Rassismus in Deutschland

Kurzer Lesetipp zu einem interessanten Interview mit Yonas Endrias von der Internationalen Liga für Menschenrechte Berlin. Er findet, dass in Deutschland zu wenig effektive Programme gegen Rassismus geführt werde, was u.a. an einem engen und falschen Verständnis von Rassismus liege:

Deutschland hat leider ein verengtes Verständnis von Rassismus. Für viele Behörden scheint das Problem eigentlich mit dem Ende der NS-Herrschaft abgehakt. Auch der Regierungsbericht sieht Rassismus weitgehend als Randerscheinung, die sich hauptsächlich auf Rechtsextremisten bezieht. Rassismus wird aber längst in umfassenderer Weise als soziales Phänomen begriffen. Dies ist leider in Deutschland noch nicht angekommen. Die Vereinten Nationen und das Forum Menschenrechte gehen deshalb davon aus, dass es sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem handelt.

Ein Kommentar auf “Rassismus in Deutschland”

  1. Arabi Says:

    Interessanter Beitrag & Interview.
    Mittlerweile kann man sich leider nicht den Eindruck erwehren, dass Rassismus Muslimen gegenüber schon als Kavaliersdelikt gilt. Im Anbetracht der der hiesigen Berichterstattung und Äußerungen mancher Politiker ist es nicht weiter verwunderlich. Aber dennoch selbstverständlich verwerflich.

    Wie auch immer: Du hast eine sehr tolle und informative Seite. Kompliment!

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