middleeast/2009/07/20097612424648553.html">selben Artikel</a> dieser Aussage teilweise, indem er sagt, dass dieser Vorfall die Ressentiments deutlich mache, mit denen Muslime in Europa konfrontiert seien.</p>
<p>Der Interkulturelle Rat hat sich in <a href="http://www.musafira.de/2009/07/06/interkultureller-rat-ausert-sich-zum-fall-marwa/">seiner Pressemitteilung</a> dafür ausgesprochen, dass es besonders von politischer Seite Solidaritätsbekundungen mit den Opfern geben sollte, da die Haltung der Mehrheit der Menschen in Deutschland reflektieren würde, die antimuslimischen Rassismus ablehnen.</p>
<p>Peter Widmann von Institut für Antisemitismusforschung äußert sich zu de Fall in der TAZ:</p>
<blockquote><p>&#8220;Falls es stimmt, was die Medien schreiben, war es ganz offensichtlich ein islamfeindlicher Anschlag&#8221;, sagte Peter Widmann, der am Zentrum für Antisemitismusforschung zu Islamophobie forscht.<br />
(&#8230;)<br />
 &#8220;Dieser Anschlag wurde möglicherweise atmosphärisch durch eine Hassszene im Internet vorbereitet und durch problematische Tendenzen unter bestimmten Intellektuellen, die bis in die Mitte der Gesellschaft reichen&#8221;, sagte Wissenschaftler Widmann. Dennoch würde das Thema Islamfeindlichkeit in der Öffentlichkeit bislang kaum diskutiert.</p>
<p>Das liege, so Widmann, zum einen an einem &#8220;verbreiteten Unbehagen über den Islam&#8221; bis in die gesellschaftliche Mitte hinein. &#8220;Zudem gibt es Unsicherheit darüber, was legitime Kritik ist und wo ein Feindbild beginnt&#8221;, sagte Widmann. Aus seiner Sicht ist das aber einfach: Legitim sei Kritik immer, wenn sie sich an konkrete Personen oder Organisationen richtet, nicht aber, wenn ein Kollektivcharakter angenommen werde. (Quelle: <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/mord-mit-islamfeindlichem-hintergrund/">TAZ</a>)
</p></blockquote>
<p>Da nun ja diverse Gerüchte und Wutausbrüche die Runde machen, noch ein paar Anmerkungen von mir. Ich habe des öfteren gelesen, dass Leute sich in Foren, bei Twitter usw. darüber aufregen, dass die Anklage gegen Marwas Mörder auf Totschlag – nicht auf Mord – lauten solle. Das ist nicht wahr, aus dem einfachen Grund, weil noch gar keine Anklage erhoben wurde. Noch laufen die Ermittlungen laut einem Bericht der &#8220;Welt&#8221; wegen <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article4051592/Polizei-ermittelt-wegen-heimtueckischen-Mordes.html?">heimtückischen Mord</a>. Eine Anklage wird dann aufgrund der Ermittlungsergebnisse erhoben.</p>
<p>Weiterhin habe ich des öfteren Vorwürfe gegen den deutschen Staat vernommen. Ich muss sagen, dass zumindest der Teil des deutschen Staates, der in diesem Fall durch den Dresdner Staatsanwalt und den Richter repräsentiert wird, gut funktioniert hat. Das mag vielleicht einige überraschen, allerdings muss festgehalten werden, dass durch das erste Gerichtsurteil der Tatbestand der Diskriminierung und des Rassismus festgestellt und bestraft wurde. Die Staatsanwaltschaft kam sogar zu der Auffassung, dass aufgrund der wiederholten Beleidigungen des Alex W. vor Gericht eine Revision angestrebt werden müsste, die möglicherweise eine Freiheitsstrafe nach sich gezogen hätte. Natürlich sehe ich auch eine Verantwortung für eine zunehmend islamfeindliche Stimmung in der Gesellschaft seitens Persönlichkeiten der Politik und Gesellschaft, wie ich an <a href="http://www.musafira.de/2009/07/04/nachrichten-update-zum-mord-an-marwa-el-sherbini/">anderer Stelle</a> schon erwähnt habe.</p>
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		<item>
		<title>Interkultureller Rat äußert sich zum Fall Marwa</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/07/06/interkultureller-rat-ausert-sich-zum-fall-marwa/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 14:48:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Interkultureller Rat]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Miksch]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Interkulturelle Rat hat heute eine Pressemitteilung herausgegeben. In der heißt es unter anderem: „Die Beleidigungen, mit denen der Täter, der 28-jährige Alex W., sein Opfer bereits in der Vergangenheit tituliert hatte, lassen den Schluss zu, dass die Bluttat islamfeindlich motiviert war“, erklärte der Vorsitzende des Interkulturellen Rates, Dr. Jürgen Micksch. Der Interkulturelle Rat warnt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Interkulturelle Rat hat heute eine Pressemitteilung herausgegeben. In der heißt es unter anderem:</p>
<blockquote><p>„Die Beleidigungen, mit denen der Täter, der 28-jährige Alex W., sein Opfer bereits in der Vergangenheit tituliert hatte, lassen den Schluss zu, dass die Bluttat islamfeindlich motiviert war“, erklärte der Vorsitzende des Interkulturellen Rates, Dr. Jürgen Micksch.</p>
<p>Der Interkulturelle Rat warnt seit vielen Jahren vor dem Anwachsen eines antimuslimischen Rassismus in Deutschland, der &#8211; nach jetzigem Kenntnisstand &#8211; erstmals in einem Tötungsdelikt Ausdruck gefunden hat.<br />
(&#8230;)<br />
Bei den Untersuchungen über den Tathergang ist auch der Frage nachzugehen, warum es bei dem Polizeieinsatz im Landgericht Dresden zu schweren Verletzungen des hinterbliebenen Ehemanns gekommen ist. Uns bewegt die Frage, warum er &#8211; obwohl an der Gewalttat nicht beteiligt &#8211; von den hinzukommenden Polizeibeamten fälschlicherweise als Täter identifiziert und angeschossen wurde.<br />
(&#8230;)<br />
Zugleich ist festzuhalten, dass von der Mehrheit der Menschen in Deutschland der antimuslimische Rassismus abgelehnt wird. Zeichen der Solidarität mit der ägyptischen Familie &#8211; besonders auch von politischen Verantwortlichen &#8211; sind deshalb jetzt besonders wichtig.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.interkultureller-rat.de/Presse/Presse_2009/Presse_07_06.shtml">Hier</a> geht es zur kompletten Mitteilung.</p>
<p>Update:</p>
<p>Die <a href="http://www.interkultureller-rat.de/Presse/Presse_2009/PM-Dresden-060709_en.pdf">Pressemitteilung gibt es nun auch in englischer Sprache</a>. Hier ein paar Auszüge:</p>
<blockquote><p>The Intercultural Council is warning since many years against the growth of anti-muslim<br />
racism in Germany, that – according to present knowledge – has led for the first time to<br />
homicide.<br />
(…)<br />
When investigating the sequence of events the question must be answered, why, at the<br />
occasion of the police operation in the Regional Court (Landgericht) of Dresden, the<br />
victim’s husband was injured so severely. We are moved by the question, why he –<br />
although in no way involved in the atrocity &#8211; was mistaken for the perpetrator by the<br />
accruing Police officer and shot.<br />
(…)<br />
The killing of Marwa E. is a solemn occasion to make an issue of Islamophobia in Ger-<br />
many. Urgent in addition is also a critical examination of anti-muslim blogs in the web.<br />
Within many posts of those blogs one can find hate-filled and dehumanizing statements<br />
that are not compatible with the Basic Constitutional Law of Germany.<br />
At the same time must be affirmed that anti-muslim racism is rejected by the majority of<br />
people living in Germany. A sign of solidarity – especially by the politically accountable<br />
– is crucial now.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Pressemitteilung IMV – Beim Namen nennen: antiislamischer Mord in Deutschland</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/07/04/pressemitteilung-imv-%e2%80%93-beim-namen-nennen-antiislamischer-mord-in-deutschland/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 17:38:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Musafira|Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Insitut für Medienverantwortung]]></category>
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		<category><![CDATA[Messerattacke]]></category>
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		<category><![CDATA[Sabine Schiffer]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier unkommentiert eine Pressemitteilung des Insituts für Medienverantwortung in Erlangen Beim Namen nennen: antiislamischer Mord in Deutschland Das Opfer, die 32-jährige Marwa El-Sherbini Mit Bestürzung haben wie die Nachricht wie auch die Art der Berichterstattung über die antiislamische Messerattacke in Dresden aufgenommen. Mit Kategorisierungen durch Begriffe wie „ausländerfeindlich“ oder „rassistisch“ wird versucht die Tatsache zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier unkommentiert eine Pressemitteilung des Insituts für Medienverantwortung in Erlangen</p>
<blockquote><p>
<strong>Beim Namen nennen: antiislamischer Mord in Deutschland</strong><br />
Das Opfer, die 32-jährige Marwa El-Sherbini</p>
<p>Mit Bestürzung haben wie die Nachricht wie auch die Art der Berichterstattung über die antiislamische Messerattacke in Dresden aufgenommen. Mit Kategorisierungen durch Begriffe wie „ausländerfeindlich“ oder „rassistisch“ wird versucht die Tatsache zu umgehen, dass die antiislamische Agitation, die wir seit rund 30 Jahren beobachten und seit etlichen Jahren anmahnen, eine neue Stufe erreicht hat. Dass bisherige Bemühungen um eine Versachlichung der Diskussionen um Islam und Muslime bei weitem nicht ausreichen, zeigt diese Tat wie auch die Tatsache, dass der Ehemann des Opfers von einem Polizisten angeschossen wurde – nicht der tatsächliche Täter. Ob dies etwas mit dem Aussehen der Betroffenen zu tun hat, wäre in einem Gutachten zu prüfen. Statt hier Alarm zu schlagen im Sinne einer Vierten Gewalt, verlegt man sich medial eher auf Straftatsberichterstattung as usual – Russlanddeutscher, also nicht unser Problem.</p>
<p>Dabei ist eine solche Tat, in der der Täter sein Opfer als „Islamistin“ und „Terroristin“ beschimpfte, ein eindeutiges Signal, dass die Saat der antiislamischen Hassprediger wie auch deren Pendants der sinn-induktiven Verknüpfung von Gewaltthemen mit Symbolen des Islams in den Mainstream-Medien aufgeht. Wenn sich die Politik weiterhin wie bisher dilettantisch mit dem Erstarken eines antiislamischen Ressentiments als Ausdruck von Meinungsfreiheit befasst und Probleme ausschließlich aufseiten von Muslimen vermutet, werden wir die längst gerufenen Geister bald nicht mehr bändigen können. Es gab nie<br />
eine Multi-Kulti-Idylle in Deutschland und von der sind wir auch heute wieder ganz sicher und sehr weit entfernt.</p>
<p>Unser Mitgefühl gilt der Familie des Opfers! Unsere Sorge uns allen – ohne Ausnahme.<br />
Mit bestürzten Grüßen<br />
für das IMV-Team</p>
<p>Dr. Sabine Schiffer<br />
Institutsleitung
</p></blockquote>
<p><a href='http://www.musafira.de/wp-content/uploads/2009/07/20090703_IMV_MedienZumantiislamMord-inDresden.pdf'>Hier</a> das ganze als PDF-Datei.</p>
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		<title>Nachrichten-Update zum Mord an Marwa el-Sherbini</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/07/04/nachrichten-update-zum-mord-an-marwa-el-sherbini/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 17:23:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen den Täter Alexander W. wegen Mordes. Ermittler haben unterdessen seine Wohnung durchsucht und zahlreiche Unterlagen beschlagnahmt, die derzeit ausgewertet werden. Der Prozess soll innerhalb kurzer Zeit anberaumt werden. Nun wird auch das Verhalten des Polizisten auf strafrechtliche Relevanz überprüft, der versehentlich den zum Schutz eilenden Ehemann für den Täter hielt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen den Täter Alexander W. wegen Mordes. Ermittler haben unterdessen seine Wohnung durchsucht und zahlreiche Unterlagen beschlagnahmt, die derzeit ausgewertet werden. Der Prozess soll innerhalb kurzer Zeit anberaumt werden.</p>
<p>Nun wird auch das Verhalten des Polizisten auf strafrechtliche Relevanz überprüft, der versehentlich den zum Schutz eilenden Ehemann für den Täter hielt und auf sein Bein schoss.</p>
<p>Marwas Leichnam ist inzwischen freigegeben und wird wohl noch an diesem Wochenende nach Ägypten zur Beerdigung überführt werden.</p>
<p>Nachdem ägyptische Botschaftsangehörige zunächst keinen Zugang zum dreijährigen Sohn der Getöteten hatten, befindet er sich nun in der Obhut der Schwester des immer noch im Krankenhaus liegenden Ehemannes. Sie ist, so wie der Bruder der Toten, am Freitag aus Kairo angereist und wird das Kind mit nach Ägypten nehmen.</p>
<blockquote><p>Die Schwester des Ehemanns kam am Nachmittag als Erste in Dresden an und fuhr unverzüglich ins Krankenhaus, um ihren Bruder zu besuchen. Begleitet wurde sie von vielen Freunden und Bekannten der Familie, unter anderem von Hamid el-Seyid, der ebenfalls aus Ägypten stammt und seit zwei Jahren in Dresden arbeitet. „Wir sind geschockt von der Tat. Die Verwandten können es nicht fassen“, sagt er. „Es leben nicht viele Ägypter in Dresden. Die meisten kennen sich und bei so einem Unglück hilft man sich natürlich.“ (Quelle: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2199780">Sächsische Zeitung</a>)</p></blockquote>
<p>Die Ägyptische Botschaft in Berlin hat zwei Mitarbeiter nach Dresden abbestellt um sich um den Sohn, Ehemann und die Verwandten vor Ort zu kümmern. Außerdem kommuniziert die Ägyptische Botschaft Deutschland die Geschehnisse in die ägyptische (und somit die ganze arabischsprachige) Öffentlichkeit, die den Fall natürlich sehr besorgt betrachtet.</p>
<p>Nach und nach kommen immer mehr Einzelheiten zu den Hintergründen der Tat durch. So wohnten der Täter und die ägyptische Familie in derselben Straße, wie die <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article4051592/Polizei-ermittelt-wegen-heimtueckischen-Mordes.html?page=1#article_readcomments">Welt berichtet</a>.</p>
<p>Ich werde an dieser Stelle immer mal wieder versuchen, neueste Erkenntnisse in dem Fall zusammenfassend zu kommentieren. Nur kurz noch ein paar Gedanken von mir zur Berichterstattung: Es wird immer wieder davon Gesprochen, dass es sich bei dem Täter um einen Einzeltäter und der Tat um eine Eizeltat handelt. Das ist offensichtlich, allerdings handelt es sich bei den Anfeindungen, gegen die Marwa sich gerichtlich zur Wehr setzte um Alltagserfahrungen muslimischer Frauen und Mädchen (mit Kopftuch). Immer wieder wird das Kopftuch als &#8220;Flagge des Islamismus&#8221; (O-Ton Alice Schwarzer) behauptet, oder das Kopftuch als &#8220;Symbol für Unterdrückung&#8221; (O-Ton Renate Schmidt, Ekin Deligöz, Wolfgang Thierse, und unzählig viele mehr) tituliert, immer über die Köpfe und Absichten muslimischer Frauen hinweg. All diese Aussagen kommen immer wieder von Menschen aus dem politischen und gesellschaftlichen Mainstream– nicht nur aus unserer allseits bekannten politisch inkorrekten Internetschmuddelkiste. Zudem wird diesen Aussagen immer und immer und immer wieder eine doch recht unkritische Medienplattform gegeben. Wie, um alles in der Welt, soll sich dies nicht in einem Feindbild &#8220;muslimische Frau mit Kopftuch&#8221; niederschlagen? </p>
<p>Quellen<br />
MDR-Sachen-Online: <a href="http://www.mdr.de/sachsen/6495083.html">Neue Erkenntnisse nach tödlicher Messerattacke</a><br />
Sächsische Zeitung: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2198815">Verwandte kümmern sich um Dresdner Opfer von Messerattacke</a><br />
FR-Online: <a href="http://www.fr-online.de/top_news/1821248_Dresdner-Bluttat-Mehr-als-Auslaenderhass.html">Mehr als Ausländerhass</a><br />
Sächsische Zeitung: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2199780">Mitgefühl für Opfer des Dresdner Landgericht-Attentats</a></p>
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		<item>
		<title>Marwa E. – Opfer eines anti-islamisch motivierten Mordes</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/07/03/marwa-e-%e2%80%93-opfer-eines-anti-islamisch-motivierten-mordes/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 11:07:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nabil Yacoub]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich fasse zusammen, was ich den letzten Tagen aus Medienberichten über den Mord am Mittwoch in Dresden in Erfahrung bringen konnte. Die Apothekerin Marwa E. lebt seit dem Jahr 2005 mit ihrem Mann Ali in Dresden. Sie arbeitet dort in einer Apotheke und er ist Stipendiat am renommierten Max-Planck-Institut. Im August 2008 begegnen sich Marwa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich fasse zusammen, was ich den letzten Tagen aus Medienberichten über den Mord am Mittwoch in Dresden in Erfahrung bringen konnte.</p>
<p>Die Apothekerin Marwa E. lebt seit dem Jahr 2005 mit ihrem Mann Ali in Dresden. Sie arbeitet dort in einer Apotheke und er ist Stipendiat am renommierten Max-Planck-Institut.</p>
<p>Im August 2008 begegnen sich Marwa E. (32) und Alexander W. (28) auf einem Dresdner Kinderspielplatz im Stadtteil Johannstadt. Nachdem sie ihn bittet auf einer Schaukel Platz für ihren Sohn zu machen, beschimpft er sie unter anderem mit den Worten &#8220;Islamistin&#8221;, &#8220;Terroristin&#8221; und &#8220;Schlampe&#8221;. Marwa E. ist Ägypterin, Muslima und trägt Kopftuch.</p>
<p>Marwa E. will sich gerichtlich gegen diese Beleidigungen wehren. Es kommt zur Verhandlung, in der Alexander W. vom Amtsgericht Dresden zu einer Geldstrafe von 780 € verurteilt wird.</p>
<p>Es kommt aber zu einem Berufungsverfahren. Die Berufung ging von der Staatsanwaltschaft aus, weil ihr das vorherige Urteil als zu Milde erschien und der Angeklagte sich uneinsichtig zeigte. Am 1. Juli um 9.30 beginnt also die Verhandlung vor dem Landgericht Dresden.</p>
<blockquote><p>W., der zuvor nicht anwaltlich vertreten worden war, wurde nun Markus Haselier als Pflichtverteidiger beigeordnet. Die 12. Strafkammer unter Vorsitz von Richter Tom Maciejewski hatte ihn dazu verpflichtet – wegen der Unfähigkeit des Angeklagten, sich selbst zu verteidigen, wie es hieß. (Quelle: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2197618">Sächsische Zeitung</a>)</p></blockquote>
<p>Weil Alexander W. in dem Strafverfahren am 1.Juli Marwa E. erneut massiv beleidigte, hatte die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht auf eine Haftstrafe gedrängt. Nach einer Stunde eskaliert die Situation, gerade in dem Moment in dem Marwa E. ihre Zeugenaussage beendet hatte. Alexander W. stürzt sich auf Marwa E., sticht innerhalb von 30 Sekunden 18 mal auf sie ein. Er ruft dabei &#8220;Du hast kein Recht, zu leben&#8221;. Marwa E. ist zu diesem Zeitpunkt im 3. Monat schwanger, ihr drei-jähriger Sohn wird Zeuge des Mordes und ihr Ehemann, der ihr zu Hilfe eilen wollte, wird ebenfalls lebensgefährlich verletzt und zudem noch versehentlich von einem Polizisten angeschossen. Ali O. ist mittlerweile, alhamdulillah, aus der Lebensgefahr. Der drei-jährige Sohn wird betreut.</p>
<p>Während viele Medienberichte noch über das (so offensichtliche) Motiv rätseln, ihre Artikel teilweise irreführend betiteln mit &#8220;Mord wegen Streit um Schaukel&#8221;, gibt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft folgendes über den Täter bekannt:</p>
<blockquote><p>Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte am Donnerstagabend im MDR-Fernsehen, der Täter sei ein &#8220;notorischer Ausländerhasser&#8221;. (Quelle: <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/1820280_Toetung-im-Dresdener-Gericht-Motiv-war-Auslaenderhass.html?sid=256754f4d6198ef4ad293f3088aeb1e3">FR-Online</a>)</p></blockquote>
<p>Nabil Yacoub, ehemaliger Geschäftsführer des Dresdner <a href="http://www.auslaenderrat.de/ar/startseite.php">Ausländerrats</a>, gab der Sächsischen Zeitung gegenüber Aufschluss über die Hintergründe des Falles.  </p>
<blockquote><p>Der 72-jährige Ägypter kümmerte sich jahrelang um die Sorgen von Migranten. Die jetzt so schwer geschädigte ägyptische Familie habe seit vier Jahren in Dresden gelebt, sagt er.<br />
(…)<br />
Die Frau sei Apothekerin gewesen, ihr Mann Pharmakologe am Max-Planck-Institut. „Er ist Stipendiat seiner Regierung. Der Anschlag macht bereits in Ägypten Schlagzeilen.“ Die Botschaft habe sich eingeschaltet.<br />
(…)<br />
 Frauen anderer Stipendiaten, die wie Marwa S. Kopftuch tragen, hätten bereits über Anfeindungen geklagt. „Wir wollten ihnen Mut machen, sich an die Behörden zu wenden, damit die Verwaltung Bescheid weiß“, sagte Yacoub.(Quelle: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2198564">Sächsische Zeitung</a>)</p></blockquote>
<p>Viele muslimische Frauen, die wegen ihrer Kleidung angefeindet oder diskriminiert werden, trauen sich nicht, sich damit an die zuständigen Stellen zu wenden. Deswegen versucht man in vielen Gemeinden, Ausländerbeiräten und Antidiskriminierungsstellen, diese Frauen dazu zu ermutigen, ihre Stimme zu erheben. Marwa E. hatte sich dazu entschlossen, sich nicht als &#8220;Terroristin&#8221; und &#8220;Islamistin&#8221; beleidigen zu lassen. In drei Monaten wollte sie zusammen mit ihrem Mann zurück nach Ägypten gehen.</p>
<p>Inna lillahi wa ilayhi raji&#8217;un – Zu Allah gehören wir und zu ihm kehren wir zurück. Möge Allah Marwa gnädig sein. Amin.</p>
<p><strong>Update</strong><br />
Der Ehemann der Toten befindet sich laut neueren Berichten <a href="http://www.stern.de/panorama/:Messerattacke-Landgericht-Das-Motiv-Ausl%E4nderhass/705282.html">weiterhin in kritischem Zustand</a>.</p>
<p>Quellen:<br />
Sächsische Zeitung: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2197618">Streit um eine Schaukel endet tödlich</a><br />
Sächsische Zeitung: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2198564">18 Messerstiche in 32 Sekunden</a><br />
Sächsische Zeitung: <a href="http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2198788">Im Gericht: Polizist schoss auf Falschen</a><br />
FR-Online: <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/1820280_Toetung-im-Dresdener-Gericht-Motiv-war-Auslaenderhass.html?sid=256754f4d6198ef4ad293f3088aeb1e3">Motiv war Ausländerhass</a><br />
MDR-Info: <a href="http://www.mdr.de/nachrichten/6491174.html">Haftbefehl nach tödlicher Messerattacke</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Dokumentation der Konferenz „Feindbild Muslim – Feindbild Jude“</title>
		<link>http://www.musafira.de/2009/02/23/dokumentation-der-konferenz-feindbild-muslim-feindbild-jude/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 16:38:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zentrum für Antisemitismusforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin selbst nicht auf der umstrittenen Konferenz im Dezember vergangenen Jahres in Berlin gewesen. Nun wurde die Tagung dokumentiert: Die wachsende Feindschaft gegen Muslime war Thema einer Tagung, die das Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin im Dezember 2008 veranstaltete. Ziel der Konferenz war es, die aktuellen Ressentiments gegen Muslime in Europa und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin selbst nicht auf der umstrittenen Konferenz im Dezember vergangenen Jahres in Berlin gewesen. Nun wurde die Tagung dokumentiert:</p>
<blockquote><p>Die wachsende Feindschaft gegen Muslime war Thema einer Tagung, die das Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin im Dezember 2008 veranstaltete. Ziel der Konferenz war es, die aktuellen Ressentiments gegen Muslime in Europa und insbesondere in Deutschland zu thematisieren und mit dem Instrumentarium der Vorurteilsforschung, der Antisemitismus als wichtigstes Paradigma dient, zu untersuchen. Die teilweise heftigen Reaktionen in der Presse, in Internetforen und in der Bloggerszene, überwiegend ohne Kenntnis der Vorträge verfasst, gaben Anlass, die Tagung zu dokumentieren.</p></blockquote>
<p>Das Buch kann man <a href="http://www.metropol-verlag.de/pp/neuerscheinungen/neu_1_2007.htm#978-3-940938-32-9">hier</a> für 16 Euro bestellen.</p>
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		<title>Rabbis und Imame gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit und Hass</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 06:50:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rabbi]]></category>

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		<description><![CDATA[Habe dieses Video vorhin bei Chajm entdeckt. Entstanden ist es als Werbung für eine Aktion, die jüdische und muslimische Gemeinden in den USA und Canada zusammen geplant haben: Je eine Synagoge und eine Moschee haben sich lokal zusammengetan und drei Tage lang Podiumsdiskussionen, Arbeitsgruppen und Foren veranstaltet um gemeinsam etwas gegen Intoleranz und Hass zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Habe dieses Video vorhin bei <a href="http://www.sprachkasse.de/blog/2008/11/25/islamophobie-und-antisemitismus/">Chajm</a> entdeckt. Entstanden ist es als Werbung für eine Aktion, die jüdische und muslimische Gemeinden in den USA und Canada zusammen geplant haben: Je eine Synagoge und eine Moschee haben sich lokal zusammengetan und drei Tage lang Podiumsdiskussionen, Arbeitsgruppen und Foren veranstaltet um gemeinsam etwas gegen Intoleranz und Hass zu unternehmen.</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/qIY-YP90xho&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/qIY-YP90xho&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xcfcfcf&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>A Land Called Paradise</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2008 22:41:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den USA läuft grade ein online Videowettbewerb namens &#8220;One Nation &#8211; Many Voices&#8221;. Viele kreative Beiträge wurden eingereicht, leider kann man nur aus den USA abstimmen. Hier ein Beispiel:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den USA läuft grade ein online Videowettbewerb namens &#8220;One Nation &#8211; Many Voices&#8221;. Viele kreative Beiträge wurden eingereicht, leider kann man nur aus den USA abstimmen. Hier ein Beispiel:</p>
<p><object width="400" height="370"><param name="movie" value="http://www.linktv.org/embed_ff/238"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.linktv.org/embed_ff/238" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="400" height="370"></embed></object></p>
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		<title>Jahresrückblick bei Scheibenwischer</title>
		<link>http://www.musafira.de/2007/12/30/jahresruckblick-bei-scheibenwischer/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Dec 2007 22:40:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wirklich sehenswert, dieser Beitrag von Hagen Rether zum Thema Islamkritik: Gesehen bei politischkorrekt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wirklich sehenswert, dieser Beitrag von Hagen Rether zum Thema Islamkritik:</p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/sET9EmMbGSI&#038;rel=1"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/sET9EmMbGSI&#038;rel=1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object></p>
<p>Gesehen bei <a href="http://www.politischkorrekt.info/?p=372">politischkorrekt</a>.</p>
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		<title>Leserbrief zum Spiegelinterview mit Günter Wallraff</title>
		<link>http://www.musafira.de/2007/12/05/leserbrief-zum-spiegelinterview-mit-gunter-wallraff/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Dec 2007 10:56:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[günter wallraff]]></category>
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		<category><![CDATA[Irmgard Pinn]]></category>
		<category><![CDATA[Kopftuchverbot]]></category>
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		<description><![CDATA[Günter Wallraff gab dem Spiegel am 1. Dezember ein Interview. Hier ein gelungener Leserbrief dazu von Irmgard Pinn: Leserinnenbrief an den SPIEGEL Sehr geehrte Damen und Herren vor langer Zeit hat sich Günter Wallraff mit sozialkritischen Reportagen &#8211; vor allem als &#8220;Kumpel Ali&#8221; &#8211; auch unter muslimischen &#8220;Gastarbeitern&#8221; das Image eines Kämpfers für Gerechtigkeit und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Günter Wallraff gab dem Spiegel am 1. Dezember ein <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,520751,00.html">Interview</a>. Hier ein gelungener Leserbrief dazu von Irmgard Pinn:</p>
<blockquote><p>Leserinnenbrief an den SPIEGEL</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren</p>
<p>vor langer Zeit hat sich Günter Wallraff mit sozialkritischen Reportagen &#8211; vor allem als &#8220;Kumpel Ali&#8221; &#8211; auch unter muslimischen &#8220;Gastarbeitern&#8221; das Image eines Kämpfers für Gerechtigkeit und für ein auf gegenseitigem Respekt basierendes Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft erworben. Dagegen offenbart er mit seinen gegenwärtigen Äusserungen und Aktivitäten eine gesellschaftspolitische Einstellung, welche von der eifernder Kulturkämpfer gegen eine &#8220;Islamisierung&#8221; Deutschlands/ Europas nicht weit entfernt ist, so z.B. mit der Behauptung, dass das Kopftuch (als Ausdruck einer islamisch geprägten Lebensweise) die freie Entwicklung und die Integration muslimischer Frauen und Mädchen in die deutsche Gesellschaft blockiert. Abgesehen davon, dass Wallraff &#8211; wie seine neuen Verbündeten vom &#8220;Zentralrat der Ex-Muslime&#8221;- religiös orientierte Musliminnen schlichtweg entmündigt, indem er ihre freie Entscheidung für eine Integration als Muslima mit Kopftuch nicht einmal hypothetisch in Erwägung zieht, fehlt seinen Behauptungen über die schädlichen Folgen des Kopftuchtragens für muslimische Schülerinnen jegliche empirische Fundierung.</p>
<p>Das Kopftuch an sich hindert kein Mädchen, keine Frau daran, Abitur zu machen, zu studieren, Lehrerin, Wissenschaftlerin, Journalistin, Rennfahrerin, Managerin oder was auch immer zu werden. Es hindert sie auch nicht daran, Sport zu treiben, zu reisen oder sich politisch zu engagieren. So steht es auch dem Schwimmenlernen oder der Teilnahme an Klassenfahrten nicht im Wege, wie sich hundertfach an Beispielen aus der Türkei, arabischen Ländern und selbst aus dem Iran belegen lässt. Wenn muslimische Mädchen und Frauen sozial und rechtlich benachteiligt werden, sei es in der Familie, sei es von Staats wegen, so hat das andere Gründe. Es wäre daher sehr zu begrüssen, wenn die selbsternannten Anwälte und Anwältinnen muslimischer Mädchen sich diesen Ursachen zuwenden würden, statt mit Polemiken und teilweise sogar grundgesetzwidrigen Forderungen (nach staatlichen Kleiderordnungen!) das in Deutschland ohnehin zunehmend islamfeindliche Klima weiter aufzuheizen. Und von den Medien erwarte ich, dass sie über kulturkämpferische Veranstaltungen wie die Kölner &#8220;Kritische Islamkonferenz&#8221; am 1. Dezember mit professioneller Kompetenz und Distanz berichten, statt den Protagonisten &#8211; wie hier im SPIEGEL &#8211; auch noch ein Forum für ihre haltlosen Behauptungen und Forderungen zu bieten.</p>
<p>Das gilt schliesslich in ganz besonderer Weise auch für Wallraffs Behauptung, muslimische Vereine und Verbände würden vom Staat wesentlich stärker finanziell gefördert als die säkularen Migrantenorganisationen &#8211; und als Beleg dafür das Gerede türkischer Aleviten anführt. Wann sonst hätte er, der bekannt ist für seine akribischen Recherchen, so etwas als beweiskräftig gelten lassen? Beim Thema &#8220;Islam&#8221; jedoch lässt er sich &#8211; nicht anders als Stammtischbrüder und rechte Populisten &#8211; bereitwillig von eigenen Vorurteilen und windigen Geschichten leiten, die ihm von &#8220;guten&#8221;, d.h. nach leitkulturellen Kriterien integrierten, laizistischen Migranten erzählt werden.</p>
<p>Die meisten Moscheegemeinden und islamischen Verbände möchten liebend gerne auf Unterstützung aus dem Ausland verzichten. Viele existieren bereits ausschliesslich von Spendengeldern ihrer Mitglieder, was allerdings angesichts der Sozialstruktur der muslimischen Community (viele Geringverdiener und Arbeitslose) einerseits und dem Fehlen von staatlich transferierten Steuereinnahmen und Zuschüssen andererseits sehr schwierig ist. Und während seitens der muslimischen Community und besonders aus der deutschen Gesellschaft immer mehr Anforderungen gestellt werden &#8211; Sozialarbeit, Integrationsförderung, Beteiligung am interkulturellen Dialog und Massnahmen der Kriminalitätsprävention etc. -, ist das, was islamische Vereine dafür aus öffentlichen Mitteln erhalten, gemessen am Gesamtvolumen nicht der Rede wert. Wo sind denn die vom Staat geförderten islamischen Kindergärten, Jugendclubs, Beratungsstellen, Akademien usw.? Möge Herr Wallraff doch einmal versuchen, für eine islamische Bildungsveranstaltung auch nur einen öffentlichen Zuschuss von tausend Euro aufzutreiben!</p>
<p>Mit freundlichen Grüssen</p>
<p>Irmgard Pinn</p></blockquote>
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		<title>Fotos der Pro-Köln Anti-Moschee Demo</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jun 2007 10:57:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Humor]]></category>
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		<description><![CDATA[Hier gibt es viele Fotos der Pro-Köln Demonstration gegen den Moscheebau der DITIB in Ehrenfeld am 16.07.2007. So sieht also eine Mehrheit aus )]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/reportage-2007/2007-06-16-koeln-pro-koeln-gegen-moschee.html" target="_blank" rel="external">Hier</a> gibt es viele Fotos der Pro-Köln Demonstration gegen den Moscheebau der DITIB in Ehrenfeld am 16.07.2007. So sieht also eine Mehrheit aus <img src='http://www.musafira.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> )</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Islamkritik a la Giordano</title>
		<link>http://www.musafira.de/2007/05/28/islamkritik-a-la-giordano/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 May 2007 12:03:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist wirklich faszinierend, dem Herrn Giordano bei seiner persönlichen Dauerschlammschlacht zuzusehen. Er richtete seine Argumentation zuerst gegen die Kölner Moschee, dann gegen von ihm als &#8220;menschliche Pinguine&#8221; verunglimpfte bedeckte muslimische Frauen, um sich kurz danach zum Retter aller muslimischer Frauen, die zu allen Zeiten und überall vom Islam unterdrückt wurden, aufzuschwingen. Gestern legte Giordano [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist wirklich faszinierend, dem Herrn Giordano bei seiner persönlichen Dauerschlammschlacht zuzusehen. Er richtete seine Argumentation zuerst gegen die <a href="http://www.koeln.de/artikel/Koeln/Ralph-Giordano-spricht-sich-gegen-Moschee-Bau-aus-35387-1.html" target="_blank" rel="external">Kölner Moschee</a>, dann gegen von ihm als &#8220;<a href="http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/kultur/mehr_kultur/441406" target="_blank" rel="external">menschliche Pinguine</a>&#8221; verunglimpfte bedeckte muslimische Frauen, um sich kurz danach zum Retter aller <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/627848/" target="_blank" rel="external">muslimischer Frauen, die zu allen Zeiten und überall vom Islam unterdrückt</a> wurden, aufzuschwingen. Gestern legte Giordano nochmal nach und lehnte eine Einladung Lale Akgüns zu einer Diskussionsveranstaltung in einem &#8220;türkisch geprägten Viertel&#8221; in Köln mit der Begründung ab, dass er es seinen &#8220;<a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1180249233520.shtml" target="_blank" rel="external">potentiellen Killern</a>&#8221; so einfach nun doch nicht machen wolle.</p>
<p>Mal davon abgesehen, dass ich seine Vorgehensweise für äußerst unseriös halte, eignet sich seine unbeschwert-direkte Argumentation hervorragend für eine Darstellung der gängigsten Methoden selbst ernannter Islamkritiker bei der Konstruktion einer Gefahr durch <em>den</em> Islam. Ein paar davon will ich anhand einiger Zitate aus oben verlinkten Artikel beschreiben.</p>
<p><strong>Die Meinungsfreiheits-Keule<br />
</strong><br />
Kaum kommt die leiseste Kritik am eigenen Standpunkt auf, spielt man sich als Verfechter der Meinungsfreiheit auf und tut so als würde einem der Mund verboten.</p>
<blockquote><p>Giordano: […] Ich erinnere mich an ein Erlebnis, das ich hatte vor ungefähr drei Wochen. Morgens beim Frühstück im Hotel kommt da eine Frau rein, die von oben bis unten verhüllt ist. Frau Kollegin ich sage Ihnen, es hat mich erschreckt und hat mich verletzt, was ich da gesehen habe. Das ist ein Anblick, der mich stört. Ich rede hier nicht von Verboten; ich will das nur sagen dürfen.</p></blockquote>
<p>Dumm nur, wenn der Gesprächspartner darauf nicht reinfällt:</p>
<blockquote><p>Durak: Das dürfen Sie doch, Herr Giordano. Niemand hindert Sie daran, dies zu tun. Im Gegenteil: Sie können weiter darüber sprechen. Das ist doch nicht das Problem. […]</p></blockquote>
<p>Dann muss schnell der nächste rethorische Kunstgriff angewendet werden:</p>
<p><strong>Die Etablierung eines Bedrohungsszenarios<br />
</strong><br />
Man dreht den Spieß schnell um: nicht der Islamkritiker ist der Angreifer – Nein – er ist selbst ein Opfer:</p>
<blockquote><p>Giordano: Es ist ein ästhetisches Problem. Ich denke es ist ein soziales Problem. Es ist ein politisches Problem.* Natürlich! Diese ganze Verhüllungsphilosophie im Islam ist etwas, was mich stört. Und wenn Sie sagen ich kann es sagen? Ja, ich kann es sagen, Gott sei Dank richtig, weil wir hier in einer Gesellschaft leben, einer demokratischen Republik, einem demokratischen Verfassungsstaat, wo das möglich ist. Aber fragen Sie mich nicht, welche Reaktionen es darauf gibt.</p></blockquote>
<p>Die Drohungen, natürlich. Wenn es die nicht geben würde, müsste man sie glatt erfinden. Es wäre sonst einfach zu schwer, die nun gefestigte Rolle des Opfers weiterhin glaubwürdig zu geben. Außerdem fungiert das Bedrohungsszenario auch sehr gut, um sich unliebsame Diskussionen zu ersparen, in denen die Schwäche der eigenen Argumentation entlarvt werden könnte.</p>
<blockquote><p>Die SPD-Islambeauftragte und Bundestagsabgeordnete Lale Akgün lud Giordano daraufhin zu einer Diskussion über die Moschee und die Integration von Muslimen ein. &#8220;Die öffentliche Diskussion könnten wir in einem Kölner Café abhalten, ruhig in einem türkisch geprägten Viertel der Stadt&#8221;, schrieb sie. Giordano lehnte dies jedoch am Samstag ab und verwies auf Morddrohungen, die er von radikalen Muslimen erhalten habe: &#8220;Ich gestehe, dass mir ein wenig unheimlich wurde, als ich Ihren Vorschlag zur Kenntnis nahm&#8221;, antwortete er in einem Schreiben. &#8220;So leicht möchte ich es meinen potenziellen Killern nun doch nicht machen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Nochmal langsam: Giordano <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1179985913540.shtml" target="_blank" rel="external">bekam Morddrohungen</a> und hat jetzt natürlich Angst ermordet zu werden. Er &#8220;überlegt&#8221; sogar Strafanzeige gegen Unbekannt zu stellen. Also ich würde da ja nicht lange überlegen… Aber wie auch immer, unheimlich wurde ihm also, als er von Lale Akgün eine Einladung zu einer öffentlichen Diskussion bekam. Wird Herr Giordano nun sämtliche Öffentlichkeit meiden? Oder nur die in &#8220;türkisch geprägten Vierteln&#8221;, weil dort mehr seiner &#8220;potentiellen Killer&#8221; unterwegs sind? Oder macht er es in Zukunft wie andere Islamkritiker und erscheint nur noch demonstrativ mit Bodyguards?<br />
Das wichtigste ist jedoch, dass man auf diese Weise schon wieder zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen hat: die Etablierung einer diffusen allpräsenten Gefahr und eine Rechtfertigung für…</p>
<p><strong>Die bewusste Realitätsverweigerung<br />
</strong><br />
Man muss sich dann nämlich nicht mit seinen Kritikern und schon gar nicht mit Muslimen an einen Tisch setzen bzw. sich deren Kritik in einer zivilen Diskussion aussetzen. Außerdem muss man sich nun auch nicht der für den Islamkritiker quälenden Vorstellung stellen, dass Muslime oder seine Kritiker doch nicht alle gleich sind und eventuell ihre Kritik auch vernünftig oder gar berechtigt äußern könnten.</p>
<p><strong>Die &#8220;ich kenne Muslime und die denken auch so wie ich&#8221; Taktik<br />
</strong><br />
Eine weitere Methode, die eigene Position zu legitimieren, ist sich selbst als Opfer darzustellen oder sich mit den (vermeintlichen) Opfern zu solidarisieren. Im Falle der unterdrückten muslimischen Frau kann Giordano schlecht die Rolle des Opfers einnehmen, aber – wie passend – er kennt ja welche, für deren Rechte er eintritt:</p>
<blockquote><p>Durak: Das dürfen Sie sagen. Wir leben in Deutschland. Deshalb können wir auch weiter öffentlich darüber sprechen. Haben Sie denn mit Frauen schon darüber gesprochen, die so verhüllt sind?</p></blockquote>
<blockquote><p>Giordano: Ich habe mit vielen Musliminnen und Muslimen gesprochen. Ich bin ja nicht von gestern. Wo ich mich da hineingewagt habe, das ist ja etwas, wovon man auch Kenntnis haben muss. Ich habe vor allen Dingen mit Türkinnen gesprochen, die wissen was es bedeutet hat und bedeutet, Frau in der islamischen Gesellschaft zu sein, auch hier in Deutschland, nicht nur in islamischen Originalländern. Ich will hier keine Namen nennen, um denen kein Ungemach zu bereiten, aber es sind Türkinnen selbst, die keinen Zweifel daran gelassen haben, was es bedeutet, Frau in der islamischen Gesellschaft zu sein.</p></blockquote>
<p>Oder doch nicht? Giordano beantwortet die kluge Frage des/der Reporters/Reporterin ja gar nicht, denn er hat eben nicht mit einer verhüllten Frau darüber gesprochen, dass er ein ästhetisches Problem mit ihrer Kleidung hat oder gar, was es bedeutet eine Frau in der islamischen Gesellschaft zu sein. Das würde auch eventuell seine Sicht der Dinge ändern und das wäre ja unerwünscht. Stattdessen redet er lieber mit Leuten, die seine Sichtweise bestätigen, deren Namen er hier lieber nicht nennen will. Sehr wahrscheinlich weil wir sie eh schon kennen…</p>
<p><strong>Sich das wehrlose Opfer suchen</strong></p>
<p>Die muslimische Frau eignet sich in der öffentlichen Diskussion besonders gut zur Instrumentalisierung. Man interessiert sich ja gar nicht wirklich für sie – sonst würde man ja auch mal mit ihr reden – sondern benötigt sie nur als Argumentationsmittel. Die muslimische Frau bietet hierfür den perfekten Schauplatz, da sie stumm und unsichtbar ist. Dies ist aber nicht etwa so, weil es keine Frauen gäbe, die in der Lage wären sich und ihre Vorstellung von Selbstbestimmung, Karriere, Familie oder gesellschaftlicher Teilhabe intelligent und selbstbewusst zu artikulieren. Sie werden nur konsequent von allen Seiten und auf allen Ebenen marginalisiert. Aber genau dieser Umstand ermöglicht es so genannten Islamkritikern erst, ihre &#8220;Kritik&#8221; unwidersprochen zu äußern, weswegen sie ja auch nicht wirklich etwas dagegen unternehmen – ja sogar noch gegen die Beteiligung dieser Frauen an der öffentlichen Diskussion argumentieren.</p>
<p><strong>So tun als spräche man für eine Mehrheit</strong></p>
<p>Diese Mehrheit traut sich aber nicht, sich zu artikulieren. Sei es nun die Mehrheit der liberalen aufgeklärten Muslime hier in Deutschland, die Angst vor den Drohungen der radikalen Vereinsmuslime hat oder die Mehrheit der Deutschen, die Angst davor hat als Nazis abgestempelt zu werden und auch von den radikalen Muslimen bedroht wird. Deshalb sprechen dann andere – die Mutigen – für sie.</p>
<blockquote><p>Giordano: Die Reaktionen, die ich bekommen habe auf meinen Vorstoß, lassen überhaupt nicht den geringsten Zweifel daran, dass die Mehrheit diesen Bau ablehnt. Und die Politiker haben so getan, als wenn das gar keine Bedeutung hat. Ich denke sie haben sie nicht gefragt, weil sie die Antwort wussten, nämlich dass die Bevölkerung damit nicht einverstanden ist, und nicht aus rassistischen und neonazistischen, rechtsextremistischen Gründen. Die Leute, die mich erreichen: Sie müssen mal die Empörung hören, wenn sie sich darüber erregen, dass sie in diese rechte Ecke gestellt werden. Und das schrecklichste bei der ganzen Sache ist: Sie sind der Meinung, der Bau ist falsch, wagen es aber nicht zu sagen, weil sie eben fürchten, entweder in diese rechte Ecke gestellt zu werden oder bedroht zu werden.</p></blockquote>
<p>Also die Mehrheit der Leute, die auf Giordano zukommen sind gegen diese Moschee. Wundert mich nicht, da Giordano ja mit Kritikern gleich gar nichts zu tun haben will. Aber dann direkt davon auszugehen, dass gleich die ganze Bevölkerung gegen den Bau ist… Schon etwas vermessen.</p>
<p><strong>Unwahrheiten als wahr darstellen</strong></p>
<p>Das einfachste Mittel ist das Aufstellen von Unwahrheiten. Man kann solche Dinge natürlich sagen, so oft man will, nur werden sie dadurch nicht wahrer.</p>
<blockquote><p>Giordano: Und ich sage noch was, und ich mache mir damit keine Freunde. Nirgendwo wird die Würde der Frau so verletzt wie in der islamischen Gesellschaft. Die Geschichte des Islam ist eine einzige Entwürdigung der Frau und das bis zur Stunde. Und ich will das sagen dürfen, auch wenn es radikalen Muslimen nicht gefällt.</p></blockquote>
<p>Diese Behauptung dürfte wohl auch Historikern, Soziologen etc. nicht gefallen (einfach weil sie falsch ist), ob diese allerdings alle radikale Muslime sind, bezweifle ich.</p>
<p><strong>Die Lösung des Problems offen lassen</strong></p>
<p>Der Islamkritiker thematisiert ein Problem. Im Falle von Giordanos Äußerungen der letzten Woche sind das vor allen Dingen verhüllte Frauen, große Moscheen, die gescheiterte Integration und der Islam an sich.Gut, nun wissen wir worin Giordano das Problem sieht. Worin sieht er wohl eine Lösung?</p>
<blockquote><p>Giordano: Das ist auch solch eine Fangfrage. Wer Verbote fordert, ist gleich von Vornherein im Unrecht. Ich sage dazu nur eines: Ich will auf deutschen Straßen keine Burka-Trägerinnen und Shado-Verhüllten sehen.</p></blockquote>
<p>Er fordert kein Verbot, will aber auf deutschen Straßen keine Chador-Trägerin sehen. Wie schafft man das denn ohne Verbote? Ein Kennzeichen der Islamkritiker ist, dass sie Lösungsvorschläge – also den dreckigen Teil der Arbeit – anderen überlassen. Diese Lösungen werden dann von Leuten wie Ulfkotte und Co. in einem Forderungskatalog wie folgt artikuliert: Änderung des Grundgesetzes (Religionsfreiheit) in Bezug auf den Islam oder auch ein Zuwanderungsmoratorium für Muslime. Wie das wohl weitergeht…</p>
<p>* Einfach genial diese Irrationalität: aus einem ästhetischen Problem wird ein politisches. Das muss man erstmal fertig bringen und sich dabei immer noch ernst nehmen können. Bewundernswert.</p>
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		<title>Neuer Blog gegen Islamophobie</title>
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		<pubDate>Sun, 27 May 2007 20:55:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin</dc:creator>
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